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Das tägliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit

April 19, 2016 · 

Das tägliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Fr. Shay Cullen

Als ich vor kurzem die Straße von Olongapo City nach Subic fuhr zeigte ich den mich begleitenden Journalisten die ganzen verfallen und stillgelegten Sexbars die die Straße von Calapandayan Subic zieren.  Es ist ein Beweis für den Erfolg einer Anti-Menschenhandel-Kampagne von den Preda Sozialarbeitern, der philippinischen Polizei und Agenten von der US Homeland Security. In diesem Zuge haben sie auch 15 junge Mädchen aus dem schrecklichen Leben der Zwangsprostitution geholfen.

Die meisten jüngeren Kinder und Jugendlichen sind so traumatisiert nach der Jahrelangen Ausbeutung, dem Missbrauch und der Sex Sklaverei, dass sie wiederum Jahrelange Therapie, Unterstützung, Mitgefühl und Freundschaft brauchen um wieder Hoffnung auf ein besseres Leben zu bekommen. Sie kamen in das Preda Girlshome und sind nun wieder soweit ein normales Leben zu führen.

Andere Mädchen waren für Jobs wie Kellnerin oder Zimmermädchen in den Hotels in der Subic Bay Freeport Zone angeworben, wurden dann jedoch nach ihrer Ankunft zur Prostitution in einem Sex-Hotel gezwungen. Sie wurden von Sozialarbeitern der Regierung befreit und in Häuser einer Stadt südlich von Manila gebracht. Dort wurden sie ausfindig von der Sexmafia gemacht und soweit eingeschüchtert, dass sie sich nicht mehr trauten gegen sie auszusagen. Alle Barbesitzer wurden freigelassen, bis auf einen Amerikaner der nun vor Gericht steht.
Das ist das übliche Vorgehen für solche Opfer. Sie sind arme, hilflose Mädchen die starke Unterstützung, Zeugenschutz und Ermutigung um für Gerechtigkeit zu sorgen brauchen. Jedoch bieten die staatlichen Stellen so etwas nicht an.

Der langfristige Erfolg der Operation in Calapandayan ist auch den Freiwilligen der Australischen Bundespolizei zu verdenken. Es kamen Männer die sich bereits im Ruhestand befinden und haben sich als Sextouristen ausgegeben und so die Sexbars infiltriert (siehe www.preda.org links zu YouTube ‘Children of the Sex Trade” und “The Raid” von ABC New York).

Diese geheimen Überwachungen sind hoffentlich noch im Gange, denn die Philippinen sind sehr beliebt für Sextouristen. Aber aus diesem Grund setzen sich viele pensionierte Polizisten dafür ein, dass immer mehr Bars geschlossen werden. Inzwischen wissen viele Barbesitzer gar nicht mehr ob der Mann gegenüber nun ein Sextourist ist der sein kaltes Bier und ein paar Mädchen genießen will oder ein pensionierter Polizist auf einer Undercover-Mission für die philippinische Polizei.

Diese pensionierten Offiziere sind gute Menschen, sie wollen Kinder retten und Sex-Handel und Sklaverei beenden. Die Beweise die sie liefern können die Bar Besitzer in eine schmutzige Gefängniszelle bringen, wo sie schließlich von an Unterernährung oder Krankheiten sterben. Diese Arten von Operationen sind notwendig und sehr wichtig, um den wachsenden Missbrauch von immer jünger werdenden Jugendlichen, die sich durch gefälschte Dokumente als Erwachsenen ausgeben müssen, zu stoppen.

Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, laut Papst Franziskus, der sich dafür eingesetzt hat, dass sich die Polizei und Kirchenführer zusammensetzen und über effektivere Methoden zu diskutieren um diese jungen Leben zu schützen. Die Santa Marte Gruppe setzt sich zusammen aus hochrangingen Polizisten, Diplomaten und Kirchenführern und sie arbeiten Hand in Hand um den weltweiten Handel von Menschen und Kindern zu bekämpfen. Das erste Treffen fand in der Vatikan Stadt in dem Santa Marta Gästehaus statt, dort wo Franziskus auch wohnt. Von diesem Haus bekam die Gruppe auch ihren Namen. Letzte Woche hatten sie ihre Jahrestagung in New York. Sie müssen aber noch schneller arbeiten.

Mindestens 21 Millionen Menschen leiden heutzutage immer noch unter der Sklaverei in verschiedenen Formen. Viele von ihnen sind Kinder unter 18 Jahren die als Sexsklaven gehalten werden, ohne Rechte oder Freiheit. Sie werden in den Sex-Bars, Clubs und Hotelgebäuden festgehalten. Die meisten jungen Mädchen sind ohne Identität und haben keine Wahl denn sie werden oft in die Verschuldung gelockt und haben Angst zu fliehen.

Die Familien haben manchmal eine Vorauszahlung angenommen welches das so genannte Gehalt des Kindes vorausnehmen soll. Jedoch ist dann die ganze Familie von dem Kind abhängig denn der Zuhälter droht dem Kind seiner Familie etwas anzutun wenn es von der Sexbar wegläuft. Es ist ein falsches Argument um den Mädchen vorzuspielen sie würden ihre Familie in der Provinz unterstützen. Einige können dies wirklich tun aber die meisten nicht.
Armut und Ungleichheit ist das Herz des Problems.

Ihre Dokumente, um sie als Erwachsene zu präsentieren sind entweder gefälscht oder von der älteren Schwester. Prostitution ist illegal auf den Philippinen aber das wird ignoriert. Kinder im Alter von 14 Jahren werden für Sex auf der Straße und in den Sexbars angeboten.

Korrupte Beamte erhalten Zahlungen von den Menschenhändlern und Clubbesitzern. So sind Menschen außerhalb der lokalen Polizei gebraucht um etwas zu unternehmen. Deswegen habe ich eine Multinationale Polizei mit Hilfe von rechtlichem Beistand ins Leben gerufen die verdeckte Ermittlungen führen.

Die lokalen Bürgermeister geben Betriebsgenehmigungen an die Sexbars. Eine solche Genehmigung der Regierung ist ein Teil des Verbrechens. Allein auf den Philippinen werden jedes Jahr 100.000 Minderjährige gehandelt und sexuell Missbraucht. Das weltweite Geschäft von Menschenhandel beläuft sich auf 1.100.000.000.000 US $, laut einer unabhängigen Anti-Sklaverei Studie von dem britischen Kommissar Kevin Hylan.

Was wir brauchen ist eine bodenständige Kampagne die rettet, schützt, heilt und den Opfern hilft sich zu erholen und vor Gericht gegen jene Verbrecher auszusagen. Aber das kann nicht genug sein. Wir brauchen ein spezielles Menschenhandel Gericht in jedem Bezirk in dem zwei internationale pensionierte Richter sitzen die Kinderschänder und Menschenhändler verurteilen. Ein solches Gesetz wäre notwendig.

Aber eins ist sicher: Solch ein Verbrechen ist eine Schande der Menschheit.
Nicht gegen Missbrauch zu kämpfen, Schweigen darüber zu bewahren und es zu ignorieren und es somit indirekt zu dulden ist das größte Verbrechen.

shaycullen@preda.org

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