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Archive for the ‘Newsletters’ Category

Preda Newsletter February 2012

February 28th, 2012 No comments

Mehr Kinder gerettet durch Hotline Verbindung

Diesen Monat wurde getanzt, gesungen und gefeiert zu Ehren der vielen Geburtstagskinder hier im Preda „Haus für missbrauchte Mädchen“. Der kleine Roderick, der jüngste der Bewohner, feierte seinen anderthalbsten Geburtstag. Die guten Neuigkeiten sind, dass die generelle Aufmerksamkeit für die Rechte der Kinder wächst und die Eltern und Verwandten ihre Pflicht Kindesmissbrauch zu melden und Hilfestellung zu geben gewissenhaft im wachsenden Maße erfüllen. Die schlechte Neuigkeit ist, dass es immer noch zu viele Kinder in Not gibt.

Dank der öffentlichen Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen durch Preda kommen immer mehr Kinder von sich aus um sexuellen Missbrauch zu melden und um Hilfe bitten. Dieses Programm gibt Lehrern, Kindern und Eltern eine Weiterbildung über Kindesmissbrauch und wie und wo man an Hilfe bekommt. Es regt zum Eingreifen und zur Kooperation mit NGOs in Bezug auf Kindesmissbrauch an. Durch die Öffentlichkeitsarbeit wissen die Leute nun Bescheid, dass Preda Mädchen aus dem Sextourismus, der Sexsklaverei und ähnlichen Situationen retten und erfolgreich im Preda „Haus der Mädchen“ schützen und therapieren können. Dies schließt natürlich auch eine freie rechtliche Unterstützung mit ein. Immer mehr Leute melden sich um Missbräuche und Übergriffe zu melden und dadurch konnten auch mehr Kinder gerettet werden durch das Preda Rettungsteam.

Das „Haus der Mädchen“ ist der Hafen und Zufluchtsort für Hoffnung und Befreiung für ein missbrauchtes Mädchen, das unter Pädophilen oder dem Vater, sowie Familienmitgliedern litt. Alle sind sehr arm, was sie besonders gefährdet. Wie können sie sich befreien? Eine Nachricht an die Preda Hotline oder die Offenbarung an eine Lehrkraft und sofort wird das Preda Rettungsteam losgeschickt. Dieses rückt innerhalb weniger Stunden und bei Nachteinbruch ein und rettet das Opfer und eröffnet ein Verfahren gegen den Täter. Kein Laminieren, kein Händeringen und keine Entschuldigungen werden erlaubt um das Kind in Sicherheit zu bringen vor dem Täter.

Preda Newsletter February 2012

PREDA girls learn baking.

Das Preda Rettungsteam ist auch für die Rettung von Kindern aus dem Sextourismus und Bordellen zuständig. Diese Aufgabe wird auch sehr erfolgreich ausgeführt und mehr und mehr Opfer bitten um Hilfe bei Preda. Die „Sex-Mafia“ ist immer noch aktiv, entführt Mädchen und zwingt sie in die Sexsklaverei, doch keine Drohungen werden uns stoppen. Dieses Umfeld macht die Arbeit und die Rettung noch schwieriger, aber wir arbeiten Hand in Hand mit vertrauenswürdigen juristischen Autoritäten.

Im Moment befinden sich 57 Mädchen im Preda „Haus für Mädchen“. 37 der Mädchen gehören zu den sexuellen Missbrauchsopfern aus der eigenen Familie und die restlichen 20 Mädchen wurden aus der Sexindustrie gerettet. Junge Mädchen, ausgenutzt und entführt, werden zu Sexsklaven gemacht. Alle von ihnen werden hier geheilt und werden gut fertig mit ihrer Vergangenheit. Sie genießen die Zeit in der Schule, bei Ausflügen an den Strand und Picknicks.

Wir haben ein volles Haus und deswegen erweitern wir Preda um ein weiteres „Haus der Mädchen“ in einem von Hügeln und Flüssen umgebenen wunderschönen und natürlichen Gebiet. Das neue Haus wird den Namen „Villa Victoria“ tragen und dort werden die Mädchen befähigt die schlimmsten Erlebnisse ihres Lebens zu überwinden. Sie wurden gerettet und andere flohen von ihren Tätern und werden im neuen Haus Triumph, Freiheit und Sicherheit (Schutz) finden. Das neue Haus wird geräumiger und in einer wunderschönen natürlichen Umgebung sein. Der Bau des zweiten Stocks ist so gut wie komplett abgeschlossen und der Bau des ersten Chalets für die Mädchen, die aus der Sexindustrie kommen, wurde bereits begonnen. Hoffentlich wird das erste Gebäude in diesem Sommer 2012 eröffnet werden können.

Die Geschichte von Anna-May. Manche Kinder habe über ein Jahr sexuellen Missbrauch erleiden müssen. Andere haben Kinder ihrer eigenen Väter geboren. Der kleine Roderick ist einer davon; er ist jetzt anderthalb Jahre alt und ein kleines, süßes und glückliches Kind. Seine Mutter, Anna-May, die ihn im Alter von 15 Jahren zur Welt brachte, kümmert sich heldenhaft um ihren Sohn und liebt ihn so viel es ihr nur möglich ist. Es ist nicht einfach, wenn man sich bewusst macht wer der Vater des Kindes ist.

Preda Newsletter February 2012

Back to school for PREDA girls.

Die Tendenz der Teenager-Mütter ist es das Kind abzulehnen. Aber nicht so Anna-May, denn die anderen Mädchen aus dem „Haus der Mädchen“ sind ihr eine große Hilfe. Wir haben auch eine Hausmutter angestellt, die ebenfalls bei der Betreuung und Erziehung des Kleinen hilft. Anna-May besucht seit nun einem Jahr wieder die Schule. Sie kann nirgendwohin gehen, da ihre Familie sie ablehnt und ihr die Schuld für die gesamte Geschichte gibt. Die Sozialarbeiter und Psychologen von Preda halfen ihr durch die lange schwierige Zeit und halfen ihr zurück auf die Schule gehen zu können. Ihr Vater ist im Gefängnis. Ihre Schwester gibt Anna-May die Schuld daran. Das lastet schwer auf Anna-May und wir versuchen die Sicht der Schwester zu ändern.

Letztes Jahr wurden insgesamt 85 Mädchen gerettet, geholfen und Schutz gegeben im Preda Center. Alleine letztes Jahr wurden 29 von ihnen in das Preda Programm aufgenommen. 36 der Mädchen konnten auf eine Schule geschickt werden (Grund- oder Mittelschule) und haben sich dort gut geschlagen und wurden alle in das nächste Schuljahr versetzt- ein Zeichen der Erholung und Ausdauer. Die aus Bars und den Straßen geretteten Mädchen sind noch nicht bereit für eine normale Schulrückführung und erhalten deswegen eine schulische Bildung plus Lebenshaltungsfähigkeiten, wie das Nähen, Backen und Kochen bei Preda. Dazu kommen noch Computerunterricht, das Selbermachen von Seifen und Postkarten. Diese Aktionen bereichern das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein der Mädchen und gibt ihnen den Mut und die Kraft auf dem Weg in die Zukunft.

Der Heilungsprozess dauert zwischen einem und zwei Jahren. Dieser wird durch Seminare, entspannende Aktivitäten und psychologische Hilfe, in denen den Kindern geholfen wird ihre Ängste und Schmerzen auszudrücken und über diese hinwegzukommen, erreicht. Im letzten Jahr 2011 gab es 23 Mädchen, die das Rehabilitationsprogramm erfolgreich abgeschlossen haben und imstande waren zu ihren unterstützenden Familien zurückzukehren bei denen sie jetzt sicher sind. Der Missbrauchstäter ist im Gefängnis oder sitzt in Untersuchungshaft.

Preda Newsletter February 2012

Former jailed youth now learn computers at PREDA

Die Nachbehandlung. Kindern, die wieder gesund wurden und wieder bei ihren Familien leben, wird auch nach dem aktiven Programm noch Hilfe gegeben, beispielsweise durch Stipendien für Schulen. Dieses Programm durchlaufen zurzeit 16 Mädchen. Allen Mädchen wird auch nach der Entlassung aus Preda noch juristischer Beistand garantiert.

Die Geschichte von Elsa und Ann.

Die Schwestern Elsa, 17, und Ann, 16, sind unter den letzten Mädchen, die im Preda „Haus der Mädchen“ ankamen. Beide sind Opfer von illegalem Menschenhandel und Kindesprostitution und wurden zur Rehabilitation und Therapie zu Preda geschickt. Leider war die Mutter in diesem Fall der Täter. Sie hatte ihre Kinder zum „Verkauf“ angeboten. Jede Nacht brachte die Mutter sie zu einem Hotel und verkaufte sie dort an in- und ausländische Kunden für Sex. Wenn sich die Mädchen mal weigerten wandte sie sogar Gewalt gegen die Kinder an um sie zu zwingen.

Diese Geschichte startete ein Jahr nach dem Tod des Vaters, der der Ernährer der Familie gewesen ist. Diese Ausnutzung lief über mehr als ein Jahr wegen der Verarmung der Familie durch den Tod des Ernährers. Glücklicherweise hatte Elsa den Mut bei den örtlichen Behörden um Hilfe zu bitten und beide Kinder konnten sofort durch Preda gerettet und in das Preda Haus zur Therapie und Rehabilitation zu bringen. Die Mutter ist auf der Flucht vor dem Gesetz und ihre restlichen fünf Kinder befinden sich in der Obhut einer verantwortungsbewussten Tante.

Wie die Mädchen sich bei Preda im „Haus der Mädchen“ erholt haben. Die zwei Mädchen waren depressiv und noch traumatisiert von den Missbräuchen, die sie erlitten hatten, als sie bei Preda eintrafen. Langsam wurde es ihnen möglich ihre Furcht zu überwinden und sie wurden glücklicher und spielerischer mit der Zeit. Sie fühlten den Respekt und die Unterstützung der Anderen und das sie anerkannt wurden. Dies gab ihnen die Kraft und den Mut, den sie für diese harte Zeit brauchten. Es ist großartig diese Entwicklung der Beiden zu beobachten und wie sie sich innerhalb des Schutzes und der Anerkennung der Preda Mitarbeiter und Bewohner zu starken, mutigen jungen Frauen entwickeln.

Preda Newsletter February 2012

The PREDA Home for Boys Center.

Überwindung von elterlicher Kritik und Streit. Sie sind alle mutige Mädchen und sie sind alle durchgehend gute Kinder. Dies wird ihnen besonders bewusst gemacht um die Behauptungen und Beleidigungen durch den Missbraucher als leere Beleidigung zu entlarven und ihnen den Mut zu geben Gerechtigkeit und Frieden zu finden. Sie wissen, dass sie andere Kinder retten können besonders ihre jüngeren Schwestern, wenn sie helfen den Vergewaltiger hinter Gitter zu bringen, auch wenn dies der eigene Vater sein sollte. Jetzt können sie mit Mädchen, die dasselbe Schicksal erlitten haben, wieder Spaß haben und ihr Leben genießen und leben. Die Schwestern Elsa und Ann können nun wieder ihr Leben voll und ganz leben und ihre schulischen Ziele weiter verfolgen.

„Haus der Jungen“-Projektbericht.

Im letzten Jahr (2011) wurden durch das Preda Gefängnisrettungsteam insgesamt 75 Jungen aus den unmenschlichen Gefängnissen Metro Manilas gerettet. Sie wurden in die therapeutische „Erholungsgemeinschaft“ von Preda´s „Haus der Jungen“ überführt. Dort wird ihnen geholfen einen neuen Start in eine bessere und würdigere Zukunft zu unternehmen. 16 Jungen wurden von Sozialarbeitern und Polizei dorthin gebracht und wir nutzen damit die Möglichkeiten des „Restorative Justive Programme“ des philippinischen Gesetzes.

Einige der Jungen durchlaufen noch das „Trainingsprogramm“ des Preda „New Dawn Centers“ während andere Jungen schon erfolgreich in ihre Familien reintegriert wurden nach dem erfolgreichen Durchlaufen des Preda Programms und natürlich der Aufhebung des juristischen Rechtsfalles. Durch die schnelle juristische Intervention und das „Lobbying“ des juristischen Teams von Preda konnte vielen der Jungen geholfen werden im komplizierten Rechtssystem der Philippinen.

Neben Freiheit und dem neuen Leben im „New Dawn Center“ („Neues Morgengrauen Zentrum“) unterrichtet Preda die Jungen und versorgt die Jungen auch mit allgemeiner Bildung durch Seminare und handwerkliche, landwirtschaftliche und sportliche Projekte. 18 der Jungen haben es geschafft in die Schule zurückzukehren, die restlichen Jungen werden in dem Center von Preda unterrichtet. 2 andere Jungen haben erfolgreich das Schweißerhandwerk erlernt und 2 weiter Jungen sind zurzeit in der „Fahrschule“ um eine Fahrerlaubnis zu erreichen.

Das „Haus der Jungen“ hatte im letzten Jahr eine Fluchtrate von nur 10%, d.h. 90% der Jungen blieben freiwillig in dem Haus und bei Preda. Das zeigt den ersten positiven Schritt in ihrer Erholung von den Gefängniserlebnissen. Sie fühlen die Freiheit, die Hoffnung und den Respekt der anderen Jungen und der Preda Mitarbeiter. Sie fühlen ein neues Gefühl von Selbstbewusstsein und Würde. Dies ist ein signifikant hoher Prozentsatz in einem Haus ohne Zäune, Mauern, Tore oder Wächter. Es ist der Gegensatz von einem Gefängnis.

Das „Haus der Jungen“ ist ein einzigartige offene Einrichtung, ohne Wächter, ohne Tore, ohne Strafen. Es ist ein einzigartiges Zentrum für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen im Land. Dies zeigt ein für alle Mal, dass 90% der Jungen, die mit dem Gesetz in Konflikt sind, sich eine zweite Chance wünschen und diese auch zu würdigen wissen. Es beweist, dass diese „Delinquenten“, wenn man sie mit Respekt, Anstand, Liebe und Zustimmung behandelt, durchaus positiv darauf reagieren und sich auf ein solches Rehabilitationsprogramm einlassen.

Es sollte keinen Raum geben für Gewalt und Strafen. Junge Menschen müssen verstehen und können nicht durch Disziplin, Beleidigung und Gewalt „niedergemacht“ werden. Sie brauchen eine familiäre und freundschaftliche Atmosphäre. Reale Therapie und Wahrheit, Familienbesuche, Aussöhnung und emotionale Äußerung macht eine gewaltlose und frohe Lebensgemeinschaft möglich. Dazu kommen Bildung und andere Projekte, wie z.B. Gartenwirtschaft, Sport, Ausflüge und bezahlte Arbeitsprojekte, die den Jungen eine ganz neue Perspektive auf ihre Zukunft schafft. Diese Behandlung kann überall mit gut ausgebildetem Personal und der richtigen Umgebung nachgemacht werden.

