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Newsletter August 2013

September 25, 2013 · 

 

AUGUST 2013

Die neuen Freiwilligen und Praktikanten sind da!

Am 12. August sind vier neue Freiwillige von unseren Partnerorganisationen angekommen. Vom Tatortverein (in Zusammenarbeit mit Eine-Welt-Netz) wurden Felix Bröckling und Niels Uphoff und von Misereor Esther Klein und Patricia Fehrentz entsendet. Die Abiturienten werden 10 bis 12 Monate lang die Arbeit von PREDA begleiten.

Carolin und Christine Mayer sowie Jan-Hendrik Schaper studieren soziale Arbeit und leisten ihr Praxissemester ab. Sie werden insbesondere die Kinder und Jugendlichen aus dem Girls und Boys Home betreuen.

Drei monatelang wird Manuel Weis vor allem im Fairtradebereich von PREDA tätig sein, da er durch seine Arbeit als Verwaltungsmitarbeiter bei REWE viele Kenntnisse im ökonomischen Bereich erlangt hat.

Die Freiwilligen werden Einblick in alle Programme bekommen um die sozialen Projekte, auch die Kinderschutzprojekte, genauer kennenzulernen. Ihnen wird die Möglichkeit geboten ihre Fähigkeiten, ihr Wissen und ihre Zeit mit den Jugendlichen und Kindern zu teilen. Zudem können sie indigene Dörfer besuchen, dort arbeiten und mehrere Tage bleiben um an diesem Leben im Dorf Teil haben zu können und es zu erfahren. Außerdem ist der Freiwilligendienst/ das Praktikum ein Lerndienst, der die Möglichkeit bietet, viel Verständnis für die philippinische Kultur zu entwickeln und auch die einheimische Sprache zu lernen.

Jeder, der an einem Praxissemester, Praktikum oder einem Freiwilligendienst interessiert ist, meldet sich einfach unter predinfo@preda.org.

 

Outreach Aktivitäten mit den Mädchen

Die Studenten des St. Joseph College in Olongapo City organisierten am 24. August eine Willkommensfeier für die Mädchen, die nun neu ins Girls Home einziehen werden. Dort sollen sie einen neuen Anfang, frei von häuslichen und kommerziellen Missbrauch und Gewalt finden.

Die Veranstaltung fand in Plenarsaal der PREDA Stiftung von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Die Mädchen konnten so Kontakte mit den Studenten, die im gleichen Alter wie sie waren, knüpfen.

Sie bekamen die Möglichkeit, ihr Talent im Tanzen und Singen vorzuführen. Dies machte die Jugendlichen sehr glücklich und gab ihnen das Gefühl, anerkannt zu werden. Auch konnte ihr Selbstwertgefühl durch die gemeinsame Zeit und die neuen geknüpften Freundschaften gesteigert werden.

Selbst die neuen Mädchen, die vorher eher schüchtern und introvertierter in der Gruppe zu sein schienen, waren sehr involviert und ausgelassen. Die Studenten hatten Lieder und Tänze für Jugendlichen vorbereitet. Zudem ermutigten sie die Mädchen gewissenhaft für die Schule und Universität zu lernen und ihre Ziele und Träume im Leben zu verfolgen. Es ist wichtig für die Kinder bei PREDA, die zuhause vernachlässigt wurden oder aus den Sexbars befreit wurden, ein Gefühl von Würde durch ein positiveres und liebevolles Umfeld zu erfahren. Durch das Treffen mit den Studenten waren die Kinder sehr glücklich und begeistert. Ebenso war es eine wichtige Erfahrung für die Studenten um besser die Probleme nachvollziehen können, die aus zerrütteten Familienverhältnissen und Armut hervorgehen. Auch sie schätzen besonders den Segen, der ihnen widerfahren ist und ihnen den Wert des Lebens verdeutlicht.

Diese Aktivität hat eine große Bedeutung für die Entwicklung des emotionalen Zustandes der Kinder bei PREDA, denn es ermutigt und stärkt sie und hat somit auch aus therapeutischer Sicht Einfluss auf deren Genesung.

 

 Medizinischer Einsatz

Die PREDA Stiftung, das Pharmaunternehmen Pfizer und die JFK-SPED Schule organisierten einen medizinischen Einsatz in einer abgelegenen Aeta Gemeinde am 30. August 2013. Diese Aktion ist nur ein Teil der sozialen Unterstützung der indigenen Bevölkerung, die Preda versucht auch durch weitere Projekte voranzutreiben.

Kostenlos wurden Kinder und Eltern der ganzen Gemeinde vorsorglich untersucht. Die Abteilung für Bildung von PREDA sowie die Schüler der JFK-SPED Schule präsentierten ein Puppentheater über Kindesmissbrauch und Malariaprävention. Zudem wurde über die richtige Körperhygiene aufgeklärt und diskutiert. Unterhaltsame Spiele erleichterten den Zugang zu den Themen.  Insgesamt konnten 50 Kinder und 30 Erwachsene aus der indigenen Aeta Gemeinde von der medizinischen Vorsorgeuntersuchung, den kostenlosen Medikamenten und Vitaminen als auch von der Essensausgabe profitieren.

