Preda Deutsch Website

Fair Trade und die Ureinwohner

March 13, 2015 · 

Die jüngste Entdeckung menschlicher Fossilien, ein Kieferknochen mit vier Zähnen, gefunden in Äthiopien, begeistere Anthropologen aufgrund seines Alters. Es bestärkt die Theorie, dass die ersten Menschen aus Afrika vor ca. 1,5 Millionen die Philippinen besiedelten.

Einige von ihnen bewegten sich durch Asien, und kamen über Landbrücken auch in den Süden Asiens und auf die Philippinen.

Ihre Nachfahren könnten sehr gut die philippinischen Ureinwohner sein, die Überlebenden einer alten Vergangenheit und tatsächlichen Besitzer des philippinischen Landes.

Die heutzutage marginalisierte Gesellschaft der Ureinwohner, welche bis heutige Zeit versucht die Rechte an ihren Ländereinen zu bekommen, werden weitestgehend von den dominierenden „Elite-Familien“ die im Besitz von ca. 70% des Reichtums der Philippinen sind, ignoriert.

Preda Fair Trade hat sich zum Ziel gemacht, den kleinen Mango und Kokosnuss Plantagenbesitzern zu helfen und sie zu unterstützen.

Wir bitten all diejenigen, die sich für Menschenrechte stark machen und sie respektieren, bei ihren rechtmäßigen Forderungen ihr Land zurückzubekommen, zu unterstützen.

Sie benötigen Hilfe um den Angriffen von Bergbaufirmen und Landräubern die versuchen, ihnen letzte Ländereinen auf denen sie seit hunderten von Jahren leben zu nehmen, standzuhalten. Die reichen Politiker haben die einst prachtvollen Regenwälder forsten lassen.
Der Kampf um soziale Gerechtigkeit für die Armen und unterdrückten Menschen ist ein zentraler Punkt des fairen Handels.

Juan und Maria De Los Reyes gehören, wie zahlreiche andere Familien aus den Dörfern rund um die Region Zambales, dem Preda Mangobauern Bund an.

Sie leben mit ihren vier Kindern, im Alter von 5 – 16 Jahren, ein Leben in Armut. Man kann sie als autark lebende Bauern, die den Mehrertrag ihrer Ernte, den sie nicht konsumieren, an Händler, in den weit entfernten Städten, verkaufen.

Sie transportieren die Pico-Mangos säckeweise in die weit entfernten Städte, dennoch feilschen Händler auf den Märkten um den rechtmäßigen Preis für ihre Produkte, so dass sie den Bauern letztendlich nur einen Hungerlohn für ihre Arbeit zahlen. Dies hat zu Folge, dass sie, wie tausende ihrer Nachbarn und deren Kinder, nach der Grundschule keine weiter schulische Ausbildung genießen können. Sie werden hintergangen und ausgebeutet, was die Bauern veranlasste die Ernte von Mangos generell zu stoppen, so lassen sie alles verrotten, was sie selber nicht verwerten können.

Das war die Lage bevor das Preda Fair Trade Projekt ein neues geschmackvolles Mango-Püree aus der Vielfalt der Pico-Mangos entwickelte. Ebenso veränderte der deutsche Importpartner DWP mit dem Import eines aus Mangos produzierten Fruchtsaftes, einer Marmelade und anderen Produkten aus Mangos, die gesamte Situation.
In Kürze werden die Pico-Mangos mit dem „BIO“ Siegel zertifiziert, was für die Mangobauern einen um 200% gesteigerten Verdienst an ihren Mangos bedeutet.
Es ist sehr aufwendig die Auflagen und Anforderungen des „BIO“ Siegels erfüllen bzw. ihnen gerecht zu werden. Ebenso ist es sehr kostspielig für Preda Fair Trade und den DWP mit Sitz in Ravensburg. Die Untersuchungsgebühren sind sehr hoch und dennoch ist nicht gesagt, ob einer Vergabe der Zertifizierung zugestimmt wird.

Am Beispiel, jeder einzelne Mangobaum muss mit einer Nummer versehen werden und auf einer Karte vermerkt werden. So kletterten Preda Landwirte zusammen mit den Mangobauern in die Berge, in denen sich die meisten der Mango-Plantagen befinden, und nummerierten bis jetzt über achttausend Mangobäume.

