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Rettung von Frauen und Mädchen die Opfer des Menschenhandels wurden

October 16, 2013 · 

Artikel von Father Shay, erschienen am Sonntag den 10. Februar 2013 in der Sunday Times, übersetzt von Magdalena Kleinhenz

Der Menschenhandel, besonders der Handel mit jungen Mädchen ist weltweit ein Milliardengeschäft durch welches mehrere Millionen Mädchen und auch einige Jungen, darunter viele Minderjährige, ausgebeutet werden, indem sie als Sexsklaven in Bars und Bordellen in Südostasien verkauft werden. Andere werden von Pädophilen mittleren Alters aufgegriffen und als Sexpartner benutzt um perverse Fantasien zu befriedigen. Die jungen, ausgebeuteten Kinder sind lebenslänglich traumatisiert und besitzen kaum Selbstvertrauen und Würde. Durch Geschlechtskrankheiten, Tuberkulose, Hepatitis und HIV-AIDS haben sie eine kurze Lebenserwartung und auch Abtreibung, was in diesen Kreisen weit verbreitet ist, kann eine gesundheitliche Bedrohung darstellen. Werden sie nicht gerettet, sterben sie jung, unbekannt und vergessen, die weggeworfenen Kinder unserer gleichgültigen, teilnahmslosen Welt. Durch Nichtstun und Zuschauen legitimieren Kirche, Gesellschaft und Regierung all dies und lassen zu, dass es andauert. Dies ist die Scheinheiligkeit, die schon Jesus von Nazareth verurteilt hat! Menschenhandel – das Kaufen und Verkaufen von jungen Mädchen zur sexuellen Ausbeutung- ist die moderne Form der Sklaverei und wächst mit einer Geschwindigkeit, die sowohl schockierend als auch entwürdigend ist! Weit verbreitet in vielen Ländern, ist dieses Problem vor allem für die Philippinen als ein überwiegend katholisches Land, beschämend, zumal es als ein familien- und kinderfreundliches Urlaubsziel angepriesen wird, welches es nicht ist. Die ausländischen Sextouristen werden abhängig von Sex mit Minderjährigen und missbrauchen Kinder in ihrem Heimatland. Dies ist ein globales Problem. Rosaline (Name geändert) hat die Schule vorzeitig abgebrochen und ist ungebildet. Als sie 14 Jahre alt war wurde sie an einem Strand von Olongapo City das erste Mal von einem ausländischen Sextouristen mit Zustimmung ihrer Eltern missbraucht. 2010, mit gerade einmal 17 Jahren, verkaufte sie ihre eigene Mutter, eine ehemaligen Prostituierte, an eine Sex Bar mit Hotel in Subic, Zambales. Später wechselte sie in eine andere Bar am unteren Ende der „National Road“, welche von einem US-Amerikaner geführt wurde. Dieser hatte eine 14-jährige Lebenspartnerin bis er letztendlich bei einer Razzia am 5. Februar 2013 verhaftet wurde. Inhaftiert ist dieser nun in der NBI Zentrale, Manila und wartet auf sein erstes Anhören am Montag den 11. Februar. Das Kind ist untergetaucht. Es wurde berichtet, dass die Familie des Angeklagten Morddrohungen an Rosaline sendet.
Nahe der Stadthalle in Olongapo und entlang der „National Road“ im Stadtteil Barretto, breiten sich Sex Bars mit Zustimmung der lokalen Regierung mehr und mehr aus. Entgegen offizieller Verneinungen von Kinderprostitution, werden dort Minderjährige verdeckt ermittelnden, pensionierten, internationalen Polizeibeamten zum Kauf angeboten. Ebenso boten Zuhälter einige Kinder, gerade einmal 12 Jahre alt, im Olongapo City Dreieck an und auch in Angeles City wurden den verdeckten Ermittlern diese Angebote auf der „Fields Avenue“ gemacht. Die Sozialarbeiter der kommunalen Regierungen in Subic und Olongapo versuchen mit all ihren Kräften so vielen Kindern wie möglich zu helfen, aber sie können die außer Kontrolle geratene Situation kaum bewältigen. Die pensionierten, Undercover- Polizeibeamten besuchten auch viele Sex Bars, wo ihnen junge Mädchen zum „bar fined-Tarif“ angeboten wurden, was bedeutet, dass das durch Sex verdiente Geld zwischen Barbetreiber und Mädchen aufgeteilt wird. Dies ist eine übliche Handhabung der „Mamasan“ (weiblicher Zuhälter). Trotz der Tatsache, dass hunderte von Ausländern Sex Bars über die ganzen Philippinen verteilt betreiben, wurde nicht einer von Ihnen für Menschenhandel verurteilt und sitzt seine Haftstrafe ab. Es ist ein florierendes Geschäft, das sich direkt unter der Nase der lokalen Behörden abspielt, welche den Clubs Genehmigungen ausstellen und den Mädchen, nach den verpflichtenden wöchentlichen Gesundheitschecks in der staatlichen Hygieneklinik, Gesundheitszeugnisse (auch Nachtpässe genannt) aushändigen. Diese Kliniken dienen der Sexindustrie welche zugleich Arbeitgeber und Händler der Opfer des Menschenhandels ist und sie stellen sicher, dass kein infiziertes Mädchen in den Sex Bars arbeitet. Die Sextouristen sind überwiegend aus UK, Australien und den USA, sie werden weder medizinisch untersucht noch als Täter überführt. Ein Angebot der Sex Bars zu einem sehr hohen Preis sind jungfräuliche Mädchen, die als „Cherry Girls“ bezeichnet werden. Basierend auf Ergebnissen der verdeckten Ermittler und von Sozialarbeitern der Preda Stiftung konnten Zwangsprostituierte und Minderjährige identifiziert und mit Hilfe des Ministerialdirektors Geronimo Sy eine Rettungsaktion geplant und erfolgreich durchgeführt werden. Vertreter des Arbeitsamtes, das Nationalbüro für Ermittlungen und Sozialarbeiter des Amtes für Sozialhilfe und Entwicklung sowie die Preda- Sozialarbeiter arbeiteten dabei Hand in Hand und konnten letztendlich 13 Opfer, darunter 4 Minderjährige, retten. Die Preda Stiftung, gegründet 1974, mit Sitz in Olongapo City, ist ein Organisation, welche die Achtung der Menschenrechte verfechtet. Preda rettet Opfer des Sextourismus, setzt sich für ihre Rechte ein und bietet Ihnen eine 2-jährige Unterstützung an. Diese beinhaltet die Aufarbeitung des Erlebten, eine Therapie, die Stärkung ihrer eigenen Fähigkeiten und die Vermittlung von Bildung. Allerdings ist es sehr schwer eine Verurteilung der Täter herbeizuführen. Es werden ehrenamtliche, pensionierte Anwälte, Staatsanwälte und Richter benötigt, die kostenlos arbeiten. Ein aufsteigender Stern für Frauen- und Kinderrechte im Justizministerium ist Geronimo Sy. Er setzt sich sehr für die Verfolgung und Anklage der Fälle ein und wird es zum Sieg bringen.

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