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Hinter der Drogenkultur steckt Kindesvernachlässigung

June 17, 2016 · 

Hinter der Drogenkultur steckt Kindesvernachlässigung
Fr. Shay Cullen

Eine Gesellschaft ohne Respekt, Offenheit und Akzeptanz für ihre Kinder und Jugendlichen ist wie ein Land ohne Wasser – alles stirbt aus.

Eltern, Verwandte und Kommunenführer sind zunehmend beunruhigt und schockiert von der Verbreitung und der allgemeinen Verfügbarkeit von Persönlichkeits und Bewusstseins gefährdeten Drogen. Durch das „Internet für Jeden“ verbinden Smartphones, Tablets, Laptops und sogar Brillen junge Menschen untereinander und sie werden tagtäglich von vielen verschiedenen Einflüssen bombardiert.

Das Vorbild, das sich die Jugendlichen nehmen wenn sie in die Pubertät kommen hat einen sehr großen Einfluss auf ihr Leben und ihren Selbstfindungsprozess. Das wichtigste ist in dieser Phase das liebevolle und fürsorgliche Vorbild durch die Eltern, die durch gute Taten und Worte positive Werte vermitteln sollten.

Diese junge Menschen können dann dadurch inspiriert selbst ein sozial gut integrierter und engagierter Jugendlicher werden der anderen Hilft und sich in den Dienst der Gesellschaft stellt. Dadurch können diese wiederum andere, wie Geschwister oder Freunde inspirieren sie zu bewundern und nachzuahmen.

Wenn jedoch Kinder sich selbst überlassen werden, weil die Eltern zum Beispiel zu beschäftigt mit der Arbeit oder mit sich selbst sind, und die Kinder so nie das Gefühl von wahrer Freundschaft und Liebe bekommen, könnte es passieren, dass diese Eltern ihre Kinder verlieren. Hunderttausende Kinder laufen von zu Hause weg, auf Grund von lieblosen oder gewalttätigen Eltern. Dies sind mehr als je zuvor. Sie finden sich in Straßenbanden zusammen und nehmen gefährliche, verbotene Drogen um ihre Probleme zu vergessen.

In manchen Familien, die ohne positive Führung durch die Eltern leben wird es jenen die die Kinder auf die Straße locken zu leicht gemacht. Diese Kinder werden von einer sogenannten Freiheit und Drogen im Internet verführt und so auf die dunkle Seite gelockt. Wenn sie dann noch auf Grund von einer Dysfunktionalen Familie und zurückliegenden Kindheitstraumas wie Gewalt oder Missbrauch, zu Rebellen gegen die eigene Familie werden ist die Familie in größter Gefahr einen Sohn oder eine Tochter zu verlieren.

Ein inspirierendes gutes Beispiel durch die Eltern und Freunde die zu einer guten Beziehung und unterstützender Freundschaft führt ist vielleicht der einzige Weg heutzutage Kinder in ein sicheres und erfülltes Leben zu führen. Aber eine gute und liebevolle Familie, die Pflege und Unterstützung für ihr Kind garantiert kann auch nur das Risiko minimieren ihr Kind an eine der Straßen-Drogen-Gruppen zu verlieren, einen hundertprozentigen Schutz gibt es nicht. Jedoch gibt es keinen Zweifel daran, dass Missbrauch und seelische Verletzungen eine innere Narbe verursachen die möglicherweise nie verheilt. Wir leben in einer Welt in der ohnehin jedes vierte Kind unter einer Art Missbrauch leidet oder gelitten hat.

Dies hat eine Generation von schmerzerfüllten Jugendlichen geschaffen die Rechtfertigung und Vergeltung wollen. Dazu wollen sie etwas was sie ihre Schmerzen vergessen lassen macht – Drogen.
Die zunehmende Vernachlässigung sowie körperlicher und sexueller Missbrauch von Kindern in den prägenden Jahren ihres Lebens ist die Ursache von Gewalt und die Bereicherung von terroristischen Gruppen durch Jugendliche, die bereit sind Rache an der Gesellschaft zu nehmen.