 

Strategische Planung für die Kinder- und Jugendorganisation AKBAY

Vom 6. bis zum 7. Juli hielten die Kinder- und Jugendorganisation AKBAY und die PREDA Stiftung ein Facilitators and Leadership Management Training . Dieses Training gibt den Jugendlichen eine Möglichkeit sich selber zu organisieren und zu engagieren, indem sie bei dem Workshop die Probleme, die in ihren eigenen Gemeinden existieren, besprechen.

Zusätzlich zu diesem Seminar, war am 9. August ein Workshop für die Strategische Planung AKBAYS. Er zielt darauf ab, die externe Kommunikation und Koordination als auch das interne Verhältnis  von AKBAY zu stärken und ein Projekt zu entwerfen, das sich für die Beständigkeit und Unabhängigkeit der Organisation einsetzt.

Dieses Training gibt jungen Menschen die Möglichkeit sich selbst als durch Vermittler  zu organisieren. Diese sind ansprechbar für Themen, mit denen sie im gegenseitigen Zusammenleben konfrontiert werden.

 

Der Marsch der Millionen – Die Version aus Olongapo City

 “Korruption abschaffen” war das Motto der Kundgebung am 26. August 2013 in Olongapo City und war die lokale Version des Marschs der Millionen; der Termin fiel passenderweise mit dem Feiertag der „nationalen Helden“ zusammen. Alex Corpus Hermoso, PREDA‘s Programmleiter, organisierte und führte die Aktivitäten, an der Menschen aus allen Bevölkerungsschichten Olongapos teilnahmen, an. Es wurde im Fernsehen ausgestrahlt und auf der Website www.preda.org veröffentlicht.

Kundgebungen und Demonstrationen wurden gleichzeitig in verschiedenen wichtigen Städten des Landes durchgeführt und forderten die Abschaffung der persönlichen Entwicklungs-Fonds von Kongressabgeordneten und Senatoren, die eine Quelle für Korruption sind. Wichtige Ziele sind, dass Transparenz, Verantwortlichkeit und gute Regierungsführung gefördert werden. Hermoso sagte in seiner Rede den anwesenden Menschen, dass sie die “Überwachungskamera der Regierung” sein müssen und das der Schutz der öffentlichen Kassen und das Ende der Korruption, abhängig von der Wachsamkeit der Bevölkerung ist.

 

Hilfsaktion

Die Gemeinde Tapuac, in Masinloc, Zambales ist eine der am stärksten betroffenen Gemeinden des Taifuns „Maring“ und des Monsunregens. Laut dem Gemeindevorsteher, leben etwa 400 Familien in der Gegend. Am 26. August 2013 besuchten Mitglieder der Kinder- und Jugend-Organisation „AKBAY“, Mitarbeiter von PREDA, freiwillige Helfer aus Deutschland und des zivilgesellschaftlichen Netzwerks aus Olongapo City die Gemeinde und führenden eine Hilfsaktion durch. Die Gruppe zeigte sich solidarisch und verteilte Lebensmittelrationen, um den Schmerz der Betroffenen zu lindern. Die Leute waren sehr glücklich unsere Spende (die Lebensmittelrationen bestanden aus Reis, Nudeln, Sardinen, Kaffee und Zucker) zu erhalten und schätzten unser Bemühen zu ihnen zu kommen und ihre Geschichten zu anzuhören.

 

Zusammenfassung des Hausbau Projekts in der Aeta Gemeinschaft „PAPAHT“

Trotz des schlechten Wetters in der Gegend, verursacht durch den Monsunregen, hatte die PREDA Stiftung am 31. August 2013 erfolgreich die Baustoffe zum ökologischem Aeta Dorf Projekt nach Sitio Nato in der Gemeinde San Juan, Botolan, Zambales, mit Unterstützung des 24. Infanterie-Bataillon der philippinischen Armee, geleitet von Oberstleutnant Gilman Galicia, gebracht. Die Baustoffe wurden für 10 Häuser in der Aeta-Gemeinde von der Stiftung gespendet. Die Toiletten und Duschen der jeweils 10 Häuser wurden außerhalb der Häuser gebaut. Eine Schule mit 2 Klassenräumen wurde bereits von Profood Inc., ein Partner von PREDA Profairtrade, fertiggestellt und ein Mehrzweck-Zimmer-Haus wurde von PREDA Fair Trade selbst gebaut. Der Bau der Gebäude ist nun abgeschlossen und die Gebäude wurden in Betrieb genommen.

Der Bau von weiteren Häusern, für die Opfer der Taifune, wird in der ersten Woche im September 2013 beginnen. Dieses ökologische Dorf wird eine Heimat für viele Aeta-Familien, die wegen Taifunen und anderen natürlichen und von Menschen verursachten Katastrophen im Jahr 2009 vertrieben wurden. Die Ureinwohner organisierten sich als „Pinatubo Assistance for Poor Aetas Human Tribes Inc.“ (PAPAHT). Die Dorfbewohner hegen und pflegen ihr Öko-Dorf, mit Hilfe von PREDA und anderen Unterstützern können sie ihre Kultur und Natur organisch entwickeln und erfolgreiche Öko-Landwirtschaft betreiben.

