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Kinderbraut im Jemen stirbt an inneren Blutungen in der Hochzeitsnacht

September 18, 2013 · 

Übersetzt von Niels Uphoff

Den Berichten eines sozialen Akitivisten und zwei Anwohnern zufolge, starb ein acht-Jahre-junges Mädchen aus dem Jemen an inneren Blutungen in der Nacht nachdem sie einen Mann geheiratet hat der fünf mal älter war als sie selbst. Dieser Fall hat einen großen Aufschrei in den Meiden und eine belebte Debatte über Kinderbräute ausgelöst.

 

Kinderbraut im Jemen stirbt an inneren Blutungen in der Hochzeitsnacht

Der Leiter des „Jemen House of Folklore“ und einer der fürenden Bürgerrechteler, Arwa Othman, berichtete dass das Mädchen, nur als Rawan bekannt, Ende der letzten Woche mit dem 40-jaehrigen Mann in der Stadt Meedi in der Hajjah Provinz im Nordwesten von Jemen verheiratet wurde.

„In der Hochzeitsnacht und nach dem Geschlechtsverkehr litt sie an inneren Blutungen und einer ruptur des Uterus an denen sie im späteren Verlauf starb“ sagte Othman Reuters. „Sie brachten sie in eine Klinik aber die Sanitäter konnten ihr Leben nicht retten.

Othman sagte, Behörden haben keine Maßnahmen gegen die Famile des Mädchens oder ihren Mann eingeleitet.

Ein lokaler Sicherheitsbeamter der Provinzstadt Haradh streitet ab, dass ein solcher Vorfall stattgefunden haben soll. Er wollte nicht identifiziert werden, da er nicht berechtigt war, mit der Presse zu sprechen.

Doch zwei Meedi Bewohner die über Reuters kontaktiert wurden, bestätigten den Vorfall und sagten, dass die lokalen Stammesführer versucht hatten den Vorfall zu vertuschen als die ersten Neuigkeiten erschienen, in denen ein lokaler Journalist vor der geheimhaltung dieser Geschichte warnt.

Viele arme Familien in Jemen verheiraten junge Töchter um die Kosten in der Erziehung einzusparen und verdienen so durch die Mitgift für die Tochter extra Geld.

Ein im Januar veröffentlichter UN-Bericht offenbart das Ausmaß der Armut des Landes welche durch eine fehlende Nahrungsmittelversorgung von 10,5 Millionen der 24 Millionen im Jemen lebenden Menschen und dem fehlenden Zugang zu sauberen Wasser und sanitärer Grundversorgung geprägt wird.

Human Rights Watch forderte im Dezember 2011 die Regierung von Jemen dazu auf, die Heiraten von Mädchen unter 18 Jahren zu verbieten in dem sie davor warnen dass Kinderbräute der Bildung beraupt und deren Gesundheit geschädigt wird.

Laut Informationen der Vereinten Nationen und der Regierung werden etwa 14% der Mädchen unter 15 Jahren und 52% der Mädchen unter 18 Jahren im Jemen verheiratet, so Human Rights Watch. Sie berichten, dass viele zukünftige jemenitische Kinderbräute von der Schule fern gehalten werden sobald sie in die Pubertät erreichen.

Die Diskussionen über dieses Thema wurden im Jahr 2011 durch politische Unruhen und folgende Proteste gegen Präsident Ali Abdullah Saleh, die zu seinem Sturz führten, auf Eis gelegt.

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