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Das Preda Fairtrade Projekt


PREDA Fair Trade feierte im Februar 2014 sein vierzigjähriges Jubiläum

Die global agierende philippinische Organisation bietet lokalen Landwirten sowie Opfern von Menschenhandel und jeglicher Art von Ausbeutung Unterstützung an. Der nachhaltige Schutz der Umwelt und der Menschen vor Ort sind die Hauptaufgaben von PREDA Fair Trade.

Als eine von der World Fair Trade Organization (WFTO) zertifizierte Organisation arbeitet PREDA Fair Trade (offizieller Name PROFAIRTRADE Development Agency SC Ltd.) eng mit der PREDA Stiftung zusammen, um Bedürftige zu unterstützen.

Der Sitz von PREDA Fair Trade (www.predafairtrade.net) befindet sich auf den Philippinen. Das auf den Prinzipien des fairen Handels beruhende Hauptziel der unabhängigen Organisation ist die Unterstützung ortsansässiger Kleinbauern, (Kunst-) Handwerker und Kleinstbetrieben.

Besondere Unterstützung für die indigene Bevölkerung – Angemessene Preise und Prämienzahlungen helfen den Produzenten, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern. Durch verschiedene Projekte und Kampagnen werden misshandelte Kinder und Frauen, Menschenrechte und die Umwelt geschützt. Von einem Teil der Verkaufserlöse werden pro Jahr 2000 neue Mangobäume gepflanzt.

Kampf für soziale Gerechtigkeit – PREDA Fair Trade setzt überschüssige Gewinne ein, um gegen Ausbeutung, Frauen- und Kindesmissbrauch sowie Menschenhandel zu kämpfen und sich für die Opfer von Menschenrechtsverletzungen, insbesondere für inhaftierte Minderjährige einzusetzen. Misshandelten Kindern werden ein sicheres Zuhause, medizinische und rechtliche Betreuung, Bildung und sowie Therapie-und Reintegrationsmaßnahmen geboten.

PREDA Stiftung und PREDA Fair Trade – Projekte für Kinder und Opfer von Menschenrechts­verletzungen werden durch die seperat arbeitende PREDA Stiftung durchgeführt. Die People’s Recovery, Empowerment and Development Assistance (PREDA) Foundation Inc. (www.preda.org) wurde 1974 von Shay Cullen, einem Irischen Mitglied der St. Columban Missionare mit Hauptsitz in Hong Kong gegründet. Sitz der PREDA-Stiftung ist Olongapo City. Aktuell sind 63 Angestellte in den verschiedenen Projekten der Organisation beschäftigt.

PREDA Fair Trade wurde 1975 gegründet. Jugendlichen, die mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren, wurde die Möglichkeit gegeben, eine handwerkliche Ausbildung zu absolvieren. Diese Jugendlichen waren meist Zielscheibe der sogenannten Todeskommandos des Militärregimes von Diktator Ferdinand Marcos. Oftmals wurden sie von den Sozialarbeitern von PREDA aus den Gefängnissen oder von der Straße gerettet.

Ebenfalls im Jahr 1975 begann die Förderung der Handwerker. 18 Jahre später, im Jahr 1993, fing PREDA Fair Trade an, Kleinbauern durch den Kauf von Mangos und anderen Früchten zu unterstützen. Viele Kleinbauern wurden durch die Händler und deren Kartelle ausgebeutet. Die Landwirte wurden dazu gezwungen, ihre Früchte für festgesetzte Preise zu verkaufen. PREDA kaufte diese Waren zu angemessenen Preisen auf, bevor sie zu getrockneten Mangos, Mangopüree und -mus für die Produktion von Fruchtsäften verarbeitet werden.

Das Fair Trade-Team hilft Kleinbauern, sich zu Bündnissen zusammen­zuschließen und knüpft Kontakte zu bereits bestehenden Kooperationen von Kleinbauern. So kann PREDA größere Mengen von Mangos zu besseren Preisen aufkaufen. Die Weiterverarbeitung und die Produktion wird in Kooperation mit Profood, einem langjährigen Partner, bewerkstelligt. Profood ist ebenfalls für die Verpackung der Produkte zuständig.

