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Kriegsrecht Damals wie Heute

September 29, 2017 · 

Kriegsrecht Damals wie Heute
Pater Shay Cullen

Als der damalige Präsident am Ende seiner Amtszeit um seinen Einfluss fürchtete, deklarierte er nationales kriegsecht und Schafte recht staatliche Institutionen ab um sein Amt zu erhalten. Sämtliche konstitutionellen Rechte, die bis dato das Leben, die Freiheit und das Eigentum der Bürger geschützt haben, wurden dezimiert und Marcos und hebelte die Gewaltenteilung aus um mittels Dekrete zu regieren. Klopf, Klopf, die Tyrannei.

Tausende Oppositionsführer, Parteimitglieder und bekennender Kritiker der korrupten Politik Marcos wurden Inhaftiert oder hingerichtet. Andere flüchteten ins Ausland und idealistisch freiheitsliebende Jugendliche mussten sich in die Berge und Wälder des Landes zurückziehen. Dort formierte sich eine Widerstandsbewegung auf der Basis kommunistischer Ideologien unter dem Banner Peoples Army. Bis heute ist die Bewegung eine andauernde kraft. Viele unschuldige junge Menschen wurden in Massenexekutionen getötet.

Ich erinnre mich noch gut an eine 16-jährigen Jungen, der als Verdächtiger des Drogenkonsums in Sta. Rita Parish, Olongapo, von der Polizei in einer Hütte am Stadtrand gefunden wurde, nachdem er aus dem Gefängnis ausgebrochen ist. Sie forderten ihn auf sich zu stellen. Als er herauskahm wurde er sich auf den Knien ergebend mit einem Kopfschuss vor den Augen der Nachbarn exekutiert.

Es war die entsetzliche Tötung eines unschuldigen Jungen.

Genau wie im heutigen Drogenkrieg reicht eine Anschuldigung aus und eine Kugel, abgefeuert durch die mörderische Polizei, zerstört das Leben unschuldiger Jugendlicher. Im Wahn um Belohnungsgelder ziehen Serienkiller und Psychopathen umher, damals wie heute.

Das brutale Marcos Regime, verantwortlich für 20,000 Tote, plünderte unter dem Schutz von Nationalpolizei und Militär die Nation. Marcos und seine Familie sind dafür verantwortlich das Milliarden an Dollar und tonnen von Gold aus dem Nationalschatz sowie aus privaten Unternehmen widerrechtlich entwendet wurden. Das geraubte Staateigentum ist bis heute in großen Teilen auf internationalen Konten verschollen
Privat Geschäfte von Oppositionellen wurden zwangsenteignet und ihre Besitzer zu politischem Exil gezwungen, Marcos selber profitierte finanziell von den Taten seiner Adjutanten.

Todesschwadronen zeihen mordend, Leichen werden an der Straßenseite gefunden, häufig mit spuren entsetzlicher Folter.

Unter dem Slogan „Sei ein Patriot und töte einen Priester“ zogen Milizen umher und griffen Pastoren, Priester und Gemeindearbeiter an.

Eine Zeit des Staatlichen Terrors und des Verrats
Priester mussten sich gefälschten Anschuldigungen stellen einen Bürgermeister in Negros getötet zu haben. Drei Priester und sechs Gemeindearbeiter mussten sich einem Gerichtsverfahren stellen für eine Tat die sie nicht begangen haben.

Marcos führte auch einen Drogenkrieg. Neben der Verhaftung und Ingewahrsamnahme von tausenden Drogenabhängigen und Dealern, lies er einen vermeintlichen Drogendealer aus China vor laufenden Fernsehkameras öffentlich hinrichten. Dieser Fall brachte weltweite Aufmerksamkeit.

Die heutige Situation gleicht einer Imitation der Unterdrückung, Folterung und das Leid der philippinischen Bürger von früher.

Das Politik des Regimes boten dem Sextourismus einen guten Nährboden Ausländische pädophile wurden mehr und mehr zu einer Quelle um den eigenen Reichtum zu steigern
Geld das vermeintlich notwendig war um die verfallende Volkswirtschaft des Landes zu stärken.

In dieser Zeit gab es den Fall eines jungen Mädchens namens Rosario Balluyot. Sie wurde Opfer des sexuellen Missbrauchs durch einen verdächtigten US Soldaten. Sie starb unter qualvollen Schmerzen im unzulänglichen Olongapo General Hospital. In ihrem Körper fand man den Teil eines Sexspielzeugs der Infektionen hervorrief, für die es keine Heilung gab.

Ein Tourist wurde verhaftet angeklagt und für schuldig befunden, Ziel war die Ablenkung des Skandals von der US Navel Base. Der schreckliche Missbrauch von philippinischen Frauen in einer Stadt dessen einziges Gewerbe „sex for sale“ ist
Als Sozialarbeiter von Preda den Missbrauch von Kindern durch US Soldaten aufdeckten, versuchten die Behörden das „Heim zum Wohle des Kindes“ zu schließen und den Besitzer auszuweisen.

Auch dies ist ein Vermächtnis, eine sich ausbreitende Sexindustrie die philippinische Frauen und Kinder zu Sexarbeitern für Ausländische Touristen machte.

Sie standen dabei in einem unausweichlichen Abhängigkeitsgefüge dem US Militär gegenüber, denn dieses versorgte Polizei und Armee mit Waffen, die zur Unterdrückung der philippinischen Zivilbevölkerung notwendig waren.
Nach Marcos’ Machtverlust half eine Kampagne von Preda dabei, dass die Militärbasis in eine Freihandelszone umgewandelt wurde.

Trotz größter Anstrengungen von Marcos’ Familienmitgliedern sein Image reinzuwaschen bleibt die Sexindustrie sein größtes Vermächtnis. Duterte versprach Marcos eine Beerdigung auf dem Heldenfriedhof und rief einen Feiertag anlässlich seines Geburtstages aus. Der Versuch von Marcos Sohn Bong-Bong, Vizepräsident zu werden, scheiterte.

Solche die heutzutage Marcos ideologisieren, revisionieren seine Geschichte und imitieren seine Gräueltaten in einem Regime des Kriegsrechts.

Ein Kriegsrecht, das wir heute Mindanao und vielleicht bald im ganzen Land vor Augen haben.
Die Stimme der Vernunft die nach Rechtschaffenheit und dem Ende des Tötens schreit, muss lauter und durchdringender werde.

Bis Frieden und Gerechtigkeit Wirklichkeit sind.
Father Shay Cullen

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