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Die Todesstrafe hat viele Formen

April 3, 2011 · 

Die Tat wurde ausgeführt. Die todbringende Chemikalie wurde injiziert und das Leben dreier Menschen wurde beendet. Letzten Mittwoch, 30.März 2011, wurden drei Filipinos in China durch die Todesspritze getötet. Amnesty International sagt in China könnten tausende hingerichtet werden, die wahre Zahl kennt keiner, da strikte Geheimhaltung besteht. Der Iran und Saudi- Arabien richten sogar Kinder hin. Achtzehn Länder richteten im Jahre 2009 Menschen hin. Trotz eines Aufrufes der Vereinten Nationen ein Memorandum auf die Todesstrafe auszusetzen. Die Methoden der Hinrichtung variieren, es gibt Enthauptung, Steinigung, Hängung, Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl, Erschießungen und tödliche Injektionen. Zwanzigtausend weitere Menschen auf der ganzen Welt sind zum Tode verurteilt.

Die Filipinos die in China hingerichtet wurden, wurden in unterschiedlichen Verbrechen beschuldigt, Heroin nach China geschmuggelt zu haben. Es waren Drogenkuriere, die von Interessengemeinschaften angeheuert und den Tod geschickt wurden. Die philippinische Regierung bat vor einem Monat um einen Vollstreckungsaufschub, er wurde gewährt, jedoch nur für eine kurze Zeit. Die philippinische Regierung hat nur wenig Einfluss auf China, den asiatischen Giganten. Von China werden sie verachtet und als korrupt, unorganisiert und inkompetent betrachtet, vor allem nachdem acht chinesische Touristen in einem verpfuschten Rettungsversuch getötet wurden, als sie in Manila in einem Bus von einem gefeuerten Polizisten als Geiseln gehalten wurden, der so seine Wiederanstellung erzwingen wollte.

Die chinesischen Drogengesetze sind wohl die striktesten der Welt, geformt durch die Geschichte der Opiumkriege, als westliche Länder Opium in Indien anbauten, dann die Chinesen davon abhängig machten, um dann das Opium für Tee, Silber und Seide einzutauschen. Als der Kaiser dies verbat, drohten die westlichen Kriegsschiffe damit Peking zu zerstören. Drogen haben China geschwächt und eine große Schande über die stolze Nation gebracht. China hat eine wichtige Lektion gelernt.

Die Todesstrafe ist laut ihrer Gegner barbarisch und eine grausame Strafe und die Tatsache, dass sie von 137 Ländern dieser Welt verboten ist, stärkt diese Aussage zusätzlich. Amnesty International gibt an, dass China, Saudi Arabien, Iran Pakistan und die Vereinigten Staaten von Amerika für die meisten Hinrichtungen verantwortlich sind. Die Hinrichtungen sind jedoch von einem Hoch im Jahre 2009 von 714 auf 527 im Jahre 2010 gefallen. Dies ist nur ein kleiner Trost für die Familien der hingerichteten Filipinos und eine lebensbejahende Nation, die die Trauer dieser Familien teilt. Die Philippinen sind eine katholische Nation und eingebettet in spanische katholische Traditionen. Glaube kann sowohl sentimental, geistlos und heuchlerisch sein, aber auch tiefgründig, wahr und tief religiös. Die wohl am meisten in Erinnerung gebliebene Todesstrafe und Hinrichtung ist die, die Christen täglich in Schulen und öffentlichen Gebäuden und Kirchen begegnet – die von Jesus von Nazareth, zum Tode verurteilt durch Kreuzigung. Einer der langsamsten und qualvollsten Tode. Nur wenige denken daran. Tatsache ist, die meisten haben die wahre Bedeutung vergessen und sehen das Kreuz und den sterbenden Jesus als ein Symbol. Wieder andere haben den Kruzifix in ein Accessoire  verwandelt, ein mit Diamanten besetztes Schmuckstück. Ohne den Widerspruch zu erkennen, dass es sich um ein Instrument der Folter und des grausamen Todes eines unschuldigen Mannes handelt, den Sohn Gottes, dafür dass er sich für die Armen und Unterdrückten eingesetzt hat, für die Menschen, die für Errettung aus Hunger, Armut und Ungerechtigkeit betteln.

Wir vergessen oft, dass unser Objekt der Anbetung ein Mann ist, der unschuldig und fälschlicherweise zum Tode verurteilt wurde als ein verurteilter Krimineller für seinen Glauben und seine Taten. In seiner Solidarität mit den Armen, erklärte er, dass sie das Recht haben Land zu erben und Gerechtigkeit zu erfahren und dass ihnen das Königreich Gottes zuerst zuteilwerde. Dafür hat man ihn hingerichtet.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden tausende philippinische Menschenrechtler, Anwälte und Journalisten erschossen, erstochen oder zu Tode zerhackt von bezahlten Söldnern oder ehemaligen Militärs, die zu Mördern wurden. Die Anwälte wurden und werden als Staatsfeinde und Unruhestifter gebrandmarkt, die das existierende System anfechten und die Machthaber in Frage stellen und dafür werden sie getötet.

Es gibt tausende weitere, die an einer anderen Art der Todesstrafe sterben, auferlegt durch korrupte Beamte und gefühllose Machthaber in vielen Ländern der Welt. Die Menschen des Nahen Ostens hatten genug und sind voller Rebellion. Hunger und Unterernährung ist eine Form der Todesstrafe dafür, dass man arm ist und der wir entgegenwirken sollten. Indem wir einstehen für das Leben und die Würde eines jeden einzelnen Menschen und die Todesstrafe in ihren vielen grausamen Erscheinungsformen bekämpfen.

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