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Die Freude der Kinderfreiheit

January 20, 2016 · 

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Die Freude der Kinderfreiheit
Fr. Shay Cullen

Dies war ein sehr glückliches Weinachten und Neujahrs Fest für die 70 Kinder- Jungen und Mädchen- in den PREDA Kinderheimen in Zambales. Sie erfahren und ein neues Leben dort.

Die Jungen im Alter von neun bis 15 Jahren wurden von schrecklichen unmenschlichen Gefängnisbedingungen gerettet. Die Mädchen wurden vor ihren Vergewaltigern und aus den Sex Bars gerettet. Einige sind Opfer von Menschenhandel und Sexsklaverei. Andere wurden von ihren Eltern und Verwandten missbraucht.

Der größte Moment für die Kinder ist es aus den Käfigen und den Gefängniszellen gerettet zu werden oder eben aus den Bordellen und vor den Vergewaltigern. Gerettet zu werden und in ein wunderschöne ländliche Gegend, die umgeben von Natur ist, ist die größte Freude für die Kinder. Denn dort können sie sich sicher vor ihren Peinigern fühlen und ihre Kindheit genießen.

Das erste, was ein Kind in den PREDA Kinderheimen erleben ist die Freiheit, der Respekt und die Würde die die Kinder brauchen. Dort werden ihnen dann auch ihre Rechte und die Würde des Menschen gelehrt. Dazu erhalten sie Therapie, Wertevermittlung und Bildung.

Sie lernen schnell, dass der Missbrauch ihnen angetan wurde ein abscheuliches Verbrechen war und dass die Erwachsenen die Fahler gemacht haben und nicht sie, die Kinder. Normalerweise behaupten die Erwachsenen, dass die Kinder sie Verführt haben und dass das Kind sein Einverständnis gegeben habe. Das kann aber nicht immer die Ausrede sein.

Der Fall von Marianne ist ein Fall von Entführung und Menschenhandel eines taubstummen Kind, das keine Möglichkeit hatte zu schreien oder sich zu verteidigen. Eine Frau bot ihr über Gebärdensprache Snacks und Lebensmittel in einem Supermarkt in der Stadt an. Dort wurde sie von zwei Männern entführt und sie brachten sie in ein Hotel. Dort missbrauchten sie sie kontinuierlich für fast 24 Stunden.

Ihre Schwester war auf der Suche nach ihr und verfolgte sie bis zum Hotel, nachdem ihre Schwester nach einiger Zeit nicht mehr rauskam rief sie die Polizei. Die Vergewaltiger wurden festgenommen und Marianne wurde gerettet. Aber ihre beiden Schwestern brachten sie nach Hause wo sie Verantwortlich für alles gemacht wurde. Ihr wurden zur Strafe ihre Haare abrasiert. Als ob sie für ihre eigene Entführung verantwortlich sei.

Mariannes Großmutter bekam Hilfe von den PREDA Sozialarbeitern und Marianne fand Unterschlupf, Schutz und Therapie in dem PREDA Heim für Mädchen. Es war ein schwieriger Fall, doch die Therapeuten und die Sozialarbeiter kommunizierten mit ihr über Basiszeichensprache die sie von der Schwester von Marianne beigebracht bekommen haben.

Der Polizeichef von Castillejos, Zambales schenkte den Tätern die Freiheit, ohne Strafzahlungen oder ähnliches. Dies geschah aus unerklärlichen Gründen, jedoch ist dies nicht das erste Mal, dass Sexualstraftäter oder Straftäter allgemein ohne Grund freigelassen wurden.

Später haben die PREDA Sozialarbeiter eine Anklage eingereicht, aber die Verdächtigen waren schon längst geflohen. Marianne wurde immerhin von Entführung und Sexsklaverei gerettet. Später wurde sie wieder der liebevollen Pflege ihrer Großmutter überlassen jedoch wird sie immer noch regelmäßig von den PREDA Sozialarbeitern besucht.

So viele dieser Kinder auf der Straße und den Gefängnissen leiden unter Ablehnung, körperlichen und verbalen Missbrauchs. Jedoch das gravierendste von allen ist der sexuelle Missbrauch unter dem auch viele leiden. Sie sind aus den Häusern auf die Straßen getrieben worden und dort wurden sie sofort entführt und von Zuhältern und Menschenhändlern rekrutiert und für die ausländischen und lokalen Sextouristen und Pädophilen an Bars und Bordelle verkauft.

Armut ist ein großer Faktor, die Kinder werden oft vernachlässigt und müssen hungern. Sie leben in kleinen Hütten mit vielen Menschen zusammen. Dort müssen sie sich Beleidigungen und schlechte Behandlung unterziehen. Eine aktuelle Umfrage deckt auf, dass auf den Philippinen 50% der 104 Millionen Menschen sich als Arm betrachten (siehe preda.org). Während die überwiegende Mehrheit der philippinischen Eltern liebevoll, freundlich und beschützend gegenüber ihren Kindern sind gibt es auch ein Teil von Eltern die selbst misshandelt worden sind und so den Missbrauch in einem Kreislauf der Gewalt weitergeben. Sie wissen nicht, wie man Liebe gibt, weil sie selbst nie Liebe erhalten haben. Die PREDA Häuser versuchen die Haltung der Eltern und Verwandten durch Familientherapien zu ändern. Die Kinder selbst werden hoffentlich nie es ihren eignen Kindern antun was sie erlebt haben.

Wie Eltern leben, sich verhalten und sich um ihre Familie sorgen, wie sie ihre Mitmenschen und ihre Nachbarn behandeln und respektieren hat ein großen Einfluss auf die Kinder. Wenn die Kinder die Fürsorge für sie und andere sehen und spüren, wissen sie, dass sie wirklich geliebt werden. Sie werden wiederum wachsen bis sie selbst junge Erwachsenen sind mit starken Werten, mit Liebe, Sorge und Mitgefühl für andere und für ihre eigenen Kinder.

Die meisten Kinderhaftzentren sind unter der direkten Kontrolle und Verantwortung der kommunalen oder städtischen Verwaltung und dem nationalen Amt des Präsidenten sowie dem Sekretär des „social welfare and development (DSWD). Jedoch kümmern diese sich nicht darum, wenn lokale Regierungsbeamte illegal Kinder inhaftieren.

Was benötigt wird, ist ein neues Gesetz zur Verantwortung und Betreuung von missbrauchten Kindern in der nationalen Regierung, sowie eine internationale Intervention um die philippinischen Kommunen dazu zu bringen um das Übereinkommen über das Kinderschutzgesetz zu respektieren.

Das Kinder die physisch, sexuell und psychisch in sozialen Einrichtungen der Regierung missbraucht werden, ist ein großes Verbrechen. Siehe www.preda.org/gallery. Wer aber kann schon die Regierung anklagen? Wir können lediglich protestieren und die Regierung immer wieder dazu auffordern diese Situation zu ändern und es uns zu ermöglichen den Kinder neues Leben und eine schöne Kindheit zu schenken.

shaycullen@preda.org

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