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Gesetz zum Verbot des Reisen von Pädophilen

August 2, 2017 · 

Gesetz zum Verbot des Reisen von Pädophilen
Pater Shay Cullen

Für den 13-Jährigen Jeremiah war es ein ganz normaler Tag, als er sich auf den Heimweg von seiner Schule in Angeles City machte. Er sah seine Klassenkameraden, wie sie von einem kräftig gebauten, freundlichen weißen Mann Süßigkeiten bekamen. Douglas Slade saß vor seinem Haus, das in der Nähe der Schule liegt. Er lud sie in sein Haus zum Naschen und Fernsehen ein. Schnell schloss er Freundschaft mit den Kindern.

Die darauffolgenden Tage verliefen ähnlich. Slade hat die Jungen so lange zu sich eingeladen, bis sie sich bei ihm Zuhause fühlten. Er zeigte ihnen Videos, in denen Männer und Jungen Geschlechtsverkehr haben. Douglas Slade nahm Jeremiah auf den Schoß und begann ihn zu missbrauchen, was ein Schamgefühl in ihm auslöste. Dieses war nur einer von vielen Vorfällen. Der Missbrauch beeinträchtigte seinen psychischen Zustand nachträglich. Jeremiah war in sich gekehrt und depressiv.

Er erzählte seinen Eltern von dem Vorfall. Diese erstatteten sofort Anzeige gegen Douglas Slade. Die anderen Jungen wurden dadurch ermutigt und erzählten ebenso von ihrem Missbrauch, woraufhin Anzeige erstattet wurde.

Über all die Jahre hatte jedoch keiner der Fälle Erfolg gehabt, die Täter zu verurteilen. Es gab Gerüchte, dass einige Klagen aufgrund von Korruption nicht weiterverfolgt wurden, obwohl Opfer und Zeugen Aussagen gemacht haben. In einem Interview mit ITV hat eine versteckte Kamera ein Geständnis von Douglas Slade festgehalten. Er gestand, dass er einen Anwalt bestochen hatte, damit dieser die Klage fallen lässt.

Dunkle Geschäfte, wie Korruption, im Gerichtssaal erlauben es Sexualstraftätern oder reichen Filipinos ohne Strafe freigesprochen zu werden und weitere Taten an Kindern zu begehen. So hat es auch Slade gemacht: Er fühlte sich sicher und missbrauchte die Kinder weiter. Ebenso schockierend ist das Ausmaß der Korruption und der Unmoral der Pflichtverteidiger, die eigentlich dafür bezahlt werden die Kinder zu schützen und ihre Vergewaltiger ins Gefängnis zu bringen.

Von Vertrauenspersonen missbraucht zu werden ist eine schreckliche Erfahrung mit Langzeitfolgen. Am Häufigsten werden Kinder von Familienmitgliedern missbraucht – Eltern, Verwandte und Nachbarn.
Tausende von Kindern werden täglich weltweit missbraucht. Jedes dritte Mädchen und jeder sechste Junge werden missbraucht. Nur ein Bruchteil der Opfer kann erzählen was passiert ist.

Slade wurde in den vergangenen Jahren wegen Kindesmissbrauchs in den England angeklagt. Daraufhin reiste er auf die Philippinen, eröffnete ein Geschäft und kaufte ein Haus, in dem er Kinder sexuell missbrauchte. Durch Korruption entkam er seinen Gerichtsprozessen und Strafen. Als ein ernsthafter Verdächtiger in England, sollte ihm das Reisen ins Ausland verboten werden. Aber kein Gerichtsbefehl wurde erlassen, um ihn vom fliehen oder reisen aufzuhalten.

Durch jahrelangen Einsatz der Preda Foundation und guter polizeilicher Arbeit in den England, kam Slade ins Gefängnis nach Großbritannien. Er wurde zu 34 Jahren Haft verurteilt. Die vielen Jungen die er auf den Philippinen missbrauchte, erhielten keine Entschädigung. Mit einem pro-bono-Anwalt setzt Preda sich ein, Schadensersatz für die betroffenen Kinder zu bekommen. Dieser Fall wird aktuell in London verhandelt.

In Australien wurde ein Gesetz verabschiedet. Sobald das neue Gesetz wirksam ist, dürfen Pädophile, wie Slade, und tausende andere verurteilte Vergewaltiger aus Australien nicht mehr ins Ausland reisen. Die Vereinigten Staaten überlegen ein neues Gesetz einzuführen, das Einwohnern das Reisen nach Nordkorea verbietet. Ebenso, haben viele Nationen Gesetze erlassen, die verdächtige Jihadisten das Reisen nach Syrien verwehren, damit sie sich nicht dem Jihad anschließen können.
In diesem Fall wird Verdächtigen das Reisen verboten, keinen Verurteilten. Daher ist es notwendig, dass es ein Gesetz neben lokaler polizeilicher Kontrolle und Überwachung gibt, welches verurteilten Pädophilen und Sexualstraftätern das Reisen erschwert.

Prävention ist wichtiger als Abhilfe im Nachhinein. Es gab eine Zeit auf den Philippinen, in der ein Kind erst missbraucht werden musste, damit ein Verbrechen vorlag und etwas geschah. Wenn ein Vergewaltiger ein Kind mit in sein Hotelzimmer nahm, konnte die Polizei nicht reagieren, da es keinen Beweis für Missbrauch gab. Die Polizei hätte einen Haftbefehl benötigt.

Nach jahrelangem Lobbyismus von Preda wurde das Kinderschutzgesetz erlassen, welches bekannt ist unter dem Namen Republic Act 7610.
Nach Absatz 6 ist es ein eklatantes Verbrechen, wenn sich eine nicht verwandte Person mit einem Kind alleine in einer abgeschiedenen Umgebung befindet. Das Gesetz erlaubt der Polizei und Sozialarbeitern einzugreifen. Sie haben das Recht, Hotelzimmer oder jeden anderen Raum zu betreten, um das Kind zu retten und den Täter zu verhaften.

Lobbyarbeit und Einsatz für eure Gesellschaft mit Hilfe von Politikern, zur Abnahme der Reisepässe der Pädophilen, ist nur ein erster, aber doch bedeutender, Schritt der tausende von Kindern heute und in der Zukunft vor Missbrauch retten wird. Also helft mit einen bedeutenden Schritt in diesem Prozess zu leisten!

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