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Die Kinderknast-Hölle von Manila – RTL-Reporter berichtet von schrecklichen Zuständen auf den Philippinen

October 2, 2015 · 

Weggelaufen oder vergewaltigt

Eingesperrt wie Schwerverbrecher: In Manila gibt es viele obdachlose Kinder und Jugendliche. Die Behörden sind überfordert und versuchen das Problem in den Griff zu kriegen, indem sie sie einfach wegsperren. Doch wie sind die Bedingungen in den so genannten ‘Kindergefängnissen’? Und warum kommt es immer wieder zu sexuellen Übergriffen?

Viele dieser Kindergefängnisse befinden sich im Zentrum von Manila, der Hauptstadt der Philippinen. RTL-Reporter Manuel Heckmair war vor Ort, um sich einen Eindruck zu verschaffen. In einem der völlig überfüllten Gefängnisse sind mehr als vierzig Kinder und Jugendliche eingesperrt, viele von ihnen warten sechs Monate darauf, freigelassen zu werden. Die Jüngsten sind gerade einmal acht Jahre alt, die ältesten sind 16.

“Warum bist du hier?”, fragt Heckmair einen Jungen. Dieser erwidert, er sei von zu Hause weggelaufen. Andere landen hier, weil sie von Verwandten vergewaltigt wurden oder ihren Eltern zu teuer waren.

Unter miserablen hygienischen Bedingungen schlafen achtjährige Mädchen mit 16-jährigen Jungen gemeinsam in einer Gefängniszelle – ohne Aufsicht. Der Staat nennt Einrichtungen wie diese offiziell ‘Jugendbesserungsanstalten’. Doch in Wirklichkeit hausen die Kinder häufig bis zu sechs Monate ohne Licht und zureichender Nahrungsaufnahme darin.


 

Hilfsorganisation Preda kämpft um Überleben der Kinder
Für viele ist Pater Shay Cullen von der Hilfsorganisation Preda die einzige Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Mit Hilfe von Spenden befreite er in den vergangenen Jahren rund 500 Kinder aus dem Gefängnis und brachte sie in Jugendheime. Dafür brauchte er jedes Mal die schriftliche Erlaubnis der Gefängnismitarbeiter, die Vormundschaft für das jeweilige Kind zu übernehmen.

„Wir versuchen, einige Kinder rausholen, weil wir als Organisation sehr gut vernetzt sind. Wir arbeiten mit dem Justizministerium und den Sozialgerichten zusammen. Den Kindern geht es bei uns besser”, sagt Cullen. Seine Organisation helfe des Weiteren, Gesetze einzubringen, damit die Kinder zu ihren Rechten kommen.

Sehen Sie im Video die volle Reportage aus Manila. Und wenn Sie helfen möchten, dass noch mehr dieser Kinder diese Gefängnisse verlassen können, dann spenden Sie bitte:

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