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Kämpfen für Gerechtigkeit

May 10, 2017 · 

Kämpfen für Gerechtigkeit
Pater Shay Cullen
20.April 2017

Sie waren erst 14 Jahre alt und ihrem Teenageralter entsprechend wollten sie alles wissen und erfahren. So fielen sie auf die Menschenhändler herein. Er konnte ihnen Geld und Geschenke geben und nacheinander konnte er sie dazu bringen, dass sie sich seiner Gruppe anschließen. Eine Gruppe von Mädchen, welche er in seinem privaten Haus missbrauch. Er gab ihnen einen Geschmack von Drogen und die Mädchen wurden von ihm abhängig

Er lud seine Freunde ein und auch sie missbrauchten die Mädchen und gaben ihnen Drogen und Geld. Es war nicht mehr länger nur einmalige Sache, die Mädchen wurden kommerzieller Weise sexuell ausbeutet. Schon bald wurden sie abhängig von dem Geld und kamen häufiger zum Haus des Zuhälters, blieben dort für mehrere Tage und wurden dort von den Kunden sexuell ausgebeutet. Er machte Geld aus ihnen und schuf so ein privates Bordell.

Aufgrund eines Hinweises wurde die Bundespolizei auf den Fall aufmerksam und der Einsatz gegen das private Bordell begann. Die städtischen Sozialarbeiter wurden während der Razzia des privaten Bordells herbeigerufen. So wurden sechs Mädchen befreit und in das Preda Center für Mädchen verwiesen. Die gesetzliche medizinische Untersuchung bewies, dass alle Mädchen viele Male missbraucht worden sind. Der Verdächtige ist im Gefängnis und seine Kunden wird noch ermittelt.

Wir können einen Gegenangriff von den verdächtigen Schändern erwarten. Sie haben Preda im Internet verleumdet oder können gerichtliche Anklagen und falsche Beschuldigungen aufstellen, wie es uns in der Vergangenheit passierte. Das ist normal für Menschenrechtsverteidiger von missbrauchten Kindern. Ausländer, welche eingesperrt oder des Kindesmissbrauch beschuldigt sind, sind die rachsüchtigsten und stellen böse und grundlose Behauptungen auf. Manche sind mit Wut, Hass und dem Wunsch nach Rache gegen uns gefüllt, da wir ihre dreckigen Handlungen im Menschenhandel und Kindesmissbrauch aufgedeckt haben.

Wenn wir in Preda missbrauchte Kinder aus dem Haus ihres Schänders oder einer Sexbar befreien, werden die Ausländer angeklagt oder von den Behörden, die sich um solche Entführungsfälle kümmern, vor Gericht gebracht. Als Menschenrechtsverteidiger wurden wir oft mit Verleumdungen und üblen Nachreden belastet. Als wir im Jahre 1999 für das Ende der Todesschwadronen in Davao kämpften, wurden wir vom Bürgermeister der Verleumdung angeklagt. Alle Fälle wurden schließlich abgewiesen oder als falsch bewiesen. Das ist das Risiko, das wir beim Verteidigen der ausgebeuteten, missbrauchten Opfer vom Menschenhandel eingehen.

Ein amerikanischer Verdächtiger hat falsche Behauptungen gegen die Preda Mitarbeiter aufgestellt und stellte so Unschuldigen etwas nach. Er wurde gerichtlich aufgrund der falschen Beschuldigungen zu 2 Jahren Haft verurteilt. Doch durch gesetzliches Manövrieren ist er die Haftstrafe noch nicht angetreten. Er könnte hinter der Kampagne stecken, die unsere Arbeit mit erfundenen Beschuldigungen diffamiert, um sich zu rächen. Das Versagen, dass er die Haftstrafe noch nichtangetreten ist, sollte untersucht werden. Es Zeit, den Fall wieder zu öffnen.

Einige Kinder, die von ihren Händlern befreit worden sind, sind darüber nicht glücklich. Sie sind abhängig und wurden durch Schulden, Geschenke und Drogen an ihre Händler „gebunden“. Die Mädchen sehen ihn oder sie als ihren „besten Freund“ und sogar als einen Sexpartner. Sie möchten nicht zugeben und bestätigen, dass sie von ihm und anderen missbraucht worden sind und zunächst möchten sie auch nicht gegen ihre Schänder klagen. Aber das hat sich geändert.

Zunächst möchten sie nicht im Preda-Center bleiben und möchten auch keine Hilfe annehmen. Sie sehen nicht ein, dass sie Hilfe brauchen und möchten wieder zurück zu ihren Händlern. Sie möchten Drogen um mit dem Trauma umgehen zu können, dass sie als kommerziell sexuell ausgebeutete Kinder gefunden und befreit worden sind. Sie müssen den Scham vor ihren Eltern, Brüdern, Schwestern, Freunden und Verwandten verstecken.

Zuerst haben sie nicht akzeptiert, dass sie ausgebeutet worden sind. Sie waren mit ihrem Händler und Zuhälter befreundet und sie wollten das Geld. Die Sozialarbeiter von Preda haben die Kinder beraten und haben sie in der Schrei-Therapie, in der sie mit der Realität ihrer Leben konfrontiert worden sind, begleitet. In den ausgepolsterten Therapieräumen konnten sie sich von viel Ärger und aufgestauten Gefühle befreien.

Sie sind wütend auf ihre Eltern, dass diese sie zurückgelassen oder nicht verstanden haben. Sie wurden rebellische Teenager und die Eltern verloren die Kontrolle. Nach den Therapiesitzungen haben sie sich nun beruhigt. Tag für Tag haben sie sich von ihrer Wut gegenüber ihnen selbst, ihren Schändern und ihren Eltern befreit. Sie haben sich von der aufgebrachten Gefühlsebene in die Denkebene bewegt. Nun hören sie zu, haben ihr Verhalten geändert und endlich ihren Wert als eine Person, die Rechte und Würde hat, realisiert. Dies ist eine tiefgreifende Veränderung im menschlichen Wesen- von einem willigen Opfer zu einer ermutigten und gestärkten Jugendlichen, die nach Gerechtigkeit strebt.

Die Sozialarbeiter von Preda kontaktierten die Eltern. Sie haben eine Familientherapie begonnen um Verständnis, Unterstützung und eine Versöhnung herbeizuführen. Sie können sich nun auf eine hellere Zukunft freuen und die Verdächtigen sind aufgrund der Anklage wegen Menschenhandels im Gefängnis.

In einem anderen Fall, wo der Vater die Familie verlassen hat und die Mutter daraufhin die Kinder in die Obhut von entfernten Verwandten geben hat, wurden die Kinder sexuell missbraucht. Sie wurden befreit und zum Schutz in das Preda Center gebracht. Jedoch wollte der Angeklagte die Kinder aus dem Center holen und sie dazu bringen, die Anklage fallen zu lassen und nicht gegen ihn auszusagen. Der Angeklagte beeinflusste die Mutter so, dass sie eine Klage, aufgrund angeblicher Freiheitsberaubung, gegen Preda erhob um dadurch wieder die Kinder in ihre Obhut zu bringen. Aber dies wird nicht erfolgreich sein und in den Beratungssitzungen lehren und erklären wir ihr, ihre Kinder zu lieben, sich um sie zu kümmern und sich dem Druck des Schänders zu widersetzen.

Der Kampf um Gerechtigkeit für die Kinder und für Preda geht weiter. Eines Tages bekommen diejenigen, die Preda und die Kinder verleumden ihre gerechte Strafe. Möge dies schon bald sein.

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