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Die Rückkehr der US-militär Basen

August 18, 2013 · 

Geschrieben von Pater Shay Cullen, erschienen am Sonntag, 18 August 2013 in The Sunday Times
Übersetzt von Felix Bröckling und Niels Uphoff

 

Subic Bay, Philippinen: Während der 44 Jahre in denen ich in Ologapo, dem ehemaligen Stützpunkt der 7ten US-Flotte für Menschenrechte und soziale Entwicklung arbeite habe ich ich die Sinnlosigkeit militärischer Gewalt in territorialen/politischen Konflikten gesehen. Der Korea-, der Vietnam- und die Golfkriege wurden von hier geführt oder unterstützt. Der riesige Verlust an Menschenleben und die unbeschreibliche Zerstörung durch Kriege machen deren Fortführung indiskutabel. Die Rückkehr von US-Marines, Flotte und Luftwaffe auf die Philippinen wird einer friedlichen Lösung des Territorialdisputs zwischen China und den Philippinen jedoch kaum zuträglich sein. Als würde der Mafioso von Nebenan gegen einen Schulhofschläger zu Hilfe geholt. Dialog ist sinnvoller als Drohgebärden, vor allem, wenn die USA nicht einmal vorhat sie umzusetzen. Eine Drohung die nicht durchgesetzt werden kann versagt wie nasses Dynamit. Die sogenannten Verhandlungen zwischen den Philippinen und der US Regierung über „rotierende“ US-Truppenstationierung um Chinas Expansionismus zu begegnen machen wenig Sinn. Es würde ein Verfasungswiedriges Flottenabkommen sein, es muss einen anderen, versteckten Grund geben. Die philippinische Regierung hat richtig gehandelt als sie den Konflikt mit China über die Besetzung und den Anspruch auf philippinische Gewässer und Inseln vor die Vereinten Nationen brachte. Jetzt mit US-Mitlitärpräsenz zu drohen wird nicht helfen. Die Philippinen müssen ihren Mut zusammennehmen und über den langen Schatten kolonialer Abhängigkeit von den USA springen, indem sie sich selbst gegen China behaupten. Wenn die Regierung einen unabhängigen friedlichen und entschlossenen Standpunkt bezieht, ihr Territorium zu verteidigen so wird es ihnen internationalen Respekt und Kooperation einbringen sowie einen weltweiten Aufschrei gegen die aggressiv-expansionistischen Handlungen Chinas nach sich ziehen. Sich hinter der eisernen Schürze von Mutter Amerika zu verstecken ist beschämend, ein anzeichen moralischer Schwäche die das philippinische Volk nicht nötig hat. Es ist sehr wohl in der Lage seine Rechte friedlich einzufordern. Was eine aufstrebende Nation wie China vor allem vermeiden möchte sind internationale Kritik und Gesichtsverlust, die ein weiteres Bestehen auf den substanzlosen Ansprüchen auf Philippinische Gewässer bewirken würde. Es muss sein Gesicht wahren, von dem es glaubt, dass es nötig sei um die Weltöffentlichkeit von der Gerehtigkeit seines Handelns zu überzeugen selbst wenn es im Unrecht ist. Es ist Zeit China sich würdevoll zurückzuziehen und sein Gesicht zu wahren. Die Weltöffentlichkeit ist eine mächtigere Waffe als US-Kriegsschiffe und Flieger. China wird der Welt zeigen wollen, dass es ein verantwortungsvolles Mitglied der internationalen Gemeinschaft ist und nicht als nimmersatte aggressive Nation gebranntmarkt werden wollen. Diese Einmischung in souveräne Gewässer wird seine Glaubwürdigkeit in Afrika und Süd-Amerika beschädigen, wo es gerade versucht, seinen Einfluss auszuweiten und neue Freunde zu gewinnen. Wenn internationale Kritik laut wird und ein Rückgang im Handelsvolumen damit einhergeht wird China schnell seine Ansprüche auf philippinische Territorialgewässer aufgeben. Keine Menge Öl oder Gas die sich darauf befinden mögen kann den Verlust internationaler Reputation aufwiegen. China wird sich so oder so von Gewaltdrohungen nicht einschüchtern lassen, da es genau weiß, dass die USA niemals so dumm sein würden aufgrund Philippinischer Interessen in einen bewaffneten Konflikt einzugreifen. Daher wird US-Truppenpräsenz China nicht abschrecken, ganz im Gegenteil. Politische Aktion auf Weltebene ist der richtige Weg diesem Konflikt beizukommen. Es wurde lange darüber diskutiert ob das Gegenseitige Verteidigungsbündnis von 1951 zwischen den Philippinen und den USA auch derartige Konflikte umfasst und die USA fühlten sich zu keinem Einschreiten gezwungen. Militärische Hilfe wird nur bei einem Angriff auf die Philippinen geleistet. Warum ist Amerika dann so eifrig bemüht als Teil ihres Brückenkopfes nach Asien auf die Philippinen zurückzukehren, was ist für sie drin? Ein realistischer Zweck ist die Positionierung von US Streitkräften, Schiffen, Flugzeugen und Drohnen in direkter Nähe von Gebieten in denen mit Al-Qaeda vernetzte Islamistische Bewegungen agieren. Aufständische Gruppen in Mindanao (PH), Indonesien und Malaysia könnten US-Interessen bedrohen, daher ist die Möglichkeit eines schnellen Manövers gegen gegenwärtige und zukünftige Bedrohungen ein entscheidener strategischer Vorteil. Die kürzliche Schließung 19 Amerikanischer Botschaften zeigt den grad terroristischer Bedrohungen und Philippinische Stützpunkte bieten eine ideale geografische Lage um dem entgegenzutreten und gleichzeitig internationale Handelsrouten von Piraten freizuhalten. Die erst vor kurzem stattgefundenen Sprengstoffanschläge (darunter der erste Einsatz von Autobomben) in Philippinischen Städten könnte durchaus die Antwort der militanten Jihadisten auf die geplante Rückkehr sein. Das Philippinische Volk wird zuerst darunter leiden.

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