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Das Geschäft mit der Menschenwürde

July 28, 2017 · 

Das Geschäft mit der Menschenwürde
Pater Shay Cullen
16 June 2017

Menschenhandel ist ein schweres Vergehen an Millionen von Menschen, Fischern, Landarbeitern, speziell Frauen und Kinder sind davon betroffen. Auf den Philippinen wächst er stetig. Weltweit gibt es jährlich 4,5 Millionen Opfer von Menschenhandel. Dadurch, dass es illegal ist, ist die Dunkelziffer vermutlich höher. Es ist moderne Sklaverei und ein Verbrechen, welches die Menschenwürde verletzt.

Am häufigsten geraten Jugendliche und besonders junge Frauen, durch Menschenhändler und Sex-Bar Besitzer in den Sexhandel hinein. Es beeinträchtigt die Menschenwürde aller Opfer, speziell der Jugendlichen, von denen die Meisten zwischen 15 und 17 Jahren alt sind. Laut Schätzungen sind von den 4,5 Millionen Opfern, 30 Prozent minderjährig.
Sobald sie in die Hände der Menschenhändler geraten, sind sie machtlos und gefangen. Die Menschenhändler versprechen den Eltern ihren Kindern Arbeit zu verschaffen und bieten ihnen Bargeld für die Kinder an.

Jedoch stellt sich heraus, dass es sich um Prostitution in Nachtclubs handelt. Eine Arbeit bei der die Kinder missbraucht und ausgenutzt werden. Es ist ein Albtraum. Ein grausames Leben aus dem diese Kinder und Frauen nicht mehr entkommen. Sie bezahlen für Essen, Unterkunft und schlussendlich für Drogen. Dieses führt zu hohen Schulden. Die Drogen machen den Sex mit Kunden erträglicher. Sie sind Sklavenarbeiter und leben mit der Angst ins Gefängnis zu müssen weil sie ihre Schulden nicht bezahlen können.

Fast 70 Prozent der missbrauchten Jugendlichen beginnen ihren Kampf, als Opfer von sexueller Gewalt, im Alter zwischen 13 und 14 Jahren. Ihre Vergewaltiger sind Verwandte, Nachbarn, Lebenspartner der Mutter, ihre eigenen Väter, Onkeln oder Großväter. Die Kinder entkommen dem Missbrauch nicht. Sie haben Angst es jemandem zu erzählen, da sie sonst bestraft werden würden. Deshalb laufen manche Kinder weg und enden als Straßenkinder und letztendlich im Menschenhandel.

Manche berichten ihren Vertrauenspersonen wie Lehrern, Freunden, Verwandten, Schwestern oder Müttern von ihrer aussichtslosen Lage. Viele Mütter glauben ihren Kindern jedoch nicht, oder wollen es nicht wahrhaben, da sie von den Männern abhängig sind oder mit Geld versorgt werden. Somit entscheiden sich die Kinder zu fliehen und werden zu Straßenkindern. Laut UNICEF, geraten schätzungsweise 100.000 Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren jährlich in das Sexgeschäft auf den Philippinen. Einige von ihnen werden via Web-Cam über das Internet missbraucht.

Jede Sex Bar benötigt eine Bewilligung. Der Staat benötigt vermutlich diese Industrie, denn eigentlich ist Prostitution von Minderjährigen laut Republic Act 7610 illegal und ein Verbrechen. Die Regierungsbehörde lässt Prostituierte lediglich auf infektiöse Krankheiten untersuchen. Sie müssen in eine Klinik wegen einer Hygieneuntersuchung. Manchmal sogar um eine Abtreibungen durchzuführen. Obwohl es illegal ist, lässt es die Regierung zu nur damit die Sexindustrie, von der viele profitieren, bestehen bleibt.

Die Minderjährigen werden einer Gehirnwäsche unterzogen, Respekt vor ihren „Meistern” zu haben. Einige der Prostituierten wollen dann nicht mehr aus ihrer Situation gerettet werden. Die Bar Besitzer überzeugen ihre Arbeiterinnen, dass dies die einzige Arbeit ist, zu der sie fähig sind. Außerdem müssten sie die enormen Schulden begleichen wenn sie gehen. Zudem haben sie ein sehr geringes Selbstwertgefühl und akzeptieren somit ihr Schicksal.

Die Regierung legt das Gesetz zu ihren Gunsten aus. Somit wird Menschenhandel als kein wirkliches Verbrechen angesehen.

Menschen messen Kindern, die nicht ihre eigenen sind, weniger Wert bei. Straßenkinder werden als kriminell angesehen und von der Gesellschaft ausgeschlossen. Sie werden nicht als Opfer betrachtet, sondern als Täter, wenn die Polizei sie in Sex Bars aufgreift. Außerdem werden sie als Sexobjekte von korrupten Polizisten missbraucht. Manchmal werden sie sogar bedroht, bestraft zu werden, da sie Prostituierte sind.

Das philippinische Gesetz gegen Kinderpornografie, das 2009 verabschiedet wurde, verbietet Internet-Service-Providern online Kinderpornografie freizugeben. Die nationale-philippinische-Telekomunikation-Kommission muss das Gesetz umsetzen. Andere Regierungen sollen verurteilte Pädophile vom Reisen abhalten, um Missbrauch beenden zu können.
Das ist etwas was wir tun können. Schreiben Sie ihrer Regierung noch heute.

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