Die Mangobauern haben an zig Trainingsseminaren teilgenommen, um Methoden der biologischen Landwirtschaft zu erlernen, trotz der Tatsache, dass die wildwachsenden Mangos noch nie im mit chemischem Dünger in Kontakt gekommen sind, da die Bauern aufgrund ihrer Armut nicht in der Lage sind, chemische Zusatzstoffe wie Dünger zu erwerben.

Dieses und andere entwicklungsunterstützende Projekte in ihren Dörfern, wie der Bau von Wasserpumpen, Solarlampen und Sonderzahlungen helfen, das Leben von Juan und Maria zu erleichtern, und sie und andere von der schrecklichen Armut zu befreien. Ihre Kinder gehen mittlerweile auf weiterführende Schulen.

Ein ehrlicher Handel und das Bezahlen angemessener Preise ist der einzige Weg die ländliche Armut zu unterbinden.

Konsumenten von Produkten wie diesen sollten sich über den Fair Trade informieren und diese auch kaufen, um die Ausbeutung und Unterdrückung nicht zu unterstützen.

Juan und Maria sind stolze Mitglieder der indigenen Aeta-Gesellschaft, mit eigenen moralischen Werten, selbst entwickelter Medizin auf pflanzlicher Basis und eigenen Heilmitteln zur Behandlung von Krankheiten und Wunden.

Sie sind die wahren Überlebenskünstler, wie viele eingeborene Stammesvölker mussten auch sie schrittweise den neu ansiedelnden Migranten in den Küstenregionen aus Malaysia und Indonesien in das Hinterland und die tiefen Wälder weichen, wo sie ein nomadenhaftes Leben als Jäger und Sammler führten.

Die Natur stellt für sie eine höhere Gewalt dar, was den Grundbaustein für ihre Kultur, Liebe und Respekt gegenüber der natürlichen Welt, erklärt und sie veranlasst, bis heute ein Leben im Einklang mit ihr zu führen.

Sie waren klug und verfügten über ein großes Wissen über die Handhabung von natürlicher Medizin was ihnen ermöglichte, tausende Jahre im Wald zu überleben. Das Leben ihrer Gemeinschaft war zukunftsfähig und beständig.
Sie sind weitestgehend sehr liebenswürdige, freundliche und nicht gewalttätige Menschen, deren DNA direkt auf ihre afrikanischen Vorfahren zurückzuführen ist.

Doch dann kam es zu der spanischen Invasion was zur Folge hatte, dass die Aeta und weitere Stammesvölker aus den Bergen noch tiefer in die Regenwälder und Berge vertrieben wurden. Der Angriff des Westens mit den Spaniern war ein niederschmetternder Schlag bei dem viele starben. Die Verbliebenen wurden schlicht ignoriert, sie mussten abseits des modernen Lebens und der Gesellschaft ein Leben führen und hatten keine Chance auf Bildung.

Ihre Unterkünfte waren und sind bis heute größtenteils einfache Ein-Zimmer Häuschen aus Bambus mit einem Grass-Dach. Sie sind zu den Ärmsten der generell armen ländlichen Bevölkerung geworden.
Doch der Fair Trade verändert ihre Leben hin zum Besseren. Es ist noch ein langer Weg, und es muss viel getan werden um sie ganz von der Armut zu befreien. Der Kauf von Preda Fair Trade Produkten in den Welt-Läden und Supermärkten ist ein großartiger Weg für Konsumenten den Aeta-Gemeinschaften zu helfen.

Internationale Freiwillige und Praktikanten haben bei Preda die Chance die Ureinwohner zu besuchen, oder auch als Gäste in ihren Dörfern zu übernachten um das einfache Leben hautnah zu erleben.
Sie nehmen Geräusche, Gerüche den Frieden und die Ruhe aus diesen fernen Dörfern auf und sehen Sterne wie nie zu vor, einige unter ihnen zum ersten Mal in ihrem Leben. Es gibt eine Stromversorgung, kein Internet, auch Handys sind fehl am Platze. So kommen sich Besucher und
Eingeborene schnell näher und lernen das Leben ohne direkten Kontakt zur Außenwelt kennen.

Sie sind Teil etwas Großen, sie arbeiten selbstlos für die Menschenentwicklung und Gerechtigkeit.

Copyright © 2017 · Preda Foundation, Inc. All Rights Reserved