Die Geschichte von Gilbert. Gilbert ist einer der jüngsten Mitglieder der „Haus der Jungen“-Gemeinschaft. Er war erst 15 Jahre alt als er verhaftet und inhaftiert wurde wegen dem Besitz einer kleinen Menge Marihuanas. In den Philippinen sind die Anti-Drogengesetze sehr streng und das schließt die Kinder mit ein. Für Gilbert waren die Drogen der einzige Weg aus dem Schmerz und der Armut ein „Niemand“ zu sein. Sein ganzer Besitz waren ein Paar Shorts und Schuhe, sowie ein T-Shirt.

Er litt in einem Jugendgefängnis für drei Jahre ohne juristische Hilfe zu bekommen. Er durchlebte viele sehr schlimme Erlebnisse und erfuhr viele harte Realitäten im Leben. Er hatte nur drei Gerichtsanhörungen und sein Fall wurde von Gericht zu Gericht weitergereicht. Die restliche Zeit verbrachte er damit die restlichen Tagen seiner Haft zu zählen. Keine Familienbesuche, kein Sonnenlicht, keine Übungen, keine Spiele, keine Bildung, nicht genug zu essen, keine medizinische Hilfe. Eine totale Auflösung aller seiner Kinder- und Menschenrechte. Manche werden dadurch in den Wahnsinn getrieben, andere werden sexuell missbraucht von den Wachen oder erwachsenen Mitgefangenen. Manche mussten aufgeben und sich als „Lady-Boys“ im Gefängnis prostituieren um zu überleben. Diese Jungen sind beschämt und tragen diese Zeit für immer als ein Geheimnis mit sich.

Gilberts Elend endete mit der Intervention Predas.

Shiela und Joan, zwei Sozialarbeiter von Preda, wurden von seinem Elend unterrichtet und begannen sofort juristische Schritte zu seiner Befreiung einzuleiten. Wir mussten uns beeilen, da er sonst in ein Erwachsenengefängnis gebracht werden würde und das für weitere sieben Jahre. Dank eines gerechten Richters und bewaffnet mit einem richterlichen Beschluss konnte Gilbert aus dem Gefängnis gerettet werden und in das „Haus der Jungen“ überführt werden. Er hatte keinerlei Besitz mehr. Er kletterte in das Preda Auto, welches von den Columban Brüder gesponsert wurde, und fuhr zu seiner ersten reichhaltigen Mahlzeit seit Jahren. Er konnte nicht alles essen, da sein Magen durch den nahen Hungertod komplett zusammengezogen war. Aber nach einigen Wochen im neuen zu Hause bei Preda konnte er sich wieder normal ernähren.

Eine Familie in einem Einkaufswagen gefunden. Nach dem Essen von Shiela, Joan und Gilbert fuhren sie zusammen zu einem kurzen Besuch zu seiner Familie. Sie lebten zusammen in einem Einkaufswagen am Straßenrand. Drei kleinere Brüder und ein abgemagerter, kranker Vater und die Mutter, die den Lebensunterhalt der Familie durch das Verkaufen von Erdnüssen an die Motoradfahrer an der Straße verdient. Das einzige Lebensziel dieser Familie bestand darin einmal am Tag zu essen. Shiela und Joan gaben ihnen etwas Geld und dann ging es zurück nach Olongapo zu Gilberts neuem zu Hause bei Preda. Gilbert beginnt nun ein neues Leben und der juristische Arm der Preda Foundation Inc. kümmert sich nun um seinen Fall vor Gericht.

Wenn er gefragt wurde was sein erster Gedanke war als er informiert wurde, dass er zu Preda gebracht wird, antwortete er: „Ich hätte niemals gedacht, dass das passieren würde. Ich dachte, ich müsse im Gefängnis sterben. Dank Gott wurde mir geholfen.“ Gilbert ist jetzt in der Lage sein Leben wieder zu genießen und blickt in eine würdige und bessere Zukunft für ihn. Er lernte das Schweißen und war darin sehr talentiert. Ein anderes Leben wurde gerettet.

Preda Newsletter February 2012

Preventive Education for young children.

Das Programm zur präventiven Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (PEPS).

Prävention ist besser als Heilung… In der Preda Foundation wird beides sehr verantwortlich behandelt. Das präventive Bildungsteam erreichte durch Seminare und Projekte und Öffentlichkeitsarbeit mehr als 20.000 Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern. Dieses Programm läuft fünf Tage die Woche. Die Gruppe benutzt multimediale Präsentationen, Puppenshows und das Theater um dem Lernen einen großen Spaßfaktor hinzuzufügen. Die Kinder auf den Seminars wird Mut zugesprochen und damit wird ihnen die Gelegenheit gegeben direkt auf die Mitarbeiter zuzugehen und ihnen einen Missbrauch zu melden. Durch diese Öffentlichkeitsarbeit wird, mitunter auch in weit abgelegenen Gebieten und Dörfern, Kinderopfern von Missbrauch geholfen und Hilfe gegeben.

Erfolg der Preda Abteilung für Menschenrechte.

Mehr als 11.000 Menschen unter ihnen Politiker, Dorf- und Stadtchefs, sowie die normale Bevölkerung wurden durch das Menschrechtsteam von Preda, gefördert von „Irish Aid“, erreicht und weitergebildet in Seminaren. Diese Seminare und Workshops wurden in 121 Gemeinschaften und 110 Schulen im Jahr 2011 erfolgreich durchgeführt. Abgesehen davon waren sie in der Lage bei Menschrechts-Demonstrationen mitzuwirken und die Allgemeinheit auf dieses Problemfeld aufmerksam zu machen. Durch dieses Programm konnten viele Kinder und Jugendliche, die Opfer von Missbrauch waren, gerettet werden.

Besuch der deutschen Opernsängerin Renee Knapp.

Eine professionelle Opernsängerin, Renee Knapp, besuchte Preda kürzlich und blieb für einige Tage um Zeit mit den Preda Kindern zu verbringen. Sie nahm sich Zeit aus ihrem vollen Terminkalender auf den Philippinen und brachte es zu Stande Zeit für Preda zu finden und dort mehr über die verschiedenen Themen und vor allem die Kinder zu erfahren und zu lernen. Bevor sie Preda verließ, gab sie ein kleines Konzert und inspirierte die Kinder mit ihrer wunderschönen, goldenen Stimme, welche die Kinder sehr genossen haben. Diesen März wird ein Team des deutschen „Tatort“ Preda besuchen, zusammen mit dem Kölner Bürgermeister und seiner Tochter.

Preda Newsletter February 2012

Fr. Shay and Gay Byrne

Fr. Shay gibt dem irischen RTE ein Interview über den „Sinn des Lebens“.

RTE Ireland hat erst kürzlich Fr. Shay interviewed für ein Programm über den „Sinn des Lebens“, der über sein Leben und seine Arbeit auf den Philippinen sprach. Fr. Shay erregte das Gespräch durch kontroverse und umstrittene Ausführungen bei Themen, wie dem Zöllibat in der Kirche, Glauben und der Existenz Gottes. Er führt aus, dass es am Ende nur wichtig ist den Glauben zu leben anhand von Beispielen wie Jesus Christus, der ein Leben voller Selbstopferung, Hingabe und Dienst am Nächsten gelebt habe.

Preda Newsletter February 2012

Renee Knapp sings for the Preda children.

Praktikanten und Freiwillige.

Momentan leben und arbeiten 10 internationale Freiwillige und Praktikanten bei Preda. Sie machen hier viele helfende und wichtige Lebenserfahrungen in den Programmen und Projekten. Sehr viele Gruppen gibt es besonders aus Deutschland, Korea und Australien, die für einige Tagen bei Preda zu Besuch sind um mehr über die Arbeit und den Dienst der Preda Mitarbeiter zu lernen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Gruppen und Freiwilligen einen realen und wirklichen Blick auf die Probleme in der dritten Welt bekommen. Die Freiwilligen durchlaufen ein weitläufiges Programm und werden hoffentlich von der Arbeit hier bei Preda inspiriert, so dass sie nach ihrer Heimreise auch andere anstecken können ein „Kämpfer für Kinderrechte“ zu werden.

 

Der Columban Bruder Fr. Michael O`Riordan kam von Korea auf einen Besuch vorbei und brachte 26 Studenten und Gemeindechefs mit sich. Die Maristen kamen mit einer Gruppe von Australien, genauso wie die St. Andrew´s Ressource Center (Dublin) Gruppe Ende 2011. Aus Spanien kam die Setem Group und aus Japan die „Free the Children“ Unterstützer. Alle teilten das freudige Leben und die Aktionen von Preda. Sie arbeiteten im ökologischen Gartenbau, halfen bei der Mangoernte, sahen die Flüsse und bestiegen den Vulkan und schliefen sogar bei der einheimischen Bevölkerung in den Bergen. Studenten, Schüler und Freiwillige sind willkommen auf unserer Homepage vorbeizuschauen und bei Interesse oder Fragen unsere Emailadressen anzuschreiben.

preda@info.com.ph und mehr unter www.preda.org und www.predafairtrade.net

Preda Newsletter Oktober 2011

October 24th, 2011 No comments

Liebe Freunde des fairen Handels und Kinderrechtler,

START DER ZWEI WOCHEN DES FAIREN HANDELS: Am 16. September hat Father Shay zusammen mit dem deutschen Minister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung die Woche des Fairen Handels in Berlin auf einem Boot neben dem Paralmentsgebäude eröffnet. In seiner Ansprache für die Presse unterstrich Father Shay die Wichtigkeit des fairen Handels, der junge Leute zu einem größerem Bewusstsein für soziale Ungerechtigkeiten verhilft und sie dazu antreibt sich dafür zu engagieren diese Probleme zu lösen, nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt. Laut Father Shay bringt Fair Trade die Menschen enger zusammen. So zum Beispiel durch PREDAs Apfel-Mango-Getränke, denn philippinische Mangobauern und deutsche Apfelbauern arbeiten hier zusammen und profitieren beide von einem Projekt, das wirtschafliche Würde und Entwicklung unterstützt.

Herr Alex Hermoso, PREDAs Programmdirektor, wurde letzten September als Gastsprecher zum “World Fair Trade Organization¹s Meeting” in Laos eingeladen. Er hielt dort eine sehr anerkannte Rede zur Mission von PREDA, Fair Trade , der Entwicklung von Fair -Trade- Kriterien und der Kontrolle solcher Projekte.
Ein glueckliches Kind im „PREDA Home For Children“ ist im Moment die zehnjaehrige Rose Ann. Sie wurde vor ein paar Wochen durch das PREDA Rescue Team aus den Händen ihres Peinigers befreit. Ihre Mutter hatte den fatalen Fehler begangen ihre Tochter zu ihrer Tante zu schicken, wo sie bei der Hausarbeit helfen sollte, doch stattdessen wurde sie durch den amerikanischen Lebensgefährten der Tante misshandelt und sexuell missbraucht.

Er wurde durch PREDA angezeigt, doch durch die langsame Polizeiarbeit war es ihm möglich in die USA zu fliehen. PREDA wird jedoch seine Auslieferung beantragen. Rose Ann verarbeitet langsam ihr Trauma der Misshandlung. Leider gibt es noch viele andere Kinder, die durch philippinische und ausländische Sextouristen missbraucht werden. Wir kämpfen täglich.

Die erfolgreiche Rettung und Genesung der verletzten Kinder aus den Händen ihrer Peiniger und den Sextouristen sind immmer noch die guten Nachrichten aus dem PREDA Center. Sie kommen von weit her aus schrecklichen Lebensumständen und finden hier Frieden und Freiheit. Im Moment leben dreißig Mädchen im Alter von 9-17 Jahren bei PREDA und haben hier eine glückliche und sichere Kindheit. Sie gehen täglich zur Schule, partizipieren in Sport-, und Erholungsaktivitäten, machen regelmäßige Ausflüge und bekommen Therapie und Beratung sowie die Möglickeit an Tanz-, Gesangs-, und Bastelstunden teilzunehmen.

Es leben noch weitere 19 Kinder hier, die aus den Händen von Sextouristen gerettet wurden. Auch sie machen große Fortschritte in ihrer Genesung. Leider kann PREDA aufgrund der korrupten Praktiken der Polizei und der Justiz nur sehr wenige Peiniger vor Gericht bringen.

Der amerikanische Botschafter Harry K. Thomas Jr. rief in einer Rede die philippinischen Berufungsrichter dazu auf für Gerechtigkeit für die Opfer von Menschenhandel und Sextourismus zu sorgen. Damit startete er eine Kontroverse und wurde durch philippinische Regierungsbeamte und Reiseorganisationen angegriffen auf seine Aussage hin, dass es sich bei 40% der Touristen, die auf die Philippinen reisen, um Sextouristen handelt. Wir schrieben einen Zeitungsartikel, der die Aussage des Botschafters unterstützt, da niemand seine Aussage widerlegen konnte und fragten provozierend, welche Prozentzahl an Sextouristen denn für die Regierung akzeptabel schiene.

Sextouristen sind die Peiniger von schutzlosen Frauen und Kindern. Keine Form sexueller Ausbeutung oder Misshandlung ist tolerierbar, außerdem zerstört die Sexindustrie, die von der Regierung geduldet wird, die moralischen Werte einer ganzen Nation. Sie ist das Übel, das die Ausbreitung von HIV/AIDS, Sittenlosigkeit, Kindsmisshandlung, Inzest, Abtreibungen, Misshandlungen von Frauen, und Korruption über die gesamte philippinische Gesellschaft vorantreibt. Die vielen Opfer füllen die Zufluchtsorte für Kinder, sie suchen dort nach Hilfe und schreien nach Gerechtigkeit. Tausende weitere Opfer leiden weiter. Die Sexindustrie zerstört den guten Namen einer Nation.

Die Anzahl der Kinder, die dem Menschenhandel zum Opfer gefallen sind oder in der Sexindustrie arbeiten, wird auf etwa 60.000 bis 100.000 Kinder geschätzt, eine Zahl, die die meisten nichtstaatlichen Organisation und Unicef bestaetigen. Die Zahl der Frauen ist etwa zehn Mal so hoch. Eine Recherche in Olongapo City ergab, dass etwa 5000 Frauen in Olongapo und in der nahe gelegenen Stadt Subic in der Sexindustrie arbeiten.

Sich gegen den furchtbaren Handel mit Kindern stellen. Mit der Hilfe von Spenden und dem Gewinn aus Fair-Trade-Verkäufen unserer getrockneten Mangos bekämpfen wir diesen grausamen Handel mit Kindern und helfen den Opfern. Unser Ziel ist es Sexsklaverei und Sextourismus zu beenden und wir bitten Sie um weitere Unterstützung in dieser wichtigen Arbeit für Menschenrechte und die Würde von Frauen und Kindern.

Endlich eine Verurteilung. Nach fünf Jahren voll von Gerichtsanhörungen, haben die zwölfjährige Margie Fi und ihre Mutter endlich Recht bekommen, als ihr Vater für mehrfache Vergewaltigung schuldig gesprochen wurde. Alles begann, als ihre Mutter Arbeit in Manila gefunden hatte. Das Kind wurde jden Nacht von ihrem Vater bedroht und vergewaltigt, bis sie ihre Angst überwand und endlich ihrer Mutter von den schrecklichen Taten ihres Vaters erzählen konnte. Ihr Vater wurde eingsperrt und PREDA gab ihr eine Unterkunft und Rechtsbeistand. Ihr ging es irgendwann wieder besser und sie konnte vor Gericht aussagen und schlussendlich wurde der Urteilsspruch verlesen. Ihr Vater wurde für schuldig befunden und wird nun den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. PREDA arbeitet an 35 solcher Fälle und es ist harter Kampf mit der Justiz.

