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Das neue benötigte Leben

April 8, 2015 · 

Alan / Pixabay

Wir koenntnen alle verwundert darueber sein, warum der Ruf, die Popularitaet und die Worte einer einzigen Person fuer so lange Zeit anhalten. Ein grosser Songwriter, eine Rockband oder klassische Musik kann mehrere Jahrhunderte fortbestehen. Die Musik von Bach, Beethoven, Mozart und Vivaldi ist heute bekannter als waehrend ihrer eigenen Lebenszeit. Die Rolling Stones und Bono trumpfen trotz ihres Alters auf.

Um aber an der Spitze der Charts auch noch nach 2000 Jahren zu stehen, ist ein vollkommen anderes Phaenomen. Jesus von Nazareth ist immer noch die am meisten verehrte und imitierte Person der gesamten Geschichte. Was besass er, dass die Seele und Herzen so vieler Menschen ueber 2000 Jahre hinweg ergriff, sie dazu inspirierte mit ihm zu leben und fuer ihn und andere zu sterben? Kein Popstar hat das jemals geschafft.

Trotz des Schadens, der durch die Institutionalisierung, Umdeutung oder Begrabung der groessten Botschaften, die jemals erzaehlt wurden, lebt das Vermaechtnis und die Inspiration, Leben, Tod und die Auferstehung von Jesus von Nazareth weiter. Er ist heute genauso lebendig wie waehrend der Zeit als er den See von Galilaea durchquerte, wenn man einfache aber kraftvolle Geschichten zu Reisenden an deren Lagerfeuern oder in den Synagogen erzaehlt.

Er wusch die Fuesse seiner Juenger, er forderte die korrupten Obrigkeiten heraus, lehrte Liebe und Selbstaufopferung, Freundschaft und Frieden. Er entschied sich fuer die Seite der Armen und Ausgebeuteten, verbesserte die Stellung der Frauen und Kinder, rief alle zur Busse und Vergebung auf. Er ernaehrte die Hungrigen und heilte die Kranken, lehrte Gerechtigkeit und Gleichberechtigung. Trotzdem wurde er verleumdet, entehrt, falsch beschuldigt, Rebell genannt, gepeinigt und behandelt wie ein Staatsfeind. Aber er lebt weiter, warum?

Seine Geschichten, Woerter der Liebe und der Freundschaft, sein Beispiel von Selbstgebung, seine heilenden Kraefte und seine Aufforderungen, alles zu aendern, seinem Rat zu folgen und ein reines Leben in Ehrlichkeit und selbstloser Liebe zu leben, inspiriert weiterhin Millionen von Menschen. Einige gute Leute, die das lesen, akzeptierten ihn und seine Lehren und glauben an den auferstandenen Jesus. Sie gehen raus um den Verlassenen zu helfen und unterstuetzen sie auf deren Weg in ein Leben in Wuerde.

Diese guten Menschen haben die Freundschaft von Jesus von Nazareth akzeptiert und unterstuetzen die Armen und teilen deren Wohlstand. Sie helfen ihnen, den Kreis der Armut zu durchbrechen, so dass die Kinder der Beduerftigen nicht weiter verlassen oder veramt sein muessen. Sie besitzen in sich den lebenden Geist von Jesus von Nazareth. Sie haben vielen Leuten geholfen, solchen wie zum Beispiel Juanito.

Juanito war 23 als er nach einigen Jahren zurueckkam um mich im Preda Center in Olongapo zu besuchen. Er brachte seine beiden Kinder mit. Es ging ihm gut und gleichte dem zehn Jahre alten, zerlumpten Strassenjungen, den ich mit vielen anderen Jungen in einem schmutzigen Gefaengnis in Manila fand, keineswegs mehr.

Er ist erwachsen geworden und es vergingen 14 Jahre seit ich ihn das letzte Mal sah. Juanito wurde das Jahr zuvor von mir und Preda’s Sozialarbeitern aus dem Gefaengnis befreit. Wir halfen seiner Familie und nahmen ihn im Home of the Boys auf. Er war damals 10, kannte sich auf den Strassen aus und wurde wegen Drogenbesitz eingesperrt; er war ein von einem Drogenkartell genoetigter Laeufer obwohl er selbst kein Drogenabhaengiger war.

