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Liebe andere und werde geliebt- Worte von Papst Franziskus

October 6, 2015 · 

Fr. Shay Cullen

Fr. Shay Cullen

Liebe andere und werde geliebt- Worte von Papst Franziskus
Pater Shay Cullen
freundeskreis@preda.org

Gib Liebe, Gerechtigkeit und Mitgefühl für die Armen und Bedürftigen und in den meisten Fällen wird dasselbe als Ausgleich zurückkommen. Behandele andere wie du selbst gerne behandelt werden möchtest. Dies ist das Herz der Botschaft von Franziskus in den Vereinigten Staaten auf seiner Missionsreise nach Kuba und Amerika.

In Reden an das amerikanische Volk in dem weißen Haus zu dem Kongress, drückt Papst Franziskus sehr deutlich aus, dass Migranten und Flüchtlinge willkommen zu heißen sind und mit dem größten Respekt und Mitgefühl zu behandeln sind.

Im vollen Bewusstsein, dass er selbst als ein italienischer Einwanderer in Argentinien geboren wurde, erinnert er die amerikanische Bevölkerung an die Werte der Evangelien in denen es heißt behandele andere so wie sie dich behandeln sollen (Mat. 7:12). Es ist eine große Herausforderung für alle Menschen dieser entwickelten Welt alle Flüchtlinge und MigrantInnen willkommen zu heißen.

Es waren Migranten welche große Teile von Amerika gebaut haben. Die Gründungs Siedler waren alle Migranten welche wegen ihres Glaubens in Europa verfolgt wurden. Millionen von Filipinos, Iren, Hispanier und andere Nationalitäten errichteten Amerika. Flüchtlinge und Migranten waren es auch welche Europa nach dem zweiten Weltkrieg wieder aufgebaut haben und Europa stark gemacht haben.

Mit dem gegenwärtigen Kriegen in Syrien, Afghanistan und im Irak erfahren die Flüchtlinge die miserabel finanzierten Flüchtlingslager in Jordanien, Libanon und Türkei. Die weltweit reichen Nationen versprachen und versprechen immer noch das nötige Geld zu verfügung zustellen damit die Flüchtlinge in Würde überleben können, aber diese Versprechungen warten noch auf ihre Erfüllung. So macht sich die verzweifelte Hoffnungslosigkeit in den Lagern breit und viele entschließen sich auch von dort zu fliehen und ein besseres Leben und Europa zu beginnen. Es ist eine internationale, juristische und eine moralische Verpflichtung, schutz und Hilfe für Flüchtlinge zu geben. Aber in dieser gierigen und egoistischen Wegwerfgesellschaft werden dieser Verpflichtungen übersehen. Es herrscht Apathie anstelle von Gnade und Barmherzigkeit, Liebe und Fürsorge. Franziskus fordert Amerika auf den Flüchtlingen zu helfen. In ihren Falle sind besonders die Millionen Migranten aus den südamerikanischen Ländern gemeint die gekommen sind um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.

Alle Nationen in Europa werden als Christen und anständige Menschen in Frage gestellt, wenn sie den hungrigen, müden und bedürftigen Menschen vor Krieg, Armut, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen nicht helfen. Allerdings gibt es mehrere Länder in Osteuropa die ihre Türen schließen. Franziskus sagte: „Unsere Welt steht vor einer Flüchtlingskriese in einer Größenordnung die seit dem zweiten Weltkrieg nie da gewesen ist. Dies stellt uns vor große Herausforderungen und viele harte Entscheidungen. Auch auf diesen Kontinent reisen tausende Menschen nach Norden um ein besseres Leben für sich und ihre Lieben zu ermöglichen. Ist es nicht immer das Beste was wir für unsere Kinder wollen? Wir sollten nicht überrascht von diesen großen Zahlen von Flüchtlingen sondern wir sollten uns ihrer Geschichten anhören und darauf dann reagieren und versuchen etwas zu verändern.“

Wir sollten in einer humanen, gerechten und brüderlich reagieren. Wir müssen gemeinsam heutzutage versuchen zu vermeiden bei schlechten dingen wegzusehen. Erinnern wir uns an die Goldene Regel: „Behandele andere so, wie du behandelst werden möchtest“ (Mt 7:12).

Dieses beste Leben was wir uns für unsere Kinder wünschen sollten denen gegeben werden die es anderen am meisten wünschen, sagt Papst Franziskus. Er fordert ein Ende der Feindseligkeit gegenüber Flüchtlingen und auch für ein Ende der Todesstrafe. Wir müssen uns immer wieder daran erinnern, dass die Ursache für die vielen Flüchtlinge darin liegt, dass die reichen und gierigen Nationen die Tyrannen in Syrien, Afghanistan und Irak unterstützen und damit den Bürgerkrieg verursachen. Ganz nach dem Motto, wer Waffen sät, erntet Flüchtlinge. Es ist weltweite Trend des zerstörerischen Kapitalismus, dass Großteile der Banknoten in den den Händen der wenigstens Menschen liegen und während der Großteil der Welt am hungern ist und unter unmenschlichen Bedingungen überleben müssen. Papst Franziskus hat also auch harte Worte über Armut und die Weltwirtschaft verloren. Vor dem US-Kongress erinnerte er die Vertreter der reichen Nationen der Welt auch an die Armen zu denken. „Nun möchte Ich auch noch an die erinnern die im Teufelskreis der Armut gefangen sind. Sie brauchen uns um Hoffnung zu bekommen. Der Kampf gegen Armut und Hunger muss ständig und an vielen Fronten bekämpften und vor allem in seinen Ursachen. Ich weiß, dass viele Amerikaner heuten und auch schon in der Vergangenheit daran arbeiten diese Probleme zu bekämpfen. Es freut mich, dass diese Anstrengung die Verteilung des Wohlstandes schon zum Teil bewirkt hat, aber auch nur zum Teil …“

Diese Bemerkungen sind sanfter als die Worte aus seiner Rede in Santa Cruz, Bolivien im vergangenen Jahr, wo er den ungehinderten liberalen Kapitalismus verurteilte. Jener ist unerträglich und verursacht Konflikte Armut und Hunger. „Lass uns nicht ängstlich sein dies auszusprechen: Wir wollen Veränderungen, wirkliche Veränderungen, Strukturwandel“, sagte der Papst, in dem er ein System das „die Mentalität hat das Gewinn und Geld über allem steht ohne Rücksicht auf soziale Ausgrenzung oder Zerstörung der Natur“.

Wenn wir durch die Slums in Metro Manila gehen oder in einem anderen Land, in dem die Armen verlassen wurden, in dem Menschen unter schlechteren Lebensbedingungen leben, als Schweine und Hühner und wir daneben die alles überragenden Wolkenkratzer der gefühllosen Reichen sehen, dann verstehen wir die Bedeutung der Worte des Papstes. Er ist der Papst der Armen und sein einfacher Lebensstil ist eine kraftvolle Botschaft an uns, ein einfacheres, weniger kostspieliges Leben zu führen. Seine Botschaft in den Vereinigten Staaten an uns alle ist: für die Armen und die Schwachen zu sorgen, für Gerechtigkeit in all unseren Geschäften zu sorgen und gute Samariter für die Schwachen dieser Welt zu sein, um Heilung und Liebe dorthin zu bringen, wo keine ist. Es gibt keine bessere Art zu leben, als sich um unsere Familien zu kümmern, für andere zu leben und keine Entlohnung dafür zu fordern.

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