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Die Ausbreitung des Kinderhandels

September 19, 2016 · 

Die Ausbreitung des Kinderhandels
Pater Shay Cullen

So unangenehm es auch ist, schauen viele weg und ignorieren dieses soziale Elend, welches das Leben von hundertausenden Kindern und Familien zerstört. Die Verbreitung des Kindesmissbrauchs ist ein schreckliches Verbrechen, das nur wenige erkennen und bekämpfen wollen.

Die hohe Zahl von missbrauchten Kindern, die entführt wurden und in die Entwicklungsländer mit Sextourismus verkauft wurden, ist unglaublich. Zurzeit sind es 2,5 Millionen und jeden Tag wird die Liste länger. Die Tatsache, dass so wenig dafür ausgegeben und getan wird um dies zu bekämpfen, ist ein Armutszeugnis für die internationale Gemeinschaft und deren Regierungsbeamten, die dies tolerieren. Beamte fördern und lizenzieren Einrichtungen, in welchen der Sextourismus und Menschenhandel stattfindet.

Jährlich kommen hundertausende Sextouristen aus entwickelten Ländern nach Südostasien, um sich in Sexbars und Karaokebars illegal mit Minderjährigen zu vergnügen.. Die Philippinen sind berüchtigt für Verbrechen des Menschenhandels und Kindesmissbrauchs. Viele kommen aus internationalen Pädophilen-Ringen; sie missbrauchen die Kinder, drehen Videos von ihnen und verkaufen diese im Internet. Die internationalen Behörden tun nur wenig dagegen und die nationalen Behörden scheinen dies zu dulden und fördern somit die Sexindustrie.

Die katholische Kirche scheitert dran, dieses Übel ausreichend zu bekämpfen, welches Familienstrukturen zerstört. Menschen mit den unterschiedlichsten Glaubensrichtungen und Grundsätzen, Befürworter der sozialen Gerechtigkeit und die, die Rechte und Würde eines Menschen schützen, sollten dagegen handeln, wo auch immer sie können. Sie können online mit Gruppenkampagnen die Politiker dazu auffordern, zum Schutz der Kinder zu handeln und Auslandshilfen an die Regierungen zu zügeln, die scheitern internationale Kinderschutzstandards durchzuführen.

Menschenrechtsverteidiger, Kinderschützer und die NGOs befreien die Kinder, schützen und therapieren sie. Außerdem bringen sie die Verantwortlichen vor Gericht. Sie sind die unersetzbaren Helfer, der Kinder, die gerettet und beschützt wurden. Aber gerade sie sind unterfinanziert, ins Abseits gedrängt und werden von den Behörden meist ignoriert, die die direkte und unverblümte Wahrheit des Verteidigers vom Opfer nicht hören möchten. Die Justiz versagt meist bei der Anklage gegen die Vergewaltiger und Menschenhändler.
Bestechungszahlungen unter und über dem Tisch ermöglichen so manchen Schuldigen sich aus der Verantwortung zu ziehen und ohne Strafe davon zu kommen.

Nicht nur die Kinde wurden jenseits jeglicher Heilungsmethoden verletzt, sondern es wurden auch viele Familien durch untreue Ehemänner zerstört, welche oft Sexbars und Karaokebars besuchen, in denen ihnen junge Mädchen angeboten werden. Einige werden abhängig vom Kindesmissbrauchs und sie können in ihren eigenen Familien leicht in inzestuösen Beziehungen fallen und missbrauchen ihre eigenen Kinder.

Die Ausbreitung des Sexgeschäfts mit Minderjährigen auf den Philippinen erklärt die rasche Zunahme der der Fälle von inzestuösen Missbrauchsfällen auf den Philippinen.
Die ausländischen Sextouristen werden abhängig und kehren dann wieder in ihre Länder zurück, wo sie die Kinder in ihren eigenen Familien und Gemeinschaften gefährden. Außerdem werden sie an live Cybersex-Veranstaltungen teilnehmen, die sie durch das Internet geknüpfte Kontakte mit Sexbars geboten bekommen, in denen sie die Kinder über live Übertragung bei sexuellen Handlungen beobachten können. Die Bezahlungen erhalten die Sexbars über internationale Botendienste und sie können eine live-Übertragung angepasst an ihre eigenen lüsternen und verdrehten Wünsche bestellen.

Der berüchtigtste von allen Sextouristen auf den Philippinen ist der australische pädophile Filmproduzent Peter Scully. Er wurde in 69 Fällen des Kindesmissbrauchs angeklagt und aufgrund eines Videos, in dem er brutalen Geschlechtsverkehr mit einem 6-jahrigen Mädchen hat und sie anschließend umgebracht hat. Seine Filmproduktion “Die Zerstörung von Daisy” zeigt viele weitere schreckliche Verbrechen.

Die holländische Polizei hat sein Video online gefunden. Es wurde zur australischen Bundespolizei nach Manila geschickt und dort der nationalen Ermittlungsbehörde verwiesen. Die Ermittler konnten ihn und seine Helfer schließlich fangen. Es waren philippinische junge Frauen, die die Kinder für ihn angeworben haben. Die Überreste von Daisy wurden in einem Haus, was er gemietet hatte, gefunden. Er ist nur einer von vielleicht hunderten, die solche Geheimnisse haben und diese versteckten Verbrechen begehen. Wie weit verbreitet es ist, kann keiner sagen, da diese Verbrechen illegal sind und versteckt begangen werden.

Es gibt Millionen von Wörtern, die den Menschenhandel und Sexhandel mit Minderjährigen verurteilen. Menschenhandel, Cyber-Sex und Sextourismus haben alle verurteilt und angeprangert. Alle Vorträge, Interventionen und Händeringen haben nur wenig oder auch gar keinen Zweck. Der Handel wächst und immer mehr Kinder gelangen in Hände von Menschenhändlern, Zuhältern und Sexbar-Besitzern.

Sie haben spezielle Straffreiheit, genießen polizeilichen Schutz und die Angestellten der Behörden erteilen ihnen die Betriebsgenehmigung. Es scheint ein legitimes Geschäft zu sein, aber hinter den blinkenden Neonlichtern und knalligen Fassaden gibt es viel Ausbeutung und Missbrauch.

Das Cyberverbrechen, wo sexuelle Handlungen der Kinder live angeboten werden, ist eins der schrecklichsten Internetverbrechen und am schwierigsten zu untersuchen. Es ist eine versteckte Welt, in der Minderjährige missbraucht und vergewaltigt werden.

Papst Franziskus erklärte den Menschenhandel von Minderjährigen zu einer modernen Form der Sklaverei und zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Wir würden gut daran tun, dazu in unseren Herzen und Köpfen Stellung zu beziehen und dieses in die Tat umzusetzen. Wir können für die Gerechtigkeit dieser verwundbaren Kinder arbeiten. Sie sind im Königreich die wichtigsten wie der Meister gesagt hat.

shaycullen@gmail.com

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