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Die verlorenen Waisen von Yolanda

December 6, 2013 · 

Von Pater Shay Cullen
12. November 2013
Übersetzt von Esther Klein und Patricia Fehrentz

Neben den Tausenden, die durch den verheerendsten Taifun aller Zeiten getötet und verletzt worden sind oder ihr Heim verloren haben, sind die Waisenkinder am angreifbarsten und am ungeschütztesten. Ihre Städte, Dörfer und Häuser sind zerstört; und ihre Eltern sind umgekommen. Die Kinder sind durch Unternährung und Entführung bedroht. Diese Aussicht ist unglaublich schrecklich, denn sie hat sich schon in Zeiten von Naturkatastrophen bewahrheitet. Unser Augenmerk muss besonders auf diese Kinder gerichtet sein und ein direkter Eingriff ist erforderlich um sie vor Kinderhändlern und Pädophilen zu schützen. Die Menschenhändler entführen die Kinder unter dem Vorwand sie zu schützen. Dann verkaufen sie die Kinder als Bräute an die Pädophilen oder verdienen Tausende von Pesos oder Euros durch illegale Kindesannahme oder schlimmer noch durch sexuellen Missbrauch und Ausbeutung.

 

Das philippinische Ministerium für Soziales und Entwicklung rief die Entwicklungshelfer zur besonderen Aufmerksamkeit gegenüber dieser Art des Kinderhandels auf, in all den Gebieten, die durch den stärksten Taifun jemals verwüstet worden sind. Genannt wird er Haiyan und sein lokaler Name ist Jolanda. Er verwüstete ganze Städte und Dörfer, machte sie dem Erdboden gleich und riss zahlreiche Menschen in den Tod. Man wird sich an deren Kinder als ‚Die verlorenen Waisen von Yolanda‘ erinnern.

Das grausame Elend und die grausame Qual, verursacht durch einen Taifun mit einer Windgeschwindigkeit bis zu 315km/h, wird Narben bei einer ganzen Generation der Menschen von Visayan hinterlassen. Auch wir werden danach beurteilt werden, ob und wie wir reagiert und gehandelt haben.

 

Die Berichte im Fernsehen lassen nur vermuten, dass das Ausmaß an Verwüstung und Elend sowie an Hunger und Obdachlosigkeit viele Monate andauern wird. Das Herannahen des nächsten Regenunwetters, eines tropischen Tiefs namens ‚Zoraida‘, wird das Land erschlagen, in der Zeit, in der Ihr diesen Artikel lest, und wird das Land, welches jetzt schon im Schockzustand ist, noch weiter zerstören.

 

Mindestens 10 Tausend Menschen sind umgekommen. Niemand konnte voraussagen, dass ein derartiger Monsterwirbelsturm kommen würde und jetzt haben die Menschen alles verloren. Sie sind abhängig von der Großzügigkeit der Spender und von der Fähigkeit der Regierung in kürzester Zeit Nothilfe zu organisieren. Dann kommt die Zeit, wo sie in der Lage sind neue Kräfte zu sammeln, sich zu erholen und selbstständig zu werden. Aber nun wird, wie in allen Katastrophen, Hilfe gebraucht. Wir unterstützen und teilen mit den Menschen, die es am meisten benötigen. Wir geben ihnen zurück, was sie verloren haben.

 

Es gibt Probleme, die Hilfsgüter an die Beteiligten zu verteilen, denn die Straßen und Brücken sind eingestürzt oder durch Erdrutsche verschüttet. Die Körper verwesen unter dem Schutt und einige wurden in Massengräbern beerdigt. Dies alles, wird noch mehrere Wochen andauern, solange bis die Retter und Entwicklungshelfer die abgelegenen und unzugänglichen Dörfer erreichen.

 

Dieses tragische Ereignis birgt in sich noch eine Gefahr anderer Art, eine Gefahr für die obdachlosen, verlorenen und verwaisten Kinder. Nicht weniger als 15 Tausend Menschen sind ums Leben gekommen. Dies ist der Grund, warum viele Kinder verwaist sind. Das schlimmste ist, sie sind in der Gefahr, Opfer von Verschleppung, Menschenhandel mit illegaler Adoption oder sexueller Ausbeutung zu werden.

 

Viele Menschen möchten über eine solch harte und schmerzvolle Realität weder etwas lesen, noch darüber nachdenken, aber es spielt sich immer noch ab und wir müssen alles tun, um es zu verhindern. Die karikative Stiftung Preda appelliert zu spenden um geschulte Sozialarbeiter in die zerstörten Gebiete zu entsenden, die eine Essensausgabe für Kinder errichten und helfen die verlorenen, obdachlosen und verlassenen Kinder zu finden und zu schützen.

 

Mit solchen Herausforderungen vor uns, müssen wir die geistige Kraft aufbringen, um uns ihnen zu stellen und sie zu bewältigen

Die philippinischen Menschen sind sehr belastbare Menschen. Sie ertragen bis zu 20 Taifune im Jahr und ein bis zwei starke Erdbeben. Dies ist zu erwarten, wenn man am Feuerring des Pazifiks lebt. Und wenn kein Vulkan ausbricht gibt es noch immer viele weitere Naturkatastrophen, die sie bewältigen müssen.

 

In den letzten 44 Jahren, in denen ich als Missionar auf den Philippinen mit den armen und bedürftigen Menschen zusammenarbeitete, habe ich viele Naturkatastrophen, Taifune, Überschwemmungen, Erdrutsche, Erdbeben, Vulkanausbrüche und sehr viel Zerstörung miterlebt.

 

Die philippinischen Menschen haben bemerkenswerte geistige Stärke und Ausdauer gezeigt. Sie sind dazu in der Lage alles mit Humor und einem Lächeln vor der Kamera zu berichten und sogar ihr eigenes Dilemma lachend zu bewältigen. Besonders in dieser Zeit ist es härter als zuvor. Jetzt ist der Wille zu leben und zu überleben die treibende Kraft der Filipinos. Und sie tun es mit Tapferkeit und Einfallsreichtum. Sie sind Menschen, die sich jedes Jahr wieder ihrer Aufgabe des Wiederaufbaus, der Pflanzung, der Ernte und der Erholung stellen.

 

Es gibt Menschen, die mit Hoffnung leben und die großartige Fähigkeit haben alle Katastrophen und jegliches Elend zu überstehen. Die Menschen brauchen Lebensmittel, Wasser und Schutz. Auch die Kinder brauchen dringend sichere Orte und Nahrung und den guten Willen der Weltgemeinschaft. Sie alle brauchen Hilfe um die schlimmste Zeit ihres Lebens zu überstehen. Sie glauben an einen liebenden Gott, der in allen Menschen durch Glaube, Liebe und den guten Willen sichtbar wird. Durch die Liebe der Anderen reicht die ewige Stärke des guten Willen bis hin zu den Bedürftigen.

Spenden für die Waisenkinder des Taifuns Yolanda:

Fr. Cullen, Columban´s, Widney Manor Road, Solihull B93 9AB

Oder:

Dalgan ark Navan, co. Meath

Oder:

TSB Bank Preda Irland, Bankleitzahl: 990 604, Kontonummer: 3000 1836

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