Wenn junge Menschen sich in ihrem Leben in der Adoleszenz befinden suchen sie nach ihrem Lebenssinn und nach ihrem Weg für die Zukunft. Wenn sich dann jedoch noch etwas in ihrer Vergangenheit (Kindheit) befindet, was sie zunehmend bedrückt, blockiert dies auch die Glücksgefühle für die Zukunft diese verdienen und brauchen. Diese Jugendlichen bekommen schneller das Gefühl der Ausgrenzung und Ablehnung.

Dies ist verursacht durch ihre Kindheitserinnerungen und inneren Narben und der Angst vor Gewalt durch Erwachsene und um diese Gefühle auf ihrem Lebensweg zu unterdrücken greifen sie zu chemischen Substanzen.
Das wesentliche für ein positives Leben ist, das Gefühl vollkommen und beständig geliebt zu werden. Aber es gibt nur wenige Menschen die aufgedrehte und unruhige Jugendliche versuchen zu verstehen und zu lieben und so wenden diese sich an andere Quellen – an Drogen.

Der Wunsch nach Freude und Erleichterung wird durch die Chemikalien erfüllt und so beschwichtigen diese Drogen ihr Ängste und ihre Gefühle Fremd zu sein.

Wenn sie materiell wie auch emotional beraubt sind und das wesentliche im Leben wie ein sicheres Zuhause, Nahrung, Bildung, Respekt und Würde nicht mehr garantiert werden kann führt das den jungen Menschen an den Rand der Verzweiflung oder gar zum Selbstmord. Hinzu kommt, dass die erste große Teenager-Beziehungen oft zerbricht und so die Jugendlichen ihre Erleichterung in Alkohol und gefährlichen Drogen suchen.

Die reflexartigen Reaktionen von falsch informierten und unwissenden Autoritätspersonen sind oft Zorn und zu schnelle Verurteilung um die Jugendlichen für ihren Drogenkonsum zu bestrafen. Die Erwachsenen müssen lernen den Kindern zuzuhören und man muss den Kindern die Möglichkeit geben sich auszusprechen um anschließend ihre Bedürfnisse zu erfüllen die sie zu Drogen greifen lassen.

Ihre Eltern und Verantwortlichen müssen sie als Kinder in großer Not und in Verzweiflung sehen und ihnen emotionale Verstärkung und menschliches Verständnis geben. Dass die Jugend mit Schmerzmittel experimentiert wird nur noch mehr Schmerzen verursachen.

Das diese Kinder als Kriminelle bezeichnet werden und sie oftmals mit harten Strafen bestraft werden ist eine Schande. Allgemein ist es der falsche Weg Drogenabhängige zu ermorden denn jene Leiden unter absoluten Notlagen und greifen meist aus Verzweiflung zu Drogen.

Ebenso ist es der falsche Weg eine gefährliche Droge zu legalisieren, dann das provoziert nur noch mehr zu solch einer „schnellen Lösung“ zu greifen. Es ist Irrsinn Chemikalien zu benutzen um die tiefen emotionalen Probleme der Jugendlichen. Was sie brauchen ist emotionale Unterstützung und Verständnis.
Am 26 Juni ist der Weltdrogentag von den Vereinten Nationen, der sich gegen den illegalen Drogenkonsum und –handel stellt.

Drogen sind kein Ersatz für eine liebevolle Familie und Gemeinschaft. Lehrer, Eltern, Kirchenvorsitzende und Freunde müssen zuhören und lernen wie man die tiefsten Bedürfnisse eines Kindes erfüllt und sie heilt.

Das geht nur mit Weisheit, Geduld und durch ein Leben mit einem guten Beispiel für unsere Jugendlichen und Kinder.

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