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Die Kirche kann ihr Schweigen nicht wahren, während Frauen und Kinder auf der Straße leben

September 24, 2015 · 

Pope Francis speaks to the delegates in the Clementine Hall.

Pope Francis speaks to the delegates in the Clementine Hall.

Die Kirche kann ihr Schweigen nicht wahren, während Frauen und Kinder auf der Straße leben

Fr. Shay Cullen

Vatikanstadt, 17. September 2015 (VIS) – Heute Morgen im Clementina-Saal empfing der Heilige Vater die Teilnehmer des internationalen Symposiums über die Seelsorge der Straße, organisiert vom päpstlichen Rat für Migranten und Menschen unterwegs. Das Ziel dieses Treffens war es einen Aktionsplan aufzustellen, um auf das Phänomen der Frauen und Kinder – und ihren Familien – zu reagieren, die auf der Straße leben.

Zu den oft traurigen Ursachen dieses Phänomens zählt der Papst Gleichgültigkeit, Armut, familiäre und soziale Gewalt und Menschenhandel. “Es geht um die Schmerzen der ehelichen Trennungen und die Geburt von unehelichen Kindern, häufig zu einem Leben in „Landstreicherei” verurteilt. Straßenkinder und Straßen Frauen sind nicht Zahlen oder ‚Pakete‘, die gehandelt werden können; Sie sind Menschen, jeder mit seinem eigenen Namen und Gesicht, die jeweils eine Gott gegebene Identität haben“. „Kein Kind entscheidet sich für ein Leben auf der Straße. Traurigerweise werden, sogar in unserer modernen, globalisierten Welt, immer noch viele Kinder ihrer Kindheit, ihrer Rechte und ihrer Zukunft beraubt.“

Ein Mangel an rechtlichem Schutz und adäquaten Strukturen verschlimmert noch zusätzlich ihren Zustand der Armut und Entbehrung: Sie haben keine richtige Familie oder Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung.

Jedes Kind, das verlassen wurde oder dazu gezwungen wurde, auf der Straße zu leben, ist ein Hilfeschrei zu Gott, der Mann und Frau seinem Abbild nach geschaffen hat. Es ist das Armutszeugnis eines sozialen Systems, das wir seit Jahrzehnten kritisieren, das wir jedoch schwer in Einheit mit den Kriterien der Gerechtigkeit ändern können.“

Er sprach auch über die erschreckend schnell steigende Zahl an jungen Mädchen und Frauen, die gezwungen sind ihren eigenen Körper zu verkaufen, um ihren Unterhalt für ein Leben auf der Straße zu verdienen, an Opfern der Ausbeutung durch kriminelle Organisation und manchmal auch durch die eigenen Eltern oder Familienmitglieder.

„Dies ist eine beschämende Realität in unserer Gesellschaft, die damit prahlt so modern zu sein und ein so hohes Niveau an Kultur und Entwicklung zu haben. Weitreichende Korruption und hemmungslose Gier rauben den Unschuldigen und den Verletzlichen ihre Möglichkeit eines würdevollen Leben und verwickeln sie in Verbrechen, wie den Menschenhandel und anderen Ungerechtigkeiten, die sie ertragen müssen. Niemand kann ungerührt bleiben von der dringlichen Notwendigkeit, die Würde der Frauen, die von kulturellen und wirtschaftlichen Faktoren bedroht werden, zu schützen.“

Er fragte: „Bitte werdet nicht herzlos durch die Schwierigkeiten und die Herausforderungen, denen ihr euch in eurer aufopferungsvollen Arbeit stellen müsst, genährt durch euren Glauben an Christus, der, sogar im Angesicht des Todes am Kreuz, die Liebe Gott unseres Vaters zu den Schwachen und Verstoßenen zeigte. Die Kirche kann weder weiter schweigen, noch können ihre Institutionen die Augen vor der schrecklichen Realität der Straßenkinder und Straßenfrauen verschließen. Die christliche Gemeinschaft in den verschiedenen Ländern muss in allen Bereichen involviert werden, um daran zu arbeiten, alles zu eliminieren, was Kinder und Frauen dazu zwingt, ein Leben auf der Straße zu führen. Wir können es niemals verweigern, die Güte und die Barmherzigkeit Gottes, unseres gnädigen Vaters, zu allen Menschen, besonders aber zu den Schwächsten und Unprivilegiertesten, zu bringen. Gnade ist der höchste Akt durch den Gott uns begegnet; dies ist der Weg, wie sich unsere Herzen öffnen, in der Hoffnung auf eine ewigwährende Liebe.“

Der Heilige Vater schloss seine Rede, indem er den Teilnehmern des Kongresses anbot: „Ich bete und wünsche euch alles Gute für die Fruchtbarkeit eurer Bemühungen in euren verschiedenen Ländern, die ihr den Schwächsten und Ausgebeutetsten pastorale und geistliche Betreuung anbietet; ebenso bete ich für die Fruchtbarkeit eurer Mission, die Persönlichkeit und Würde ebendieser Menschen zu stärken und zu sichern.

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