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Sagt „Nein“ zu Korruption

September 18, 2017 · 

Sagt „Nein“ zu Korruption
Von Father Shay Cullen

Wir werden dazu berufen, Korruption in all ihren Formen als Diese zu bezichtigen.
Papst Franziskus beschwört uns „Nein“ zu sagen zu den korrupten Praktiken der Politik. Aufzustehen für die Menschenwürde, Menschenrechte, und eine gute Regierung der Gerechtigkeit. Doch es kann gefährlich sein diese Korruption als das zu endtarnen was sie ist, denn die Mächtigen werden alles daransetzten, Menschenrechtsaktivisten und Whistleblower zum Schweigen zu bringen.

Der philippinische Präsident kündigte an, er werde die Erschießung von Menschenrechtsanwälten befehligen.

Korruption zeigt sich, wenn Akte der Bestechung und der Verschwörung passieren um die Öffentlichkeit zu manipulieren, Dabei wird von einflussreichen und mächtigen Personen geltendes Recht umgangen um politische Ziele und finanziellen Gewinne zu erzielen. In strukturell stärkeren Ländern, in denen die Regeln des Rechts durchgesetzt werden und es ein höheres Bewusstsein für die demokratische Ordnung gibt, betreiben investigativ Journalisten erfolgreiche Arbeit um Korruption aufzudecken.

Jedoch ist die Geschichte eines jeden Landes voll mit praktizierter Korruption, wie an der Anzahl der Gerichtsverfahren ersichtlich wird. 2016 nahm Irland Platz 19 von 176 Ländern auf dem Transparency International Corruption Perceptions Index ein. Wenn wir die Wahrheit lieben, so müssen wir für Sie einstehen und unrechtes Handeln entblößen.

Korruption in entwickelten Ländern befindet sich auf einem ganz anderen Level. Sie durchfrisst alle Regierungsinstitutionen, die Bürokratie und die Rechtsausübung der Regierung.
Kindesmissbrauch ist weitverbreitet, weil Regierungsbeamte sie wissentlich übersehen und Geschäftserlaubnisse an Sex Bars verteilen, in denen Teenager von einheimischen und ausländischen Sextouristen missbraucht und ausgebeutet werden.

Die Judikative steht offen für Korruption. Kürzlich gab es auf den Philippinen einen Fall, einer US-Bürgerin, die illegal fünf philippinische Kinder in ihrem Haus festgehalten und stark vernachlässigt hat. Sie brachte die Kinder zu „Partys“, auf denen Diese Ermittlungen zu Folge von ausländischen Pädophilen missbraucht wurden.
Die Opfer in diesem Fall waren fünf- bis sechsjährige Mädchen und ein Junge.
Nachdem sie aus dem Haus gerettet werden konnten, bestätigten medizinischen Untersuchung, dass sie sexuellen Missbrauch zum Opfer gefallen sind. Trotz der erdrückenden Beweislage zur schuld der Angeklagten lehnte der Richter den Fall ab. Er begründete dies mit der illegalen Rettung der Kinder. Der Verdacht der Bestechung liegt da nahe.
Mehrere Ehemalige Offiziere der Polizei sagten anonym bei Reuter und BBC über den Drogenkrieg aus und bestätigten das sie Belohnungen für jede Tötung unter Verdacht des Drogenkonsums erhalten haben.
Bei Fehlender Beweislage setzen Lokale Beamte und Informanten die Daten von Verdächtige auf eine Art Abschussliste. Im August 2017 wurden in einer einzigen Nacht 57 Verdächtige getötet und über 100 Weitere verletzt. Laut polizeilichen Bericht hätten sich alle Getöteten mit Waffengewalt gewehrt. Die absolute Zahl der durch die Polizei getöteten Verdächtigen, seit Beginn der Amtszeit der neuen Regierung im Juni 2016, soll inzwischen auf über zehntausend gestiegen sein.

Das außergerichtliche töten im Rahmen des von der Regierung finanzierte Drogenkriegs,
hat die Gerichtbarkeit dezimiert und das Recht vom Tatort verbannt.
Ohne stichhaltige Beweise werden „Verdächtige“ erschossen, egal, ob Teenager oder Erwachsener. Die korrupte Polizei bekommt zusätzlich Zahlungen von bestimmten Bestattungsunternehmen, wenn die Leichen zu ihnen geliefert werden. Als Rechtfertigung für die Tode sprach der Justizminister den Opfern kurzerhand die menschlich individuelle Würde ab. Die Philippinen nahmen auf dem Transparency International Corruption Perceptions Index den 101. Platz von 176 Ländern ein.

Die Korruption unter den Politikern ist massiv. Drei Senatoren werden beschuldigt, Milliarden an Pesos von der Regierung gestohlen zu haben. Sie pumpten das Geld in eigens von ihnen errichteten falsche Wohltätigkeitsorganisationen. Danach wurde das Geld in ihrem privaten Account übertragen. Viele Beamte erteilen Genehmigungen nur nach der Zahlung von Bestechungsgelder.

Zu Korruption „Nein“ zu sagen, kann einen das Leben kosten. Über einhundert Journalisten und Menschenrechtsaktivisten wurden getötet, weil sie sich gegen Ungerechtigkeit und Korruption auf den Philippinen gestellt haben. Die Anwälte von Gerechtigkeit und Wahrheit brauchen unsere Unterstützungen und Gebete stärker denn je.

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