Der Kauf von Mangos – Preisschwankungen sind oft das Ergebnis von Manipulation der kommerziellen Händler. Nach dem Gesetz von Angebot und Nachfrage zahlt PREDA höchste Preise zuzüglich Prämien. Kommerzielle Händler selektieren vor dem Kauf die Früchte und nehmen lediglich die Besten ab. PREDA hingegen kauft Mangos aller Formen und Größen auf. Zudem bietet PREDA Entwicklungshilfe für die indigene Bevölkerung und die Kleinbauern an. So werden diese etwa bei Themen wie Landbesitz, Wasserversorgung, Katastrophenhilfe (z.B. durch Taifune) und bei Bauprojekten unterstützt.

Marketing – Anstieg der Verkaufszahlen. Danke an alle Partner, Importeure, Weltläden und Kunden – Die Verkaufszahlen der Mangos sind stark angestiegen. Durch die größere Menge an aufgekauften Früchten können den Kleinbauern bessere Preise geboten werden. Durch die höheren Verkauftspreise ziehen es viele Farmer vor, ihre Waren an PREDA und Profood zu verkaufen. So wird erfolgreich gegen das Preiskartell der kommerziellen Händler gekämpft.

PREDA Fair Trade hilft, Kartelle zu schwächen – Die Nachfrage an Mango-Produkten ist angestiegen und der Wettbewerb ist stärker geworden. Vorallem die Kleinbauern mit nur wenig Besitz sind oftmals Opfer der Preiskartelle. Durch die positive Entwicklung konnten sie ihr Einkommen steigern.

Kommerzielle Händler selektieren und zahlen schlechter – So kaufen diese nur die lupenreinen „Table Mangos“ auf und exportieren sie nach Hong Kong, Japan, China und Singapur. Die einzige Möglichkeit für die Farmer, den restlichen, nicht „lupenreinen“ Teil der Früchte zu verkaufen, sind die lokalen Märkte. Oftmals bleibt der Verdienst dabei aber sehr gering.
PREDA Fair Trade kauft alle Größen und Formen zum selben Preis auf und zahlt den Farmern zusätzlich eine von der Verkaufsmenge abhängige Prämie.

Ein Kleinbauer besitzt weniger als 100 Bäume und ist Besitzer oder nur Pächter des Landes. Abhängig von Klima, Taifunen, Fluten, Insektenplagen und anderen Einflüssen blühen nicht alle Bäume jedes Jahr. So kann es sein, dass naturbelassene Bäume nur jedes zweite Jahr Früchte tragen.

Daher unterstützt PREDA die Kleinbauern, indem Kokosnuss- und Kaffeesetzlinge gespendet und verteilt werden, um ein ausgeglicheneres Einkommen rund um das ganze Jahr zu ermöglichen. Außerdem werden Reis und Gemüse angebaut. Ziel ist es, Kaffee als neues Produkt zu etablieren. Eine alternative Einkommensquelle, insbesondere für die indigene Bevölkerung, ist die Produktion von Körben. Zudem spendierte PREDA den Kleinbauern Rikschas, um ihnen im Fall einer schlechten Ernte einen Lebensunterhalt zu ermöglichen.
PREDA fördert den organischen Anbau ohne den Einsatz von Pestiziden und Chemikalien. Die indigene Bevölkerung der Aeta baut seit Generationen die naturbelassenen Pico-Mangos an. PREDA hilft ihnen dabei, diesen Anbau fortzuführen und ein Zertifikat für den biologischen Anbau der Pico-Mangos zu erlangen.

Viele andere Früchte werden ebenfalls aufgekauft. PREDA Fair Trade und Profood kaufen alle Formen und Größen von Mangos, aber auch Ananas, Papayas, Passionsfrüchte, Calamansi und Guyabano in kleineren Mengen. Auch für diese Früchte werden die besten Preise plus Prämien gezahlt. Getrocknete, grüne und zuckerfreie Mangos sowie werden in ganz Europa und Japan verkauft (www.predafairtrade.net).

Direkte Prämienzahlungen an die Kleinbauern – Um uneingeschränkte Transparenz zu gewähr­leisten, werden die Farmer von PREDA-Mitarbeitern besucht und betreut. Bei diesen Besuchen werden alle Farmer registriert und bezahlt. Alle Partner und Kunden von PREDA sind herzlich eingeladen, als Besucher oder Freiwillige die Mitarbeiter auf ihren Besuchen bei den Kleinbauern zu begleiten. Außerdem können sie die Mitarbeiter zu den PREDA Children’s Homes begleiten und sie dort bei der Arbeit unterstützen.

