Preda Deutsch Website

Preda Newsletter Oktober 2011

October 24, 2011 · 

Liebe Freunde des fairen Handels und Kinderrechtler,

START DER ZWEI WOCHEN DES FAIREN HANDELS: Am 16. September hat Father Shay zusammen mit dem deutschen Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Woche des Fairen Handels in Berlin auf einem Boot neben dem Paralmentsgebäude eröffnet. In seiner Ansprache für die Presse unterstrich Father Shay die Wichtigkeit des fairen Handels, der junge Leute zu einem größerem Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeiten verhilft und sie dazu antreibt sich dafür zu engagieren diese Probleme zu lösen, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Laut Father Shay bringt Fair Trade die Menschen enger zusammen. So zum Beispiel durch PREDAs Apfel-Mango-Getränke, denn philippinische Mangobauern und deutsche Apfelbauern arbeiten hier zusammen und profitieren beide von einem Projekt, das wirtschafliche Würde und Entwicklung unterstützt.

Herr Alex Hermoso, PREDAs Programmdirektor, wurde letzten September als Gastsprecher zum “World Fair Trade Organization¹s Meeting” in Laos eingeladen. Er hielt dort eine sehr anerkannte Rede zur Mission von PREDA, Fair Trade , der Entwicklung von Fair -Trade- Kriterien und der Kontrolle solcher Projekte.
Ein glueckliches Kind im „PREDA Home For Children“ ist im Moment die zehnjaehrige Rose Ann. Sie wurde vor ein paar Wochen durch das PREDA Rescue Team aus den Händen ihres Peinigers befreit. Ihre Mutter hatte den fatalen Fehler begangen ihre Tochter zu ihrer Tante zu schicken, wo sie bei der Hausarbeit helfen sollte, doch stattdessen wurde sie durch den amerikanischen Lebensgefährten der Tante misshandelt und sexuell missbraucht.

Er wurde durch PREDA angezeigt, doch durch die langsame Polizeiarbeit war es ihm möglich in die USA zu fliehen. PREDA wird jedoch seine Auslieferung beantragen. Rose Ann verarbeitet langsam ihr Trauma der Misshandlung. Leider gibt es noch viele andere Kinder, die durch philippinische und ausländische Sextouristen missbraucht werden. Wir kämpfen täglich.

Die erfolgreiche Rettung und Genesung der verletzten Kinder aus den Händen ihrer Peiniger und den Sextouristen sind immmer noch die guten Nachrichten aus dem PREDA Center. Sie kommen von weit her aus schrecklichen Lebensumständen und finden hier Frieden und Freiheit. Im Moment leben dreißig Mädchen im Alter von 9-17 Jahren bei PREDA und haben hier eine glückliche und sichere Kindheit. Sie gehen täglich zur Schule, partizipieren in Sport-, und Erholungsaktivitäten, machen regelmäßige Ausflüge und bekommen Therapie und Beratung sowie die Möglickeit an Tanz-, Gesangs-, und Bastelstunden teilzunehmen.

Es leben noch weitere 19 Kinder hier, die aus den Händen von Sextouristen gerettet wurden. Auch sie machen große Fortschritte in ihrer Genesung. Leider kann PREDA aufgrund der korrupten Praktiken der Polizei und der Justiz nur sehr wenige Peiniger vor Gericht bringen.

Der amerikanische Botschafter Harry K. Thomas Jr. rief in einer Rede die philippinischen Berufungsrichter dazu auf für Gerechtigkeit für die Opfer von Menschenhandel und Sextourismus zu sorgen. Damit startete er eine Kontroverse und wurde durch philippinische Regierungsbeamte und Reiseorganisationen angegriffen auf seine Aussage hin, dass es sich bei 40% der Touristen, die auf die Philippinen reisen, um Sextouristen handelt. Wir schrieben einen Zeitungsartikel, der die Aussage des Botschafters unterstützt, da niemand seine Aussage widerlegen konnte und fragten provozierend, welche Prozentzahl an Sextouristen denn für die Regierung akzeptabel schiene.

Sextouristen sind die Peiniger von schutzlosen Frauen und Kindern. Keine Form sexueller Ausbeutung oder Misshandlung ist tolerierbar, außerdem zerstört die Sexindustrie, die von der Regierung geduldet wird, die moralischen Werte einer ganzen Nation. Sie ist das Übel, das die Ausbreitung von HIV/AIDS, Sittenlosigkeit, Kindsmisshandlung, Inzest, Abtreibungen, Misshandlungen von Frauen, und Korruption über die gesamte philippinische Gesellschaft vorantreibt. Die vielen Opfer füllen die Zufluchtsorte für Kinder, sie suchen dort nach Hilfe und schreien nach Gerechtigkeit. Tausende weitere Opfer leiden weiter. Die Sexindustrie zerstört den guten Namen einer Nation.

Die Anzahl der Kinder, die dem Menschenhandel zum Opfer gefallen sind oder in der Sexindustrie arbeiten, wird auf etwa 60.000 bis 100.000 Kinder geschätzt, eine Zahl, die die meisten nichtstaatlichen Organisation und Unicef bestaetigen. Die Zahl der Frauen ist etwa zehn Mal so hoch. Eine Recherche in Olongapo City ergab, dass etwa 5000 Frauen in Olongapo und in der nahe gelegenen Stadt Subic in der Sexindustrie arbeiten.

