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Hilfe für die gehandelten und missbrauchten Kinder

March 8, 2016 · 

Hilfe für die gehandelten und missbrauchten Kinder
Fr. Shay Cullen
4. März 2016

Es gibt Millionen von Filipino Familien, die sicher und geschlossen sind und die Werte einer Familie aus leben, in dem sie Liebe, Pflege, Schutz, ein Leben in Würde und Bildung verkörpern. Sie sind eine große Mehrheit und sie sind bewundernswert. Sie sollten Nachgehamt werden.

Es gibt jedoch Tausende von gefährdeten und vernachlässigten Kindern in der Filipino Gesellschaft, die aus 100 Millionen Einwohnern besteht. Sie brauchen besonderen Schutz, Hilfe, emotionale Erholung von dem Missbrauch und besonders auch die Rechtstaatlichkeit um ihre Peiniger vor Gericht zu bringen.

An alle: Ermittler, Staatsanwälte und Richter mit unerschütterlichen moralischen Werten sind dringend notwendig. Politiker, Kirchenführer und die Öffentlichkeit müssen handeln, um diese Kinder zu retten und um sie nicht Teil des Problems werden zu lassen. Der Internationale Tag der Frau wird in diesem Monat gefeiert und wir haben immer noch mit den Problemen zu kämpfen, dass Frauen Tag für Tag so grausam missbraucht, ausgebeutet und an die sexuelle Sklaverei verkauft werden.

Es heißt hier in den Philippinen, dass es ein ganzes Dorf braucht um ein Kind nach oben zu bringen, aber es braucht auch ein ganzes Dorf um eins runter zu bringen. Die Apathie und die Abkehr von den Behörden und den Trägern der Kirche zeigen ganz deutlich, dass die Pflicht der Gemeinschaftlichkeit versagt. Diese Kinder werden missbraucht und danach ignoriert und so in eine Grube von Verzweiflung geworfen. Dies kann bis zum Selbstmord führen ohne, dass sich jemand dafür interessiert.
Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation gibt es 5,2 Millionen Kinder in irgendeiner Art von Sklaverei in der Welt. Hundertausende wurden an die sexuelle Sklaverei verkauft.

Wie bei vielen Fällen von sexuellem Kindesmissbrauch und Menschenhandel werden die Kinder von ihren Verwandten verkauft, nach dem die Familie auseinander gebrochen ist. Wie bei Winnie (veränderte Namen), sie wurde mit nicht ein mal 14 Jahren von ihrer Tante verkauft nach dem ihre Mutter die Familie verlassen hat und ihr Vater verstarb. Sie lebten in Calamba, Laguna eine kleine Stadt südlich von Metro Manila.

Die Schwester ihres Vaters, ihre Tante Vilma nahm sie und ihre beiden Schwestern zwar auf aber erfüllte nicht die Bedürfnisse die ein Kind braucht und ließ sie nicht zur Schule gehen. Winnie hatte keine Chance zu studieren und hatte so keine Zukunft. Sie fühlte sich unerwünscht, einsam, nutzlos. Sie wurde jeden Tag nur mit der üblichen Hausarbeit beauftragt und so verbreitete sich ihre Hoffnungslosigkeit immer weiter. Diesem Schicksal folgen sehr viele Kinder.

Wie es dann allzu oft passiert, freundete sie sich mit einem Mann aus der Nachbarschaft, der von ihr nur „Papa Fred“ genannt wurde, an. Er gab ihr regelmäßig Geschenke und lud sie eines Tages zu sich nach Hause ein. Er begann sie sexuell zu missbrauchen und drohte ihr, sodass sie es niemanden erzählt.
Um sich selbst vor jeglicher polizeilicher Ermittlung oder vor einer Beschwerde an die Behörden zu schützen brachte er Winnie zum Barangay Kapitän, der lokalen Bürgerpolizei, um sie ihm auch anzubieten und ihn so zu bestechen, denn der Barangay Kapitän vergewaltigte sie auch.

Diese Autoritätsfiguren warnten sie etwas weiter zu sagen. Ansonsten würde ihr oder ihren Geschwistern etwas Schlimmes zustoßen. Winnie war jetzt, überwältigt von der Angst, völlig unter seiner Kontrolle. Ihr Zuhälter, „Papa Fred“, brachte sie von nun an regelmäßig in Hotels in Calamba und Laguna, wo erwachsene Männer und Menschenhändler offensichtlich Minderjährige ungestraft unterbringen dürfen.

