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Die fantastische Aeta Bio Fairtrade Mango.

November 17, 2015 · 

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Die fantastische Aeta Bio Fairtrade Mango.
Pater Shay Cullen

Susana, der Häuptling der Aeta Ureinwohner aus Alibang Community, Subic, Zambales ,war sehr traurig darüber, dass sein Dorf in den Händen der kommerziellen Mango-Händler der Stadt liegt. Sie bieten den Aeta Bauern nur vier bis fünf Peso pro Kilo für die Pico Mango, welche sie später für 30 bis 40 Peso verkaufen auf dem Markt verkaufen können. Als die Aeta versuchten ihren eigenen Stand auf dem Markt zu eröffnen, bekamen sie keine Genehmigung der Stadt, jedoch ohne jegliche Begründung.

Der Betrug geschieht jeden Juni, welches die Erntezeit der Pico Mangos ist. Die Carabao Mango Ernte (von Februar bis Mai), ist nämlich dann schon vorbei und die Nachfrage nach der Mangos wächst wieder. Es sollte die Zeit des Wohlstandes und Glücks für die Aeta Bauern sein, doch stattdessen werden Susana und die Mango Bauern wütend und enttäuscht. Sie konnten meistens nicht mal genug verdienen um Reis zu kaufen, obwohl sie stundenlang Säcke voller Mangos aus den Bergen in die Stadt bringen, für die sie später nicht mehr als vier Peso kriegen.

Die Händler bildeten ein Preiskartell im Markt, damit die Aeta Bauern nicht mehr zwischen den verschiedenen Händler feilschen können um so einen gerechten Preis zu erlangen. Dies ist ein schmutziger kapitalistischer Trick. Auf die Aeta wird oft herab gesehen, denn die Flachländer denken immer sie seien ihnen überlegen, da die Aeta nicht den technologischen Fortschritt haben. Die Aeta sind ursprünglich aus Afrika stammend und sehen somit anders als der normale Filipino aus. Sie haben dunklere Haut und gelocktes Haar.

Aber Susana und all die anderen Aeta freundliche und intelligente Menschen und die ersten Bewohner der philippinischen Inseln. Denn vor mehreren Tausend Jahren gab es Landbrücken zwischen dem Asiatischen Kontinent und den Philippinen und so konnten die Menschen aus Afrika in die Philippinen immigrieren.

Danach, ist eine Theorie, schmolzen durch die Erderwärmung einige Gletscher und somit wurden die niedrig gelegenen Teile des asiatischen Festlandes überflutet. Genauso wie sich die Welt heutzutage immer mehr erhitzt und der Meeresspiegel steigt. Somit waren die Menschen dann vom Rest von Asien abgeschnitten und so konnten ihre einzigartigen schönen afrikanischen Merkmale und DANN bewahrt werden.

Sie waren überragende Überlebenkünstler in den Regenwälder bis die Amerikaner die Philippinen im Jahre 1898 übernahmen. Sie begannen den Regenwald abzuholzen, sodass heutzutage nur noch 3% des Regenwaldes übrig sind. Dies ist eine massive und verheerende Umweltkatastrophe.

Die Aeta und viele andere Ureinwohner wie die Lumads haben eine lange Geschichte wie sie im Einklang mit Land und Wald gelebt haben. Heutzutage ist der Besitz ihres Landes minimiert worden, obwohl ihre Rechte im philippinischen Gesetzt anerkannt werden.

Die Aeta überlebten mit gut entwickelten Überlebensmethoden und Techniken und blieben fit und gesund mit ihrem selbst angebauten Gemüse und Obst und eine breite Palette von Regenwald Heilkräutern mit der sie nahezu jede Krankheit behandeln konnten. Während die sogenannte Bildungselite der Philippinen an Diabetes und Krebs stirbt bleibt die indigene Bevölkerung gesund. Da kommt die Frage auf:„Wer ist der Klügere und Weisere?“. Allerdings werden die Aetas durch den Klimawandel von schweren Dürren und Stürmen beeinträchtigt.

Die Aeta haben zuvor immer ihre überschüssigen Bio-Produkte an die Tiefland Gemeinden verkauft, aber in der modernen philippinischen Gesellschaft herrschen die schlimmsten Formen des liberalen Kapitalismus. So wird die indigene Bevölkerung immer mehr ausgebeutet.

Jetzt kommen sogar internationale Bergbauunternehmen und Investoren mit aggressiven Methoden und vertreiben die Aeta und zerstören das Land. Die verbleibenden Wälder werden zerstört und geniale Leute wie die Lumads werden von ihrem Land vertrieben unter dem Vorwand, dass sie ein „richtiges Leben“ nun beginnen sollen. Die Rebellen unter ihnen die ihr Land verteidigen wollen werden eingesperrt.

Die multinationalen Unternehmen kommen mit Bulldozer und zerstörten das gesamte Land der indigenen Bevölkerung und dies mit der Unterstützung der korrupten Politiker und dem Militär. Alle verschwörten sich um gegen die philippinische Bevölkerung zu kämpfen. Nun, der Betrug von Susana und seinem Dorf ist nicht neues, nur eine weitere Ungerechtigkeit der ausbeuterischen Monopolisten aus den lokalen und nationalen Märkten. Es wurde so schlimm, dass die Aeta die Mangos am Baum ließen, da sich die Arbeit für das wenige Geld nicht mehr gelohnt hat.

Das war als Preda Fair Trade den Aetas begonnen hat zu helfen und den Bauern einen fairen Preis zu bezahlen. Das Profairtrade Projekt kauft die Mangos, egal welche Größe, Form und Farbe, ohne Trennung. Sie zahlen pro Kilo satte 200% mehr als die lokalen Händler vom Markt. Nun ist jedes Stück Mango wertvoll und wird mit Begeisterung geerntet und zu einer Sammelstelle gebracht, wo ein Preda Fahrzeug die Mangos abholt und sie zu den Verarbeitungsbetrieben bringt.

Die indigenen Aeta haben die intentionalen Bio-Standards der Europäischen Union erreicht und verkaufen somit nun Bio-Zertifizierte Mangos. Dies ist eines der strengsten Standards der Welt. Dies ist in der Tat eine stolze Leistung und dies ist nur möglich durch die anti-chemische und natürliche Verhaltensweise der Aeta. Sie arbeiten immer in Fürsorge für das Land ihrer Väter. In zusammen Arbeit mit dem Preda Fair Trade Team wurde dies alles ermöglicht. Neben den anderen Entwicklungsprojekten wurden ebenfalls Dinge wie eine Dorfwasserquelle und ein Bildungsprojekt gestartet.

Es gibt kein Ende der Nachfrage nach dem Aeta Bio-Mangopüree auf dem europäischen Markt. Aufträge nehmen stetig von dem Fair-Trade Dritte Welt Partner (DWP) aus Ravensburg, Süd-Deutschland, zu. DWP macht herrvoragende Fair Trade Bio-Produkte aus den Mangopüree und vertreiben sie weiter an Weltläden. Die Praxis der Fairtrade und Bio-Produktion verbreitet sich so schnell auf den Philippinen und immer mehr Aeta Gemeinden treten dem Preda Fair Trade Bauernverband bei.

Dies ist eine wichtige Erfolgsgeschichte für Fair-Trade. Es sollten immer mehr indigene Gemeinschaften Fair Trade und Bio Mangos züchten. So ist die Sicherung der natürlichen Ressourcen und der landwirtschaftlichen Produktion, sowie ein sicheres und besseres Leben der ganzen Gemeinde garantiert.

shaycullen@preda.org

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