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Worum geht es bei Fair Trade?

March 2, 2015 · 

Juan und Maria de la Costa sind ein Paar, das mit drei Kindern in den Bergen von Zambales, 140km nördlich von Manila lebt. Sie sind Farmer, um den Eigenbedarf zu decken, sie kämpfen darum, von ihrer Ernte zu überleben. Sie leben in Armut, verdienen sich ihren Lebensunterhalt von dem Anbau von Gemüse, dem Sammeln von wildem Honig und der Mangoernte, die sie auf dem einige Kilometer entfernten Markt verkaufen. Wie Millionen andere verarmte Ureinwohner wurden sie von dem Land vertrieben, das ihnen durch ihre Ahnen vererbt wurde, und versuchen nun auf dem spärlichen, öffentlichen Land zu überleben, das sie nicht besitzen.

Sie leben in einer kleinen, 10x10m großen Hütte aus Bambus und Gras. Keine Elektrizität, sanitäre Einrichtungen oder fließendes Wasser. In den Zeiten der riesigen Hochhäuser der Reichen, überleben Milliarden von armen Menschen am Rande der Gesellschaft unter den lebensunwürdigsten Umständen.

Juan weiß nichts über den Grund für seine Armut. Er weiß nicht, dass nur 140 Familien und ihre Kumpanen den Kongress und den Reichtum der Nation beherrschen. Er weiß nicht, dass ein Prozent, oder sogar weniger, der 101 Millionen Filipinos der Grund für sein Elend und seine Armut ist. Er weiß nicht, dass der Großteil der Filipinos genauso leiden wie er.

Er und seine Kinder werden in Armut bleiben und ein Leben in Würde und Freiheit wird ihnen für immer verwehrt bleiben. Sie ruhen in der Dunkelheit der Unwissenheit.

Und das ist genau der Ort, an dem die meisten der herrschenden Gesellschaft sie haben wollen. Sie sind eine reichliche Quelle an billigen Arbeitern, so dass die Superreichen 70% des Reichtums der Philippinen kontrollieren können, der Rest ist für die Mittelklasse. Sie können so viele Diener haben, wie sie wollen, um ihnen jeglichen Wunsch zu erfüllen, ein häufiger davon ist Sexsklaverei.

Wenn Menschen mit Gewissen oder Journalisten gegen diese unfaire und ungleiche Nation protestieren, werden sie erschossen, als Staatsfeind, Kommunist und Rebell deklariert, oder noch schlimmer, als angeblicher Terrorist zu Tode verurteilt.

Viele Priester, Pastoren, Christen und Menschenrechtsaktivisten wurden für ihre heldenhafte Arbeit, Gerechtigkeit, Menschenrechte und Fairness für alle Menschen auf den Philippinen zugängig zu machen, hingerichtet. Die große Unausgeglichenheit zwischen dem Norden und dem Süden bleibt erhalten und wird immer erheblicher. Diese unfaire Situation gibt den Reichen billige, sklavenartige Arbeiter, damit sie noch reicher werden können. Wir alle, die wir gemütliche, sichere Leben führen, werden von dieser Ungerechtigkeit herausgefordert. Wir sollten uns mehr darüber informieren und Wege finden, um dies zu ändern.

Das einzige was Juan und Maria wissen, ist dass die Händler in den Städten ihnen nur 4 oder 5p für ein Kilo ihrer Pico Mangos geben werden, diese gesunden, leckeren Früchte jedoch das dreifache wert sind. Wenn er sie jedoch nicht für diesen niedrigen Preis verkauft, werden sie bald in dem heißen tropischen Klima verschimmeln. Er ist noch nicht einmal die harte Arbeit und den langen Fußmarsch zur Stadt, mit einem schweren Mangosack auf dem Rücken, wert. Die Ureinwohner in seinem Dorf haben keine Transportmittel, noch gibt es eine Straße zu ihrer Gemeinschaft in den Bergen. Deswegen gehen sie nur noch selten zum Markt, um ihre Mangos zu verkaufen. Die Früchte werden auf dem Boden liegen gelassen.

