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Der Marsch für Kinder- und Frauenrechte

March 15, 2016 · 

Der Marsch für Kinder- und Frauenrechte

Fr. Shay Cullen
10. März 2016

Jessica Marie marschierte mit dreißig anderen genesenden Opfern von sexuellen Missbrauch und Menschenhandel durch die Straßen von Olongapo City anlässlich des internationalen Weltfrauentag. Sie trugen ein Banner mit sich auf dem stand: „Olongapo City Home of The Most Empowered Women in the World for Human Rights”. Die Jugendlichen hatten den Mut und das Engagement auf die Straße zu gehen und somit allen zu zeigen was sie durch gemacht haben. Jessica sagte in Tagalog: „Wir schließen uns den Marsch an damit weniger Kinder unter einem Missbrauch wie wir leiden“.

Sie und die anderen Mädchen waren stolz und glücklich ein Teil dieses Marsches zu sein. Sie sagten, sie wollen der Welt zeigen, dass es ein schweres und abscheuliches Verbrechen von Erwachsenen sei mit Kindern Sex zu haben. Dieses schreckliche Verbrechen breitet sich nämlich durch die Untätigkeit der Regierung, der Kirche und dem Desinteresse der Gesellschaft immer mehr aus.

Das „Center for Women’s Resources“ hat in einer Forschung festgestellt, dass 77 Prozent der Vergewaltigungsopfer Kinder sind und dass circa zwei Kinder pro Minute vergewaltigt werden. Obwohl es oftmals mangelnde Informationen über dieses Verbrechen gibt, da es oftmals aus Scham und Angst von den Opfern geheim gehalten wird. Die Philippine National Police sagte, dass es von Juni 2014 bis Juni 2015 eine 63,5 prozentige Steigerung von gemeldeten Vergewaltigungen gibt. Tausende bleiben ungemeldet.

Die Kinder trugen ihr Banner in Bezug auf das Stadt-Banner das an jedem Ortseingang hängt. Auf dem steht nämlich: „Welcome tot he Home oft he Most Beautiful Women in the World“. Dies kommt von einer Stadt mit einer beschämenden Geschichte. Eine Stadt die vor ein paar Jahren nur einen einzelnen Wirtschaftsarm hatte: die Prostitution. Es war eine US-Marine-Stadt in der Frauen wie eine Ware gefördert wurden und in den Sexbars verkauft wurden.

Die Preda Foundation setzte sich für die Entfernung des Us-Marinestützpunkt und somit auch der Sexindustrie aus Olongapo City ein. Sie brachte einen Umwandlungsplan hervor der Vorsah, den alten Marinestützpunkt in eine Freihandelszone umzuwandeln in der Arbeit mit Würde und Wohlstand gedeihen sollte. Heute ist das ein erstaunlicher Erfolg.

Allerdings scheint die gleiche Mentalität bei einigen Beamten gegenüber Frauen immer noch vorhanden zu sein. Die Sexbars kommen wieder zurück, denn viele ehemalige amerikanische Ex-Militärs kommen zurück.

Preda bleibt weiterhin wachsam und leistet Präventionsarbeit vor Menschenhandel und Kindesmissbrauch. Es gibt momentan mehrere Workshops um Mitarbeiter der Hotels in der Subic Freeport Zone zu sensibilisieren für mögliche Sextouristen und Pädophile. So soll der Menschenhandel und Kindesmissbrauch minimiert werden.

Regierungsbeamte sind um Vertuschung des Kindesmissbrauch und des Menschenhandels in den Hotels und Sexbars des Landes bemüht. Viele Beamte sind der Meinung, dass es einfacher wäre wenn man das Problem einfach ignorieren würde. In Anbetracht der Tatsache, dass der die Bürgermeister und Beamen an tausende Unternehmen und Sexbars Lizenzen abgibt und somit den Menschenhandel und Missbrauch erst ermöglichen müsste man tausende Menschen für den Missbrauch in den Bordellen haftbar machen.

Moralische und rechtliche Verantwortung der Regierungsbeamte scheinen komplett ignoriert zu werden. Die Besitzer und die Manager, (meistens Ausländer) sowie die philippinischen Mitarbeiter denken sie haben die Zustimmung der Regierung junge Menschen in Bars zu engagieren und missbrauchen zu lassen.

Einige Kirchenbeamte deckten die Kinder-Sex-Verbrechen auf und prangerten die pädophilen Klerusänhanger öffentlich an. Papst Franziskus hat eine Null-Toleranz Politik von klerikalen Missbrauch.

Der jüngst Oscar-Preisgekrönte Film „Spotlight“ zeigt das Engagement der katholischen Medienschaffenden und Journalisten, die ohne Furcht in Bezug auf die weit verbreiteten klerikalen Kindesmissbrauch in Boston arbeiteten.

Das Scheitern der Kirchenbeamte Kinder vor Missbrauch aus dem eigenen Klerus zu schützen ist das Gegenteil von allem was Jesus von Nazareth über Kinder uns gelehrt hat. Sie sind das wichtigste in Gottes Königreich. Sie zu akzeptieren ist Gott akzeptieren. In Matthäus 18: 1-8 erklärt er diese wichtigen Wahrheiten die von vielen Menschen, besonders vom Klerus oftmals ignoriert wird.

Statt eines konsequentes Bekenntnis zu der Gerechtigkeit für Kinder versuchen sie es zu vertuschen. Das ist eine Sünde in sich. Die Scham und Verlegenheit der Verantwortlichen steht in keinem Verhältnis zu dem wie die Kinder ihr Leben lang leiden. Nur durch Therapie, Bestätigung und Unterstützung können sie sich erholen und vielleicht eines Tages ein neues, glücklich Leben beginnen. Aber auch dies alles kann die Narben nicht verschwinden lassen.

Die Aussage von Jesus ist eindeutig. Den Vergewaltigern von Kindern müssen vor Gericht gebracht werden und sollten eine Bestrafung kriegen, wie einen Mühlstand um den Hals gebunden bekommen und an der tiefsten Stelle des Ozean versenkt werden. So Jesu im Matthäusevangelium Kapitel 18.

Manche Menschen versuchen Kinder davon abzuhalten sich über den sexuellen Missbrauch zu beschweren, sodass sie ihren Peinigern vergeben. Besonders wenn es ihre eigenen Väter oder Verwandte sind. Das ist ein völlig falsches Vorgehen. Bevor man Vergibt, so sagt das Evangelium, muss der Sünder umkehren und reumütig um Vergebung bitten.

Wenn zwei Kinder pro Minute vergewaltigt werden und unzählige Opfer von Menschenhandel sind dann dürfen wir nicht tatenlos zu sehen. Wir müssen alles tun um den Opfern zu helfen. Wir dürfen nicht Still sein, wir müssen alle darauf Aufmerksam machen.

Die einzige Antwort auf Menschenhandel ist kompromisslose Strafverfolgung von einer qualifizierten Filipino sprechenden Einheit mit multinationalen Teilnehmern, die Undercover ermitteln und die mit der nationalen Polizeieinheit Hand in Hand arbeiten.

Ein Sondergericht mit einer Gruppe von zwei oder drei internationalen Freiwilligen Richter aus dem Ruhestand, wie im Französischen System, sollte eingerichtet werden. Schnelle und Zuverlässige Verhandlungen ist besonders das was die missbrauchten Frauen und Kinder brauchen.

Shaycullen@preda.org

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