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Künstler spenden Werke für irischen Pater Shay Cullen

April 25, 2014 · 

Die Wirtschaftskanzlei SPK verbindet Firmenjubiläum mit Benefizauktion für Menschenrechtsarbeit auf den Philippinen
1035189_1_articleorg_B993138784Z.1_20140414134950_000_G3234TEOH.3_0Über die Kunstspenden 43 namhafter Künstler freuen sich Shay Cullen, Kunsthistorikerin Andrea Dreher und Winfried Storz von der Wirtschaftskanzlei SPK (von links). (Foto: Foto: Margret Welsch)

 

Von Margret Welsch


WEINGARTEN / sz Statt für Lobreden haben sich Winfried und Silvia Storz beim 60-jährige Bestehen ihrer Steuerberater- und Rechtsanwaltskanzlei SPK Storz & Kollegen in Weingarten für Kunstversteigerung und Spendenaktion entschieden, zugunsten der philippinischen Menschenrechtsstiftung Preda und der Bürgerstiftung Kreis Ravensburg. Ehrengast beim Fest am Freitag im Schwörsaal mit 350 geladenen Gästen war der irische Pater Shay Cullen, der sich seit Jahrzehnten für Kinder- und Menschenrechte auf den Philippinen einsetzt und mit den fair gehandelten Mangoprodukten gegen Armut in dem asiatischen Land kämpft. Derzeit mit der Akbay-Theatergruppe auf Deutschlandtournee, war der Gründer und langjährige Leiter von Preda eigens von Stuttgart angereist.

Für ihre Idee der Benefiz-Kunstauktion holte Silvia Storz die Kunsthistorikerin Andrea Dreher mit ihren Kontakten zur Kunstwelt mit ins Boot. 50 namhafte Künstler aus der Region, aus Deutschland und dem Ausland bis New York hat sie angeschrieben. 43 waren bereit ihre Bilder, Skulpturen oder Kleinplastiken für diesen guten Zweck zu spenden. Darunter Klaus Prior, Barbara Ehrmann, Wynrich Zlomke, Reiner Anwander oder Isa Dahl. „Das ist keineswegs selbstverständlich“, sagte Dreher. Es sei „verdammt schwierig“ von Kunst zu leben, Benefizanfragen groß. Aber die Arbeit von Shay Cullen, der schon zweimal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen war, habe die Künstler überzeugt.

Vor der Versteigerung mit Auktionator Manfred Weber gab Shay Cullen Einblicke in sein gemeinnütziges Tun. Seine 1974 gegründete Stiftung Preda kümmert sich um sexuell missbrauchte Kinder und Frauen. Holt sie aus der Prostitution und bietet ihnen in seiner Einrichtung ein neues Zuhause. Dort dürften sie sich ihr Leid sprichwörtlich von der Seele schreien, hätten Therapeuten zur Seite und könnten eine Schule besuchen. Auch „Gefängniskinder“, die ohne Grund von der Straße weg eingesperrt würden, nimmt Preda auf. Neben dieser Hilfe will Shay Cullen aber auch den Teufelskreis durchbrechen. Das Übel, das Armut heißt, an der Wurzel packen. Seit 25 Jahren in Kooperation mit der Fairhandels-Genossenschaft dwp, ermöglicht Cullen philippinischen Kleinbauern mit dem Verkauf von Mangoprodukten eine Existenzgrundlage.

So können diese auf dem Land bleiben, flüchten nicht in die Stadt, wo sie Menschenhändlern in die Fänge gingen und dann in der Prostitution landen. Am Ende kamen 30000 Euro zusammen. Die Wirtschaftskanzlei SPK legte nochmal 6000 Euro drauf. 10% gehen an die Bürgerstiftung Kreis Ravensburg, 90 Prozent nimmt Shay Cullen mit, der „so happy“ nächste Woche wieder zu seinen Kindern auf die Philippinen fliegt.

Zeitungsartikel aus Schwäbische Zeitung
(Erschienen: 14.04.2014 13:50)

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