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Fairer Handel und die soziale Lehrtätigkeit der katholischen Kirche

November 26, 2014 · 

Fairer Handel und die soziale Lehrtätigkeit der katholischen Kirche

By Father Shay Cullen

Eine der bekanntesten Erfolgsgeschichten „Fair Trade“-Gruppe von Preda ist ihr Handeln um die Armut zu vermindern und sich dem bösen Gewerbe des Menschenhandels zu widersetzen indem sie die soziale Lehre der Kirche umsetzen. Diese spirituellen und sozialen Werte zu leben ist eine große Herausforderung für Katholiken und Christen jeglicher Glaubensgemeinschaft.

Papst Franziskus hat sich klar über den Bedarf nach ökonomischer Gerechtigkeit in der Welt ausgedrückt. Er sagt, er wünscht „eine arme Kirche für die Armen.“ In seiner apostolischen Ermahnung Evangelii Gaudium hat er dieses Ziel durch Jesus Christus begründet, „der arm wurde und immer nahe bei den Armen und den Ausgestoßenen war.“

Der Verkauf von jungen Menschen an Bars und Bordells unter dem Vorwand, „Entertainer“ zu sein, ist eine moderne Art von Sklaverei. Tausende von Filipinos werden durch diese schlimme Art von Handel innerhalb von Asien verkauft, mit Korea als eines der größten Ziele. Der Studie einer Universität zufolge, wurden 10 000 Filipinos nach Korea verkauft.

Wenn wir uns nicht für Kinder und Jugendliche einsetzen und es zulassen, dass sie ausgenutzt und missbraucht werden, ohne jegliche Maßnahmen unsererseits ihnen zu helfen, dann werden unser Glaube, unsere Lehre und die Evangelisierung wenig Auswirkung und Inspiration auf die Jugend heute haben. Vielleicht ist das der Grund, warum so wenige von ihnen in die Kirche gehen. Genau darum ist Fair Trade das nachhaltige Mittel um den ärmsten der Armen soziale und ökonomische Gerechtigkeit zu überbringen. Es macht sie unabhängig und selbstständig.

Korea und Japan sind die primären Zielorte für diese jungen Mädchen, von denen viele minderjährig sind, aber durch gefälschte Dokumente und Make-up als Erwachsene verkleidet werden. Das Ziel ist es, die Opfer zu retten, die Würde von Frauen und Kinder zu bewahren und ihnen wirtschaftliche Alternativen in ihren Heimatorten auf den Philippinen zu bieten.

Der Zweck von Fair Trade ist es, die Ausbeutung von Menschen in jeglicher Form einzuschränken, die Menschenrechte in ländlichen Gegenden zu fördern und den ausgebeuteten und unterdrückten Menschen zu helfen. Dies ist die Grundlage der Lehre von Jesus aus Nazareth. Das „Fair Trade“-Projekt von Preda strebt danach Menschenhandel und Sexsklaverei zu verhindern, indem sie den Menschen die Werte des Evangeliums und die Würde und Rechte jeder einzelnen Person näherbringen, speziell die der Frauen und Kinder.

Außerdem bietet es Projekte für den Lebensunterhalt von armen Familien, wie zum Beispiel biologische Mangoproduktion, faire Preise und zusätzliche Bezahlung für jeden Kleinbauern für ihre Mangos. Weiterhin stellt es Wasserpumpen, Fahrräder und Bildungshilfe für Kinder zur Verfügung. Den Kleinbauern werden junge Mangobäume und Kokosnusssamen um ihre Produktion zu verbessern. Ein Teil des Verdienstes des Verkaufs von Predas getrockneten Mangos des „Fair Trade“-Teams wird verwendet um den Kindern, die Opfer des Sexhandels und von Missbrauch geworden sind, in Predas therapeutischen Einrichtungen zu helfen. Diese getrockneten Mangos sind weit verbreitet in Supermärkten in Irland, England und Deutschland.

Indem sie die Mangos von Kleinbauern und der indigenen Bevölkerung zu hohen, fairen Preisen kaufen und auch jedem Farmer einen Bonus zahlen, beseitigt das Preda „Fair Trade“- Team Stück für Stück die Ausbeutung und die Armut. Die grausame Armut und soziale Ungerechtigkeit iat der Grund warum viele verarmte Dorfbewohner bereit sind, ihre Kinder in den Großstädten der Philippinen und im Ausland arbeiten zu lassen. Die meisten sind sich der Gefahren nicht bewusst.

Die Ausübung von wirtschaftlicher Gerechtigkeit durch fairen Handel ist eine tatkräftige Art von Evangelisierung. Die Tatsache, dass Preda als Beispiel sozialer Gerechtigkeit und Fairness vorangeht, verleiht uns die Glaubwürdigkeit unter den Menschen und der Gesellschaft. Wie der heilige Jakobus schrieb, „Glaube ohne Handlung für Gerechtigkeit ist tot.“ Die Kirche hat die Aufgabe sie soziale Lehre, die von Jesus und den Päpsten von Generationen, besonders von Papst Franziskus, verkündet wurde, umzusetzen und Fairer Handel ist eine großartige Art und Weise dies zu tun.

Die Arbeit, Frauen und Kinder vor der Sexsklaverei zu schützen, hat oberste Priorität. Die Preda-Stiftung verfügt über Einrichtungen, die als therapeutische Heilzentren für die Kinder dienen, die der Sexsklaverei zum Opfer fielen, sowie über eine Kanzlei, die die Täter und Menschenhändler vor Gericht stellen. Ein Anteil der Erträge aus dem Verkauf der getrockneten Mangos und anderen fair gehandelten Produkten, kommen den geretteten Opfern aus philippinischen Sexbars und Bordellen zugute.
Der schreckliche Handel beginnt in philippinischen Dörfern oder Städten, wo Menschenhändler jungen Frauen und Kindern gute Arbeitsplätze in Fabriken und Hotels oder als Tänzer und Sänger in Korea und anderen Ländern versprechen. Sie zahlen den Eltern und Verwandten der jungen Frauen ein Teil des Gehalts im Voraus aus, so dass sie verpflichtet sind und die Opfer an diese Arbeit „gebunden“ werden.
Die Sex-Bars befinden sich in der Nähe von US-Basen wie Camp Stanley. Die Mädchen müssen eine bestimmte Anzahl von Getränken an die Kunden verkaufen und werden unter Druck gesetzt, sexuelle Gefälligkeiten in kleinen Zimmer hinter den Bars oder in billigen Hotels in der Umgebung, zu leisten. In einigen Fällen ist es Vergewaltigung da die Mädchen nicht damit gerechnet haben und nicht einverstanden sind.
Die Entwicklung und Förderung des Fairen Handels ist der effektivste Weg für die Katholiken, ihre Kaufkraft dafür zu nutzen, sich für ihren Glauben und für soziale Gerechtigkeit einzusetzen. Der Glaube wird mehr ausgelebt, wenn sie ein Fair-Trade-Produkt kaufen und wissen, dass dieses Produkt nicht von Kindern hergestellt wurde oder unter Ausbeutung der Arbeiter entstand. Stattdessen werden sie wissen, dass dieses Produkt auf Fairness und Fürsorge basiert. Ebenfalls werden sie auf den Produkten Informationen über die Bedürfnisse der Armen erhalten und erfahren wie sich der Faire Handel positiv auf ihr Leben auswirkt und was sie tun können, um zu helfen.

 

 

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