Eine weitere gute Nachricht ist, dass der Bau des neuen Mädchenhauses mit voller Kraft vorangeht und bereits ein Viertel fertig gestellt ist. Es wird ein Haus für bis zu siebzig Kinder und Mitarbeiter und außerdem ein Treffpunkt für Seminare und Trainingseinheiten für philippinische Sozialarbeiter und Psychologen, die sich für die Genesungstherapie und heilende Gemeinschaft bei PREDA interessieren. Freiwillige und Praktikanten kommen von überall auf der Welt um bei der Arbeit zu helfen. Im Moment haben wir zwei Freiwillige aus Deutschland, die mit unseren Mitarbeitern zusammenarbeiten und eine Inspiration für unsere Kinder sind.

Glückliche Tage sind es auch für den sechzehnjährigen Miko aus Marawi, Mindanao, der südlichsten Insel der Philippinen. Er ist weit weg von zu Hause, doch wird bald wieder mit seiner Mutter vereint. Vor fünf Jahren versteckte er sch auf einem Boot Richtung Manila, wo er hoffte Arbeit zu finden um seine Familie in Mindanao zu unterstützen. Leider endete er jedoch in den Straßen von Manila, wo er täglich litt und nur knapp überlebte. Er vesuchte sich als Verkäufer auf Märkten, aber er verdiente kaum genug Geld um sich selbst zu versorgen. Schnell wurde er von anderen Straßenkindern dazu gebracht sich in kriminelle Machenschaften zu vestricken um mehr Geld zu verdienen. Er hoffte dadurch genug Geld zu verdienen um wieder zu seiner Familie zurückkehren zu können. Doch er wurde verhaftet. Er wurde zum Jungenhaus von PREDA gebracht, wo er positiv auf die angebotenen Rehabilitierungsmaßnahmen ansprach. Die Anzeige gegen ihn wurde fallen gelassen und jetzt kann er endlich wieder nach Hause zurückkehren. Miko war an diesem Tag die glücklichste Person im Gerichtssaal. PREDA-Mitarbeiter arbeiten nun an seiner Rückkehr nach Hause, damit er seine Familie, die er seit fünf Jahren nicht gesehen hat, endlich wiedersehen kann. Miko ist endlich frei.

PREDA hat viele Jugendliche aus den Gefängnissen befreit, wo sie unter schrecklichen Bedingungen hausen mussten, ihre Menschenrechte missachtet warden und wo sie unter Hunger und Misshandlungen litten. In den letzten drei Monaten allein wurden 37 Jungen aus den Gefänginissen gerettet und weitere erwarten den gerichtlichen Beschluss, dass sie endlich zu PREDA gelassen werden. Sie bilden eine Gemeinschaft von etwa fünfzig Jungen, die aus Gefänginissen befreit wurden und die nun im neuen „Haus für Jungen“ leben. Das Gebäude befindet sich auf dem Land gänzlich ohne Mauern oder Zäune und alle Jungen sind freien Willens bei PREDA. Dieses beispielhafte Projekt zeigt, dass Freundlichkeit, Respekt, Fairness und Unterstützung nützlicher sind um die Jugendlichen auf den richtigen Weg zu bringen als Schläge und Unterdrückung hinter Gittern.

Klage abgewiesen. Manche der Jungen, besonders die, die fälschlicherweise angeklagt sind, haben ihre Klage mithilfe des PREDA Legal Action Teams bereits abgewiesen bekommen. Sie werden nun auf die Rückkehr in ihre Familien vorbereitet. PREDA wird sie jedoch weiterhin betreuen, damit sie nicht auf die schiefe Bahn geraten, sondern weiterhin zur Schule gehen oder sich einen Job suchen.

Einige Freiwillige aus Deutschland helfen den Jungen ein Fussballfeld anzulegen um ihnen dann das Fussballspielen beizubringen. Ausserdem geben sie ihnen Gitarren- und Computerunterricht und unterstützen die Jungen bei vielen weiteren Aktivitäten.

Eine Delegation von acht Bundestagsabgeordneten aus Deutschland kam im August auf die Philippinnen um einer Gefängnisbefreiungsaktion beizuwohnen. Sie waren vom Ministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit und Entwicklung und sind sehr interessiert am PREDA Fair Trade Programm. Am 29.08. hatten sie die Möglichkeit der Befreiung des fuenfzehnjaehrigen Manuel beizuwohnen, einem kleinen schmächtigen Jungen, der aufgrund der Anstrengungen der PREDA- Sozialarbeiter und Father Shay Culllen aus dem Gefängnis gerettet werden konnte und der nun ein neues Leben im „PREDA Jungenhaus“ beginnen kann. Father Shay erklärte den Bundestagsabgeordneten den Prozess, der durchlaufen werden muss, bevor so ein Kind aus dem Gefängnis befreit werden kann und zeigte ihnen Bilder von wertevermittelnden Aktivitäten, die diese Kinder erwartet, wenn sie zu PREDA kommen. Sie waren sehr begeistert davon, wie PREDA mit deutschen Wohltätigkeitsorganisationen zusammenarbeitet und die Gewinne des Fair Trade benutzt um die wichtige Arbeit mit den misshandelten Jungen und Mädchen zu finanzieren. Die Pionierprojekte von PREDA, die den Fair Trade für die Unterstützung von Menschenrechten verwenden, interessierte sie sehr. Sie luden Father Shay ein, im nächsten Jahr eine Präsentation vor einem Komitee des deutschen Bundestages zu halten.

Nun die glückliche Geschichte von Xander, 16 Jahre alt. Er ist einer der Jungen, die durch die finanzielle Spende von deutschen Schülern gerettet werden konnten. Das PREDA – Rescue – Team fand ihn hinter Gittern, sammelte seine Dokumente, machte eine Petition vor dem Gericht und der mitfühlende Richter entließ ihn in die Verantwortung von PREDA. Im Gefängnis präsentierten die Sozialarbeiter die Entscheidung des Gerichts und nachdem die Papiere unterschrieben wurden und nach einer strengen Körperkontrolle, konnte Xander endlich aus dem Gefängnis entlassen werden und wurde zum PREDA – Rettungs – Fahrzeug gebracht. Er war sehr dünn, seine Haut hatte eine gelbe Farbe und auch seine Haare hatten ihre Farbe verändert, wahrscheinlich wegen Unterernährung. Kurze Zeit später brachten die Sozialarbeiter ihn erst einmal in ein Restaurant, wo er ein herzhaftes Essen bekam. Die erste Zeit war Xander sehr still, nach einiger Zeit begann er jedoch von den schrecklichen acht Monaten im Gefängnis zu erzählen. Es waren Geschichten von Entbehrung, Elend, schlechter Behandlung und sogar Folter. Jetzt erholt er sich im „PREDA Jungenhaus“, wird kräftiger, gesünder und glücklicher. Xander ist jetzt frei und kann sein Leben im „PREDA Jungenhaus“ fortführen.

Die letzten Taifune Pedring and Quiel haben die Philippinen erreicht und hatten zerstörerische Auswirkungen auf das „PREDA Jungenhaus“. Jahrzehnte alte Bäume wurde entwurzelt, die Brücke, die zum Jungenhaus führt, wurde zestört und auch das Dach des Berufsbildungsgebäudes wurde komplett abgedeckt.Es gab keinen Strom für zwei Wochen, da drei der Pfähle, die den Strom weiterleiten, zur Hälfte abgeknickt waren. Die Schäden belaufen sich auf eine Summe von etwa dreitausend Euro. Spenden sind herzlich willkommen. (Bilder finden Sie auf www.preda.org)

Bitte bedenken Sie, dass Weihnachten vor der Tür steht. Bitte senden Sie ihre Spenden für die Kinder dieses Jahr an die „Columban Fathers“ oder durch einen Scheck in der Post oder durch PayPal (www.preda.org) zum „Preda Center P.O.“ Box 68, Olongapo City, Philippines oder überweisen Sie ihre Spende auf folgendes Konto:

Preda -Ireland,Permanent TSB,
#11, Upper Georges St. Dun Laoghaire. Co. Dublin
Sorting code 990604 Account : # 87930352
BIC code/ Swift code for PTSB- IPBSIE2D
IBAN -IE25IPBS99060487930352

Wir beten für Sie und danken Ihnen von ganzem Herzen dafür, dass Sie unsere Arbeit möglich machen,

Gottes Segen.

 

Father Shay Cullen und das PREDA Team

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Newsletter November 2007

November 7th, 2007 No comments

Es war ein glücklicher 20.Oktober, als das erste Fahrzeug über die zweite Brücke zwischen dem neuen Preda-Bio-Hof und der Ausbildungsstätte für Jungen fuhr. Die Brücke, wurde von der Provinz-Regierung unter dem neu gewählten Governor Amor Deloso ermöglicht. Das war die erste Phase der Ausbildungsstätte mit Unterkunft auf einem Gelände in Castillejos, Zambales, nur 35 Minuten Fahrt von dem Preda Center, der die Subic Bay überblickt. Dies wird das Zuhause der Jugendlichen, die aus stinkenden Gefängnissen geretteten worden sind, in denen entsetzliche Bedingungen herrschen. Auf dem Gelände haben die Kinder eine Chance zu lernen und mehr Fähigkeiten zu erwerben. Hier haben sie die Chance auf ein anständiges Leben und eine bessere Zukunft. Danke an die großzügigen Bemühungen zur Geldbeschaffung und Spenden von unseren Freunden und Unterstützern, die dies ermöglicht haben. Letzten August hat Pater David Halpin mit 15 jungen Gemeindemitgliedern aus Greystones in Wicklow, Irland, unser Projekt besucht und sie sahen die neue Ausbildungsstätte, deren Bau sie unterstützt haben. Mit Stolz und Befriedigung sagte Pater David „und dann unter dem Dach dieses Gebäudes zu stehen, das war eines der wunderbarsten Gefühle, die ich jemals hatte… Ich war unheimlich stolz, dass wir, eine Gemeinde, das erreicht haben inmitten solcher Schrecklichkeit (Kinder in unmenschlichen Gefängnissen, Kinder für sexuellen Missbrauch gehandelt). Wir waren beteiligt daran, etwas zu tun, um den Ärmsten der Armen auf der Welt zu helfen.“ Ein neues Wohnheim für jüngere Kinder wird nächstes Jahr auf dem Gelände gebaut und mit Ihrer regelmäßigen Unterstützung können wir noch viel mehr Leben retten.

Preda ist erfolgreich darin, mehr Kinder aus Gefängnissen zu befreien. Dies geschieht mit Hilfe der mitfühlenden Gerichtshöfe in Metro Manila und Zentral-Luzon. Fünf von ihnen stimmten zu, dass es unseren Klienten erlaubt sei, während der Verhandlung abwesend zu sein, es sei denn, sie würden gebraucht. Dies spart uns eine Menge Geld und Fahrtzeit. Mehrere hundert Kinder wurden während der letzten Monate entlassen, viele mehr sind immer noch hinter Gittern eingeschlossen. Momentan haben wir 54 Kinder, die in unserem Jugendhaus wohnen, viele wurden schon wieder eingegliedert in ihre Familien. Die Kinder, die immer noch bei Preda leben, bleiben nach ihrem freien Willen und tun ihr Bestes, in der Schule viel zu lernen und ein neues Leben zu leben. Diese Kinder, wenn ihnen Bestätigung, Ermutigung, Respekt und Werte gegeben werden, finden ihr Selbstwertgefühl, persönliche Würde und viel Hoffnung für die Zukunft. In den Gefängnissen würden diese jungen Leben weggeworfen durch Kriminalität und Gewalt. Die Jungen haben sich von ihrem Gefängnis-Trauma erholt und helfen aktiv anderen Jugendlichen, die aus dem Gefängnis entlassen wurden und nun in anderen, nicht-staatlichen Jugendcentern untergebracht sind. In der Woche vom 17-18. November fuhren neun Jungen mit ein paar Preda-Mitarbeitern nach Baguio City, um Seminare und Gruppendynamik für Jugendliche der Child and Family Services of the Philippines (CFSPI), einem Gemeinschaftszentrum für Kinder, die in Konflikt mit dem Gesetz stehen, den Children in Conflict with the Law (CICL). Jugendlichen helfen Jugendlichen, ihren Charakter zu stärken, sich wertvoll zu fühlen und wofür es sich zu leben lohnt.

Jetzt steht dem Jugendgericht-Gesetz eine große Herausforderung bevor, da die sehr konservativen örtlichen Politiker und schlecht-informierten Mitglieder der Öffentlichkeit glauben, dass Jugendliche, die im Konflikt mit dem Gesetz sind, streng behandelt und in Gefängnisse gesperrt werden sollten. Einige Mitglieder des Stadtrats von Baguio City verlangen, dass das Gesetz wieder aufgehoben wird. Preda wird beteiligt sein bei einer neuen, öffentlichen Bewusstseins- Kampanie, um das Gesetz und seine Durchführung zu verdeutlichen und warum Gefängnis keine Lösung ist.

Rechtliche Erfolge

Während die meisten unserer Bemühungen, Kinderschänder vor Gericht zu bringen, frustrierend bei Polizei und Staatsanwaltschaft enden, kämpfen wir weiter für Gerechtigkeit für die Kinder und uns. Das Staatsanwalt-Büro in Caloocan City, von wo aus wir viele Kinder retten, hat die Anzeige für Verleumdung gegen uns abgelehnt, weil wir die Notlage der Kinder hinter Gittern auf ITV und CNN senden. Ein dickes Lob an die Gerichtsabteilung, Department Of Justice (DOJ), Es sind 52 Jungen im Preda-Zentrum, der jüngste ist 12 Jahre alt. 29 von ihnen haben immer noch Gerichtsverhandlungen gegen sie laufen. Dem Rechtsbeamten war es möglich, mehrere andere Verfahren einzustellen. Eines davon betraf einen 14jähren, der beschuldigt wurde, einen Mord begangen zu haben. Sein Opfer starb, aber er war zu der Zeit geistesgestört, nachdem er in der Öffentlichkeit von dieser Person zusammengeschlagen wurde. Er verbrachte sieben Monate im Gefängnis, bevor er zu Preda entlassen wurde. Er hat sich geändert und macht sich gut.

