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Das schreckliche Verbrechen gegen die 7-jährige Mykie Prado

April 30, 2013 · 

Laut neuesten Berichten und Zahlen müssen wir uns einer wachsenden Krise und Epidemie von Kindesmissbrauch stellen. Und bei klugem Nachdenken wissen wir, dass es mit Sicherheit viele weitere, nicht berichtete Fälle gibt. Es verlangt eine große Menge an Mut und Tapferkeit für ein Kind sowie für einen Erwachsenen ein solches Verbrechen zu berichten, vor allem in einer Kultur von Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit. Unser Katholizismus kann als sinnlos angesehen werden, wenn es keine Maßnahmen für Gerechtigkeit gibt. Verständnis der Autoritativen gegenüber den angeklagten Vergewaltigern ist verwirrend und wenn es zu Kindesmissbrauch kommt is, mit braven Ausnahmen, die öffentliche Meinung ein kalter, stiller Eisberg aus Ungerechtigkeit.

Mykie Prado wurde am 21. Februar 2010 vergewaltigt und ermordet in Aklan (südliche Philippinen) aufgefunden. Sie starb an mehrfachen Messerstichen. Es gab Zeugen, die den Täter identifizieren konnten. Eine Anklage wegen Vergewaltigung wurde gegen den Verdächtigen Dennis Eustaquio erhoben, ein 26-jaehriger (Foto auf www.preda.org). Der medizinische Bericht verifizierte, dass das Kind sexuell missbraucht bevor es ermordet wurde.

Am 19. Oktober 2010 wurde ein Haftbefehl gegen den Angeklagten erlassen, der inzwischen untergetaucht war. Die Polizei, das örtliche NBI (National Bureau of Investigation) und das CIDG hatten es nicht geschafft ihn hinter Gitter zu bringen, obwohl die lokalen Sozialarbeiter und die Internationale Justizgruppe mehrmals an die Justizbehörde appelliert hatten, den Verdächtigen in Untersuchungshaft zu bringen. Dies sollte geschehen, um weiteren Missbrauchsfällen vorzubeugen. Auch die Bitte eine deutschen Bürgermeisters und vielen Unterstützern erbrachten keine Festnahme. Der Verdächtige wird angeblich vom Bürgermeister der Stadt beschützt und hat die Familie von Mykie Prado mehrfach bedroht und eingeschüchtert, eine Klage zu erheben. Aber sie stellten sich dagegen.

In einem Brief an Leila De Lima, die Justizministerin und Kinderrechtlerin sowie Vizejustizminister Geronimo Sy, schreibt eine unerschrockene Zeugin:

Bitte, nennt mich einfach Lena. Ich lebe in Sitio Luho in Aklan (Südliche Philippinen). Dieser Brief soll dazu dienen, die Wahrheit über Mykie Prados Tod aufzudecken. Seit dem damaligen 21. Februar bis ins heutige 2013 gibt mir mein Gewissen keine Ruhe, weil ich genau weiß, was an dem Tag passiert ist, als Mykie Prado starb. Wir wissen nicht genau wie wir zur Rechtschaffenheit im Falle Mykie verhelfen sollen, weil wir Angst vor dem Bürgermeister von Buruanga, Aklan und der lokalen Polizei haben. Im Folgenden werde ich Ihnen schildern, was eigentlich passiert ist. Ich frage ihr gutes Büro um darüber zu entscheiden, ob es richtig und gut ist, was sie getan haben. Mykie ist das dritte Kind von sechs Geschwistern. Da die Lebenssituation der Eltern die unterste Armutsgrenze erreicht hatte, sahen sie sich gezwungen, Mykie zu Verwandten zu geben. Diese Verwandten versprachen den Eltern, Mykie Schule und eine gute Zukunft zu ermöglichen. Der Name des Onkels ist Bernard Cahilig. Er lebt mit seiner Lebensgefährtin Felicidad Gonzales in einer weit entfernten Provinz in einem Haus. Ms. Gonzales hat selber einige Kinder von ihrem getrennten Ex-Freund. Einer ihrer Söhne ist Dennis Eustaquio Gonzales, ein 26-jaehriger, der ebenfalls fortan im gleichen Haus wie Mykie lebte. Am 21. Februar 2010 kam Dennis von einer Geburtstagsparty eines Nachbarn nach Hause und befahl Mykie, ihm Alkohol zu kaufen. Es dauerte eine Weile bis Mykie zurück nach Hause kam, da die Nachbarn ihr etwas zu essen angeboten hatten. Als sie dann schließlich das Haus erreichte, wurde Dennis sehr wütend, dass sie nicht auf der Stelle zuck gekommen war. Wir hörten Mykie weinen. Um drei Uhr am Nachmittag rief sie: “Papa, hilf mir!” Auch Felicidad, Dennis Mutter, hörte die Schreie weil sie ebenfalls wie wir vor dem Haus stand. Sie fragte ihren Sohn, was er wieder mit dem Kind macht.
An diesem Tag hörten nicht nur wir die Schreie von Mykie. Auch Felicidads Besucher, die vor dem Haus standen hörten Mykie schreien; ein Paar, Mr. Democrito und Mrs. Ruby Barrentos aus Poblation Malay, Aklan. Nach etwa 20 Minuten kam Dennis aus dem Haus. er hielt Mykie fest, sein Gesicht und T-Shirt war voller Blut. Er warf das kleine Mädchen vor die Tür, dort wo viele Steine lagen. Dann haben er und seine Mutter sie auf die Straße gerollt, damit der Mord vertuscht wird und es so aussieht wie ein Unfall. Dann hat Dennis unser Waschbecken benutzt, um sich sein Gesicht zu waschen. Wir wurden bedroht, dass wenn wir jemandem erzählen würden was wirklich passiert war, er zurück käme und uns töte.
Wir waren so verängstigt. Vielleicht würde er uns wirklich töten im Falle, dass wir jemandem davon erzählen würden. Außerdem ist der Bürgermeister ein guter Freund der Familie. Wir waren in Panik. Unsere Nachbarn trugen Mykie auf einer Trage ins Krankenhaus. Felicidad schickte ihren Sohn Dennis währenddessen in die Berge, um sich zu verstecken. Als die Männer mit Mykie am Krankenhaus ankamen, war sie bereits tot. Sie wegen der Stiche in ihrem Körper zu viel Blut verloren. Sie wurde nicht nur erstochen sondern auch noch vergewaltigt. Die Menschen haben nach dem Messer und dem Sohn gefragt, aber beide waren verschwunden…(Sie können den Brief auf www.preda.org weiterlesen (Englisch) ).

Selbst so ein Verbrechen zu ignorieren oder zu vertuschen ist eine große Schande. Viele Kinder wie Mykie Prado, ein sieben Jahre altes Mädchen, bekommen keine Gerechtigkeit. Nun traut sich eine mutige und tapfere Frau sich für das kleine Mädchen einzusetzen. Es gibt tausende weitere Opfer. In Indien sind Hindus und Muslime empört über den Missbrauch und Mord von Kindern dort. Sie veranstalten aggressive Demonstrationen auf den Straßen. In den Philippinen gibt es leider nur Stille von Seiten der Kirche, der Regierung und der Öffentlichkeit. Also was ist der Grund katholisch zu sein?

Father Shay Cullen

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