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Fair Trade und die deutsche Großzügigkeit

April 5, 2016 · 

Fair Trade und die deutsche Großzügigkeit
Fr. Shay Cullen
31. März 2016

Stuttgart, Deutschland.

Hier in Stuttgart findet gerade die jährliche Fair Trade Ausstellung statt und philippinische Produkte gewinnen an Bekanntheit mit steigendem Umsatz. Das bringt Arbeitsplätze und Wohlstand durch faire Bezahlung für Tausende von Filipinos. Ich wurde als Gastredner zur Eröffnung der Messe eingeladen. Es ist Urlaubszeit in Deutschland und viele tausend Besucher werden zu dieser umfangreichen viertägigen Ausstellung kommen, um Fair Trade und Bio-Produkte zu kaufen und zu fördern.

Diese fair gehandelten Produkte werden in Deutschland hergestellt und man findet importierte Produkte aus der ganzen Welt wie die Preda Fair Trade getrockneten Mangos und das Mango Bio-Püree. Das Engagement der Deutschen Fair-Trade Produkte zu kaufen ist ein Spiegelbild ihrer Hingabe und ihres Engagements für Fairness, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Transparenz. Ihre entsprechende Beharrlichkeit Bio-Lebensmittel zu erwerben ist sagenhaft.

Ich habe das Privileg das erste bio-zertifizierte philippinische Mangopüree, das EU-Standards erfüllt, auf den Fair Trade Weltmarkt einzuführen. Dies wurde im Jahr 2015 durch den Zusammenschluss und die Arbeit der Aeta Ureinwohner von Zambales und Bataan mit den Agrarexperten von Preda Fair Trade erreicht. Das Projekt wird offiziell als „Profairtrade Development Enterprise“ bezeichnet.

Fair Trade und das Bio-Verfahren auf lokaler und nationaler Ebene stellen für die Deutschen einen großen Wert dar. Sie suchen nach der EU Bio-Zertifizierung auf den Produkte, die sie kaufen, vor allem auf Lebensmitteln, die auch aus fairem Handel sind. Sie bevorzugen es Produkte von Kleinbauern und der indigenen Bevölkerung zu kaufen, die in der Bepflanzung und im Anbau der Lebensmittel beteiligt sind.

Fast eintausend Weltläden verkaufen die Produkte in Deutschland, Österreich und anderen europäischen Ländern. Viele deutsche Kommunen kaufen fair gehandelte Produkte, um sie in ihren Mitarbeiterkantinen zu servieren.

Dieses Engagement für Fairness und das Richtige zu tun ist im herzlichen Empfang und der Unterstützung der meisten Deutschen für Flüchtlinge und im zur Verfügung gestellten großzügigen humanitären Schutz und Hilfe zu beobachten.

Deutschland hat über eine Million Flüchtlinge und MigrantInnen in den letzten 18 Monaten aufgenommen. Mehrere andere osteuropäische Länder haben die vor Verfolgung und Folter geflohenen Flüchtlinge abgewiesen und ihre Grenzen und Herzen, sowie Geldtaschen geschlossen.

Die Lebensbedingungen der Menschen und vieler traumatisierter Kinder, die an der griechischen Grenze ihre Lager aufschlagen und nicht in der Lage sind in den Norden zu reisen, sind eine Verletzung der Menschenrechte. Die jüngste Vereinbarung in der EU wird die Rückkehr von Flüchtlingen, die in der Türkei mit dem Schiff ankommen, vorschreiben. Angela Merkel, die deutsche Kanzlerin, hat gesagt, ihre Regierung wir mehr Menschen aus den Lagern in der Türkei aufnehmen.

Papst Franziskus nahm Bezug auf die Thematik: “Die Osterbotschaft des auferstandenen Christus … lädt uns ein jene Männer und Frauen nicht zu vergessen, die eine bessere Zukunft anstreben, eine immer zahlreicher werdende Schar von MigrantInnen und Flüchtlingen … die vor Krieg, Hunger, Armut und soziale Ungerechtigkeit fliehen. “

“Allzu oft machen unsere Brüder und Schwestern auf dem Weg Bekanntschaft mit dem Tod oder in jedem Fall mit der Ablehnung von denen, die sie willkommen heißen und unterstützen könnten.”, sagte Papst Franziskus.

