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Politische Macht und Sexismus

May 20, 2016 · 

Politische Macht und Sexismus

Fr. Shay Cullen

Wut, Zorn und lauter Protest ging von einer Gruppe von Französischen Frauen aus die ein Ende der sexuellen Belästigung und des Sexismus seitens der männliche Politikern und Regierungsbeamten forderten, denen sie jeden Tag ausgesetzt waren.

Ihre scharfe Kritik galt der dauerhaften Einstellung männlicher Politiker, die so etwas wie einen Anspruch auf sexuelle Belästigung gegenüber weiblichen Politikern und Journalisten haben.
Vor ein paar Wochen standen sie vor dem Französischen Parlament mit Plakaten, Megafonen und der Polizei in Bereitschaft um ein Ende der täglichen Übergriffe ihrer männlichen Kollegen zu fordern. Diese Übergriffe finden in Form von körperlicher Berührung, sexistische Gerede und sexuellen Übergriffen statt.
Aber das ist nicht alles. Erst 2015 forderte eine Gruppe von weiblichen Journalisten in der Öffentlichkeit ihre Rechte und Respekt ein. Viele von ihnen kamen und haben erzählt, dass sie von ihren männlichen Kollegen sexuell angegriffen wurden.

Schließlich haben sich dann 40 weibliche Journalisten gefunden, die in einem offenen Brief an die Zeitung Liberation den Missbrauch und den empörenden Sexismus von französischen Beamten und Politikern anprangerten. Jene männlichen Politikern wehren sich oft mit den Worten: „ Es war ja nur ein Scherz“.
Im Jahr 2011 wurde der französische Präsidentschaftskandidat Dominique Strauss-Kahn wegen angeblichen sexuellen Übergriffen auf ein Zimmermädchen in New York angeklagt. Erst nach Wochen langer Verhandlung wurde die Anklage auf Grund einer außergerichtlichen Einigung fallen gelassen.

Die Politikerinnen unterzeichneten den offenen Brief um die Öffentlichkeit zu informieren. In der heutigen Zeit, in der wir sogar einmal im Jahr einen Internationalen Tag der Frau feiern sollte ein solches Verhalten in dem angebliche zivilisierten Frankreich nicht an der Tagesordnung liegen. Dieser Missbrauch von männlichen Politikern die durch ihre Machtpositionen oft die Chance dazu bekomme, fordert uns alle auf unsere eigene Einstellung zu überprüfen. Auf welche Art und Weise zeigen wir Respekt und Würde zu den Frauen? Die ganze Gesellschaft muss sich für die Rechte der Frau einsetzen.

Um diese Männer zu verstehen, müssen wir uns eine männliche Dominanz gemischt mit krasser Ignoranz und Missachtung der Würde und Rechte der Frauen vorstellen. Die erste mögliche Erklärung ist nicht die Vernunft, nein dies ist nicht rational. Es ist der Wunsch von einigen unsicheren Männern, die vom sexuellen Hunger getrieben werden und diesen wann immer sie wollen stillen wollen. Die sexistische Bemerkungen, Berührungen und Belästigungen sind eine Art Vorspiel und eine grobe Einladung an das Weibchen zu kooperieren und die Wünsche des Männchens zu befriedigen.

Wenn diese den Mann dann jedoch abblitzen lassen kann es zu Vergeltungsmaßnahmen kommen die bis zu einer Vergewaltigung führen kann. Sie neigen dazu die Frauen die sich weigern als Strafe zu schmälern und zu degradieren. Der Antrieb politische Macht zu bekommen ist der gleiche Instinkt wie Herrschaft über das andere Geschlecht zu haben. Es scheint so als sei dies mehr ein tierischer Instinkt der bei den missbräuchlichen Politikern vorhanden ist.

Philippinische katholische Bischöfe waren geschockt und ungläubig als der wahrscheinliche frisch gewählte Präsident Rodrigo Duterte, Bürgermeister von Davao City, sagte, dass es wenn er Präsident wird den Staat nicht viel kosten wird seine drei Mätressen mit zu finanzieren, da er sie in billigen Pensionen unterbringt und dann in billige Hotels mit ihnen fährt um Sex zu haben. Diese Sätze sind sowas wie ein Start Signal und Zustimmung des Präsidenten für die philippinische Bevölkerung es genauso wie er zu tun. Es wird dadurch einen Anstieg an zerbrochenen Familien und verlassenen Kindern geben.

Sein nächster Witz kam jedoch nicht so gut an. Einige glauben nun er sei die Hoffnung für Frauen Rechte und andere verabscheuen seine abwertende Haltung und Äußerungen gegenüber Frauen. Eine Gruppe von weiblichen Bürgerrechtlern meinte: „Fahr zu Hölle!“, nach dem sie eine Anklage auf Grund von menschenrechtsverletzenden Aussagen gegen ihn geschaltet hatten.

Sie taten dies nachdem er lachend über eine vergewaltigte und ermordete australische Missionarin aus einem Gefängnis seine Stadt sagte: „Sie war so schön. Als Bürgermeister dieser Stadt hätte Ich es mir gewünscht der erste zu sein“. Später sagte er, dass dies nur ein geschmackloser Witz war und entschuldigte sich unter dem großen Druck der Öffentlichkeit.

Diese protestierenden Filipinas konnten nicht über diesen Witz lachen. Sie schrieben einen Brief an den
zuständigen Kommissar im Namen aller Mitglieder ihrer Organisation. Sie sagten in ihrem Beschwerdebrief, dass dieser Mann in seinen sexistischen Witzen „Frauen beleidigt, erniedrigt und empört“.
Diese Einstellung würde „eine Gefahr für die Zukunft vieler Kinder und junge Frauen sein, die potentielle Opfer von Gewalt sind“. Sie sagten weiter: „Welchen Schutz und Entschädigung kann man in einem Land erwarten in dem solche Verstöße geduldet werden?“

Die Philippinen, sowie Südostasien allgemein sind ein beliebtes Ziel für Sextourist aus aller Welt. Jedoch die Toleranz der Gesellschaft und die Zusammenarbeit der Politiker ist empörend. Sie geben Geschäftsgenehmigungen für Tausende von Sexbars und Massagesalons die eigentlich nur eine Fassade für Kinderprostitution und Menschenhandel ist. Junge Frauen und Kinder werden gezwungen in diesen Betrieben zu arbeiten.

Die Politiker haben zwar die Macht dies zu stoppen, jedoch haben sie nicht das Interesse, den Respekt und den politischen Willen sich dagegen zu stellen. Stattdessen fördern sie diese Bars. Dies spiegelt wiederum die sexistische Haltung der Politiker wieder. Das ist nun mal was sie wollen und das ist was sie ohne Rücksicht auf andere bekommen.

Dem müssen wir vereint und entschlossen entgegentreten. Sonst wird eine Gleichstellung der Geschlechter nie realisiert werden. Jedoch gemeinsam können wir etwas verändern.

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