Kinder von Sex-Händlern retten

Bei einer kürzlichen, geheimen Überwachungsaktion von Preda haben wir 13jährige Kinder entdeckt, die als Prostituierte in einer Sex-Bar in der Provinzhauptstadt von Zambales benutzt wurden. Die Sex-Industrie breitet sich schnell aus, auch in den ländlichen Gebieten. Diese Sex-Bar, welche in der Nähe des Landesgerichtshofs und der Regierungsbüros liegt, hat ein Duzend junger Mädchen an einheimische und ausländische Kinderschänder verkauft. Eines des Mädchen wurde eine Woche zuvor vergewaltigt und rannte anschließend in das Preda-Heim für misshandelte Mädchen, wo sie uns ihre Geschichte erzählte. So erfuhren wir davon und machten uns auf den Weg, sie alle zu retten. Es war uns möglich, die Kinder während der Arbeit in der Bar zu fotografieren und zu identifizieren und wir gaben den Beweis der nationalen Anti-Menschenhandel-Polizei, aber drei Wochen lang haben sie nicht geantwortet. Dann plötzlichen kamen sie in Form von 10 bewaffneten männlichen und drei weiblichen Beamten, um an dem Ort eine Razzia durchzuführen und die Kinder zu retten, aber alle Minderjährigen waren wie weggezaubert. Vielleicht ein heimlicher Hinweis?! Es stellte sich heraus, dass die Bar einem Polizeibeamter der Provinz gehörte. Drei junge Frauen über 18 wurden gerettet und von der Anti-Menschenhandel-Polizei nach Manila gebracht und es wurde Anzeige erstattet gegen die Frau, die die Bar managte.

Wir fuhren nach Hermosa, in der Provinz Bataan, um ein 13 Jahre altes Opfer der Kinderprostitution zu retten, aber zu unserer Enttäuschung wurde sie nur wenige Stunden, bevor wir eintrafen, entfernt. Es wurde gesagt, dass die Bar „Junger Engel“ einem anderen Polizeibeamten gehöre. Es scheint, dass sogar Engel sich prostituieren…

Nur wenigen Menschenhändler oder verdächtige Kinderschänder wird der Prozess gemacht und noch weniger werden verurteilt. Das wäre schlecht für die Billionen von Pesos des Sex-Tourismus-Geschäfts. Prostitution verbreitet sich und einige einheimische Politiker erlauben dies oder werben sogar dafür, um Touristen anzulocken. Im November machte Preda erfolgreich Wahlkampf für den Gemeinderat von Olongapo, um ein Anti-Prostitution-Gesetz zu erlassen, das die Rechte der Frauen und Kinder schützen soll und um das lokale Bewusstsein für Frauenrechte zu stärken. Es wurde außerdem noch an den Gesetzesentwurf, dass Prostitution illegal ist, erinnert. Buklot, eine Frauenrechtsgruppe, die von Preda unterstützt wird, machte neulich eine Erhebung über die sozialen und hygienischen Bedingungen in Olongapo und in der Stadt Subic. Sie erfuhren, dass es mehr als 4.500 junge Frauen gibt, die im Sex-Geschäft tätig sind.

57 Kinder sind in unserer Obhut, um sich von dem sexuellen Missbrauch zu erholen

Die meisten von ihnen erholen sich sehr gut. Auch sind 7 Kinder darunter, die seelisch gestört sind. Die sind am meisten gefährdet von allen, da sie das Ziel von Pedophilen und Kinderschänder sind, weil sie sich nicht beklagen können oder falls sie es können, denken die Täter, dass ihnen niemand glauben wird. Preda führt regelmäßig Schulungen und Seminare für Eltern, Lehrer und Erzieher durch, wie sie Zeichen von Kindesmissbrauchs erkennen können. Leute aus der Gemeinde werden geschult, Fälle von Kindesmissbrauchs anzuzeigen und wie sie Hilfe von Preda bekommen, indem sie eine SMS an unsere Hotline-Nummer senden. Wir versichern, dass die Hilfe dann unverzüglich auf den Weg geschickt wird. Obwohl viele der Kinder geistig aufgewühlt sind, sammeln Predas Psychologen, Sozialarbeiter und Juristen ausreichend medizinische Beweise, um einen harten Vorwurf gegen den Schänder hervorzubringen. Viele Kinder entwickeln seelische Probleme, nachdem sie missbraucht wurden. Sie sind nur 6-12 Jahre alt. Eine ist schwanger, dies bezeichnet die Ernsthaftigkeit des Missbrauchs. Predas Juristen verfolgen den Fall, aber die Kinder können nicht zu ihren Familien nach Hause zurückkehren. Der Grund ist, dass die Missbraucher noch nicht vor das Gericht, Department of Justice (DOJ) geladen wurden.

Es gibt noch viele andere Fälle, die aber auch nach monatelangem Warten immer noch nicht von der Staatsanwaltschaft in Bataan geprüft worden sind. Wie auch immer, Olongapos Landratsamt war fleissig und schnell, indem sie Akten fanden und Pater Shay Cullen und einige seiner Mitarbeiter wegen übler Nachrede auf der Preda-Homepage www.preda.org anklagten. Der Kläger haben augenblicklich bei dem Gerichtshof Anzeige erstattet. Preda wurde das Recht, sich zu verteidigen, nicht gestattet und das Gericht (jetzt suspendiert) stellte einen Haftbefehl von zwei Tagen aus. Wir appellieren an das Amt für juristische Staatsangelegenheiten, um mehr Kläger gegen die Rechtsbeschaffenheit in Ologapo City und Balanga City, Bataan einzusetzen.

Preda Menschenrechte

Die Teams, um das Bewusstsein für Menschenrechte zu stärken, halten viele Menschenrechts-Seminare in der Provinz Bataan ab, dank der Finanzierung durch irische Hilfe.

Das Team führt Schulungen und Seminare über Kinder- und Frauenrechte durch. In drei Monaten hat das Team für mehr als 9.000 Teilnehmer Seminare abgehalten. Die Seminare sind für Dorf- und Gemeindevorsteher, Bürgermeister, Polizisten und Eltern. Wir verteilen Flugblätter und Kopien der Gesetze an die Kläger und Gerichte, an die Polizei und Sozialarbeiter. Während der Seminare für Eltern und Lehrer, wie man einen Kindesmissbrauch meldet und wie die Angebote von Preda zu nutzen sind, sind diese Informationen durch die Gemeinschaft gewandert. Dies führte dazu, dass viele neue Kinder gerettet und zu Preda gebracht wurden. Außerdem werden mehr Verhandlungen gegen die Kinderschänder abgehalten. Sie sind auf Preda wütend, weil wir ihnen den Prozess machen. Wir müssen wegen der Drohungen und Belästigungen auf unsere Sicherheit Acht geben. Wir begrüßen Eure Gebete für unsere Sicherheit und die der Kinder.

Tausende von Kindern erhalten vorbeugende Aufklärung

Das Team der vorbeugenden Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit, Preventive Education and Public Speaking team (PEPS), haben insgesamt 6378 Kinder, Eltern und Lehrer während der letzten drei Monaten erreicht. Insgesamt haben sie dieses Jahr etwas 23.000 Menschen ansprechen können, ein verblüffendes Ergebnis. Sie benutzen Handpuppen-Theater, Comic-Filme und Diagramme, um die Eltern und Kinder die Thematik nahe zu bringen. Außerdem verteilen sie Broschüren und Visitenkarten an Mütter, so dass diese bei Preda anrufen oder eine SMS schreiben können, um von einem Missbrauch zu berichten und um Hilfe zu bitten. Das ist der Grund, warum das Preda-Heim voll ist von missbrauchten Kindern. Wir können uns nie von einem Kind, das vergewaltigt wurde, abwenden, besonders dann nicht, wenn der Kinderschänder hinter ihm her ist. Wir haben Geld aufgebracht, um ein neues Heim für Kinder zu bauen, um noch mehr Missbrauchsopfer unterbringen zu können. Wir brauchen alle Hilfe, die wir bekommen können. Es waren tolle Gruppen da, um uns zu helfen und wir sind bald an unserem Ziel. Danke an alle von euch, die gespendet und geholfen haben, das Projekt zum Laufen zu bringen.

Die Preda AKBAY-Jugendgruppe

Die Preda AKBAY-Jugendgruppe wächst starker und die neu zusammengestellte Theatergruppe macht sich bereit für ihre Tour im April-Mai durch Deutschland, Frankreich, Spanien, Belgien, Irland und die Niederlande. Die Original-AKBAY-Schauspieler werden im Juli nächsten Jahres nach Australien gehen, um am Internationalen Jugendtag in Sydney teilzunehmen. Dort werden sie zusammen mit anderen Jugendlichen Papst Benedikt treffen. Sie werden außerdem ihr Stück noch an vielen verschiedenen Veranstaltungsorten aufführen. Die Mitglieder sind alle Freiwillige und gehören dem PEPS-Bildungsteam an. Sie werden mit der Handpuppen-Aufführung für Schulkinder weiter machen. Darin wird diesen beigebracht, wie man vor Missbrauch sicher ist und wie man seine Rechte schützt. Die AKBAY-Jugengruppe ist ebenfalls darin aktiv, dass sie ein Radio-Programm produzieren, in dem über die Rechte der Frauen und Kinder in verschiedenen sozialen Umfeldern gesprochen wird.

Robert rettet schon wieder ein 2jähriges Kind zu retten

Das Rechts-Büro fuhr zur Unterstützung von einer verzweifelten und misshandelten, unverheirateten Mutter, deren 2 Jahre alter Sohn Wilson von seinem kanadischen Vater entführt wurde. Am 21.November rettete Predas Rechtsbeamter Robert Garcia den kleinen Jungen. Er konnte den Mann dazu bewegen, den kleinen Jungen der Mutter zu überlassen. Dann hat sich herausgestellt, dass er die Geburtsurkunden von mehreren anderen Kindern von unverheirateten Frauen unterschrieben hat, obwohl er nicht der Vater der Kinder ist. Jetzt ist Wilson sicher zurück bei seiner Mutter und Großmutter.

Letzten August hat Robert auch gewandt einen Kindesentführer in eine entfernte Provinz verfolgt und in einem abgelegenen Bergdorf einen kleinen Jungen gerettet. Jeden Tag bringen verzweifelte Frauen und misshandelte Kinder ihre Rechtsstreitigkeiten an seinen Schreibtisch und trotz der Böswilligkeit während den gerichtlichen Schlachten kämpft er für sie alle.

Es gibt kein Ende der Drohungen und Probleme. Es sind 76 Preda-Mitarbeiter, die in all diesen Projekten arbeiten. Eine vor kurzem stattgefundene, externe Beurteilung eines unterstützenden Wohlfahrtsverbandes zeigt, dass sie mit ihrem hochqualifizierten Einsatz und besten Praktiken eine tolle Arbeit leisten.

Preda Fair Trade

Preda Fair Trade bietet Tausenden Filipinos, Kleinbauern, Kooperativen, Taschen-Machern, Kunsthandwerkern, Bimssteinschneidern und vielen anderen eine bessere Existenzgrundlage und bessere Lebensbedingungen. Tausende von Stellen wurden geschaffen. Die Fabrik, in der Preda-Mangos und andere Früchte verarbeitet werden, gibt 3000 Menschen regelmäßig Arbeit. Alle werden umgehend und gerecht bezahlt für ihre Arbeit unter besten hygienischen Bedingungen bis zu dem Punkt, dass die Fabrik nach dem internationalen Standard von ISO zertifiziert ist. In der Hauptsaison der Mango-Ernte, März bis August, arbeiten 10.000 Menschen in drei Schichten. Dabei handelt es sich um Schüler, von denen Tausende die Schule beendet haben, dank der Sommerjobs durch Preda und Profood getrocknete Früchte.

Auch pflanzen wir jedes Jahr Tausende früchtetragende Bäume. Zusammen mit unseren Partnern helfen wir den Eingeborenen um ihre Rechte zu kämpfen, besonders um ihr angestammtes Land und auch um die Umwelt vor dem Voranschreiten des unverantwortlichen Bergbaus zu schützen. Nicht ohne Risiko, denn vor einigen Monaten fiel ein Führer der Eingeborenen einem Anschlag zum Opfer und der Sicherheitsdienst des Bergbaus feuerten auf die Preda-Mitarbeiter und andere. Die Gefahr endet nie.

Das Ende von preisbestimmenden Kartellen

Die Qualität der naturbelassenden getrockneten Früchte von Preda sind auf dem weltweiten Niveau von hygienischen Standards. Nicht nur, dass Preda und Profood seit Jahren zusammen gegen die mächtigen Riesen der Industrie gekämpft haben und der Ausbeutung der preisbestimmenden Kartelle ein Ende gesetzt haben. Preda und Profood kaufen Hunderttausende von Tonnen Mangos von Kleinbauern und Kooperativen aus allen Gegenden der Philippinen. Wir zahlen einen höheren Preis, um einen Engpass und Wettbewerb für die möchtegern-preisbestimmenden Monopole zu erzeugen. Nach einem kleinen, armseligen Beginn, der von allen belächelt wurde, wurde das Projekt das größte von allen. Die Preda Fair Trade –getrockneten Früchte zu vermarkten ist eine Herausforderung für alle. Wir brauchen überall alle unsere Freunde, um in den europäischen Weltläden für unsere Fair Trade- Produkte Werbung zu machen. Fragt nach den Preda Fair Trade- getrockneten Früchten unter dem Markenname „Forestfeast fair-trade“ (Anmerkung der Übersetzerin: In Deutschland werden die getrockneten Früchte von Preda hauptsächlich von der „gepa“ und „dwp“ verkauft) . Produkte sind in Läden wie Tescos, Dunnes stores, Quinnsworth, Waitrose, Somerfield, Spar, Sainsbury’s erhältlich (Anmerkung der Übersetzerin: In Deutschland gibt es die Preda-Produkte u.a. in Weltläden, bei Rewe und Tengelmann). Preda-Unterstützer müssen nur das nächste Geschäft anrufen und nachfragen, ob sie Forestfeast/Preda Fair Trade –getrocknete Früchte von den Philippinen haben. Diese sind schöne Weihnachtsgeschenke für Eure Familien – und die Bauern und Kinder von Preda.

Ich wünsche allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

Pater Shay Cullen, die Mitarbeiter und die Kinder

Kontakt: predair@info.com.ph
Website: www.preda.org
Upper Kalaklan, Olongapo City, 2200 Philippines
Übersetzt von Annegret Schrade

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Newsletter Februar – März 2007

March 7th, 2007 No comments

Liebe Freunde,

Um die vom Missbrauch verursachten psychologischen Narben unserer Kinder langfristig zu heilen, ist es besonders wichtig die Kinder vor Gericht zu vertreten und die Schänder die ihnen diese Narben zugefügt haben zu verurteilen. Was selbstverständlich ist in europäischen Rechtssystemen ist eine der schwierigsten Aufgaben im philippinischen Rechtssystem. Nur mit Beharrlichkeit und Entschlossenheit kann diese Aufgabe bewältigt werden. Beinahe scheint es als ob das System darauf aus sei das Mädchen so zu entmutigen, dass sie vor Erschöpfung aufgibt und am Ende nicht einmal aussagt. Es kann passieren, dass sie von dem Pflichtverteidiger des Täters in einem skrupellosen Kreuzverhör eingeschüchtert wird. Hinzu kommen endlose Verzögerungen die selbst die engagiertesten Verteidiger und juristischen Hilfskräfte zum verzweifeln bringen und beinahe zur Aufgabe zwingen. Aber sie geben nicht auf – sie kämpfen für Gerechtigkeit. Es gibt ein paar Gerichtsräume die mit Videokonferenz Equipment ausgestattet sind um das Kind abzuschirmen.

