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Die Liebe, die Gewalt und Missbrauch ersetzt

February 24, 2015 · 

Für den Weltfrieden zu arbeiten ist eine undankbare Aufgabe. Friede ist schwer zu finden, während es scheint, als würde die Gewalt, trotz all der guten Arbeit von so vielen Friedensaktivisten, ansteigen. Die schreckliche Gewalt mit grenzenloser Wildheit, die wir heutzutage im Fernsehen sehen, zeigt, wie Menschen in die tiefsten Gründe des Grauens hinabsteigen.

Ein jordanischer Flieger wurde von Terroristen der ISIS bei lebendigem Leibe in einem Käfig verbrannt. Hunderte, wenn nicht Tausende, wurden geköpft, verstümmelt und vor laufender Kamera, sichtbar für die ganze Welt, zu Tode gefoltert. Vor Kurzem wurden auch philippinische Soldaten auf Mindanao, die bei der Mission, einen Terroristen festzunehmen, verwundet wurden, brutal gefoltert und hingerichtet. In Afrika zerstören Killer der Boko Haram ganze Dörfer, vergewaltigten, plünderten und verstümmelten die Einwohner. In der Ukraine geht das Töten weiter, während sich der Waffenstillstand erst durchsetzen muss.

Die sogenannten „großartigen Menschen“, die rational denkende, Spitze der Evolution ist nun die zerstörerischste und brutalste Kreatur af diesem Planeten. Woher kommt diese Wildheit, fragen wir uns, diese blutige Gewalt? Einen Grund für die Wurzeln der menschlichen Gewalt, kann man in kindheitlichem Missbrauch finden.

In den meisten Fällen von brutalem Mord und gewalttätigem Verhalten, erklärt die Verteidigung die Missbrauchserfahrung in der Kindheit zu mildernden Umständen. Sie sagen, dieser Missbrauch ist für die gewalttätigen Tendenzen in ihrer oder seiner Persönlichkeit verantwortlich.

Sie argumentieren, dass die Misshandlung einen unkontrollierbaren Drang nach Vergeltung und Rache hervorruft, was zu den vielen brutalen Verbrechen führt.

Viele Richter akzeptieren dies als mildernde Umstände. Trotzdem entscheiden die meisten Richter, dass der Angeklagt für seine oder ihre Gewaltverbrechen verantwortlich gemacht werden muss. Aber das Gericht räumt ein, dass Missbrauch in der Kindheit, sexuell, physisch, verbal und psychisch, eine grässliche Auswirkung auf die Kinder hat.

Das Mobbing, das Kinder in der Schule ausüben, steht oft für eine unglückliche Kindheit und stellt die innere, unterdrückte Wut auf die gewalttätigen Eltern dar. Das Kind wird groß, während es Vergeltung an erwachsenen Tätern sucht. Dies kann zu brutalen Taten führen.

Katholische Lehren wurden fortwährend durch die Handlungen von katholischen Einrichtungen und Familien missinterpretiert, ignoriert und bestritten.

Physischer und sexueller Missbrauch von Kindern wurde für Jahrhunderte versteckt und ignoriert. Körperliche Bestrafung in der Schule und bei der Familie war an der Tagesordnung und verursachte lebenslangen psychischen Schmerz für die Kinder.
In den meisten Industrieländer wurde es größtenteils aufgedeckt, verurteilt und illegal gemacht. Doch das Verdecken und das Leugnen geht weiter, während Einrichtungen und Familien ihr schlechtes Gewissen und ihre Verlegenheit verstecken. Auch das ist ein Verbrechen, das nicht gefahndet wird.

Kinder haben selten die Möglichkeit oder den Ort sich zu beschweren, Gerechtigkeit zu verlangen und Hilfe zu erhalten. Selbst die Ämter in Industrieländern ignorieren viele Anklagen. So lange der Missbrauch von Kindern erlaubt wird, wird es viele missbrauchte Menschen geben, die Rache suchen und sich für Gewalt entscheiden. Sie übertragen ihre Wut und ihre Dränge in Gangaktivitäten, Hooliganismus, Straftaten oder sogar Terrorismus und Krieg.

Viele haben sich politischen Parteien angeschlossen, welche für Rassen-Hass und gewaltsame Neigungen bekannt sind. Menschen, aller religiösen Glaubensrichtungen müssen alle Mittel in Bewegung setzen, um den Kindesmissbrauch zu stoppen.

Papst Franziskus betonte dies bei seinem Besuch auf den Philippinen im Besonderen. Mit seinen Predigten konnte er katholische Gemeinden inspirieren und motivieren, mehr für die Sicherheit und den Schutz von Kindern zu tun.

Streng gläubige Christen folgen diesen Werten schon lange, Kinder sind eine Gabe von Jesus aus Nazareth (vgl. Matthäus 18 Vers 1 8). Das unschuldige Kind wurde von Jesus als zentraler Punkt des Reiches als ein, für die Erwachsenen zu nachahmendes Vorbild, platziert. Er sagte, diejenigen, die das Kind respektieren, respektieren auch mich. Diejenigen, die Kinder missbrauchen, sollten besser mit einem schweren Stein um den Hals gebunden auf hoher See schwimmen gehen.

Die 6 Millionen Christen, die an der Abschiedsmesse von Papst Franziskus in Manila teilnahmen, nehmen sich seine Worte zu Herzen und versuchen sie in Taten umzusetzen.
Eine Eingebung ist von Nöten, damit sie die moralische Stärke entwickeln können, um sich offen gegenüber den Tätern auszusprechen. Viele entscheiden sich wegzuschauen und die unangenehme Realität zu meiden. Stattdessen sollten sie sich durch ihren Glauben und Überzeugung von den Evangelien angesprochen fühlen, Schutz und Gerechtigkeit für die verletzlichen, missbrauchten Kinder zu verlangen.

In den Worten von Papst Franziskus liegt eine große Herausforderung. Er sagt, „Beschützt die Kinder“ und wiederholte es drei mal. Wahrscheinlich ist es ihm bewusst, dass Kindesmissbrauch weit verbreitet ist, von den Kirchenführern ignoriert wird, Katholiken und andere Einrichtung das Lippenbekenntnis ablegen, während sie Sextourismus betreiben. Prostitution, Einsperren und Bestrafen von Kindern ist immer noch allgegenwärtig und wird nicht gefahndet.

Dies muss gestoppt werden. Eltern und Gesellschaft müssen mit Liebe, Respekt, Bestätigung, Geduld, Verständnis, Inspiration und Ermutigung die Bestrafung und kalte Disziplin ersetzen. Nur dann werden Kinder in einer liebevollen und friedlichen Atmosphäre aufwachsen.

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