Sich gegen den furchtbaren Handel mit Kindern stellen. Mit der Hilfe von Spenden und dem Gewinn aus Fair-Trade-Verkäufen unserer getrockneten Mangos bekämpfen wir diesen grausamen Handel mit Kindern und helfen den Opfern. Unser Ziel ist es Sexsklaverei und Sextourismus zu beenden und wir bitten Sie um weitere Unterstützung in dieser wichtigen Arbeit für Menschenrechte und die Würde von Frauen und Kindern.

Endlich eine Verurteilung. Nach fünf Jahren voll von Gerichtsanhörungen, haben die zwölfjährige Margie Fi und ihre Mutter endlich Recht bekommen, als ihr Vater für mehrfache Vergewaltigung schuldig gesprochen wurde. Alles begann, als ihre Mutter Arbeit in Manila gefunden hatte. Das Kind wurde jden Nacht von ihrem Vater bedroht und vergewaltigt, bis sie ihre Angst überwand und endlich ihrer Mutter von den schrecklichen Taten ihres Vaters erzählen konnte. Ihr Vater wurde eingsperrt und PREDA gab ihr eine Unterkunft und Rechtsbeistand. Ihr ging es irgendwann wieder besser und sie konnte vor Gericht aussagen und schlussendlich wurde der Urteilsspruch verlesen. Ihr Vater wurde für schuldig befunden und wird nun den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. PREDA arbeitet an 35 solcher Fälle und es ist harter Kampf mit der Justiz.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass der Bau des neuen Mädchenhauses mit voller Kraft vorangeht und bereits ein Viertel fertig gestellt ist. Es wird ein Haus für bis zu siebzig Kinder und Mitarbeiter und außerdem ein Treffpunkt für Seminare und Trainingseinheiten für philippinische Sozialarbeiter und Psychologen, die sich für die Genesungstherapie und heilende Gemeinschaft bei PREDA interessieren. Freiwillige und Praktikanten kommen von überall auf der Welt um bei der Arbeit zu helfen. Im Moment haben wir zwei Freiwillige aus Deutschland, die mit unseren Mitarbeitern zusammenarbeiten und eine Inspiration für unsere Kinder sind.

Glückliche Tage sind es auch für den sechzehnjährigen Miko aus Marawi, Mindanao, der südlichsten Insel der Philippinen. Er ist weit weg von zu Hause, doch wird bald wieder mit seiner Mutter vereint. Vor fünf Jahren versteckte er sch auf einem Boot Richtung Manila, wo er hoffte Arbeit zu finden um seine Familie in Mindanao zu unterstützen. Leider endete er jedoch in den Straßen von Manila, wo er täglich litt und nur knapp überlebte. Er vesuchte sich als Verkäufer auf Märkten, aber er verdiente kaum genug Geld um sich selbst zu versorgen. Schnell wurde er von anderen Straßenkindern dazu gebracht sich in kriminelle Machenschaften zu vestricken um mehr Geld zu verdienen. Er hoffte dadurch genug Geld zu verdienen um wieder zu seiner Familie zurückkehren zu können. Doch er wurde verhaftet. Er wurde zum Jungenhaus von PREDA gebracht, wo er positiv auf die angebotenen Rehabilitierungsmaßnahmen ansprach. Die Anzeige gegen ihn wurde fallen gelassen und jetzt kann er endlich wieder nach Hause zurückkehren. Miko war an diesem Tag die glücklichste Person im Gerichtssaal. PREDA-Mitarbeiter arbeiten nun an seiner Rückkehr nach Hause, damit er seine Familie, die er seit fünf Jahren nicht gesehen hat, endlich wiedersehen kann. Miko ist endlich frei.

PREDA hat viele Jugendliche aus den Gefängnissen befreit, wo sie unter schrecklichen Bedingungen hausen mussten, ihre Menschenrechte missachtet warden und wo sie unter Hunger und Misshandlungen litten. In den letzten drei Monaten allein wurden 37 Jungen aus den Gefänginissen gerettet und weitere erwarten den gerichtlichen Beschluss, dass sie endlich zu PREDA gelassen werden. Sie bilden eine Gemeinschaft von etwa fünfzig Jungen, die aus Gefänginissen befreit wurden und die nun im neuen „Haus für Jungen“ leben. Das Gebäude befindet sich auf dem Land gänzlich ohne Mauern oder Zäune und alle Jungen sind freien Willens bei PREDA. Dieses beispielhafte Projekt zeigt, dass Freundlichkeit, Respekt, Fairness und Unterstützung nützlicher sind um die Jugendlichen auf den richtigen Weg zu bringen als Schläge und Unterdrückung hinter Gittern.

Klage abgewiesen. Manche der Jungen, besonders die, die fälschlicherweise angeklagt sind, haben ihre Klage mithilfe des PREDA Legal Action Teams bereits abgewiesen bekommen. Sie werden nun auf die Rückkehr in ihre Familien vorbereitet. PREDA wird sie jedoch weiterhin betreuen, damit sie nicht auf die schiefe Bahn geraten, sondern weiterhin zur Schule gehen oder sich einen Job suchen.

