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Klimawandel lässt Pflanzen und Tiere aussterben

May 16, 2013 · 

14. Mai 2013

Mehr als die Hälfte der bekannten Pflanzenarten und ein Drittel der Tiere könnten aufgrund des Klimawandels einen ernsthaften Rückgang ihres natürlichen Lebensraums erfahren.

Neue Forschungen lassen darauf schließen, dass die Artenvielfalt überall auf der Welt erheblich von einem Temperaturanstieg höher als 2°C belastet würde.

Aber die Wissenschaftler erklären auch, dass der Verlust durch eine sofortige Einschränkung der Emission von Treibhausgasen reduziert werden könnte.

Ihre Arbeit ist in der Zeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht.

Ein internationales Forscherteam untersuchte den Einfluss einer Temperaturerhöhung auf  beinahe 50000 bekannte Tier- und Pflanzenarten.

Sie betrachteten Temperatur- und Niederschlagshöchststände in den jetzigen Lebensräumen der verschiedenen Arten und kartierten die Bereiche, die unter einer Reihe verschiedener Klimawandelszenarien für sie passend bleiben würden.

Die Wissenschaftler haben hochgerechnet, dass die Temperaturen bis 2100 auf 4°C über den vor-industrialisierten Stand steigen würden, wenn bei der Verringerung der Treibhausgasemission nicht bald wesentliche Erfolge erzielt würden. In diesem Modell würden 34% der Tier- und 57% der Pflanzenarten über die Hälfte ihres jetzigen Lebensraumes verlieren.

In manchen Regionen könnte der Klimawandel die von Waldbränden zerstörten Bereiche vergrößern.

Dr Rachel Warren von der University of East Anglia zufolge, hätte das bedeutende Folgen für jeden auf diesem Planeten.

„Unsere Forschungen sagen voraus, dass der Klimawandel die Vielfalt, auch der verbreitetesten Arten, die fast überall auf der Welt gefunden werden, enorm reduzieren wird. Dieser Verlust an Artenvielfalt im Globalen Maßstab würde zu einer bedeutenden Verarmung der Biosphäre und ihrer Biosystemleistungen führen.“, sagt sie.

„Es wird auch eine Folgewirkung für den Menschen geben weil diese Arten für Dinge wie Wasser- und Luftreinigung, Hochwasserschutz, Nährstoffkreisläufe und Öko-Tourismus wichtig sind.“

Die vorausgesagten Auswirkungen auf die Arten wird in manchen Teilen der Erde, wie Afrika südlich der Sahara, Mittelamerika, die Amazonasregion und Australien, stärker spürbar sein als in anderen.

Allerdings sagen die Forscher, dass, wenn eine sofortige Einschränkung der Emission von Treibhausgasen erreicht würde, die Auswirkungen auf die Artenvielfalt entscheidend eingedämmt werden könnten. Wenn die globale Emission 2016 ihren Höhepunkt erreichen würde und der Temperaturanstieg auf 2°C beschränkt werden könnte, würde das zu einer 60%igen Verringerung der Verluste führen.

„Die gute Nachricht ist, dass unsere Forschungen neue Belege liefern, dass rasches Handeln zur Reduzierung von CO2 und anderen Treibhausgasen zu einer Verringerung der Verluste an Artenvielfalt führen kann indem die Erderwärmung auf 2°C anstatt  4°C beschränkt wird, sagt Dr. Warren.

„Damit würden wir auch bis zu 4 Jahrzehnte gewinnen, in denen sich die Pflanzen und Tiere an die verbleibenden 2 Grad Temperaturanstieg anpassen könnten.“

 

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