Juantio war ein intelligenter Junge und entschied sich selbst dafuer, im Home of the Boys zu bleiben und sein Leben neu zu starten. Es ist eine offene Gemeinschaft fuer Kinder aus dem Gefaengnis. Die Werte der Freiheit, Respekt, Bekraeftigung und Bildung sind die Schluessel um diese ungluecklichen Kinder dazu zu motivieren, ihr Leben zu aendern.

Juanito war gluecklich zur Schule gehen zu koennen und sein Leben verwandelte sich. Er machte seinen Abschluss, trainierte weiterhin seine Faehigkeiten und wurde Schweisser. Er hat einen guten Job und ein gluecklicheres Leben. Ich hoerte seiner Erzaehlung ein weiteres Mal zu.
“Erinnern Sie sich an mich und meine Geschichte?”, fragte er.

“Erzaehl sie mir nochmal, ich moechte mich an alles zurueckerinnern.”, sagte ich

“Ich kam aus einer zerruetteten Familie, wie Sie wissen, mein Vater verliess uns als ich 9 Jahre alt war. Er liebte uns nicht, meine Schwestern und ich waren seine “Fehler”. Er wollte uns nicht, seine ungewollten Kinder. So war es einfach fuer ihn, uns zu verlassen nachdem er sein Vergnuegen gehabt hatte. Wir alle litten jeden Tag sehr.”

“Er schlug meine Mutter und uns ebenfalls. Dann, eines Tages, als er betrunken war, ging er zu meiner Schwester um sie zu vergewaltigen. Ich schrie ihn an, packte meine Schwester an der Hand und rannte aus dem Haus die Strasse runter. Ich brachte sie zum Haus meiner Grossmutter und erzaehlte ihr alles. Meine Grossmutter ging zur Polizei und berichtete alles. Dann verschwand mein Vater.”

“Als er ging war ich nicht traurig, ich war erleichtert, gluecklich in einer traurigen Art und Weise. Von nun an musste ich meine Mutter und meine beiden kleineren Schwestern unterstuetzen.”

“Ich hasste nahezu alle, ich verliess die Schule weil mich keiner mochte. Ich war nur 9 Jahre alt und wurde bald 10. Der lokale Drogenhaendler rekrutierte mich, gab mir eine Leihgabe um Essen zu kaufen und bezahlte mich als sein Laeufer.”

“Ich stellte Drogenpakete zu und sammelte das Geld ein. Wenn ich mich weigerte, drohte er mir, er wuerde meine Schwestern vergewaltigen. Deshalb musste ich es machen und er bezahlte so wenig, dass wir dauernd hungrig waren. Dafuer zahlte er der Polizei viel Geld und die liess ihn weiter sein dreckiges Geschaeft machen.

“Ich wurde gefangen als es eine grosse Drogenrazzia gab. Einige Schueler sind an einer Ueberdosis gestorben. Ich wurde in ein Gefaengnis gebracht. Ich musste mich gegen die groesseren Maenner wehren, die versucht hatten, mich zu vergewaltigen. Das war die Zeit, als Sie mich fanden. Ich war gerettet. Ich hatte ein neues Leben hier bei Preda, ich fand meine Wuerde und die Bedeutung meines Lebens zurueck. Jetzt konnte mich um andere kuemmern…Ich lernte das bei Preda.

Wir umarmten uns am Ende des schoenen Tages, als ich den Jungen sah, der einst tot im Gefaengnis war und zum Leben zurueckkehrte bei Preda.

Er erfuhr eine Art der “Auferstehung”, er erwachte zum Leben vom geistigen Tod. Wir alle brauchen eine Erneuerung, eine neue andersartige Erfahrung des Lebens, eines, das auf einem Versprechen aus Freundschaft und uneigennuetziger Familien- oder gemeinschaftlichen Zusammengehoerigkeit besteht, wie sie uns Jesus zeigte und lehrte.

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