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Kinder aus Gefängnis und Sexbars befreit

March 23, 2015 · 

Shay Cullen beim Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde Ainring mit (von links) Bürgermeister Hans Eschlberger, Rosi Pscheidl vom Weltladen, Gemeinderat Jörg Mader, Gemeindereferentin Birgit Weber und Pfarrer Wernher Bien.

Shay Cullen beim Eintrag ins Gästebuch der Gemeinde Ainring mit (von links) Bürgermeister Hans Eschlberger, Rosi Pscheidl vom Weltladen, Gemeinderat Jörg Mader, Gemeindereferentin Birgit Weber und Pfarrer Wernher Bien.

Über die oft erschütternden Lebenssituationen der Kinder auf den Philippinen und den Kampf der von ihm 1974 gegründeten Kinderrechtsorganisation “Preda” berichtete Pater Shay Cullen beim “Fairen Frühstück” im Pfarrheim Mitterfelden. Zahlreiche Besucher waren der Einladung des Weltladen-Teams in den Pfarrsaal St. Severin gefolgt, darunter auch Bürgermeister Hans Eschlberger und Schüler der Mittelschule Mitterfelden.

Zeitungsartikel

Der Menschenrechts-Preisträger Shay Cullen war mit der Theater-gruppe Akbay Preda zwei Tage in Ainring im Rahmen einer Vortragstour durch Deutschland und Österreich. Mit reichen Gaben von insgesamt 1.250 Euro für seine Schützlinge reiste Shay Cullen am Ende ab: 500 Euro spendete der Weltladen Mitterfelden, 200 Euro eine Privatfrau, die nicht genannt warden möchte, 300 Euro das Rottmayr-Gymnasium Laufen, und 250 Euro gaben spontan die Frühstücksgäste.

Zunächst wollten die philippinischen Gäste unbedingt die Confiserie in Rott am Inn sehen, die als Vorreiter bei der Herstellung fairer Schokolade Preda-Mangos in die komplett fair produzierte “BGL-Landkreisschokolade” einarbeitet. 20 Cent vom Verkauf jeder Tafel geht an Projekte der Organisation “People’s Recovery Empowerment and Development Assistance” zur Verbesserung, Stärkung und Entwicklungsunterstützung für die Bevölkerung, kurz Preda. Natürlich musste sich der irische Priester auch ins Gästebuch der Gemeinde, die “Fair Trade Gemeinde” warden möchte, eintragen. Nach dem Frühstück mit fair erworbenen Produkten aus der Region und vom Weltladen gab er einen Einblick in den philippischen Alltag und die Projekte, die durch den Verkauf der Preda-Mango-produkte ermöglicht warden. Seit 47 Jahren ist er Missionar auf den Philippinen. Als Übersetzer sprang Pfarrer Wernher Bien ein.

Die Ureinwohner seien arm, hätten aber gute Werte, betonte Cullen. Die Männer seien stark und kümmerten sich um die. Versorgung ihrer Familie, indem sie auf Bäume klettern und die Erde bearbeiten. Die Familien lebten in Häusern aus Bambus und Gras und würden von der Regierung “völlig ignoriert”. Mit seiner Organisation hilft er diesen Familien Kunsthandwerk herzustellen, und den Menschen in der Stadt alte Autoreifen zu Sandalen zu verarbeiten. Dort wächst eine besondere Art von Mangos. Seit Preda einen guten Preis dafür zahlt und den Erzeugern auch die äußerlich nicht so schönen Früchte abnimmt, um aus diesen Mango-mark zu produzieren, ernten die Leute alle Mangos ab. Vorher ließen sie diese verfaulen, da sich die Arbeit nicht lohnte. Die Großhändler geben den Bauern laut Cullen nur fünf Cent pro Kilo. 1.000 junge Frauen haben durch das Schälen der Mangos einen Job.

Er unterstützt die Menschen auch darin, vor Gericht für ihr Land zu kämpfen, das die Bergbaugesellschaft zerstört. Die Bauern warden auch im organisch-biologischen Landbau geschult, und die Gebühren für die Naturland-Inspektoren müssen gezahlt warden. Die wirklich armen Leute könntn wegen dieser Gebühren keine Bioprodukte herstellen. “Das wäre auch was, worüber man nachdenken könnte” meinte der irische Priester. Zur Motivation wurde ein Bonus für die Bauern in seiner Kooperative eingeführt. Eine besonders beliebte Form des Bonus ist eine Rikscha, mit der die Väter die Kinder zur Schule bringen und die sie in der Stadt als Taxi nutzen können.

Die Erzählungen von den ermöglichten sozialen Projekten erschütterten viele Zuhörer. Die Mädchen warden oft Opfer häuslicher Gewalt, reißen dann von zu Hause aus und warden mit 14 bis 15 Jahren entführt und in Sexbars gebracht, wo die moisten Freier aus reichen Ländern, unter anderem Deutschland, kommen. “100.000 philippinische Kinder warden jährlich sexuell misshandelt”, berichtete er und stellate klar, dass das “große Geschäft” mit der sexuellen Ausbeutung von Kinder nein Internationals Problem ist.

Preda helfe diesen Kindern mit speziellen Therapien, ihre Wut loszuwerden, und unterstütze die Strafverfolgung der Sex-Touristen, die sich an Minderjährigen vergehen. In einem Treffen habe ihm Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller Hilfe beim Bau von Kinderheimen auf den Philippinen verspochen, berichtete Cullen.

Ein anderes Projekt rettet Kinder, die von den Behörden widerrechtlich in Gefängnisse gesteckt warden. Als der Papst kam, versteckte man auf diese Weise die eigenen sozialen Probleme. Nach den Berichten in vielen Medien und einer großen Demonstration in Manila geriet die Regierung unter Druck. Ihr Hass auf Preda sei groß, so der Referent. Sehr erfreut zeigte er sich darüber, dass die Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler Fairtrade-Produkte im Bundestag einführt.

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