Einige Freiwillige aus Deutschland helfen den Jungen ein Fussballfeld anzulegen um ihnen dann das Fussballspielen beizubringen. Ausserdem geben sie ihnen Gitarren- und Computerunterricht und unterstützen die Jungen bei vielen weiteren Aktivitäten.

Eine Delegation von acht Bundestagsabgeordneten aus Deutschland kam im August auf die Philippinnen um einer Gefängnisbefreiungsaktion beizuwohnen. Sie waren vom Ministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit und Entwicklung und sind sehr interessiert am PREDA Fair Trade Programm. Am 29.08. hatten sie die Möglichkeit der Befreiung des fuenfzehnjaehrigen Manuel beizuwohnen, einem kleinen schmächtigen Jungen, der aufgrund der Anstrengungen der PREDA- Sozialarbeiter und Father Shay Culllen aus dem Gefängnis gerettet werden konnte und der nun ein neues Leben im „PREDA Jungenhaus“ beginnen kann. Father Shay erklärte den Bundestagsabgeordneten den Prozess, der durchlaufen werden muss, bevor so ein Kind aus dem Gefängnis befreit werden kann und zeigte ihnen Bilder von wertevermittelnden Aktivitäten, die diese Kinder erwartet, wenn sie zu PREDA kommen. Sie waren sehr begeistert davon, wie PREDA mit deutschen Wohltätigkeitsorganisationen zusammenarbeitet und die Gewinne des Fair Trade benutzt um die wichtige Arbeit mit den misshandelten Jungen und Mädchen zu finanzieren. Die Pionierprojekte von PREDA, die den Fair Trade für die Unterstützung von Menschenrechten verwenden, interessierte sie sehr. Sie luden Father Shay ein, im nächsten Jahr eine Präsentation vor einem Komitee des deutschen Bundestages zu halten.

Nun die glückliche Geschichte von Xander, 16 Jahre alt. Er ist einer der Jungen, die durch die finanzielle Spende von deutschen Schülern gerettet werden konnten. Das PREDA – Rescue – Team fand ihn hinter Gittern, sammelte seine Dokumente, machte eine Petition vor dem Gericht und der mitfühlende Richter entließ ihn in die Verantwortung von PREDA. Im Gefängnis präsentierten die Sozialarbeiter die Entscheidung des Gerichts und nachdem die Papiere unterschrieben wurden und nach einer strengen Körperkontrolle, konnte Xander endlich aus dem Gefängnis entlassen werden und wurde zum PREDA – Rettungs – Fahrzeug gebracht. Er war sehr dünn, seine Haut hatte eine gelbe Farbe und auch seine Haare hatten ihre Farbe verändert, wahrscheinlich wegen Unterernährung. Kurze Zeit später brachten die Sozialarbeiter ihn erst einmal in ein Restaurant, wo er ein herzhaftes Essen bekam. Die erste Zeit war Xander sehr still, nach einiger Zeit begann er jedoch von den schrecklichen acht Monaten im Gefängnis zu erzählen. Es waren Geschichten von Entbehrung, Elend, schlechter Behandlung und sogar Folter. Jetzt erholt er sich im „PREDA Jungenhaus“, wird kräftiger, gesünder und glücklicher. Xander ist jetzt frei und kann sein Leben im „PREDA Jungenhaus“ fortführen.

Die letzten Taifune Pedring and Quiel haben die Philippinen erreicht und hatten zerstörerische Auswirkungen auf das „PREDA Jungenhaus“. Jahrzehnte alte Bäume wurde entwurzelt, die Brücke, die zum Jungenhaus führt, wurde zestört und auch das Dach des Berufsbildungsgebäudes wurde komplett abgedeckt.Es gab keinen Strom für zwei Wochen, da drei der Pfähle, die den Strom weiterleiten, zur Hälfte abgeknickt waren. Die Schäden belaufen sich auf eine Summe von etwa dreitausend Euro. Spenden sind herzlich willkommen. (Bilder finden Sie auf www.preda.org)

Bitte bedenken Sie, dass Weihnachten vor der Tür steht. Bitte senden Sie ihre Spenden für die Kinder dieses Jahr an die „Columban Fathers“ oder durch einen Scheck in der Post oder durch PayPal (www.preda.org) zum „Preda Center P.O.“ Box 68, Olongapo City, Philippines oder überweisen Sie ihre Spende auf folgendes Konto:

Preda -Ireland,Permanent TSB,
#11, Upper Georges St. Dun Laoghaire. Co. Dublin
Sorting code 990604 Account : # 87930352
BIC code/ Swift code for PTSB- IPBSIE2D
IBAN -IE25IPBS99060487930352

Wir beten für Sie und danken Ihnen von ganzem Herzen dafür, dass Sie unsere Arbeit möglich machen,

Gottes Segen.

 

Father Shay Cullen und das PREDA Team

Copyright © 2017 · Preda Foundation, Inc. All Rights Reserved