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Hunger und Durst nach Gerechtigkeit

April 23, 2015 · 

„Ohne Gerechtigkeit gibt es keinen Frieden“ ist ein sehr wichtiges Sprichwort, von dem wir alle lernen sollten. Diese Wahrheit wird von tausenden Menschen auf der ganzen Welt gesehen und gefühlt, nie werden sie die Ungerechtigkeit, die sie erlitten haben, vergessen. Verletzungen und Schmerz sind die Wirklichkeit, die wir Menschen mit uns durch unser Leben tragen. Vieles geschieht in der Familie und der Schule, die Kinder sind ihr Leben lang eingeschüchtert. Noch viel mehr leiden sie, wenn sie Opfer von sexuellem oder physischem Missbrauch sind. Zurückweisung, Ablehnung und Folter in der Kindheit formt und prägt den Charakter einer Person, manche können es verarbeiten und damit leben. Andere sind emotional und psychisch verkrüppelt, leiden an Depressionen und nehmen sich selbst das Leben. Manche Kinder werden sogar vor laufender Kamera getötet, um internationale Pädophile zu vergnügen. Werden wir das wirklich erlauben? Misshandelte Kinder tragen diese Erinnerungen bis ins Erwachsenenalter, weil sie als Kinder nicht die Möglichkeit haben, die Täter zu konfrontieren und Gerechtigkeit zu fordern.

Die Kultur der Missachtung von einzelnen Personen und den Kinderrechten ist Teil der Ungerechtigkeit. Die Kinder werden alt mit Groll, mit dem Wunsch nach Gerechtigkeit, der Wut, verleugnet zu werden, daher entscheiden sie sich für Rache und Gewalt. Wenn ganze Gemeinschaften degradiert, unterdrückt und ausgebeutet werden, werden sie wütend, suchen Wiedergutmachung durch Demonstrationen, Aufstände und Proteste. Dies führt zu unvermeidlichen Konfrontationen und Gewalttätigkeit. Andere suchen Gerechtigkeit vor Gericht, aber ihre Anklagen werden nicht ernst genommen. Einzelne Kinder können aggressive Erwachsene werden, wenn sie misshandelt und verleugnet wurden.
Vielleicht ist das der Grund warum tausende junge Menschen nach Syrien gehen, um der ISIS beizutreten. Vielleicht sehen sie es als einen Weg, blutige Rache an der Welt zu nehmen, die sie gelernt haben zu hassen. Vor der Bestätigung der Kinderrechte 1991 gab es nur wenige Gesetze zum Schutz von Kindern oder zur Gleichberechtigung dieser. Der hohe Stand von Kindern in den Grundsätzen der Evangelien wurden über 2000 Jahre lang ignoriert.

Seit der Verabschiedung dieses Abkommens mussten alle Mitgliedsstaaten Gesetze formulieren, die mit dieser Abmachung übereinstimmen. Aber werden diese Gesetze wirklich von ganzem Herzen umgesetzt und sind vorteilhaft für die Kinder? Erfahrungen in den Philippinen zeigen, dass sie es größtenteils nicht sind. Polizei, Anwälte und Richter stehen eher auf der Seite der Täter, als auf der der Kinder. Es werden mehr Missbraucher und Vergewaltiger freigelassen, als verurteilt.
Gründe hierfür gibt es viele: Korruption, Bestechung und kein Glaube an das Gesetz. Die Inkompetenz der Polizei, Anwälte und Richter trägt auch ihren Teil dazu bei.
Trotz alledem gibt es auch gute, ehrliche Richter, die stolz darauf sein können, Gerechtigkeit auszuüben. Sie stellen das Vertrauen und den Respekt der Menschen in das Gericht wieder her. Doch es gibt zu wenige von ihrer Sorte.
Kinder können und sollten nicht Jahre auf Gerechtigkeit warten müssen. Gerechtigkeit aufgrund von klaren Beweisen ist essenziell für den Heilungsprozess. Kinder werden müde von Zeugenaussagen, verzweifeln an der Ungerechtigkeit und müssen mit vielen Verschiebungen der Termine, Manipulation und Betrug kämpfen.
Verteidiger werden pro Anhörung bezahlt. Es ist in ihrem Interesse, den Fall hinauszuzögern, mehr Geld zu verdienen und zu hoffen, den Fall zu gewinnen indem sie den Willen des Opfers schwächen, damit es aufgibt und der Täter mit dem Verbrechen davon kommt.
Des Weiteren werden wichtige Kinderrechte ignoriert. Internetanbieter richten sich vermutlich nicht nach dem Anti-Kinderpornografie-Gesetz von 2009. Sie haben sich nicht zustimmend über dieses Abkommen geäußert. Dieses Gesetz fordert die Anbieter explizit dazu auf, Softwares zu installieren, die die Übermittlung von Kinderpornografie an Kunden auf der ganzen Welt zu blockieren. Kriminelle Pädophile zahlen dafür, die Kinder anzuschauen, während sie missbraucht und vergewaltigt werden. Manche verlangen auch, dass sie gefoltert und getötet werden.
Die Vorsitzenden der National Telecommunication Commission tendieren anscheinend in die entgegengesetzte Richtung. Vielleicht sind sie sogar selbst an Kinderpornografie interessiert, warum sollten sie sich sonst weigern, das Gesetz durchzusetzen? Die Aktionäre des größten Anbieters PLDT können im Internet gefunden werden. Sie sind wohl Teilhaber des Verstoßes, die meisten der Top 100 sind Filipinos und US-Amerikaner. Opfer von Kinderpornografie sollten Anzeige gegen die Internetanbieter und einzelne Aktieninhaber, die gegen das Gesetz verstoßen, einreichen. Wenn es befolgt werden würde, würden die Opfer und deren Familien nicht leiden. Wir sehen jetzt das Resultat der Duldung von Seiten der großen Anbieter und Regierungsbeamten. Schreckliche Verbrechen gegen Kinder wurden verbrochen und werden jeden Tag über das Internet wiederholt. Derartige Filter wurden nicht installiert, wie es das Gesetz fordert. Die Internet Watch Foundation kann dies bestätigen. Kinder- und Erwachsenenpornografie ist täglich für Kinder über ihre Handys zugänglich. Die ekelerregende Arbeit des Australiers Peter Scully und seiner lokalen Helfer wurde nur durch den unkontrollierten Internetzugang ermöglicht. Sie produizerten Videos von schreienden 18 Monate alten Babys, die gefoltert und getötet wurden. Man muss sehr stark sein, wenn man dies anschauen möchte.
Die abscheulichen Videos werden in den USA und Ländern der EU verkauft. Sind dies zivilisierte Länder? Ist das Christentum tot? Sind die Philippinen eine unmoralische Nation? Wieso kann so etwas öffentlich und unkontrolliert passieren? Die Antwort ist unersättliche Gier nach Geld, Vergnügen und Macht. Die Behörden müssen nun wesentliche Fragen beantworten und wir alle müssen Politiker und Kooperationen auf der ganzen Welt hinterfragen, um diese Verbrechen zu beenden und Gerechtigkeit für die Kinder zu erlangen. shaycullen@gmail.com

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