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Die Belästigung unschuldiger Kinder

November 8, 2017 · 

Die Belästigung unschuldiger Kinder
Von: Father Shay Cullen

Zunächst waren die Vier zurückhaltend. Die vier vierzehn- bis sechzehnjährigen Mädchen, Ruby, Jenny, Angel und Ruth wurden von dem städtischen Sozialarbeiter und der Polizei aus den Verhältnissen des Menschenhandels befreit. Anschließend wurden sie zum Preda Mädchenheim gebracht um sich von diesen Untaten zu erholen und langsam zu heilen. Man fand sie in einem Bordell, wo sie von einem Zuhälter verkauft wurden, der ihnen Versprechungen wie Geld, Drogen, Alkohol und feste Beziehungen machte. Sie wurde mehrmals sexuell missbraucht zu ausgebeuteten Kindern gemacht.

Anstatt glücklich zu sein, dass sie „gerettet“ und nun sicher sind, wollten die Mädchen zurück zu ihrem Zuhälter. Sie waren einer Gehirnwäsche unterzogen worden und leugneten jede Anschuldigung an den Menschenhändler. Sie wollten dringend zurückkehren zu diesem Leben, in das ihnen ermöglichte Schulden zurückzuzahlen. Sie wurden dazu gebracht, zu glauben, dass sie nur auf diese Art und Weise gut genug für die Welt waren. Der Zuhälter wird fälschlich als der Jene heroisiert der ihnen ein angeblich glückliches Leben voller guter Zeiten beschert.

Ich nenne Die, die belästigen, verführen, um Kinder in verhängnisvolle Situationen zu locken, in denen diese gefangen, ausgebeutet und sexuell missbraucht werden, gerne Mühlsteine. Vor zweitausend Jahren war Kindesmissbrauch etwas Normales. So scheint es zumindest in Matthäus 18: 1-8. Darin erzählt Jesus von Nazareth seinem Publikum von den Gelehrten, den Anwälten und Studenten zu deren Enttäuschung, dass Sie nicht die wichtigsten Bestandteile der Gesellschaft waren. Er zeigte auf ein Kind vor sich und sagte, dass dieses eben dieser Bestandteil war.

Die folgende Aussage schockte die Menschen noch viel mehr. Wenn man sie für bare Münze nähme, könnte man denken, dass sich Jesus für die Todesstrafe aussprach: Er sagte, dass jeder, der eins dieser Kind missbraucht, einen Mühlstein um den Hals gehangen bekommen und dann in den tiefen Ozean geworfen werden sollte. Die Übertreibung, die man nicht wörtlich nehmen sollte ist eine strenge Lehre über die Unschuld der Kinder. Diese Kinder zu respektieren, ist wie Jesus selbst zu respektieren.

Außerdem sagte Jesus, dass wir solange wir nicht so unschuldig wie diese Kinder werden, wir das Königreich des Herrn nicht betreten können und nicht die höchste Integrität erlangen können. Es wäre die ideale Gesellschaft, in der Freundschaft, Wahrheit, Gerechtigkeit, Liebe, soziale Gerechtigkeit und Gleichheit regierten. In Matthäus 25:31-46 sagt Jesus, dass, wenn wir nicht die Hungrigen nähren, die Durstigen tränken, die Nackten kleiden, die Gefangenen besuchen und unseren Nächsten helfen, wir nicht in den Himmel gelassen werden. Diese guten Taten jemandem zukommen zu lassen ist wie, sie Jesus selber zu geben. Das ist die wahre Herausforderung des Lebens.

In der modernen Welt von heute scheinen diese Ideale irrelevant und werden von Personen in säkularen Strukturen. Nach der geschätzten Anzahl der Kindesmissbrauchenden in der Gesellschaft und Online, wirkt diese Welt wie von Kindesvergewaltigern dominiert. Hier bei Preda sehen wir jede Woche grausame Fälle von Kindesmissbrauch. Unsere neusten Schützlinge sind ein fünfjähriges und ein zwölfjähriges Mädchen, die beide Opfer von Vergewaltigung sind. Sie sind nun Teil der Predafamilie, die zurzeit aus achtundvierzig Mädchen besteht, deren Wunden langsam heilen während sie erfahren, wie es ist, frei von der Angst vor Missbrauch zu sein. Es gibt hunderttausende weitere Fälle von hilflosen Mädchen, die niemandem von ihrem Leid erzählen können, weil sie von ihrem Vergewaltiger wieder und wieder Drohungen diesbezüglich erhalten. Laut Statistik ist eines von vier Kindern Opfer von sexuellem Missbrauch ist, egal in welchem Land der Welt.

Die Zuhälter und die Menschenhändler, die „Mühlsteine“, die jugendliche Mädchen rekrutieren um in der Sexindustrie zu dienen, gehen pfiffig und schlau vor, um die Mädchen wie die Pädophilen durch Verführung und durch Lockmittel in ihr Netz von Missbrauch und Ausbeutung zu verwickeln. Die Teenager werden abhängige Sexsklaven dieser missbrauchenden Männer.

So ist es eine riesige Herausforderung für die Sozialarbeiter und Therapeuten von Preda, die jungen Frauen vom Gegenteil zu überzeugen. Einige planen nämlich täglich, das Preda Heim zu verlassen. Dies ist nicht schwer, da es weder Mauern noch Zäune wie bei einer Jugendstrafanstalt gibt. Es ist ein offenes Heim in einer natürlichen Umgebung von Frieden und Ruhe. Man bringt den Mädchen bei, vernünftige und wohl abwägende Entscheidungen zu treffen. Sie sollen lernen, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen um für sich, ein besseres Leben zu wählen.

Es dauerte mehrere Monate an Beratung, Bestätigung und Unterstützung vom Preda Team und natürlich von den hilfreichen um ihre Selbstwahrnehmung zu ändern. Wissen über ihre Würde und ihre Menschenrechte zu erlangen spielt dabei eine entscheidende Rolle
Die Mädchen erreichten letztendlich einen wichtigen Wendepunkt als Sie, die Wahrheit als solche anerkannten und die Vergangenheit hinter sich ließen. Sie hießen das Leben voller Würde und Respekt für sich und andere Willkommen. Die Veränderung zu sehen, lässt uns unsere Arbeit wertschätzen.
Das System von Missbrauch und Ausbeutung Minderjähriger fordert uns immer wieder heraus, denn die Regierung billigt es.

Umso wichtiger ist es, die Stimme, die den Wert und die Würde eines jeden Kindes verkündet, lauter und lauter werden zu lassen, bis die Menschen die Bedeutung der heranwachsenden Individuen in Gesellschaft verstehen.

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