Gier, Ungerechtigkeit und der Mangel an staatlicher Hilfe stecken hinter dieser ungleichen Gesellschaft und verursacht dieses Elend für die Ureinwohner und sehr armen Farmer. Seine Kinder werden arm und ungebildet bleiben. So war es jedenfalls bis Preda Fair Trade zu seinem Dorf kam und ihnen Hilfe anbot, auf einen biologischen Anbau umzustellen und ihre Mangos zu dem dreifachen Preis zu kaufen.

Juan, Maria und all die andren Dorfbewohner waren ekstatisch vor Freude. Jetzt würden sie wirklich gut an ihrer Ernte verdienen, hohe Preise und eine Boni sind Teil des Preda Fair Trade Projekts. Bei Fair Trade geht es darum, den armen und ausgebeuteten Menschen wirtschaftliche Gerechtigkeit und ihren Kindern Bildung zu ermöglichen. Die Philippinen und andere arme Länder brauchen viel mehr davon.

Fair Trade ist die Bewegung, die wirtschaftliche Gerechtigkeit und eine würdevolle Existenz für tausende von Menschen auf der ganzen Welt bringt. Die guten, gewissenhaften Menschen in dieser reichen Welt, die ein Leben nach den Werten der Evangelien und Gerechtigkeit leben und diese in die Tat umsetzen wollen, kaufen Fair Trade Produkte.

Die Menschen, die Preda Fair Trade Produkte kaufen, glauben daran, die Ungerechtigkeit in der Welt zu verändern, indem sie sich aufmachen und den Menschen, die es am meisten brauchen, helfen. Sie wollen durch den Fair Trade die Menschen in Entwicklungsländern fördern, die schwer für ihre Familien arbeiten. Sie unterstützen und verteidigen die Menschenrechtsaktivisten, Priester, Pastoren und die, die sich für wirtschaftliche Rechte engagieren. Sie glauben Papst Franziskus, der sagte, dass die Botschaft der Evangelien und der Christenheit von selbstlosem Dienst und Gerechtigkeit handle. Sie wollen mehr darüber wissen und können es auf www.predafairtrade.net finden.


Über die letzten 40 Jahre habe ich aktiv vielen marginalisierten Farmern und Ureinwohnern geholfen. Viele von ihnen sind Mietbauern. Fair Trade ist ihr Ausweg aus dem Teufelskreis der Armut. Preda Fair Trade exportiert die Mangoprodukte von Juan und Maria, sowie tausenden weiteren Filipinos in viele verschiedene Länder. Der Gewinn wird den Erzeugern und Farmern zurückgegeben.

Ein Teil dieses Verdienstes wird auch dafür verwendet, die Umwelt zu beschützen und verbessern, durch das Pflanzen von Bäumen und der Hilfe für Kinder, die Opfer der Sexindustrie und sexuellem Missbrauchs wurden. Preda Fair Trade und unsere Partner und Unterstützer widersetzen sich dem Menschenhandel und helfen den Überlebenden.

Fair Trade ist einer der besten Wege, den Menschen zu helfen, Ungerechtigkeit, Unterdrückung und Armut zu überwinden und ein würdevolles Leben zu führen. Wir alle sollten uns bemühen, unsere Ausgaben bei einem Einkauf dafür zu nutzen, anderen zu helfen und Fair Trade Produkte zu kaufen.

Sie kosten vielleicht etwas mehr, aber fair gesinnte Kunden berücksichtigen die fairen Löhne und Gewinne. Sie wollen kein Essen essen, das Elend und Ungerechtigkeit für andere bedeutet. Sie wollen helfen, die Ungerechtigkeit in der Welt zu verändern und ihren Glauben zu leben. shaycullen@preda.org  shaycullen@gmail.com

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