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Das Mindestschutzalter auf den Philippinen – 12 Jahre

November 3, 2015 · 

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Das Mindestschutzalter auf den Philippinen – 12 Jahre
Pater Shay Cullen

Seit Generationen ist die Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Kindern eine regelmäßige Praxis der menschlichen Spezies, meistens von Männern aber auch häufig von Frauen begleitet und ermöglicht. Das philippinische Gesetz wurde auch hauptsächlich von Männern kreiert, dass das Mindestschutzalter für sexuelle Handlungen auf 12 Jahre hinunter gesetzt wurde.

Dies ist das niedrigste Mündigkeitsalter auf der ganzen Welt und dies muss geändert und in Frage gestellt werden. Man muss gezielt die Politiker fragen, warum sie veranlasst haben 12 jährige Kinder anfällig für sexuelle Übergriffe zu machen.

Bereits 1995 hat der Ausschuss der Vereinten Nationen die Kinderechte in den Philippinen kritisiert und ihnen geraten das Gesetzt des Mindestschutzalters zu Gunsten der Kinder anzupassen. Das philippinische Parlament hat sich geweigert dies zu tun. Die Frage ist, warum?

Das Anti-Vergewaltigungs Gesetzt von 1997, auch als R.A. 8353 bekannt beschreibt Vergewaltigung als sexuelle Handlung mit niemanden unter 12 Jahren. In Kapitel drei heißt es Vergewaltigung ist es „wenn die betroffene Person unter zwölf (12) Jahre alt ist“. Das bedeutet, dass es ab jenem Alter zugelassen ist solange die Einverständnis aller Personen vorliegt und keine Gewalt verwendet wird.

Einige philippinischen Eltern werden mir zustimmen, dass ihr Kind in diesem Alter nicht in der Lage ist, solche eine Zustimmung zu erteilen, da es sich der Lage nicht bewusst ist. Kinder sind eben in diesem Alter noch Kinder und können solch eine Situation nicht richtig einschätzen. Diese einfache Vergewaltigungs Recht im Strafgesetzbuch 266 A gilt es ab 12 Jahren und auch an allen anderen Stellen gelten diese Altersgrenzen als Volljährigkeit. Die Ausnahme ist in § 5 des philippinischen Kinderschutzgesetzes nichts anderes als auch als RA 7610 bekannt.

Unter allen Ländern der Welt gibt es keine Nation die ihre Kinder im Alter von 12 Jahren für sexuelle Befriedigung von Männer und Frauen verwenden lassen. Weltweit liegt bei allen Ländern das Mindestschutzalter zwischen 14-18. Der Durchschnitt liegt Weltweit bei ca. 16 Jahren. Die Vereinten Nationen haben zusammen das alter eines Kindes für unter 18 Jahren festgelegt. RA 7610 sagt das gleiche.

Das Anti-Vergewaltigungs Gesetz (RA 8353) auf den Philippinen gewährt zwar einigermaßen Schutz für Männer und Frauen aber es ist verheerend für Kinder. Die Leute können Kinder sexuell Missbrauchen und danach behaupten das Kind gab die Zustimmung. Ein Richter der diese Handlung als zulässig begünstigt und einen Fall von Kindesmissbrauch ausschließt wird auch nicht schwer zu finden sein auf den Philippinen. Dies ist ein großer Faktor für die Erstehung von sextoursitischen Orten in denen viele ausländische Sextouristen auch Kinder vergewaltigen. Dies fördert auch den Menschenhandel von Kindern und die lokale Sexindustrie.

Allerdings ist auch ein gewisser Schutz für Kinder unter Abschnitt 4b des Anti-Menschenhandelsgesetztes (RA9208) vorhanden. Es sieht eine lebenslange Haftstrafe sowie eine 2-Millionen Peso Geldstrafe für alle die mit einer Person verkehren die zur Prostitution gezwungen oder zur zwecke von jeglicher sexuellen Ausbeutung zu Verfügung gestellt wird.