Die endlosen Verzögerungen durch den Anwalt der Verteidigung, den Richter und den Ankläger verursachen diese Scharade der Justiz in vielen Gerichtssälen. Wenn der Angeklagte über finanzielle Mittel verfügt kann er die Eltern, die Gerichtsbeamten und sogar den Richter mit Bestechungsgeldern erpressen. Erst kürzlich musste ein Familienrichter zurücktreten da gegen ihn Dokumente vorlagen die beweisen konnten, dass er zwielichtige Verhandlungen außerhalb des Gerichtsraumes geführt hat.

Im Jahr 2002 hat ein Onkel seine 4 Nichten sexuell missbraucht. Daraufhin haben sowohl die Mutter als auch die Tanten und Schwestern des Kinderschänders die Kinder davon abgehalten auszusagen und somit wurde der Fall aufgelöst. Heute leben zwei der Mädchen bei PREDA und wir sind dabei den Fall in einem anderen Gericht wieder aufleben zu lassen. Ein Mädchen, das angeblich von einem Polizisten missbraucht wurde, ist von ihrer Mutter überredet wurden aus dem PREDA Zentrum zu fliehen und wieder nach Hause zu kommen – gegen eine Belohnung. In wenigen Wochen wurde sie dazu gezwungen eine eidesstattliche Erklärung zu unterschreiben. Die Anklage gegen den Polizisten wurde somit wieder zurückgenommen. Preda wird dagegen Einspruch einlegen.

Gerechtigkeit für missbrauchte Kinder

Einige aktuelle Berichte sind heute auf meinem Schreibtisch gelandet. Ein Predamitarbeiter wurde innerhalb kürzester Zeit über die Vergewaltigung einer Neunjährigen informiert. Das Kind wurde gefunden und sofort ins Krankenhaus gebracht. Der Vergewaltiger konnte mit Hilfe anderer Kinder identifiziert werden und wurde umgehend festgenommen und ins Gefängnis gebracht. Nur dank der vielen von PREDA-Mitarbeitern gehaltenen öffentlichen Seminare die der Aufklärung und dem Schutz unserer Kinder dienen, haben aufmerksame Nachbarn die Gefahr erkannt und somit geholfen den Vergewaltiger in die Ecke zu treiben und festzunehmen. Im Vordergrund steht allerdings die Vorbeugung solcher Gewalttaten.

Das PREDA Rettungsteam hilft den Eltern der missbrauchten Mädchen gerichtlich gegen den Kinderschänder vorzugehen und das Kind in die Obhut des PREDA Kinderheims zu geben, speziell wenn die Eltern oder das Mädchen von dem Anhang des Schänders bedroht werden. Die philippinische Regierung verfügt nicht über solche Rettungsteams oder Unterkünfte für Kinder, die Opfer von brutalen Verbrechen geworden sind.

Ein weiterer Fall der PREDA zugetragen wurde ist der Missbrauch eines Dreijährigen Mädchens von einem Fünfzehnjährigen Jungen. Ein anderer Report besagt dass eine Neunjährige mehrfach von zwei Elfjährigen und einem Fünfzehnjährigen missbraucht wurde. Obwohl dieser Fall an offizielle Beamte der Stadt weitergeleitet wurde, sind keine Maßnahmen ergriffen wurden. Es stellte sich heraus, dass die Verdächtigen Söhne sehr wohlhabender Familien sind. Das PREDA-Team wird versuchen das Mädchen zu finden und ihr zu helfen.

Mädchen die in das PREDA Kinderheim kommen sind zwischen sechs und siebzehn Jahren alt. Kürzlich wurde eine Dreizehnjährige aus einer Sexbar in der nahe liegenden Provinz Bataan befreit. Sie wurde mehrfach von Kunden der OK Fine Bar missbraucht und ist nun erleichtert dass wir sie retten konnten. Bei PREDA betet sie nun jeden morgen mit den anderen Mädchen und dankt dem lieben Gott für ihre Befreiung und betet dafür, dass mehr Mädchen gerettet werden können.

Eine Siebzehnjährige wurde aus einer Cyber Sexbar in Zambales befreit und viele mehr warten darauf endlich befreit zu werden. Insgesamt leben nun 55 Mädchen bei PREDA, alle wurden vor Kinderschändern und Ausbeutern gerettet. Sie leben nun ein glückliches, gesundes Leben im PREDA Kinderheim. PREDA hat nun zusätzlich ein neues kleines Heim gegründet, das speziell für Mädchen gedacht ist, die eine intensive Behandlung benötigen. Die Ordensväter des St. Columban Ordens haben PREDA ein kleines Haus zur Verfügung gestellt. 15 Mädchen können dort ein neues zu Hause finden. Wenn die Zahl der zu beherbergenden Mädchen steigt, werden wir hoffentlich mit Hilfe großzügiger Unterstützung ein größeres Haus bauen.

Der längste Rechtsstreit endet mit Verurteilung des Vergewaltigers
Einer der längsten und härtesten Rechtsstreits endet mit der Verurteilung des 22-Jährigen Alvin Lizardo. Er hat ein junges Mädchen missbraucht und vergewaltigt. Das Mädchen hat einige Jahre bei PREDA ein sicheres Zuhause gefunden. Ihr wurde massiv gedroht die Anklage gegen Alvin Lizardo fallen zu lassen. Ihre Standhaftigkeit wurde am Ende belohnt. In einem 8 jahrelangem Rechtsstreit mussten wir den Fall an ein Familiengericht überweisen und erst mit Hilfe eines Anwaltes wurde der Täter letztendlich verurteilt. Nichtsdestotrotz ist der Täter weiterhin auf freiem Fuß und spielt unverblümt Basketball in der Öffentlichkeit. Die Polizei von Muntinlupa hat den Haftbefehl nicht ausgeführt. Preda hat den Polizei-Chef nun ausdrücklich gebeten notwendige Maßnahmen zu ergreifen um zukünftige Missbrauchshandlungen des Schänders zu verhindern.

Unschuldige Kinder zu beschützen ist ein gefährlicher Job
In einigen Fällen zahlen die Kinderschänder einen Teil des vereinbarten Bestechungsgeldes an die Eltern des Kindes. Dann versuchen die Eltern ihr Kind aus dem Preda Kinderheim zu locken so dass das Kind nicht aussagen kann vor Gericht. Wenn sie dabei Erfolg haben, zahlt der Schänder ihnen die restliche Summe des Bestechungsgeldes. Vereinfacht wird dieses ‚illegale’ Abkommen durch die Mithilfe lokaler Beamter. Somit ist es für uns äußerst prekär und schwierig diese Kinder zu beschützen. Die Kinderschänder wehren sich mit allen Mitteln gegen die Anklage und bedrohen uns oder verklagen uns sogar. In der Vergangenheit wurden wir wegen Kindsentführung, Beleidigung und übler Nachrede verklagt: Wir haben jedoch all diese Fälle gewonnen da bewiesen werden konnte, dass die Sex Mafia die Tatsachen verdreht hat und mit Falschaussagen versuch hat, die Prozesse zu gewinnen. Zurzeit wird das Preda-Team wegen übler Nachrede angeklagt auf Grund einer Information aus dem Internet die an das Gericht weitergeleitet wurde. Diese Anklage ist erfolgt obwohl die Information über den ‚statue of limitations’ hinaus verfallen ist und keine Verleumdung darstellt. Wir waren schockiert als wir von der Entscheidung des Richters gehört haben. Außerdem hat der Richter noch gefordert, dass das gesamte Preda-Team vor Gericht gestellt werden sollte, trotz unseres Antrags den Fall aufzulösen. Eins steht fest: Hier geht es nicht mit rechten Dingen zu. Die Anklage wegen Verleumdung die gegen mich geführt wird weil ich mit Hilfe von ITV und CNN die Zustände in Jugendgefängnissen dokumentiert habe ist noch in der Schwebe. Beide Dokumentationen über die verheerenden Zustände in philippinischen Gefängnissen die 2005 und 2006 weltweit ausgestrahlt wurden, haben dazu beigetragen, dass der philippinische Kongress das „Juvenile Justice Bill“ verabschiedet hat. (ein Gesetz dass dem Schutz von Kindern dient die mit dem Gesetz im Streit liegen und das die Festnahme von Kindern als letzten Ausweg sieht) Verleumdung ist in den Philippinen eine Straftat und sollte ich schuldig gesprochen werden, könnte ich im Gefängnis landen. Ich hoffe, ITV und CNN kommen noch einmal in die Philippinen um diesen Fall zu dokumentieren.

Unser Heim für Jungen ist nun auch beinahe bis aufs letzte Bett besetzt. Die Verabschiedung des ‚Juvenile Justice Bill’ und dessen Gesetzesausfertigung im Jahre 2006 nach einem neunjahrelangen Feldzug wird nun langsam aber sicher von einigen Regierungsbeamten in die Tat umgesetzt. Das Gesetz ist rückwirkend gültig, was heißt dass Jugendliche und Kinder die in Untersuchungshaft sind zum PREDA Kinderheim für Jungen überwiesen werden können. Wir sind momentan in den letzten Zügen ein neues Haus auf dem Lande für die Jungs zu kaufen. Dort würde dann ein Berufbildungszentrum entstehen und eine Biofarm, so dass wir unsere eigenen Lebensmittel anbauen können.

2006 haben wir 71 Kinder im Alter von 8 bis 16 aus dem Gefängnis oder aus Polizeistationen gerettet. Einige Jungs wurden anhand von Gerichtsbeschlüssen aus dem von der Regierung geleiteten Jugendgefängnis CRADLE entlassen. CRADLE ist ein Gefängnis-ähnliches „Rehabilitationszentrum“ für Jungs, das allerdings mehr einem Gefängnis als einem Rehabilitationszentrum gleich kommt. Als ich das Gefängnis mit unserem Ordensbruder Pater David O’Halpin aus Irland besucht habe, haben wir Jungs vorgefunden die nicht älter als 8 Jahre alt waren. Das ‚Zentrum’ hat vier Stockwerke, die ‚Dorms’ (Zellen) haben doppelte Gefängnisgitter und ist umzäumt von hohen mit Stacheldraht versehenen Mauern.

Obwohl unser Besuch angekündigt wurde, schienen die Jugendlichen träge und lethargisch. Die Kinder sind nach Alter und Clique in den Zellen aufgeteilt. Und obwohl das Anwesen sauber ist und die Mauern mit bunten Landschaftsbildern bemalt sind, denken die Jungen an nichts anderes als an Flucht.

Eine Gefängniswärterin leitet das Zentrum. Vor einiger Zeit haben 4 Jugendliche versucht über die Mauern zu fliehen und wurden mit Schüssen aufgehalten. Zwei der Jungen konnten sich von den Schusswunden erholen und wurden letztendlich ins PREDA Zentrum überwiesen. Das PREDA Kinderheim für Jungen ist offen. Wir zäunen die Jugendlichen nicht mit Mauern und Toren ein und wir haben auch keine Wärter. Die Jungen bleiben weil sie sich geborgen fühlen und spüren, dass sie gewollt sind. Außerdem vermitteln wir den Jungen, dass sie wertvoll sind; sehr wichtig wenn es darum geht das Selbstbewusstsein und die eigene Wertschätzung der Jugendlichen zu restaurieren. Lediglich 7 Jungs haben das Zentrum ohne Erlaubnis verlassen um zurück zu ihren Familien zu gehen. Bis heute besuchen wir sie dort. Sie haben eine liebevolle Familie und hatten großes Heimweh. Wenigstens konnten wir dafür sorgen, dass ihre Anklagen fallen gelassen wurden.

Eine große Veränderung hat es in der zweiten Hälfte 2006 beziehungsweise im Januar 2007 gegeben. Das neue Gesetz zeigt erste Erfolge. 33 Jungen wurden direkt zu Preda gebracht von Sozialarbeitern und Eltern und wurden nicht wie früher angeklagt und hinter Gitter gesperrt. Preda Mitarbeiter besuchen dennoch regelmäßig Polizeistationen und finden dort Minderjährige hinter Gittern. Wir bemühen uns im ihre Freilassung. Im Preda Kinderheim für Jungen sind immer wenigstens 40 Kinder zu Hause, in Hochzeiten bis zu 62 Kinder. Wir haben es ermöglicht, dass gegen 22 Jungen die Anklage fallen gelassen wurde und ihre Akte geklärt wurde. Wir arbeiten momentan an weiteren 23 Fällen und hoffen auf baldige Erfolge.
Wir besuchen weiterhin Gefängnisse in Polizeistationen in Manila und anderen Städten. In Caloocan City, einem Stadtteil von Manila, konnten wir 5 Minderjährige im Alter von 13, 15 und 16 finden. Das neue Gesetz wird in diesem Viertel noch nicht angewandt. Die Sozialarbeiter von Preda werden in Kooperation mit Sozialarbeitern der Gerichtssäle dafür sorgen, dass diese Jungs frei gelassen und zum Preda Zentrum überwiesen werden. Gegen die Jungs wurde Anklage erhoben obwohl 4 von ihnen 15 Jahre oder jünger sind.

Internet
Die PREDA Webseite – www.preda.org (www.preda.org/german) – wird seit Anfang Januar im Durchschnitt 56.000 Mal im Monat besucht. Letzten Dezember waren es noch 52.000 Besucher im Durchschnitt. Unsere Fair Trade Seite www.preda.net wird ebenfalls oft besucht und oft kontaktieren uns neue Käufer durch sie. Das RAIN Projekt das für Recherche und Networking zuständig ist, hat nun 9500 Emails in der Database und sendet regelmäßig Artikel und Informationen über die Arbeit von Preda an unsere Freunde, Partner und Unterstützer.

Besucher erleben Integrationsaktivitäten mit den Kindern
Letztes Jahr haben 56 Gruppen Preda besucht um die Integrationsaktivitäten mit den Jugendlichen bei Preda mitzuerleben. Die Preda Kinder haben die Gäste unterhalten und im Gegenzug haben die Gäste an Gruppendynamik Aktivitäten teilgenommen. Wir haben einige Willkommenspartys organisiert in denen die Kinder ihre Gesangs, – und Tanzkünste unter Beweis stellen konnten. Außerdem haben die Gäste einen Einblick in die verschiedenen Projekte von Preda bekommen. 389 Gäste aus verschiedenen Ländern unter anderem aus Japan, den Niederlanden, Deutschland, Spanien, Irland, Afrika, der Schweiz, Kanada, Amerika und auch aus den Philippinen haben an unseren Aktivitäten teilgenommen und mehr über Preda erfahren. Alleine zwischen Januar und Februar haben wir 11 Gruppen mit 34 Personen aus Korea, Irland, Deutschland, Indien und den Philippinen bei uns aufgenommen.

Umweltschutz
Fr. Shay Cullen hat an einer wichtigen Versammlung über die Situation im Bergbau an der Santo Tomas Universität in Manila teilgenommen. Dort wurde für den Schutz von eingeborenen Stammesminderheiten geworben. Zambales ist das zu Hause der Aetas. Ihre Lebensweise wird durch kontinuierliche Bergbauinitiativen in der Region und skrupellose Landbesitzer bedroht.

Die Zambales Provinz ist bekannt für das Vorkommen von Chromsäuresalz, Kobalt, Nickel und anderen Metallen. Man findet auch Kupfer, Gold und weitere nichtmetallische Mineralien wie Talk und Asbest. Man sieht, wie reich an Bodenschätzen unsere Provinz eigentlich ist. Bergbau Firmen sind nun schon lange in unserer Provinz tätig und einige Unternehmen mussten ihre Tätigkeiten stoppen nachdem sie jahrelang grossteile unserer Bodenschätze geplündert hatten. Und dennoch ist es kaum zu übersehen: die Provinz Zambales ist und bleibt sehr arm.