Die deutsche Bevölkerung, einschließlich der Kinder der Nachkriegsgeneration des zweiten Weltkrieges, hat ein starkes Bewusstsein, Sensibilität und Engagement für die Achtung der Menschenrechte und die Unterstützung der Unterdrückten auf der Welt. Die letzte Generation litt stark unter dem Mangel an starkem anhaltendem Widerstand gegen den abscheulichen Antisemitismus und Rassismus von Adolf Hitler und der NSDAP .

Sie schufen Angst und Hass innerhalb des deutschen Volkes gegenüber den Juden und Nicht-Deutschen und jedem, den sie als minderwertig befanden. Der Völkermord und die gewaltsame Aggression Hitlers führten zum Zweiten Weltkrieg.

In der Niederlage wurde die Lektion gelernt, dass sich alle Menschen für moralische Überzeugungen und Prinzipien einsetzen müssen und nie einem Diktator oder kriminellen Politiker erlauben dürfen ihnen diese zu nehmen.

Das passierte auf den Philippinen als Präsident Ferdinand Marcos das Kriegsrecht 1972 ausrief. Als die Nazis den Krieg verloren haben wurde Deutschland eine Nation von Flüchtlingen und kann daher heutzutage nicht seine Türen vor den leidenden syrischen Flüchtlinge schließen, weil sie selbst die Wichtigkeit der Gastfreundschaft erlebten.

Mit Ausnahme einer kleinen Minderheit von rassistischen Nationalisten herrscht ein herzlicher Empfang. Deutschland ist zu einem weltweiten Vorreiter geworden, was das Engagement für moralische Werte und die Verteidigung der Menschenwürde angeht. Diese Besorgnis und die Sensibilität wird daran sichtbar, dass die deutsche Bevölkerung arme Menschen auf der ganzen Welt unterstützt.

Sie schicken Tausende von jungen Freiwilligen zum Helfen und Dienen in Entwicklungsländer und haben Handelsbarrieren reduziert, um es jenen Ländern zu erleichtern nach Deutschland und in die EU zu exportieren.

Mitglieder des Deutschen Bundestags Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sind 2013 auf die Philippinen gekommen um Projekte für die armen, missbrauchten und eingesperrten Kinder zu besuchen.

Im folgenden Jahr luden sie den Präsidenten der auf den Philippinen beheimateten Preda Stiftung ein, um vor dem Ausschuss im Parlament über die Bedürfnisse der philippinischen Kinder, die illegal in Metro Manila hinter Gitter gesperrt werden, zu sprechen.

Der Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, Herr Christoph Strässer, kam im September 2015 mit dem deutschen Botschafter, Herrn Thomas Ossowski, auf die Philippinen. Grund dafür war ein Besuch in den Kinderheimen von Preda Foundation, wo Opfern von Menschenhandel und Missbrauch geholfen wird. Die Unterstützung der Menschenrechte und Kinder ist eine Priorität der deutschen Regierung und auch das Engagement der Botschaft, der philippinischen Bevölkerung zu helfen.

Das deutsche Botschafter Golfturnier wurde von Konsul Ossowski dazu aufgefordert, die Preda Kinderheime zu unterstützen und viel mehr Spieler als bisher haben mit gemacht. Sie spendeten großzügig. Die Botschaft finanzierte auch einen Teil des neuen Preda-Freizeitzentrums für Mädchen und letzte Woche kam der Botschafter persönlich nach Olongapo und Subic, um die Kinder zu treffen und sich das Projekt anzusehen.

All diese Projekte und die Politik der offenen Tür gegenüber leidenden Flüchtlingen steht für die seltene und wertvolle Tugend einer Nation die verkündeten Grundsätze, für die sie steht, in die Tat umzusetzen. Fair Trade ist eine faire und verantwortungsvolle Praxis der Unternehmen, die am wachsen ist. Heute ist es ein weltweites Milliarden Euro Geschäft, das immer noch weiter wächst und mit ihm Gerechtigkeit und Würde für ProduzentInnen, Landwirte und deren Familien.

shaycullen@preda.org

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