Besucher und Freiwillige sind besonders in der Erntesaison von März bis Juni im nördlichen Luzon willkommen. In Mindanao dauert die Erntesaison von Januar bis August. Nach dem Prinzip des Fair Trade werden nicht nur die besten Früchte selektiert, sondern Früchte von allen Größen und Formen aufgekauft. Daraus ergibt sich ein großer Vorteil für die Kleinbauern.

Ungespritzte, chemikalienfreie Mangos – Die unverwechselbaren, getrockneten PREDA Fair Trade-Mangos sind frei von Chemikalien und Farbstoffen. Das Mangopüree wird nach Deutschland exportiert und mit organisch angebauten Äpfeln zu gesunden Fruchtsäften und Smoothies weiterverarbeitet:
http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0023643806000673

Kampf für Gerechtigkeit und Grundbesitz

PREDA Fair Trade pflegt die Partnerschaft mit der indigenen Bevölkerung und unterstützt sie beim organischen Anbau.

PREDA Fair Trade bietet Unterstützung für die ärmsten Familien, etwa durch Seminare und Trainings in den Gemeinden oder die Finanzierung von Schulmaterialien. Andere Projekte sind beispielsweise Weiterbildungen für Handwerker und Produzenten. Einige dieser Maßnahmen werden in Kooperation mit Partnern und Unterstützern von PREDA durchgeführt.
Der Kampf für Grundbesitzrechte und ist eine landesweite Bewegung. PREDA hilft der indigenen Bevölkerung, ihre Rechte zu wahren und ihr Land gegen Bergbau­unternehmen und Holzfäller zu verteidigen. Das Projekt hat die Vergabe von Besitzurkunden an die Gemeinden zum Ziel.

Zweitausend Bäume werden jährlich gepflanzt – verschiedene Arten von Bäumen werden im Rahmen des Wiederaufforstungsprojektes angepflanzt. PREDA Fair Trade leitet und finanziert dieses Projekt. Neben den 1,5 Meter großen Mango-Setzlingen werden auch Mahagonibäume und andere Arten angepflanzt, um die gerodeten Flächen aufzuforsten.
Die okulierten Setzlinge haben eine hohe Beständigkeit und sind bereits nach fünf bis sechs Jahren bereit zur Ernte. Die PREDA-Jugendgruppen und Freiwilligen helfen bei der Bepflanzung in der Regensaison von Juli bis Oktober. Neben einem sicheren Einkommen für die Farmer wird so der Erosion und damit verbundenen Erdrutschen vorgebeugt. Die gepflanzten Bäume helfen, die fortschreitende Klimaerwärmung zu bremsen und den CO²-Anteil in der Atmosphäre zu verringern. Freiwillige haben außerdem die Möglichkeit, in den Gemeinden zu übernachten und den Bewohnern bei der Feldarbeit zu helfen.
PREDA Fair Trade hilft Handwerkern, neue Produkte zu entwickeln, das Design der bestehenden Produkte zu verbessern und ihre Produkte lokal und international zu vermarkten. Außerdem werden „Hilfe zur Selbsthilfe“-Workshops angeboten und zinsfreie Darlehen gewährt. Die Produkte bestehen aus nachhaltigen, umweltfreundlichen und teilweise recycelten Materialien.

Unsere Hauptimporteure sind: DWP, Ravensburg; GEPA, Wuppertal; El Puente, Nordstemmen (alle Deutschland); FTO (Niederlande), Weltläden in ganz Deutschland und Österreich.

PREDA Fair Trade finanziert Entwicklungsprojekte

Die People’s Recovery Empowerment and Development Assistance (PREDA) Foundation Inc. (www.preda.org) ist eine Stiftung zur aktiven Unterstützung von Entwicklungsprojekten mit 63 Angestellten. Die verschiedenen Projekte schützen Kinder vor sexuellem Missbrauch in den Bordellen und Sexbars, die durch Einheimische und Ausländer aller Nationalitäten frequentiert werden. Die Stiftung wurde 1974 von Shay Cullen, einem Irischen Mitglied der St. Columban Missionare, gegründet. Die Einnahmen von PREDA Fair Trade werden u.a. dafür verwendet, um andere Projekte zu unterstützen. Ein prozentualer Anteil der Verkaufserlöse jedes Produktes wird für diese Projekte verwendet.

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