Schon früher wurde unser Ökotourismus und die Artenvielfalt in unseren Bergen durch das enorme Interesse der Bergbaufirmen an unseren Bodenschätzen bedroht. So gut wie in allen Städten ist Bergbau vorzufinden. Der Vulkan Pinatubo in Palauig in der Provinz Zambales hat eine reiche, biologische Vielfalt und schwebt nun in großer Gefahr. Obwohl der Vulkan unter Umweltschutz steht, fahren Bergbaufirmen mit Hilfe internationaler Investoren fort das Gebiet zu schädigen indem sie Bäume fällen und das umgebende Land zerstören. Der unbeschränkte Bergbau findet meist auf dem Land der Aete statt – der Ureinwohner der Philippinen. Ihr Land wird sowohl mit gefälschten Befugnissen oder ganz ohne Erlaubnis besetzt. Das Umweltschutzteam von Preda versucht die einheimische Bevölkerung in Zambales aufzuklären und ihnen ihre Rechte zu erläutern. Nur so können sie mit zuständigen Beamten über die Existenz des Bergbaus in ihrer Region verhandeln.

Preda folgt dem Öko Trend – Inspektoren werden ausgebildet.
Um den organischen Anbau der „Carabao Yellow Mango“, eine köstliche und gesunde Mangofrucht die auf den Philippinen wächst, zu fördern, bildet Preda momentan 14 Inspektoren aus. Drei von ihnen stammen aus einheimischen Gemeinden in Zambales und sie werden von Lani Limpi und Tony Santos ausgebildet, beides Mitglieder des Organischen Zertifikationszentrum der Philippinen (OCCP). Der Fokus lag auf der Entwicklung des „Preda Internal Organic Standard“ und einer gemäßen Betriebsanleitung im Einklang mit den OCCP/IFOAM/NATURLAND Standards. Die Inspektoren werden alle Mitglieder der „Small Holder Group Certification“, die von Preda Fair Trade organisiert wurden, untersuchen. Das Team wird eine Reihe von Trainingsabläufen mitmachen und es wird erwartet, dass das „Internal Control System“ für Mangos im September in Kraft treten wird. Preda wird das „Inspection“ und „Certification“ Übereinkommen ab Oktober anwenden können – gerade rechtzeitig zum Beginn der Mangoblüte im November. Wir werden somit höchstwahrscheinlich im März 2008 unsere ersten ökologischen Mangos ernten und werden vollständig zum ökologischen Anbau gewechselt haben bis spätestens März 2009.

Abschaffung der Sklaverei
Fr. Shay wird einen Eröffnungsvortrag bei einem Kongress in Hull am 23 Februar und einen am 28 Februar an der Essex Universität halten anlässlich des zweihundertjährigen Jubiläums der Abschaffung der Sklaverei durch das englische Parlament. William Wilberforce war der jüngste Parlamentarier der jemals ins britische Unterhaus gewählt wurde und somit Abgeordneter von Hull und Yorkshire wurde. Er richtete seine Bemühungen darauf, Sklaverei zu beseitigen nachdem er durch Lesen und Recherche über das Leben von Million von afrikanischen Sklaven erfahren hatte, die von britischen Häfen nach Amerika verkauft und verschifft wurden. Mit Hilfe von Thomas Clarkson konnte er schließlich die anderen Parlamentarier davon überzeugen, dass Sklaverei moralisch gesehen menschenunwürdig sei. William Wilberforce galt als einer der großen Bürgerrechtskämpfer seiner Zeit.

Am 3. März wird im West Grave Hotel, Clane, Co. Kildare Irland, eine Dinner/Tanzveranstaltung organisiert von Bernie Walsh für die Preda Kinder stattfinden. Fr. Shay Cullen wird einen Vortrag mit Diashow präsentieren und es wird eine Auktion von wertvollen Gegenständen geben. Bei Interesse kontaktieren sie bitte Bernie Walsh unter 0851264778 oder Mary Kinsella unter 0872277831 oder 018335101.

Friede und Segen

Fr. Shay Cullen und die Kinder des Preda Team

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Newsletter Dezember 06

December 21st, 2006 No comments

Liebe Freunde,

die Weihnachtszeit hat bereits begonnen und wir planen die Weihnachtsfeiern, Tages- und Strandausflüge für die vielen Kinder, die wir aus Gefängnissen und Bordellen gerettet und vor weiterem Missbrauch bewahrt haben. Die Zahl der geretteten und in die Sicherheit der Erholungsheime gebrachten Kinder hat sich in den letzten sechs Monaten verdoppelt.

In den Heimen sind nun 54 Mädchen im Alter zwischen 8 und 17 Jahren und 64 aus dem Gefängnis gerettete Jungen untergebracht. Der jüngste von ihnen ist 7 Jahre alt. Damit sind doppelt so viele Kinder bei uns wie ursprünglich geplant. Dank zusätzlicher Spenden engagierter Unterstützer wie Ihnen und den Einnahmen aus dem Fairen Handel können wir bis jetzt auch diesen zusätzlichen Kinder helfen. Wir lehnen bedürftige Kinder niemals ab. Dies ermöglicht uns der Herr, indem er durch gute Menschen wie Sie wirkt.

Trotzdem ist die zusätzliche Zahl an Kindern eine große Belastung für unsere Einrichtungen und die überbelegung ein Problem. Wir suchen aktiv nach weiteren Mitteln, um Land zu kaufen und neue Heime zu bauen. Das von der Regierung aufgegebene Gebäude und Land ist nicht an uns übergeben worden, weshalb wir nun unser eigenes kaufen müssen.

Die gestiegene Zahl der Kinder, denen wir helfen, ist ein Beweis unseres Erfolgs. Wir sind erschüttert, dass so viele Kinder missbraucht und verstoßen werde, aber auch froh, dass wir so viele von ihnen retten und so vielen helfen können. Die PREDA-Teams für Menschenrechte und Aufklärung schaffen in der Bevölkerung ein neues Bewusstsein für die Rechte der Kinder und informieren darüber, dass PREDA missbrauchten Kinder Hilfe anbietet. Diese kommen dann oft von selbst und bitten um Hilfe. Allen geht es gut und die abgeschlossene Geschichte der unglaublichen Zwillinge ist der beste Beweis dafür. Wir versuchen das korrupte Bestechungssystem zu stoppen, indem lokale Beamte Zahlungen zwischen Kinderschändern und Eltern arrangieren und sich dabei selbst bereichern. Durch dieses System bleibt der Kinderschänder unbestraft, während das Kind und andere verletzbar und einem hohen Risiko ausgesetzt zurückbleiben.

Der PREDA Rechtsgehilfe Robert Garcia führt 35 Verfahren gegen die Vergewaltiger der Mädchen in unserem Heim und arbeitet daran, dass die Verfahren gegen 36 der geretteten Jungen fallen gelassen werden. Bisher hat er 7 Fälle gewonnen. Er koordiniert außerdem die Verteidigung der PREDA-Mitarbeiter und mir in zwei Verleumdungsklagen, die die Sex-Mafia gegen uns eingereicht hat. Sie werden den Versuch, uns zu bezwingen und uns an unserer Arbeit zu hindern, nie aufgeben. Wir brauchen Ihre Gebete auch wegen der Morddrohungen gegen uns. Es gibt heutzutage viele Morde an Journalisten und Menschenrechtlern auf den Philippinen.

Der offene Kampf, den wir gegen den Sextourismus führen, verängstigt die Freier und bewahrt so die Kinder vor Missbrauch. Gleichzeitig reizt er aber die Sexclubbetreiber und lokalen Politiker. Sky News hat zwei Reportagen über unsere Bemühungen, britische Pädophile vor Gericht zu bringen, gedreht und in Irland brachte die Sunday Tribune zwei Wochen lang ganzseitige Berichte über irische Pädophile und unsere Anstrengungen sie hinter Gitter zu bringen. Alles gute Publicity, um Bewusstsein für die Not der vielen missbrauchten Kinder zu schaffen.

Fünf Mädchen, 14 bis 16 Jahre alt, wurden kürzlich aus der Prostitution gerettet, als sie von Zuhältern auf der Straße angeboten wurden. Ihre Eltern sind verarmt und so bekamen die Kinder nur einmal am Tag zu essen und dann auch nur eine Handvoll Reis und ein Stückchen Fisch. Sie waren kurz vor dem Verhungern. Nach ihrer Rettung erholen sie sich nun bei PREDA aber gut und können bald wieder zurück zur Schule gehen und ein besseres Leben leben. PREDA hilft auch bei Ermittlungen in Sexbars in Olongapo und Angeles City und fand dabei junge Mädchen, die dort prostituiert werden. Laut amtlichen Hygienekliniken gibt es etwa 5000 junge Frauen und auch einige Minderjährige, die im Gebiet von Olongapo und Subic prostituiert werden.

Das Outreach Team kümmert sich um 72 Straßenkinder. Es hilft ihnen zurück in die Schule zu kommen und sorgt dafür, dass sie jeden Tag im öffentlichen Park eine ordentliche Mahlzeit bekommen. Wir hoffen, bis Juli 2007 ein Wohnheim für sie zu haben. In der Zwischenzeit kümmern wir uns um täglichen Kontakt, Unterricht und Strandausflüge, damit sie glücklich und sicher vor größeren Problemen mit der Polizei sind. Sie bekommen wieder Würde und ein neues Selbstwertgefühl, sodass sie von der Straße runter wollen und zurück in Schule. Immer mehr Kinder nehmen an diesem Programm teil.

Eine traurige Episode war das Urteil eines Richters des Gerichts in Iba, der das Sorgerecht für eines unserer Kinder dessen Vergewaltiger zusprach. Der mutmaßliche Pädophile strengte das Verfahren an, um das Mädchen aus der schützenden Fürsorge von PREDA zu bekommen. Sie ist erst 15 und hatte große Angst davor, in das Haus zurückzukehren, indem sie missbraucht worden war. Trotz dessen entschied der Richter, eventuell unter politischem Druck, gegen uns und setzt das Kind so der Gefahr weiterer sexueller Belästigung aus. Wir konnten jedoch die Familie des Kindes dazu bewegen, es zu seiner Tante in eine andere Provinz zu bringen. Wir kontrollieren, ob dem auch so ist. Sie können Kinder schützen, indem Sie einen Brief über ihre Bedenken bezüglich falscher Gerichtsurteile wie diesem an The Court Administrator, Supreme Court, Padre Faura, Metro Manila, Philippines schicken.

Die ständigen Seminare und Fortbildungen für Regierungsbeamte bringen positive Resultate und unsere Lobbyarbeit hat in den letzten Wochen große Fortschritte gemacht. Die Asien-Ausgabe des Reader’s Digest brachte einen langen Artikel über das Projekt zur Rettung von Kindern aus dem Gefängnis. Kürzlich liefen im nationalen Fernsehen sechs und im lokalen zwei Berichte über die Arbeit von PREDA. Diese konzentrierten sich auf die Auswirkungen, die die Stationierung des US-Militärs auf die Philippinen und den Missbrauch von Frauen und Kindern hervorrief.

Kürzlich wurde ein US-Marine-Soldat für die Vergewaltigung einer jungen Frau hier in Subic Bay zu 40 Jahren Haft verurteilt. Eine historische erste Verurteilung eines Angehörigen der US-Marine. Drei weitere US-Marines wurden freigesprochen. Es ist wahrscheinlich, dass das Berufungsgericht das Verfahren aber fallenlassen und den Soldaten in ein paar Wochen freilassen wird. Der Fall brachte die erfolgreiche PREDA-Kampagne wieder in den Fokus der Medien, mit der wir 1992 die Umwandlung der US-Basis in eine High-Tech- und Freihandelszone bewirkten und so die sexuelle Ausbeutung von Frauen und Kinder durch US-Soldaten stoppten.

Nachrichtenbeiträge von ITV/CNN aus den Jahren 2005 und 2006 zeigten den schrecklichen Missbrauch von Kindern in den Gefängnissen. Ich habe dabei geholfen, die verdeckten Aufnahmen zu machen. Die weltweite Ausstrahlung half bei der Verabschiedung des Jungendschutzgesetzes. Dieses neue Gesetzt hindert die Polizei daran, Kinder ins Gefängnisse zu werfen und verpflichtet sie stattdessen dazu, sie in Heime wie dem von PREDA zu bringen. Aus diesem Grund ist unser Heim jetzt auch so voll. Einer der mutmaßlichen Pädophilen, der in diesen Fernsehberichten gezeigt wurde, reichte Verleumdungsklage gegen mich ein. Das ist eine gängige Taktik, mit der wir aber rechnen.

Am 8. Dezember begleitete ich das PREDA-Rettungsteam, um 20 Arbeiter aus Zambales, Frauen und Kinder aus einem Arbeitslager im weit entfernten Batangas zu retten, wo sie mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden waren ohne Bezahlung zu arbeiten und wie Tiere zu leben. Zusammen mit einer gegen Menschenhandel spezialisierten Polizeieinheit eilten wir ihnen zu Hilfe, befreiten sie und sorgten für die Verhaftung und Anklage der Erpresser. Die ausgebeuteten Arbeiter wurden freigelassen und für sie gesorgt. Sie haben große Not und Ausbeutung erlitten, sind aber glücklich, zu Weihnachten wieder daheim zu sein. Wir haben ihnen Nahrung, Kleidung und Geld gegeben, um sich erholen zu können.

Pia, unsere genesenes Kind und mittlerweile junge Frau, wurde mit einem internationalen Preis für ihren Mut und ihre Belastbarkeit im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern ausgezeichnet. Nachdem sie die ganze Härte der Ausbeutung und des Missbrauchs ertragen musste, ist sie nun eine sehr stimmgewaltige und kraftvolle Sprecherin für die Menschenrechte geworden. Sie hat ihre Vergewaltiger ins Gefängnis gebracht und wirbt nun für die Rechte der Kinder. Sie ist gerade von einer Vortragsreise durch Japan zurückgekommen, wo sie den prestigeträchtigen Preis bekommen hat. Pia ist nun im College, wo sie eine Ausbildung zur Schwesternhelferin macht.

Wir sind schwer beschäftigt, an Demonstrationen für die Frauenrechte teilzunehmen. Wir organisierten Busladungen voll Jungendlicher, die zum Senat marschierten und für ein Gesetz gegen Prostitution geworben haben. Letzte Woche stellten wir eine große Feier anlässlich des Menschenrechtstags auf die Beine. Das PREDA-Team organisierte medizinische und zahnmedizinische Behandlungen für Arme, Diskussionsforen für die Jungendlichen und Presseinterviews, um die allgemeine Bevölkerung zu informieren. Ich könnte noch viel mehr erzählen, aber die Zeit drängt und Platz gibt es auch keinen mehr. Aber wir kämpfen weiter für Gerechtigkeit und danken Ihnen für Ihre Solidarität und Unterstützung.