 

Anti-Bergbau Kundgebung in Sta. Cruz

Der massive Abbau von Mineralien zerstört große Gewässer (Flüsse, Seen, Meere) und verunreinigt sie mit giftigen Chemikalien. Der grassierende Bergbau in Sta. Cruz, Zambales zerstört das Leben der Menschen, vor allem der Bauern, weil deren Felder mit Schlamm bedeckt werden. Die Folge des unverantwortlichen Bergbaus sind sozio-ökonomische Probleme in den Bergbaugebieten. Getrennte Gemeinschaften und Familienstreitigkeiten sowie Gewalt und Massenhinrichtungen geschehen unbestreitbar, nicht nur in der Stadt, sondern auch in vielen Bergbaugebieten. Das Bewässerungssystem der Stadt ist ebenfalls betroffen.

Am 29. August 2013 wurde eine Bergbau-Kundgebung in der Stadt Sta. Cruz, Zambales, von verschiedenen Menschenrechts-Organisationen, Nicht-Regierungs-Organisationen, der zivilgesellschaftlichen Netzwerks und indigener Völker, abgehalten. Organisiert wurde die Veranstaltung von Dr. Ben Molino, ein forensischer Experte, von Herrn Alex Corpus Hermoso, der Programmleiter der PREDA-Stiftung und anderer besorgter Bürger. Diese Kundgebung ist nur eine der vielen Aktivitäten, um das Gesetz „Alternatives Mineral Management“ durchzusetzen, welches die Bergbau-Aktivitäten im Land begrenzt, die “Mindestanforderung für den Bergbau” unterstützt und ein großes NEIN für ausländische Beteiligungen durchsetzen will. Als Ergebnis der Veranstaltung wurde eine Petition, zum Stopp aller Bergbau-Aktivitäten in der Stadt unterzeichnet und dem Bürgermeister vorgelegt.

 

Spezielle Baumpflanzaktion in der Aeta Gemeinschaft „Maporac“

Am 31. August 2013 fand eine spezielle Baumpflanzaktion in einer der organisierten Aeta Gemeinden in Zambales statt. Diese Aktivität wurde in Zusammenarbeit mit den Studenten der Universität Chuo in Japan, der JFK-SPED School in Subic, der PREDA-Stiftung in Olongapo City und der „Maporac“ Aeta-Gemeinschaft durchgeführt. Insgesamt 268 Sämlinge und Setzlinge wurden gepflanzt (64 gepfropfte Mango-Setzlinge, 136 Calamondinorange-Setzlinge und 68 Waldbaum-Setzlinge).

Stammesführer Salvador Dimain gab eine Einführung für alle Teilnehmer und er berichtete über die Bedeutung der Baumpflanzaktion wegen der Auswirkungen des Klimawandels. Am Nachmittag fand ein kleines Kulturprogramm statt. Japanische Studenten sangen zwei japanische Lieder, die Schüler der JFK-SPED sangen ein Filipino-Lied und führten einen Filipino-Tanz auf und Aeta-Gemeinde präsentierte einen nativen Tanz namens “TALIPI” und sang ein Aeta-Lied.

Die Aeta-Gemeinschaft „Maporac“ in Cabangan, Zambales gelegen, ist ein Heim für etwa 200 Familien (1000 Personen) mit einer insgesamt angestammten Fläche von 6000 Hektar. Jedes Jahr pflanzt PREDA-Fair-Trade 2000 Mangobäume, die über 2 Meter hoch werden und zur Wiederherstellung und Verbesserung des angestammten Landes der indigenen Bevölkerung betragen. Jeder Baum kostet einen Euro (54 Pesos). DWP, der PREDA Fairtrade-Partner in Deutschland hat 1000 Setzlinge für das Jahr 2013 gespendet.

 

Vier Jungs wieder in ihre Familien integriert

Vier minderjährige Jungen, die aus unmenschlichen Bedingungen in Gefängnissen in Metro Manila im Jahr 2012 gerettet wurden, die an Unterernährung litten und physische und psychische Missbrauch über sich ergehen lassen mussten, wurden im PREDA Home for Boys aufgenommen, erhielten Erziehung und Ausbildung, und sind nun vollständig genesen. Im August 2013 wurden die vier Jungs in ihre Familien reintegriert. Sie wurden von PREDA bei ihren rechtlichen Problemen unterstützt. Im „neue Morgendämmerung-Zentrum“ (Bukangliwayway Center) hatten die Jungs Persönlichkeit und Charakter-Training, erlernten neue Fähigkeiten, erhielt eine schulische Grundausbildung und strukturierten ihr Leben neu. Sie haben jetzt eine gestärkte Persönlichkeit und den Traum ein glückliches Leben zusammen mit ihren Familien zu führen. Mit Hilfe der PREDA-Sozialarbeiter haben sich die Jungs mit ihren Familien versöhnt. Durch den zusätzlichen Follow-up-Service von PREDA werden die Jungs weiterhin im Auge behalten und kontaktiert.

 

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