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Handlungen des Glaubens halten ihn stark und lebendig

December 15, 2014 · 

Handlungen des Glaubens halten ihn stark und lebendig

von Pater Shay Cullen

Weihnachten ist das Fest der Familie, der Geburt Jesu und seiner großartigen Mission die Welt aus der Sünde, der Lasterhaftigkeit und der Grausamkeit in ein Königreich, in dem Menschen ein freies und gutes Leben führen können, zu leiten. Hier können wir ein Teil von der Familie Gottes sein und nach Freundschaft, Gerechtigkeit, Liebe und Frieden streben. Was für ein tolles und schönes Wunschbild.
Doch in diesen Tagen steht die Familie unter großem Druck, während Handys, Internet und soziale Medien den schlechten Einfluss von Kinderpornografie, Erpressung, Mobbing und sexuellem Missbrauch verbreiten.

Durch diese technologischen Mittel der Kommunikation hat das Böse seine Fangarme um die Köpfe und Herzen der Jugendlichen und Erwachsenen gewickelt. Der Jugend muss geholfen werden, diesen Einflüssen zu widerstehen und sie abzuschütteln um das tugendhafte Leben zu begrüßen. Aber auch Erwachsene können leicht verführt werden. Es gibt sogar Websites die Menschen dazu ermutigt, sich anzumelden und eine ehebrecherische Beziehung zu haben. Derartige Seiten wurden nur dazu entwickelt um Familien zu zerstören und Kinder ohne vereinte Eltern zurückzulassen.

Aber trotz allem gibt es Millionen von Familien, deren Wurzeln in den christlichen Werten der Liebe, Treue und teilnahmsvollen Besorgnis liegen und die den missbrauchten, ausgenutzten Menschen helfen. Doch sogar diese stehen unter Druck, während die Gesellschaft immer weltlicher, leichtsinniger und anfälliger für Laster, Materialismus, Korruption und Verbrechen wird.
Liebe, als eine spirituelle Erfahrung von selbstloser Freundschaft, ist heutzutage schwer zu finden. Man wird leicht überflutet von selbstsüchtiger Befriedigung der eigenen Begierde, Habgier und Lust. Das großartige Ideal des Dienstes für andere, durch ehrenamtliche Arbeit ohne eine Vergütung, Belohnung oder Lob zu verlangen, nimmt stark ab. Die Zeit, in der tausend junge Leute sich dazu entschieden, ihre Leben den Armen und Unterdrückten zu widmen, kommt zum Ende. Das Zeitalter der Betrüger, Schwindler, Manipulatoren und Untreuen ist hier.

Die, die danach streben ein gutes und tugendhaftes Leben zu führen, müssen ihren Glauben in ewige Güte und die Heiligkeit von Leben, Liebe, Familie und treuen Freunden stärken. Güte wird sichtbar, wird aber nicht als starke Bewegung, die den Vormarsch des Bösen und korrupter Methoden der Ungerechtigkeit, Folter und des Missbrauchs überwältigt, betrieben. Die Stille der guten Menschen hat sozusagen dem Triumph des Bösen in der heutigen Welt zugestimmt. Wie Jesus gesagt hat, müssen wir es von den Dächern rufen und einen festen Standpunkt hinsichtlich gut und böse einnehmen.

Den Feind der Menschheit kann man deutlich in der Korruption der dynastischen Familien erkennen. Das schlechte Vorbild der Oberhäupter durchdringt die Gesellschaft und verdirbt sie. Gerechtigkeit ist unrein und Kriminelle werden freigesprochen. Die Inkompetenz der korrupten Regierung ist überall sichtbar.
Die neuste Aufdeckung der geschlagenen und verhungernden, nackten Kinder, die, wie damals die Opfer von Auschwitz, in einem der Jugendstrafanstalten von Manila, RAC (Reception and Action Center/ Aufnahme- und Handlungszentrum), auf dem Zementboden liegen, hat Empörung hervorgerufen, aber nicht genug. Die fotografierten Kinder sahen aus wie die skelettartigen Opfer von Auschwitz. Vor kurzem habe ich über diese und das Grauen, das sie ertragen mussten, geschrieben. Die Sozialarbeiter, Manager und die, die sich dazu verpflichtet haben, ihnen zu helfen, haben die Kinder und ihren Beruf betrogen. Unterstellungen über geklautes Geld, welches eigentlich für das Essen der Kinder gedacht war, treten hervor werden aber bestritten. Unqualifizierte und unterbezahlte Mitarbeiter selbst sind ein Teil des Missbrauchs. Franciscos Fall ist nur eins der vielen Beispiele von verhungerten, gefolterten Kindern, die diese Woche von Amnesty International in Manila aufgedeckt wurden. Mehrere Opfer der Folter, die in dem Bericht genannt werden, wurden, im Schutz von Predas Einrichtungen für gerettete Kinder in Olongapo City, interviewt.

Als ich vor 45 Jahren als ein Columban Missionar von Irland auf die Philippinen kam, fiel mir sofort das schreckliche Elend der Kinder in den Gefängnissen auf. Ich gründete die Preda Foundation um ihnen ein neues, glücklicheres Leben zu bieten und zu versuchen, Folter und Missbrauch dieser Art ein Ende zu setzen. Es scheint mir, als ob wir hunderte gerettet haben, aber trotzdem bis jetzt an dem Versuch, den systematischen Missbrauch der gefangenen Kinder zu ändern, gescheitert sind, wie illegal es auch sei.

In den Einrichtungen von Preda erholen sich die Kinder nun von dem traumatischen Missbrauch und haben den Forschern von Amnesty International ihre Geschichten über die Folter erzählt. Ein Großteil der Kinder wurde von Predas Sozialarbeitern und mir persönlich aus den Jugendstrafanstalten der Regierung befreit. Sie als Leser können helfen, viele weitere zu retten. Doch selbst soziale Einrichtungen und NGOs sind nicht unberührt geblieben. Manche sind der Dunkelheit von selbstsüchtigem Gewinn, Unehrlichkeit, Untreue und Gier zum Opfer gefallen. Sie geben ihre Werte, die sie öffentlich geschworen haben, aufrechtzuerhalten und zu verteidigen, zu einfach und schnell auf. Die Unpässlichkeit dieser eigennützigen und gierigen Welt hat sogar die beschädigt und irregeführt, die früher dafür gearbeitet haben, die Menschenrechte zu verteidigen, den Armen zu helfen und die Würde der Missbrauchten wieder herzustellen.

Es ist kein Wunder, dass die treuen, tugendhaften, guten Männer und Frauen die Schätze unserer Gesellschaft sind, die Hoffnung der Nation und die wahren Verteidiger der Menschenrechte und der missbrauchten Kinder. Wir können uns dem Bösen widersetzen und es besiegen indem wir treu, ehrlich, großzügig, freundlich und respektvoll zu allen sind und unseren Glauben in Handlung umwandeln, ihn stark erhalten, dadurch dass wir den bedürftigen Kindern diese Weihnachten und immer helfen und ihnen dienen.

shaycullen@preda.org

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