Mein Buch “Passion and Power” ist über per Post erhältlich. Wir verdienen 6 Euro pro Buch. Bitte verschenken Sie das Buch an Weihnachten und erzählen Sie Ihren Freunden davon. Wenn Sie Exemplare zugeschickt bekommen möchten, schreiben Sie bitte an Hughes and Hughes Book Shop, Marine Road, Dun Laoghaire, Co. Dublin, Ireland oder per Telefon – 003531 2020010 . Über folgende Seite können Sie auch direkt online bestellen:

Friede und Segen an Weihnachten und für das Neue Jahr

Fr. Shay Cullen und die Kinder und das PREDA-Team

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Newsletter Juli 06

July 31st, 2006 No comments

Waehrend ich dieses hier schreibe, werden die Filipinen von mehreren Typhoons angegriffen. Die durchlaufenden Winde und Regenschauer durchfluten das Land, die elektrische Versorgung ist  unterbrochen , der Vekehr steht teilweise still und die Schulen sind fuer einige Tage geschlossen. Nichts von dem hat die Arbeit vom PREDA Team beeinflusst. Die Arbeit geht wie immer weiter. Es werden missbrauchte Kinder  befreit und die Ermittlungen und Suche nach Beweisen , um die Peiniger vor Gericht zu bringen, werden ohne Verzoegerung fortgefuehrt.

Im Hause PREDA sind die Kinder mit Hausaufgaben , Terapien , ratgebenen Sitzungen, sowie dinamischen Gruppenarbeiten beschaeftigt. Unser Ueberwachungsteam  ist unterwegs, um Beweise gegen Sexhaendler und internationale Sextouristen zu sammeln.

Letzten Monat wurde die 35 jaehrige Hotelangestellte, Analyn aus dem Stadtteil “ Barrio Barretto, Olongapo City, von einer Gang von zehn betrunkenen jungen Maenners ueberfallen und von einer Strandparty verschleppt. PREDA hat ihr Schutz und Rechtsunterstuetzung angeboten. Sie wurde fast getoetet von diesen Soehnen wohlhabender  Geschaeftsleuten und Ofizieren des Militaers, betrunken und mit Drogen vollgepumpt auf ihrerm Zechgelage. Sie wurden festgenommen und im Gefaengnis von Olongapo City inhaftiert, aber bald schon haben  ihre beziehungsreichen Eltern erreicht ,dass die zustaendigen Behoerden die Entfuehrer ohne Anklage  entlassen und sie wurden nach Hause geschickt. Die verantwortliche Person bei Gericht teilte uns mit, , dass sie nicht machen konnten, da es an Beweisen mangelte. Anstatt dessen ist man damit beschaeftigt Verleumnungsklagen gegen uns vorzubereiten. Mayor Bong Gordon, ein netter Mann, er erscheint schwach und unbeeindruckt, da die Vergehen des Sextourimus und Vergewaltigungen nicht betraft werden.

Es ist eine nicht endende Arbeit der Schutz von Opfern, welche missbraucht wurden, die Ungerechtigkeit und der Versuch dieses korrupte Sistem wenigsten ein wenig  zu aendern. Es ist wirklich ein niedriger Nivel, an welchen wir angekommen sind, wenn stuendlich mehr als ein Kind entfuehrt  wird und die Peiniger mehr Schutz von den Behoerden erhalten als die Opfer.

Strassenkinder erhalten taeglich Essen und Schutz
Hunderte von Kindern sind auf den Strassen von Olongapo und in anderen Staeten. Sie leben unter den Bruecken und mit den starken Regenfaellen und der steigenden Flut, ist die Gefahr , dass sie erkranken groesser als nie. PREDA kuemmert sich um die verlassenen Strassenkinder und Jugentliche. Viele von ihnen erhalten eine Schulung durch ein spezielles Erziehungsprogramm. Mit Hilfe von Pater Chris Riley’ s Projekt “ Jugentdliche weg von der Strasse “ geben die Sozialarbeiter von PREDA den Kindern taeglich ein nahrungsreiches Essen bei PREDA oder im Marikit Park. Medizinische Versorgung ist vorhanden, wenn diese benoetigt wird. Waehrend der Regenfaelle kommen sie zum Zentrum von PREDA, welches ihnen Schutz und Nahrung gibt. Sie spielen und werden unterrichtet  Viele der Kinder koennen weder lessen noch schreiben. Sie brauchen ein  Zuhause und wir versuchen ihnen dies zu zu geben.

Es gibt keine Sozialdienste fuer die Armen, Kranken, Alten , Arbeitslosen und Strassenkinder, wie in den entwickelten Laendern , auf den Filipinen. Die nationale Regierung hat nur eine handvoll von Rehabilitationszentren. In ganz Luzon gibt es nur ein staatliches Heim fuer Maedchen, welche dem Menschhandel zum Opfer gefallen. sind Dieses Zentrum ist ueberfuellt, langweilig und inspiriert niemanden. Die Kinder laufen regelmaessig weg. Es ist daher sehr schwer Beweise gegen Ihre Peiniger zu erbringen und somit unmoeglich diese vor Gericht anzuklagen. Viele von ihnen werden von der  Behoerde fuer Sozialentwicklung und Wohlfahrt zu ihren Doerfern zurueckgeschickt. Sehr schnell fallen sie dann wieder den Menschhaendlern zum Opfer. Seitens der staatlichen Sozialdienste und Polizei, besteht kein grosses Interesse die Sexclubs zu schliessen und die Jugendlichen zu befreien.  Das ist schlecht fuer den Tourismus.. Es gab nur zwei bis drei Ueberfuehrungen von Menschenhaendlern in den letzten drei Jahren, wie uns Senator  Jamby Madrigal, ein Befuerworter und Kaempfer der Rechte fuer Frauen und Kindern, mitteilte.

Die  Strassenkinder benoetigen Schutz in Olongapo
Ich habe bei der Behoede fuer Sozialentwicklung und Wohlfahrt angefordert, dass man uns ein verlassenes, staatliches  Kinderzentrum zur Verfuegung stellt. Wir wuerden dieses renovieren und fuer die Strassenkinder nutzen. Ploetzlich hatte man Plaene  dieses Zenturm als Fortbildungszentrum zu nutzen. Daraufhin  bat ich, dass man uns einen Teil des Gebaeudes zur Verfuegung stellt, um Kindern Schutz vor Regen zu geben, einen Platz  wo sie essen , schlafen, und lernen   und wo ihre Wunden geheilt werden koennen, aber auch dies wurde bis jetzt nicht bewilligt.. Es handelt sich hierbei,  um eine Behoerde , welche sich um Strassenkinder kuemmern soll !

Workshops und Seminare fuer die Menschrechtserziehung sind die letzten Monaten erfolgreich vorangeschritten. In den Schulen wurden separate Workshops gegeben, fuer Kinder, deren Eltern und fuer Schueler am selben Tag. Dies macht die Schulung  wirkungsvoller bezgl der Verletzlichkeit der Kinder und Verantwortung der Eltern, sofort zu reagieren, wenn sie Information ueber einen Kindesmissbrauch erhalten.

Das System “ Arreglo “ , welches bedeutet, dass Beamte und Eltern Bestechnungsgelder von den Peinigern annehmen, ist das Herz dieses bestechlichen Sistems. Wir versuchen dies zu aendern.. Ahnungslose Eltern werden durch  die bestechlichen Beamten informiert, dass der  Fall korrekt abgeschlossn wurde und es nicht notwendig ist diesen schriftlich bei Gericht einzureichen. Die Praktiken sind oft auf dem Lande zu finden, wobei die regionalen Beamten das meiste Geld einstecken. Das Menschenrechtstraining  verspricht sehr erfolgreich zu sein.. Viele Kinder, Eltern und Lehrer kommen nach den Seminaren auf uns zu und berichten ueber Faelle, die ihnen bekannt sind.Das PREDA Team uebergibt kleine Visitenkarten mit einer Hotline Nummer und informiert mit welcher Information ein Missbrauch an PREDA weitergegeben werden kann. Es hat sich herausgestellt, dass dies sehr wirkungsvoll ist, PREDA’ s Kinderheim ist voll ! In den letzten sechs Monaten wurden uns sechzig Faelle ueber Kindermissbrauch zur Kentnis gebracht und alle werden verfolgt.. In einigen Faellen helfen wir durch unser Aussenprogramm. Das Kind darf bei einer starken, beschuetzenden und unterstuetzenden Familie bleiben. Wir geben dort die Terapien und  Rechtsberatungen.

Es gibt 32 neue Faelle in denen die Peiniger versuchen die Kinder zu entfuehren oder einzuschuechtern, damit diese vor Gericht nicht aussagen. Diese traumatisierten Kinder werden im PREDA Kinderheim fuer Maedchen beschuetzt. Die Polizei bemueht sich wenig, um die Peiniger zu verhaften, obwohl ein Haftbefehl vorliegt.Letzte Woche wurde ein Haftbefehl gegen acht PREDA Mitarbeiter erlassen und wir haben die Kaution bezahlt. Die Anklage basiert auf einen achtjahre alten Brief, welcher nicht rechtskraeftig ist, aber das Gericht basiert seine Anklage trotzdem auf diesen nicht rechtskraeftigen Brief.

32 von den Maedchen sind neu im PREDA Maedchenheim, es sind nunmehr 48 Maedchen. 28 von ihnen sind vollkommen rehabilitiert und wurden in schuetzende Familien integriert. Bei  PREDA gehen alle Kinder taeglich zur Schule, bis auf diejenigen , die zuletzt angekommen sind. Das sind 5 Kinder, welche noch zu verstoert sind, um am oeffentlichen Unterrricht teilzunehmen. Mit Hilfe der Vormunde und Sozialarbeiter von PREDA erhalten sie internen Unterricht. Die Maedchen, welche durch Sextouristen missbraucht wurden, werden wir in einem neuen Hein versorgen, welches durch einen wunderbaren Unterstuetzer aus Spanien unterstuetzt wird.

Kinderrrettung aus dem Sexhandel
Unsere Arbeit ausgebeutete Kinder aus der Sexindustrie zu retten geht Tag und Nacht weiter. Unser PREDA Team ( Kontaktpersonen in den Bars) arbeiten bis zwei oder drei Uhr Nachts , um Maedchen zu treffen und ihnen zur Flucht zu verhelfen.Es ist sehr schwer diese Kinder zu befreien. Sie sind in den Haenden der Bordell oder Barbesitzer, wahrscheinlich schulden sie ihnen Geld  und koennen deswegen nicht gehen.

In den Bars arbeitet unser “ Undercover Team” gefuehrt durch Robert Garcia, Mina und Joan. Sie geben sich als Kunden oder arbeitssuchende Maedchen aus, um mit den juengsten in der Bar arbeitenden Maedchen Kontakt aufzunehmen. Waehrend der Kontakfase muss das Team Getraenke konsumieren und, was noch kostspieliger ist, die Barmaedchen einladen. Obwohl es offensichtlich ist, dass die Maedchen minderjaehrig sind, geben sie an, dass sie eine Arbeitserlaubnis haben, welche entweder durch den Buergermeister oder das zustaendige Arbeitsamt ausgestellt wurde. Sie waeren dementsprechend ueber 18 Jahre alt und duerfen in der Bar arbeiten.

Die Rettung von Kinderprostituierten
Manchmal bezahlt das PEDA team eine “ Bar Fine “ , das ist die Bezahlung fuer die Prostitution und holen die Kinder heraus aus der Bar. Sie laden das Maedchen dann in ein Restaurant ein und eine Sozialarbeitering von PREDA kommt dazu, um dem Maechen ein anderes Leben, mit Schulausbildung und Schutz, anzubieten. PREDA bietet ebenfalls an die Schulden beim Barbesitzer zu begleichen und so kann sie fliehen. Danach wir das Maedchen zum PREDA Heim gebracht, wo sie zusammen mit den anderen Maedchen alle ihre schlechten Erfahrungen teilen kann. Das Maedchen erhaelt von uns Rat und Terapie, um auf ihr neues Leben, frei von Prostitution und Missbrauch, vorbereitet zu werden. Die meisten Maedchen haben weder Geburtsurkunden noch andere Dokumente, das PREDA Team arbeitet mit den Behoerden zusammen, um diese zu erhalten.

Wieder hilft uns die PREDA Hotline, um Kinder vor der Sexausbeutung in den Bars und Clubs zu retten. Wir erhielten ueber unsere Hotline eine SMS Nachricht  ueber Jonalyn. Sie ist 15 Jahre alt und wurde durch ihre Mutter von einem Sexclub and den anderen verkauft. Ein 35 Jahre alter Mann nahm sie zu sich nach Hause als Sexpielzeug und drohte ihr , wenn sie weglaufen wuerde. Ihre Mutter gab diesem Mann die Erlaubnis solange sie montatlich ihre Zahlung von ihm erhaelt. Nach einem Jahr zahlte er nicht mehr und die Mutter vermietete sie an eine Sexbar in Olongapo. Dort hat das PREDA Team sie gefunden und davon ueberzeugt mit ihnen ins PREDA Maedchenheim zu kommen.

Kinderrettung in einem widerspenstigen Land
Jede Woche haben wir eine schwierige Rettung von Kindern. Sogar ein Kind einer “ eingebohrenen “ Familie, welche in den Bergen lebt, wurde durch das PREDA Team, gefuehrt durch Francis Bermido, befreit. Wiederum erhielten wir einen TIP durch eine SMS Nachricht ueber unsere Hotline. Das Team brach auf, zu den entfernten Bergen von San Felipe, Zambales, um Mara zu retten, ein Maedchen, welches durch ihren eigenen Vater entfuehrt wurde.

Es ist ein wildes und widerspenztiges Gebiet und es ist sehr gefaehrlich dort hinzufahren. Unser Team liess sich nicht abschrecken und ueberzeugte eine staatliche Sozialarbeiterin sie zu begleiten. Die Sozialarbeitering bat den Buergermeister uns bewaffneten Begleitschutz  , welcher uns auf unserem unbepflasterte Weg durch die Berge ueber reissende Fluesse bis zu dem kleinen Bambushuettendorf , begleitete. Dort fanden wir sie, Mara und ihre gschlagende Mutter und brachten sie zum PREDA Zentrum. Keine Rettung ist zu hart fuer das Menschenrechtsteam von PREDA.

Mara ist 14 Jahre alt, totaler Analfabet, sie hat nie eine Schule gesehen. Ihr Stiefvater hat sie als Sexsklavin benutzt. Das Menschenrechtsteam von PREDA hat sie befreit und brachte sie und ihre Mutter zum PREDA Zentrum . Nach einem guten Abendessen, hat uns Mara die Geschichte ihres Missbrauchs erzaehlt. Ihre Aussage wurde spaeter durch die aerztlichen Befunde bestaetigt. Mara ist sehr beweglich und obwohl sie so viel gelitten hat, ist sie ehrgeizig am Lesen und Schreiben lernen. Sie ist bereits fuer die erste Schulstufe eingeschrieben. Sie ist sicher vor ihren Peinigern und hat eine Chance auf ein menschenwuerdiges Leben.