Später erzählte Winnie den Preda Foundation Sozialarbietern: „Papa Fred brachte mich immer wieder zu
zahlenden Kunden, die mich dann in andere Hotels mitgenommen haben. Ich hatte Angst, dass Papa Fred mir oder meinen Geschwister weh tun würde, wenn ich mich wehre oder wenn ich wegrennen würde. Papa Fred stand immer vor oder manchmal im Hotelzimmer Wache, während mich irgendwelche Männer vergewaltigt haben. Ich hab mich einfach nur wie eine Puppe gefühlt. Es hat immer weh getan aber ich hab es ausgehalten. Nach einer Zeit hab ich einfach gar nichts mehr gespürt“.

Winnies Tante Vilma hörte von der Geschichte und war überrascht von dem großen Geld das man mit Menschenhandle machen kann. Sie entschloss sich von „Papa Fred“ einen Anteil zu fordern. Wenn er nicht zahlen würde, würde sie es an Sozialarbeiter und Staatsanwälte von Calamba weitermelden.
Als er sich weigerte zu zahlen meldete Tante Vilma diesen Fall. Die städtischen Sozialarbeiter nahmen Winnie sofort zu temporären Versorgung in einem örtlichen Tierheim auf. Sie war traumatisiert und hatten einen emotionalen Schock, nach dem wiederholten sexuellen Missbrauch. Die lokale Regierung hatte keine Mittel für lebenswichtige Dienstleistungen, wie Therapie, Beratung und emotionale Unterstützung, für sie.

Der Menschenhändler „Papa Fred“ kam in Untersuchungshaft. Von da an begann er die Tante Vilma zu bestechen. Als Winnie in den Gerichtssaal gebracht wurde, wartete ihre Tante dort schon auf sie und zwang sie dazu eine eidesstattliche Erklärung abzugeben, dass sie die Anklage zurückziehe. Sie weigerte sich und brach mitten im Gerichtssaal in Tränen aus. Sie wurde in den Zeugenstand gebracht und sie konnte nicht aussagen. Ihre Tante warf ihr wütende Blicke zu und drängte sie so zu lügen. Zum Glück sagte sie gar nichts. Die Verhandlung wurde vertagt. Der Fall war dabei zu scheitern.
Die missbrauchten Kinder dazu zu zwingen vor Gericht zu lügen und so der Gerechtigkeit zu entkommen ist eine beliebte Taktik von den Tätern und ihren Komplizen.

Doch dann kam der Sozialarbeiterin Eriberta Alverez die Idee die Preda Stiftung um Hilfe zu bitten um Winnie Schutz und Therapie zu geben. Winnie war sehr Willkommen im Mädchenhaus von Preda, in dem auch andere missbrauchte Mädchen leben. Zuerst war sie ängstlich, schüchtern und nervös in der neuen Umgebung. Sie war ganz und gar zurück gezogen und es fiel ihr schwer Beziehungen zu den anderen Kindern aufzubauen. Wie bei allen Missbrauchten Kindern ist das Vertrauen zu Erwachsenen gleich Null. Aber dies hielt alles nur ein paar Tage an.

Mit Ermutigung von den anderen Mädchen und den Preda Mitarbeitern und einer freundlichen, glücklichen familiären Umgebung begann sie sich wohl zu fühlen. Sie fühlte sich frei und wurde das erste Mal in ihrem Leben geschätzt und respektiert. Sie fühlte sich wie zu Hause und begann zu spielen, zu lachen und zu vertrauen.

Nach einigen Wochen fragte sie nach einer Teilnahme an der emotionalen Ausdrucks Therapie. In einem gepolsterten Raum konnte sie unter der Aufsicht der Preda Therapeuten ihren ganzen Schmerz, Leid, Wut und Hass auf ihre Tante und Peiniger los werden. Langsam begannen ihre inneren Wunden zu heilen.
Heute ist sie ein starkes Mädchen welches nun 16 Jahre alt ist und gute Noten in der Schule hat. Sie hat auch eine sehr detaillierte Aussage vor Gericht abgegeben.
Auch wenn es eine lange Zeit gebraucht hat bis sie geheilt war, ist es dennoch jedes Mal eine Inspiration und Ermutigung.

Es gibt noch für viel mehr missbrauchte oder misshandelte Kinder Hilfe. Die Preda Mitarbeiter können per Email an predainfo@preda.org oder durch eine SMS oder Anruf an die „Hotline Hilfe“ +639175324453 kontaktiert werden.

Reagieren sie sofort wenn sie etwas von verschleppten oder missbrauchten Kindern hören, wenden sie sich niemals ab, schauen sie nicht weg! „Schweigen zu Missbrauch ist ein Einverständnis“. Wir sollten als anständige und moralische Menschen immer einschreiten. Es ist nur ein Anruf.

shaycullen@preda.org

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