Es ist keine Altersgrenze gegeben, damit jede Person, vor allem Kinder und Jugendliche nach dieser Bestimmung geschützt sind. Es ist ein Verbrechen aber es gibt nur weniger Verurteilungen, denn es ist sehr schwierig zu beweisen ist, dass ein Kind letztlich ein Opfer von Menschenhandel geworden ist.

Der Verdächtige kann oft entkommen wenn die Staatsanwalt oder Polizei dem Fall als „Akte der Ausschweifung“ ansieht und somit die Altersgrenze von 12 Jahren gilt. Dies macht die Philippinen zu einem Paradies für Kinderhändler. Dies hat die Philippinen auf die prekäre Ebene 2 des Menschenhandels Index des US Department of States.

Die sexuelle und emotionale Ausbeutung und Missbrauch von jungen Frauen und Minderjährigen ist im industriellen Maßstab nun auf den Philippinen oft vertreten. Die Politik setzt sich im Zuge dessen zu wenige dafür ein um dies zu beenden. Den Politikern ist es wichtiger ihre Macht zu behalten und kein Aufruhr zu verursachen, als das Wohlergehen unserer Kinder.

Dies ist eine schockierende Wahrheit und das anti-Vergewaltiguns Gesetz von 1997 und das Strafgesetzbuch sollte geändert werden auf ein Mindestalter von 17 Jahren. In der philippinischen Kultur und Sitte in der es ein Mangel an Bildung und Bewusstsein für ihre eignen Rechte und Pflichten gibt, beginnt nun eine gewissen „Sexualisierung“ in Filmen, Medien und Internet, welche die Kinder und Jugendliche immer anfälliger für Missbrauch machen. Oft werden sie nachdem es dann passiert ist so sehr unter Druck gesetzt, dass die sagen, dass sie zugestimmt haben. Dieses Thema wird jedoch auch immer mehr in die Öffentlichkeit getragen und wird hoffentlich auch ein Thema der nächsten Wahlen.

Nach diesem Gesetzen, können Erwachsene Sex mit 12-Jährigen haben, so ist es und nicht anders. Alles was die Täter tun müssen ist, zu behaupten es sei alles ohne Gewalt gewesen und das es mit der Zustimmung des Kindes geschehen ist. Die meisten Richter lassen den Fall dann aus diesen Gründen fallen. Aber die überwiegende Mehrheit der Filipinos wird mit Sicherheit sagen, nein, das ist nicht richtig. Aber warum wird das Gesetz nicht geändert?

Für die meisten Filipinos, ist dies eine abscheuliche und ekelhafte Tat und die überwiegende Mehrheit ist der Meinung, dass ein Kind von 12 Jahren oder älter niemals eine Zustimmung mit klarem Wissen und umfassenden Verständnis abgeben kann.

Alle Filipinos mit Intelligenz und moralischen Verständnis sollten gegen diese Gesetze protestieren. Besonders die Kirche sollte klar Stellung beziehen und die Politik konfrontieren. Es wird nun eine Kampagne ins Leben gerufen die zu Änderung dieses Abschnittes im Anti-Vergewaltigungs Gesetztes von 1997 und das Strafgesetzbuches führen soll, damit die Gesetzte zum Schutz von Kindern nun ein bisschen strenger werden (RA7610).

Doch Kindesmissbrauch und sexuelle Ausbeutung von Kindern geschieht häufig auf Grund von schlechten Gesetzen. Die Zivilgesellschaft, jeder Filipino und die Bischöfe der Kirche sollten für die Anpassung der Gesetze werben und die Politiker unter Druck setzten. Als Antwort gibt es meistens nur ein Schweigen von der Regierung.
Nicht alle Gesetze sind gut und gerecht. Einige sind falsch und gefährlich. Dies ist eines von ihnen.

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