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Die Wurzeln der Gewalt

August 3, 2011 · 

Die Wurzeln der Gewalt

Demonstranten gegen die Regierung von Syriens Präsident Bashar al-Assad vor dem syrischen Konsulat in Istanbul (Reuters)

Gewalt ist das dominierende Thema in den täglichen Nachrichten überall auf der Welt. Libyen, Syrien, Somalia wo hunderte Menschen sterben und tausende verhungern aufgrund von Gewalt vorangetrieben durch ideologischen Extremismus. Auch auf den Philippinen ist eine kleiner Bürgerkrieg im Gange, Massenhinrichtungen sind die bevorzugte Methode andere Meinungen zu zerstören und Oppositionen und den Kampf um Freiheit und Gleichheit zu bändigen. In den Philippinen kämpfen Al Quedia angeschlossene Gruppen für die islamische „Freiheit“ welche noch unterdrückender sein, als das was vorher war.

Andere rechts gerichtete Gruppierungen in den Philippinen haben Todesstaffeln, die ihr blutiges Werk auf einen Wink ihrer politischen und militärischen Anführer verrichten und Priester und Pastoren, soziale Aktivisten, Menschenrechtler, Journalisten und politische Gegner ermorden. In ihren moralisch verdorbenen und korrupten Köpfen ist eine schreckliche, jedoch notwendige Maßnahme die Linken zu vernichten um die Vormachtstellung der herrschenden  und privilegierten zu erhalten. Und so bekommen wir Massaker an Journalisten und politischen Gegnern wie bei der Massenhinrichtung von 59 Leuten durch eine die politische Familie Manguindao, Mindanao am 23. November 2009.

Was in Syrien passiert ist ähnlich nur auf landesweiter Ebene. Die eine herrschende Familie Bashar al Assad, angehöriger einer kleinen Sekte (12% der Bevölkerung von Syrien) „den Alaviten“ einer Minderheit der Schiit unterdrücken die Mehrheit der Sunnit durch Massaker und Krieg gegen die eigene Bevölkerung, was immer mehr nach Völkermord und Verbrechen gegen die Menschheit aussieht.

Diese Art der Gewalt wird angetrieben durch Gier nach totaler politischer Macht, Hass auf den Gegner und die Angst vor dem Verlust des Geldes, dass durch korrupte Praktiken in die Hände der herrschenden Familie gelangte. Ein Gefühl der Straffreiheit feuert die hochfahrenden Befehle die Menschen zu töten noch weiter an.

Als die Polizei eine Stunde zu spät auf der kleinen norwegischen Insel nicht weit von Oslo ankam, wurden sie mit einem ruhigen gut bewaffneten 35 jährigen Anders Behring Breivik konfrontiert, der von seinen Toten und sterbenden jungen Opfern umgeben war. Fast 65 von ihnen. Sie alle waren Kinder von Anhängern der Arbeiterpartei in einem Sommerlager für politische Bildung. Es war „grotesk aber notwendig“, sagte er. Dies nachdem er ein paar Stunden zuvor eine gigantische Autobombe mitten in Oslo gezündet hatte, die sieben Menschen tötete und mehrere verletzte. Er sagte den Polizisten, er habe seine Gründe und werde diese der Welt von der Plattform des Gerichtsverfahrens mitteilen. Was hinter diesen entsetzlichen Darbietungen des Terrors und der Gewalt liegt kann in den Dokumenten seiner Verteidigung nachgelesen werden.

Seine „Gründe“ für solch entsetzliche Taten sind in seinem Manifest niedergeschrieben, 1500 Seiten lang, wenige Stunden vor seiner tödlichen Mission im Internet gepostet, sind grundsätzlich rassistische, Anti-Islamische und extrem rechts gerichtete ideologische Motivationen, gepfeffert mit seinem eigenen Mix aus religiösem Fundamentalismus. Er möchte einen Krieg führen gegen diese Liberalen, wie die Mitglieder der norwegischen Arbeiterpartei, dessen Kinder er angriff und tötete, die er beschuldigt Muslime nach Norwegen und Europa zu lassen. Sie verraten die nordische Rasse und ihre Strategien des Multikulturalismus macht sie zu Verrätern des „nordischen Genotyps“, von dem er fürchtet, dass er ausgerottet wird.  Er möchte alle Muslime aus Norwegen und Europa ausweisen und beschreit, was er die europäische Kolonisation durch den Islam nennt, wofür die politische Elite Europas verantwortlich sei und welche er als „kulturelle Marxisten“ brandmarkt. Er beschreibt sich selbst als eine Art Ritter, der für die Reinheit der westlichen Gesellschaft kämpft und vor der Verseuchung mit „islamischen Imperialismus“ schützt.

Es gibt starke Unterströmungen dieser Art überall in Europa und Amerika, jedoch ist die Dschihad Gegenbewegung meist nicht gewalttätig.

In diesem Sinne ist er wie ein westlicher Kreuzritter, ein heiliger Krieger und komischerweise den Dschihads und heiligen Kriegern  der Islamisten von Al Qaeda, gar nicht so unähnlich. Auch sie kämpfen einen gewalttätigen Krieg gegen den Westen und ihre eigenen Regierungen, die die Verseuchung des Islam mit westlicher Dekadenz und Sittenlosigkeit erlauben.

In allem steckt  die eine oder andere Art extremer Ideologien oder politischer Motivation, die die Gewalt vorantreibt und auch wenn das fehlen sollte, Gier und das Streben nach Macht ist immer reichlich vorhanden.

Eine friedliche, liebende und schützende Gesellschaft, in der alle respektiert und als gleichwertig behandelt werden und wo die Herrscher dem Volk dienen, dies ist das Ideal des Königreichs Gottes. Wir müssen alles tun was wir können um Frieden, Gewaltlosigkeit und das Leben zu schützen und die Werte des Königreiches Gottes von Gerechtigkeit und Wahrheit vorantreiben, damit es eines Tages Wirklichkeit wird.

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