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Die Gefangenen Kinder aus den Philippinischen Gefängnissen

July 11, 2016 · 

Die Gefangenen Kinder aus den Philippinischen Gefängnissen
Fr. Shay Cullen, Mssc
30. Juni 2016

Die jüngste Verurteilung des berüchtigten Briten Douglas Slade, der wegen mehrfachem sexuellen Missbrauch an Kindern angeklagt war, ist ein historischer und Bedeutender Schritt. Es ist selten, dass britische Pädophile erfolgreich von den Philippinen ausgeliefert werden. Auch Slade floh auf die Philippinen um der Gerechtigkeit zu entkommen und vergriff sich auch hier wieder an mehreren kleinen Jungs. Die Preda Foundation Sozialarbeiter rettet einige von den Jungs und erhoben Anklage gegen Slade vor den philippinischen Gerichten. Bald werden dann auch zivilrechtliche Klagen in der UK von uns gegen ihn eingereicht werden, um Gerechtigkeit für die missbrauchten Kindern auf den Philippinen zu bekommen.

Auf den Philippinen war es ihm möglich einen Weg in die Freiheit durch Bestechung zu finden. Er wurde heimlich gefilmt als er einen Journalisten erzählte, wie er in der Lage war alle so zu bestechen, dass die Fälle abgewiesen werden und er frei kommt.

Das ist eigentlich das wahre Verbrechen, die ewigen unverantwortlichen und korrupten Anwälte, Staatsanwälte und Richter zu bestechen. Trotz der vielen Beweise, einschließlich der Aussagen der Opfer wurden die Anklagen fallen gelassen und er bekam die Chance weiter Kinder zu missbrauchen. Dies geschah mehrere Male, alles ermöglicht durch die korrupten Beamten die nicht für das Volk sondern für sich arbeiten.

Die Tatsache, dass korrupte Beamte Straflosigkeit für reiche ausländische Sextouristen garantieren, fördert den Sex-Handel und die Drogenindustrie auf den Philippinen. Kinder die teilweise nicht mal 1 Jahre alt sind werden als Sexspielzeuge von Pädophilen aus der ganzen Welt genutzt.

Wir hoffen, dass Präsident Duterte, der vor kurzem erst sein Amt angetreten hat, wird seine Versprechungen einhalten und mit eisernen Faust gegen die Drogen- und Sexindustrie vorgehen diejenigen vor Gericht bringen die Minderjährige missbrauchen.

Die Tendenz, die Kinder für die Verbrechen der Erwachsenen verantwortlich zu machen ist hier weit verbreitet. Es dauerte 20 Jahre um ein gutartiges Gesetzt zu verabschieden die die Strafmündigkeit für Kinder auf 15 Jahre anhebt. Allerdings plant der neue Kongress unter Duterte das Alter wieder auf 12 Jahre zu senken.
Juanito ist ein 10 Jähriger Junge der vor kurzem aus einer Arrestzelle in Metro Manila von Micka, einer der Preda Sozialarbeitern gerettet wurde. Er wurde physisch, psychisch und verbal von seinem Vater und seiner Stiefmutter missbraucht. Anstatt die Eltern zu inhaftieren, brachten sie lieber den Jungen ins Gefängnis. Die Eltern werden nun den Jungen für alles verantwortlich machen.

Ein Mädchen welches sexuell Missbraucht wurde, wurde auch erst jüngst aus einer Arrestzelle gerettet. Das Kind ist wahrscheinlich Opfer von Menschenhandel. Dafür kommt sie hinter Gitter, anstatt die Vergewaltiger einzusperren. Tausende von Filipino Kindern wurden auf diese Weise schlecht und unfair behandelt. Die philippinischen Gesetze und die internationalen Konventionen zu Kinderrechten sind den lokalen Politikern die die Kinder wie Ungeziefer behandeln anscheinend unbekannt.

Die Haftanstalten sind keine Kinderheime. Sie sind Gefängniszellen. Die Kinder schlafen auf Betonboden neben einer schmutzigen verstopften Toilette. Von dem Geruch kann einen krank machen. Dort sitzen Kinder im Alter von 10 Jahren. Mit deutlich älteren Jugendlichen, die sich teilweise an den jüngeren Vergreifen.

Es gibt keine rechtliche Hilfe, keine Bildung, keine Bewegung, kein Sonnenlicht und kaum richtiges Essen.

Die Situation in diesen Orten ist eine ernste Verletzung des Gesetzes und der Rechte der Kinder.

Sobald die Kinder die Freiheit und den Komfort des Preda Heim auf dem Land kennenlernen in dem alle Bedürfnisse und Wünsche erfüllt werden, öffnen sie sich und erzählen den Preda Psychologen ihre ganze Not und Leid. Viele wurden schikaniert und missbraucht.

Diese negative Haltung Kinder schon in jungen Jahren wie Kriminelle in Zellen zu stecken ist ein Zeugnis der Inkompetenz der Polizei, dass sie unfähig sind die wahren, gefährlichen Verbrecher zu fangen.
Vielleicht haben sie Angst oder sind nicht in der Lage oder sie sind gar selbst ein Teil der Verbrechersyndikate. Es ist einfacher Jugendliche und Kinder zu verhaften und somit Erfolg zu vermelden als sich gegen die großen Verbrecher aufzulehnen.

Die Ankündigung von den Kongressabgeordneten die Mindeststrafbarkeit von Kinder von 15 auf 12 Jahre und noch jünger zu senken ist ein Fehler und ein Beweis der mangelnden Bereitschaft die wirklichen Drahtzieher der Kriminalität zu fangen.

Die 12 Jährigen Straßenkinder werden dann für jegliche Verbrechen als schuldig befunden. Sie werden Ziele der Bürgerwehr und den Todesschwadronen. Minderjährige die älter als 15 Jahre sind werden vor Gericht verurteilt und wie Erwachsenen erschossen oder für immer eingesperrt. Es wird nicht versucht diesen Kindern eine zweite Chance durch Rehabilitation zu ermöglichen.

Die Polizei sagt, dass die Drogenhändler die Kinder als Kuriere benutzen. Wenn das wahr ist, dann wäre es viel wertvoller die Aussage der Kinder gegen die Mittelsmänner vor Gericht zu nutzen als sie einfach ohne Verurteilung und Prozess wegzusperren. Durch eine Therapie und Beratung kann man das Kind dazu bekommen nicht mehr dazu zurück zu gehen und gegen alle Händler und Drogenbarone auszusagen.

Dies sind schwieriger Zeiten. Wir müssen alles tun was wir können um die Kinder vor Pädophilen und vor Missbrauch Zuhause und auf den Straßen zu schützen. Wir müssen die illegale Inhaftierung von Kindern versuchen zu verhindern und wir müssen uns dafür einsetzen, dass das Strafmündigkeitsalter bei 15 Jahren bleibt.

shaycullen@gmail.de

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