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Die Wiederauferstehung für missbrauchte Kinder

March 31, 2016 · 

Die Hoffnung auf ein neues Leben, „Wiederauferstehung”, für misshandelte und traumatisierte Kinder ist das, was wir bei der Preda Stiftung den Missbrauchsopfern zu bieten erstreben.
In der Karwoche geht es um Schmerz und Leid, Ungerechtigkeit, sowie neues Leben und Hoffnung. Das ist die Mission der Preda Stiftung, nämlich jenen Kindern ein neues Leben zu ermöglichen, die durch erlittenen Missbrauch und Ausbeutung und den Schmerz, der ihnen von Erwachsenen zugefügt wurde,  geistig und emotional getötet wurden.
Es ist der Mangel an Liebe, Schutz und Fürsorge, der die Freude und das Glück des Lebens getötet hat. Viele sehen sich selbst nur noch als wertlose Menschen. Aber nach einigen Monaten bei Preda sind sie „wiederauferstanden“ und leben ein glückliches, erfülltes Leben voll von Ermächtigung, Hoffnung und Energie. Sie werden vom Preda Team gerettet oder wurden von SozialarbeiterInnen, Verwandten und Eltern an Preda übergeben. Sie sind Kinder, die durch sexuellen Missbrauch und Ausbeutung traumatisiert wurden.
Eine Gruppe der Kinder besteht aus Opfern von Menschenhandel, verkauft in Sexbars und missbraucht von Sextouristen und Pädophilen. Andere wurden von ihren biologischen Eltern, Vater, Großvater, Bruder, Onkel oder Lebensgefährte der Mutter oder von einem pädophilen Nachbarn missbraucht. Ihnen allen widerfährt gravierendes Leid und Schmerz und sie sind erfüllt von tief vergrabener Wut und Hass, wovon sie nie jemandem erzählen konnten. Ihren tiefsten Schmerz, Angst und Demütigung konnten sie ebenso nie ausleben. Ein großer Schmerz ist auch, wenn ihnen von den Verwandten nicht geglaubt wird und wenn sie ignoriert werden oder sie gesagt bekommen, sie sollen sich nicht beschweren.
Sie sind traumatisiert und brechen die Schule ab, weil sie nicht in der Lage sind zu lernen und zu studieren. Viele solcher missbrauchter Kinder rebellieren aus Wut und Hilflosigkeit gegen die Eltern und Verwandten und Aufsichtspersonen. Sie laufen dann oft von zu Hause weg, nicht in der Lage jemandem davon zu erzählen und den sexuellen Missbrauch zu ertragen. Auf den Straßen werden sie von Zuhältern und Menschenhändlern aufgegriffen und an Pädophile oder Sexbars und an Sextouristen verkauft. Wenn sie von Preda durch einen nachgegangenen Hinweis oder ein Ersuchen von einer beunruhigten Person gerettet werden, kommen sie in das sichere Umfeld des Preda Zentrums, wo sie geheilt und gesund gemacht und durch das freie Ausdrücken ihrer tiefsten Schmerzen und Verletzungen gestärkt werden. Dieses Freilassen von Emotionen ist schwierig, aber die Freigabe ist, was ihnen hilft zu heilen.
Die Fürsorge und der Schutz, die Sicherheit und Bestätigung des Preda Zentrums ist das, was ihnen die Ermutigung und das Gefühl von Selbstwert und Kinder Gottes zu sein und, am wichtigsten, den Glauben an das Reich Gottes gibt (Matt.18 1-9). Sie lassen auch die angestaute und unterdrückte Wut und den Hass gegenüber ihres Peinigers frei. Dies hilft ihnen stark zu werden und entschlossen nach Gerechtigkeit zu streben und somit den Vergewaltiger vor Gericht zu bringen, der dort die Beichte seiner Sünden gegen sie ablegen soll und dafür im Gefängnis Buße tun wird.
An diesem Punkt ist die Vergebung möglich. Wie auch immer das Leid und der Schmerz vom Opfer von Kindesvernachlässigung, Verwahrlosung und Missbrauch gefühlt werden, die Emotionen werden in der Person selbst vergraben und weiter durchs Leben getragen. Es muss frei ausgedrückt und losgelassen werden, um Heilung möglich zu machen. Das Gift muss dem Patienten entzogen werden, damit er sich davon erholen kann.
Über mehrere Monate hinweg ermöglicht es die Preda Primärtherapie (Gefühle frei lassen) den Jugendlichen alles im gepolsterten Therapieraum raus zu lassen, indem sie mithilfe von unterstützenden Therapeuten schreien, weinen und sich mit ihrem Peiniger konfrontieren. Nach jeder Sitzung hat die junge Person ein gutes Gefühl von Freiheit vor Angst, Stress und Ärger. Der Hass wird aufgelöst und die junge Person öffnet sich und erzählt eher von ihrer Lebensgeschichte geprägt von Missbrauch und Vernachlässigung. Dies kann die TherapeutInnen und SozialarbeiterInnen von Preda dabei unterstützen darauf zu reagieren und den Kindern zu helfen.
Im Preda Zentrum für missbrauchte Kindern haben wir Opfer sexuellen Missbrauchs, die 9 bis 16 Jahren alt sind. Sie identifizieren auch die Täter und geben einem Kind die Chance Gerechtigkeit zu erfahren und haben die Stärke und Entschlossenheit ein Strafverfahren einzureichen. Die SozialarbeiterInnen und die juristischen Fachkräfte von Preda begleiten sie während des Prozesses. Mit durchschnittlich sechs Verurteilungen von Pädophilen/ Kindesvergewaltigern im Jahr zeigt ihre Arbeit Erfolg. Zu jeder Zeit sind durchschnittlich 38 Kinder im Zentrum.
Dann kann erst richtig die Erholung mit den Heilkräften der Bestätigung, Inspiration, Ermutigung, Freundschaft und Unterstützung durch die Peer-Group innerhalb der Preda Familie beginnen. Dann ist ein besseres, glücklicheres Leben möglich.
Das ist das Ziel der therapeutischen Preda Gemeinschaft, welche jetzt ihr 43 Jahre währendes Fortbestehen im Dienste der philippinischen Jugend feiert. Hunderte von jungen Menschen leben dadurch sinnerfüllte, glücklichere Leben mit ihren eigenen Familien. Preda ist bestrebt die Nachbetreuung durch regelmäßigen Kontakt und Besuche der Kinder in ihrem Zuhause fortzuführen und auch durch das Bereitstellen eines Bildungsangebotes und von lebenspraktischen Trainings, wenn die Kinder älter werden.
Ihnen eine Ausbildung zu geben ist von entscheidender Bedeutung, da sie sich innerhalb der Gesellschaft weiter erholen, und sie spüren, dass sie ein besseres Leben für ihre Kinder haben. Das Projekt braucht zusätzliche Unterstützung in dieser Hinsicht, weil es die aufsuchenden Dienste und weiterführende Betreuung der genesenen Kinder verbessern und erweitern will.
Die Preda Heilung in einer ganzheitlichen therapeutischen fürsorglichen Gemeinschaft schenkt diesen Kindern ein neues Leben. Es ist eine Zeit der Freude, wenn wir sie lächeln, lernen und spielen sehen; wie sie ihr so normal wie mögliches Leben genießen, gewiss „wiederauferstanden“.
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