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Ein Schandfleck des philippinischen Tourismus

March 12, 2013 · 

by Father Shay Cullen

Anfang dieses Jahres, am 4. Januar, beobachteten wachsame und engagierte Mitarbeiter des “Almont Inland Hotel and Convention Center” in Butuan City, Mindanao, wie ein Ausländer fünf kleine Jungen in sein Hotelzimmer brachte. Man kann es ihnen gutheißen, dass sie sofort die Polizei angerufen haben. Das von Reynate Sibayton und Marizan Liza Estrada geleitete Polizeiteam fand einen deutschen Mann, 49 jährig, dessen Name aus legalen Gründen nicht genannt werden darf. Sie trafen ihn in seinem Raum mit den fünf halbnackten Jungen auf dem Bett an. Diese haben später ausgesagt, dass er sie sexuell missbraucht hat. Er wurde verhaftet und sitzt zur Zeit im Gefängnis von Butuan City.
Er wurde Richter Eduardo S. Casals letzten Montag (25. Februar) vorgeführt und die entschlossene und engagierte Staatsanwältin Isabel Plaza hat die Anklage verlesen. Als Beweismaterial führte die sie Kamera des Angeklagten vor, die schockierende Bilder von Sodomie und widerlichen Sexualakten zwischen ihm und den Kindern, alle zwischen zehn und 14 Jahren alt, enthielt. Die Kinder wurden nach Gingoog City gebracht und sind nun in der Obhut von Sozialarbeitern. Die Anklagen sind Kindesmissbrauch unter RA 7610 und Menschenhandel unter RA 9208. Sein Laptop und Tablet wurden sichergestellt und nach ihrem Inhalt untersucht, vielleicht werden noch mehr schockierende Beweise gefunden.
Wenn es doch nur noch mehr engagierte und wachsame Hotelangestellte geben würde, die sich für Kindesschutz einsetzen, würde die Polizei viel mehr Täter hinter Gittern haben. Jedoch können sie es nur tun, wenn sie die Unterstützung der Öffentlichkeit und der Politiker haben.

In einem anderen Fall in Tacloban City wurde elf Jungen Geld gegeben, um Sex mit einem amerikanischen Tatverdächtigen zu haben. Einige der Eltern der Kinder wussten davon, blieben aber still und machten keine Anklage. Erst ein Jahr später machte ein Vater eine Anklage bei der Polizei, die den Mann verhafteten und der nun vor Gericht steht. Das ist soweit die positive Seite. Lasst uns aber auf das Ergebnis der Verhandlungen warten und sehen, ob es aus “Mangel an Beweisen” verworfen wird, so wie es meistens passiert. Mit Sicherheit möchte die Justiz von Tacloban den Mann strafrechtlich belangen und die Nachricht in die Welt senden, dass Kindesmissbrauch in Tacloban nicht toleriert wird.

Kritiker des Justizsystems behaupten dass es “die Menge an Geschenken, die gemacht werden und nicht der Mangel an Beweisen” ist, die Pädophile und Sextouristen, die philippinische Kinder sexuell ausbeuten, mit einem Grinsen auf dem Gesicht davonlaufen lassen, bereit noch mehr Kinder zu missbrauchen. Das ist ein Schlag ins Gesicht für die Würde und Ehre aller Filipinos und aller, die sich für Kinderrechte einsetzen und gegen den Handel von Menschen in die Sexsklaverei kämpfen. Dieses Level an Korruption ist es, was Präsident Aquino und sein Team unverzüglich und couragiert angehen müssen, um nicht nur die Kinder, sondern auch das Gesicht der Nation zu retten.

Die internationale Gemeinschaft muss ebenfalls handeln und ihren Einfluss nutzen, um die Regierung auf lokaler und nationaler Ebene zu überzeugen. Die freizügige Einstellung der Akzeptanz von Menschenhandel für sexuelle Ausbeutung sollte von gesundem und moralisch richtigem Tourismus ersetzt werden. Ausländische Fördergelder sollten nicht an solche korrupten Regierungen gegeben werden, die den Handel von Menschen erlauben. Die Pädophilen werden nicht nur hier die Minderjährigen missbrauchen sondern auch in ihren Heimatländern. Sie sind Serientäter, abhängig von Sex und haben keine spirituelle Bekehrung am Flughafen, wenn sie nach Hause fliegen.

Dass die Eltern der zehn Jahre alten Kinder es erlauben sie sexuell missbrauchen zu lassen, zeigt uns den Zustand unserer Nation und wie schlechter, von der Regierung erlaubter Sextourismus die moralische Rechtschaffenheit und die christlichen Werte von Respekt für jede Person zerstört. Diese Werte, einst eingehalten und praktiziert, machten die Filipinos zu starken und tugendhaften Menschen, die unter Gefahr stehen.

Die Regierung kann das stoppen und die unzähligen Sexbars und Paradiese der Pädophilen im ganzen Land schließen lassen, wenn sie den Mut und politischen Willen dazu haben. Es ist eindeutig, dass sie es nicht als zerstörend für junge Leben sehen, moralisch falsch und eine große Verletzung von Menschenrechten. Wenn sie es sehen und ich glaube kaum, dass sie es nicht tun und es weiterhin erlauben, sind sie der Ausbund an Korruption.

Als hoher internationaler Druck von der amerikanischen Regierung, der IIPA (International Intellectual Property Alliance) und der Musikindustrie kam, der einen Gegenschlag gegen das philippinische Geschäft androhte, wenn die Philippinen nicht die Verbreitung von raubkopierten DVDs und Musik stoppen, handelte die Regierung erstaunlicherweise sofort. In den letzten Monaten sind unzählige Straßenverkäufer verschwunden und mit ihnen ebenfalls die vielen Raubkopien. Wenn die Regierung es für die Film- und Musikindustrie tun kann, weshalb dann nicht für die Filipinos gegen Menschenhandel und Sextourismus? Wenn man diese Idee weiterführt, könnte eine Allianz von internationalen Kinderechtlern
eine Kampagne starten, um den philippinischen Tourismus zu boykottieren. Was wäre das für eine Katastrophe?

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