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Die Suche nach Zufriedenheit

July 31, 2017 · 

Die Suche nach Zufriedenheit
Pater Shay Cullen

Sarah-Ann, 14 Jahre alt, ging mit zwei Polizei Beamten und zwei sozial Arbeitern von PREDA durch die Stadt Pampanga. Ihr Ziel war die Haltestelle an der die Mini Busse ihre Fahrgäste aufnehmen. Sie ist ein selbstbewusstes, mutiges junges Mädchen und bereit dafür, Gerechtigkeit für ihre mehrmalige Vergewaltigung durch Rudolfo Sala(Name geändert) zu erlangen. Als sie ihn entdeckte, wies sie die Polizei und die sozial Arbeiter darauf hin. Diese ergriffen ihn noch bevor er flüchten konnte und nahmen ihn in Haft.

Es war ein traumatischer aber gleichzeitig befreiender Moment für Sarah-Ann. Denn vielleicht wurde somit Gerechtigkeit für sie und viele andere missbrauchte und vergewaltigte Opfer erlangt. Im Fall, dass Sala für schuldig befunden wird, droht ihm eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Es tut gut die Freude und das Leben in den Gesichtern der Kinder sehen zu können während sie sich im Heim, von PREDA, für missbrauchte Kinder von ihren traumatischen Erlebnisse erholen und diese versuchen zu bewältigen.

Auf dem Weg zurück zu mentaler und emotionaler Gesundheit zeigen die 10 bis 16 jährigen Mädchen unglaubliche Belastbarkeit und Stärke. Dies verhalf Sarah Ann ihren Vergewaltiger vor Gericht zu bringen.

Die emotionale Last soll in einer Therapie abgebaut werden. Die Primaltherapie soll die Wut und den Schmerz durch Schreie zum Ausdruck bringen. Die Kinder schlagen und hämmern auf gepolsterte Wände, mit der Vorstellung sich zurück zu kämpfen und das Leben von ihren Vergewaltigern auszulöschen. Nachdem Erleichterung sichtbar wird, kommt Friede und Klarheit. Die Mädchen beginnen zu heilen und wachsen in emotionaler Reife und Verständnis in ihrem neuen beschützenden Umfeld. Die Therapie stärkte, heilte und ermutigte Sarah-Ann, um couragiert vor Gericht aussagen und somit für Gerechtigkeit sorgen zu können. Die Rechtsabteilung von PREDA hilft ihr das möglich zu machen.

Die PREDA-Kinder sind die wenigen Glücklichen die Hilfe in ihrer Situation erhalten. Tausende von Kindern werden zum Vergnügen von Sextouristen und lokalen Pädophilen sexuell missbraucht. Viele von diesen Kindern erhalten keine Hilfe. Tausende von Straßenkindern kommen unschuldig ins Gefängnis.

Regierungs- und Dorfbeamte ignorieren häufig Kindesmissbrauch. Sie leugnen Straftaten, da sie vom Täter oder deren Familien mit Geld bestochen wurden. Die Beamten machen rücksichtslose Geschäfte und das Wohl des Kindes wird dabei ignoriert. Städte bewilligen die Eröffnung neuer Sex Bars in denen Frauen und oftmals auch Kinder zu sexuellen Handlungen gezwungen werden. Es ist eine grausame Situation. Umfragen zeigen, dass die Philippinen auf Platz 73 des internationalen Zufriedenheits-Index liegen.

Aufgrund des Drogenkrieges leben die Filipinos in ständiger Angst. Angeblich hat die Polizei und bezahlte Auftragskiller mehr als 10.000 Menschen in einem Jahr getötet, wie Präsident Duterte es zu beginn seiner Amtszeit angekündigt hatte.

73 Prozent der Bevölkerung geben an, dass sie Angst haben, dass die Todeskommandos sie selbst, ihre Verwandten oder Nachbarn jederzeit töten könnten. Die Drohung vor einem bundesweiten Ausruf auf Kriegsrecht, ist für viele beunruhigend und bringt zusätzlich Verunsicherung mit sich.

Trotz dieser schwierigen Situation werden diese Menschen die Herausforderungen annehmen und für ihre Freiheiten kämpfen. Das ist die Kraft der philipinischen-resilienz, Durchhaltevermögen und Stärke in Notlagen zu zeigen, sowie Herausforderungen zu meistern. Sarah-Ann ist ein Beispiel dafür.
In einem Land in dem 103 Millionen Filipinos leben und der Wohlstand von 70% der Bevölkerung kontrolliert wird, wird Armut wohl weiter ein bestehendes Problem bleiben.

Die Nation wird zu hohen Steuern gezwungen, damit die Mittelklasse mit dem wirtschaftlichen Wachstum, von 6,4 Prozent und hohen Krediten erfolgreich wachsen kann. Ganz zum Nutzen reicher Oligarchen und zur Bildung von Infrastruktur. Die Armen werden immer ärmer.

Für die Filipinos ist es eine Herausforderung ihre Existenz sowie die ihrer Familie zu sichern da sie zwar hart arbeiten aber viele Jobs schlecht bezahlt sinnd. Es ist ein Geschenk Arbeit zu haben.

Laut dem „Peoples National Summit“ 2017, sind 11.5 Millionen Filipinos arbeitslos oder suchen nach mehr Arbeit. 24.4 Millionen haben eine sehr unsichere oder sehr schlecht bezahlte Arbeit. 21 Millionen Filipinos leben in extremer Armut und verdienen weniger als 56 PHP(US$ 1.10) pro Tag, während 66 Millionen der Filipinos mit nur 125PHP(US$ 2.47) auskommen müssen. Während der Lohn von manchen Arbeitern um ein Prozent gefallen ist, wuchs der Wohlstand der 40 reichsten Filipinos um 13.8 Prozent an.

Für Sarah-Ann ist die Chance auf einen gut bezahlten Job, sehr gering. Sie träumt von einem kleinen Geschäft, dieses wird jedoch mit 32 Prozent besteuert werden und muss 12 Prozent oder mehr an VAT auf Konsumgüter bezahlen. Die herrschende Elite richtet sich die Wirtschaft zu ihren eigenen Gunsten ein und gibt geringe Unterstützung um den eigenen Wohlstand zu sichern, was mit anderen Leuten ist interessiert sie nicht.
Tausende Filipinos suchen im Ausland nach Wohlstand und Zufriedenheit.

Sie ziehen in die führenden Länder des Zufriedenheits-Index, wie skandinavische Länder, Kanada und die Vereinigten Staaten. Sie arbeiten dort sehr hart und unterstützen ihre Familien von dort um zumindest etwas Glück in einem Ozean von Traurigkeit zu finden.

shaycullen@gmail.com

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