Die Geschicht von Angelica
Angelica wurde durch ihren jugendlichen  Cousin missbraucht. Sie war nur 7 Jahre alt und hatte den Mut, trotz Drohungen, es ihrer Mutter zu erzaehlen. Der Fall kam zur Anklage , er musste Rechenschaft ablegen und es wurde vorgesorgt, dass er nicht noch mehr Kinder missbraucht. Der Vater von Angelica stimmte einer privaten Schliessung des Falls, gegen Zahlung von US 140, zu. Er gab Angelica  ein paar Schuhe, danach verliess er die Familie. Ihre Mutter bekam ploetzlich eine Arbeit als Hausangestellte in Kuwait. Der Grossvater, ein Motortaxifahrer,passte dann auf Angelica und ihren Bruder auf.

Angelica benoetigte Schutz und Terapie und wurde mit Hilfe einer Polizistin in das PREDA Haus ueberfuehrt. Letzte Woche war Angelica uebergluecklich. Ueber Internetvideo konnte sie mit ihrer Mutter sprechen und sie dabei sehen. Unser PREDA Internet Department, gefuehrt durch Jacob und Jason Snow und 2 Fil-Am( filipinisch, amerikanische Judenliche), welche mit Hilfe von PREDA ihr Diplom auf der Komputerschule erhielten, machten es moeglich. Die hervorragende Arbeit dieses Teams machte es moeglich, dass bis jetzt 60.000 Personen die Web-Side von PREDA besucht haben.

Training von Polizisten und staatlichen Sozialarbeitern
PREDA gab den staatlichen Sozialarbeitern und Polizistinnen einen Tag lag ein Seminar ueber die Rechte der Kinder, was zu machen ist, um die Kinder zu retten unter Beruecksichtigung der neuen Gesetze fuer Minderjaehrige. Einige Polizisten sind sehr schlecht ausgebildet und haben nur wenig Kentnis von den  Gesetzen ihres Landes  und dementsprechend von  ihren Aufgaben und ihrer Verantwortung. Die staatlichen Sozialarbeiter sind normalerweise nicht in der Lage ihre Autoritaet durchzusetzen, um missbrauchte und ausgenutzte Kinder zu retten. Sie wissen nicht was sie tuen koennen. Sie werden leicht durch die beziehungsreichen Verdaechtigen eingeschuechtert. Einige von ihnen akzeptieren das Bestechnungssistem, wobei das Kind voellig ignoriert wird. Es werden keine rechtlichen Schritte  gegen den Entfuehrer unternommen, die Beamten nehmen die Bestechungsgelder an und manchmal sogar die Eltern.

Wir hoffen, dass unser Seminar dazu beigetragen hat , dass die Zusammenarbeit zwischen den Behoerden besser funktioniert. Waehrend der letzten 6 Monaten gab unser Team fuer oeffentliche Erziehung, gefuehrt durch Maricel Viloria und Janelle Ladiero vor insgesamt 10.324 Schuelern in Haupt- und Oberschulen Seminare ueber die Rechte der Frauen und der Kinder. Sie benutzen Zeichnungen, Puppenspiele und dynamische Gruppenarbeit, um eine maximale Teilnahme der Schueler zu erreichen. Ausbildungskurse fuer Freiwillige, um vom Gericht als anerkannte Rechtberater zu arbeiten, wurden ebenfalls mit 45 Teilnehmern durchgefuehrt. Sie werden uns helfen die Kinder rechtlich zu beschuetzen.

Noch mehr Kinderbefreiungen aus den Gefaengnissen
Der Zugang des Jugendrichters Bill vor einigen Monaten hat geholfen, dass noch mehr Jungendliche aus dem Gefaengnis entlassen wurden. In den letzten Monaten wurden 22 Kinder entlassen, 5 wurden inhaftiert und 3 wurden den Rehabilitationszentrum von PREDA ueberfuehrt. Unser Rehabilitaetszentrum ist voll und schon bald wird ein neues Zentrum gebaut. 16 von den Jungen gehen auf oeffentlicheSchulen und der Rest erhaelt Unterricht bei PREDA. Unser letzter Ankoemmling ist der 12 jaehrige Rolly, er ist sehr verstoert. Er wurde durch eine zaenkische Frau geschlagen, als sein Hund in der Naehe ihrer Haustuer uriniert hat. Er war blind vor Wut, ging zu ihrem Haus und verletzte sie mit einem Messer. Sie erlag ihren Wunden. Anstatt ihn ins Gefaengnis zu stecken, wurde er dem Rehabilitaetszentrum von PREDA ueberfuehrt.

Erziehungsbeistand fuer die Jugend
Ein Schuelerprogramm wurde dieses Jahr mit 20 glaenzenden und eifrigen Schuelern der Oberstufe erweitert. Es sind taetige Mitglieder der Jugendorganisation PREDA-AKBAY. Sie werden in Zukunft gute Sozialarbeiter, Krankenschwestern und Gemeinschaftsfuehrer sein. Dies ist moeglich durch einen grossartigen, irischen Unterstuetzer. Mehrere Filipino-American Jugendliche  gehen ebenfalls auf das College.

In der ersten Novemberwoche diesen  Jahres wird ein Buch von Fr. Shay Cullen “ Passion and Power “ein irischer Misionar arbeitet 35  Jahre fuer Gerechtigkeit auf den Filipinen  in Irland veroeffentlicht. Kurz danach wird es ebenfalls in Grossbritanien und anderen englisch sprechenden Laendern veroeffentlicht.

 

Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

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Newsletter Oktober 05

October 31st, 2005 No comments

Liebe Freunde und Verteidiger der Kinder,

Ich schreibe, um Ihnen allen zu danken, die großzügig zum Schutz und zur Rettung von Kindern beigetragen haben. Ich konnte nicht so häufig schreiben, wie zuvor, die Arbeit nimmt gerade stark zu. Wir haben viele deutliche Erfolge bei der Rettung von Kindern aus Missbrauchssituationen und den Kindern, die in dreckigen Gefängnissen und Zellen eingekerkert sind.

Die Kinder aus Bordellen oder familiären Missbrauchssituationen beginnen sich wieder zu erholen und den Schock und das Trauma des Mißbrauchs zu überwinden. Die selben Kinder, die tief traurig, niedergeschlagen und ohne Hoffnung waren, springen und spielen fröhlich jeden Morgen, in Vorfreude zur Schule gehen zu können, sie haben eine neue Basis aus Würde und Selbstvertrauen.

Kinder, die sexuell und körperlich misshandelt wurden, zu stärken und zu befähigen ist das Herz des Genesungsprogramms und es macht uns Freude mitzubekommen, wie durch die Therapie des emotionalen Ausdrucks Leid und Depression befreit werden.

Ohne diese besonderen Angebote, wären die Kinder in den Händen ihrer Peiniger, die sie ungestraft immer wieder missbrauchen würden.

Ein sehr ernst zu nehmendes Problem, das wir auch in unserem allgemeinen Bildungsprogramm thematisieren, ist die schlechte Angewohnheit lokaler Beamter und Eltern mit den Tätern einen ausgleichenden “deal” einzugehen. Es ist allgemein anerkannt auf Kindsvergewaltigung und sexuelle Belästigung mit Schweigegeld zu reagieren. Armen Eltern, die nicht wissen, was sie tun sollen, wird von der Polizei und Kommunalpolitikern geraten und auch mit Druck näher gebracht, die Beschuldigung falllen zu lassen. Vom Freikauf des Pädophilen nehmen sich Polizei und andere Verantwortliche ihren Anteil. Das Kind ist vergessen, als ob es keine Rechte, Gefühle, Not oder Wunsch nach Gerechtigkeit hätte.

Wir arbeiten hart daran, das zu ändern, sowohl in den Köpfen der Regierunsverantwortlichen als auch der der Eltern. Herzlichen Dank an die Irische Regierung, die mit Geldmittel Menschenrechte und Kinderschutz unterstützt, dadurch können wir jeden Monat ein einschlägiges und effektives Seminar an hunderte von Teilnehmern richten.

In den letzten neun Monaten erreichte das Preda Team für Bildung und Menschenrechte die Herzen und Köpfe (hoffentlich) von 2627 Kommunalpolitikern. Sie sind die erste Anlaufstelle bei Kindesmissbrauch in einer Gemeinde und selten kennen sie ihre Aufgaben und Pflichten. Sie tendieren dazu die Anliegen per Abkassieren zu erledigen. Wir zeigen den Ausweg, indem wir ihnen das Recht und ihre wahren Pflichten lehren und wie man korrekt zu reagieren hat. Wir raten ihnen, sich mit dem Preda Heim für missbrauchte Mädchen in Verbindung zu setzen, um professionellen Beistand zu bekommen. Wir bieten den Kindern geschützten Wohnraum, welcher essentiell ist, wenn das Kind soweit und willig ist Strafanzeige gegen seinen Peiniger zu erheben.

Lehrer gehören ebenso zu den ersten und vertrauenswürdigen Menschen, an die sich ein notbedürftiges und verletztes Kind wendet, vorallem, wenn der Missbrauch in seinem Haus stattfand und die Beschuldigung des Vaters nicht möglich ist. Denn nicht alle Mütter wollen ihren Kindern glauben. Die Angst vor dem Skandal, rechtliche Konsequenzen, Scham und Ärger können die Mutter davon abhalten auf die Schreie der Tochter zu antworten. Das Bildungsprogramm erreichte in den vergangenen fünf Monaten 1192 Lehrer. Während und nach den Seminaren gab es einige neue Enthüllungen des Kindesmissbrauchs durch die Teilnehmer, da sie durch die Darstellung ermutigt und angeregt wurden. Einige Kinder wurden daraufhin gerettet.

Von Franchisca, eine 14jährige Nichte einer Lehrerin, berichtete, dass sie Opfer einer Gang-Vergewaltigung durch zehn Jugendliche in Olongapo wurde. Olongapo ist eine Stadt mit einer ehemaligen Militärstation, die eine riesige Sexindustrie hervorbrachte, diese vergiftete die Kultur und löschte den Respekt vor Kindern und Frauen aus, wir kämpften erfolgreich für ihre Stilllegung. Am 22. November ist Jahrestag. Franchisca ist ein verängstigtes, eingeschuechtertes Mädchen, das sich vor jedem fürchtet.

Marlyn, eine unserer Sozialarbeiterinnen, ein ehemals ausgebeutetes Kind, das unser Ausbildungsprogramm erfolgreich abschloss, konnte sie überreden bei Preda Schutz zu suchen, indem sie ihre eigene Lebensgeschichte und Erfahrungen erzählte und ihr berichtete, wie sie es geschafft hatte das Trauma zu überwinden.

Marylins Abschluss letzten März war ein sehr glücklicher Tag für alle in Preda. Ihr Leben zeigt, wie Frauen, die in der Falle von Armut und Sexhandel fest sitzen, befreit und gestärkt werden können und ein neues Leben beginnen.

Ebenso barg das Preda Team ein Kind, das seit seinem zehnten Lebensjahr sexuell missbraucht wurde. Sein Peiniger wurde auf eine Ausgleichszahlung von umgerechnet US$ 170 oder EUR 150 festgesetzt. Das ist der ganze Wert den Erwachsene diesem Kind zusprechen. Die Eltern waren ablehnend und wollten nicht erlauben, dass das Kind von Preda aufgenommen wird. Wir nahmen an, dass der Täter ein Familienmitglied war und wir lagen richtig.

Das ist noch nicht alles. Ein weiteres Preda Bildungsteam konzentriert sich auf Schüler, Eltern und die Allgemeinheit, um ihr Verständnis und Aktionen zu wecken, die dem Missbrauch von Kindern Einhalt gebieten. Dieses Team erreichte während der letzten 6 Monate 4924 Schüler und Eltern. Auch diese Seminare waren erfolgreich, denn sie ermutigten Teilnehmer ihnen bekannte Missbrauchsfälle zu enthüllen, was sie sich vorher nicht zutrauten. Die Arbeit des Rettens und Heilens geht weiter und die Weiterbildungsprogramme verändern Einstellungen, wecken die Geister und inspiriren Herzen, sich für Kinder einzusetzen.

Wir bekommen viele neue Einladungen, so hielt Preda-Mitbegründer und Programmdirektor Alex Hermoso einen aufrüttelnden Vortrag vor den Regierungsvertretern der Provinz. Er zeigte ihnen Videos von Kindern in Gefängnissen und der Rettungsarbeit von Preda.

Preda erreicht durch seine Öffentlichkeitsarbeit Wohltätigkeitsvereine, Kirchen, Missionsstationen und Klerus. Der sexuelle Missbrauch von Kindern ist nun ein viel offeneres Thema und wird breit diskutiert. Einstellungen ändern sich und Kinder werden geschützt.

Kinder hinter Gittern
Die Kampagne Predas Kinder aus Gefängnissen mit Erwachsenen und Vergewaltigern zu befreien bekam einen riesen Auftrieb, als das Britische Fernsehen (ITN) ein Team zu Preda schickte, um die Bedingungen, die in den Gefängnissen herrschen zu dokumentieren. Es war als ob Gottes Hand die Türen der Zellen öffnete, einst vesteckt und der Öffentlichkeit verschlossen und uns somit erlaubte die schrecklichen Verhältnisse zu sehen. Ein Geheimnis wurde enthüllt, welches die Welt nicht sehen sollte.

Offiziell vegetieren mindestens 4000 Kinder in den gleichen Räumen wie Pädophile, die sich ihnen jederzeit aufzwingen können. Die meisten der Jugendlichen und Kindern, darunter auch achtjährige, haben deutlich ausgebildete Krankheiten, wie Tuberkulose, Eitergeschwüre, Infektionen, Schmerzen und Hautausschläge. Sie sind abgemagert und unterernährt, ihr tägliches Budget für Nahrung beträgt 25 Cent. Ein geschockter Beobachter schrieb hinterher: “Keine zivilisierte Nation, wie arm auch immer, darf das erlauben. Am meisten schockierte mich ein Perverser, der lachend sagte, er könne jederzeit einen der Jungen haben.”

Damals wurde die Behörde für Strafvollzug und Strafrecht durch höhere Behörden aufgefordert alles zu vertuschen und der ÖffentlichKeit den Zugang zu verwehren. Der Scham und die Blamage, die die Fernsehbilder zu Lichte gebracht hatten, waren einigen unangenehm. Der Philippinische Senat zog den lang vergessenen (9 Jahre) Entwurf eines umfassenden Jugendstrafgesetzes hervor und brachte es vorwärts. Am 8. Oktober sprach Pater Shay mit einigen Ehefrauen der Abgeordneten und bat sie ihre Männer zur Zustimmung dieses Gesetzes im Kongress zu überreden.

Dieses Gesetz setzt die Altersgrenze der Straffähigkeit auf 12 Jahre, im Moment ist es noch bei 9 Jahren, und es weist Gefängnisse an für Kinder ausgerichtet zu sein, die straffällig geworden sind.

Im Moment sind sie inhaftiert für kleine Fehlverhalten, ohne einem ordentlichen Verfahren oder deutlichen Beweisen. Seit April holten wir 32 Kinder aus verschiedenen Gefängnissen. Von 57 Jungen, die zur Zeit im Center sind gehen 16 in eine öffentliche Schule, die anderen erhalten Unterricht im Center. Seit April machte unser jail rescue Team 30 Besuche in 10 verschiedenen Gefängnissen. Zu dem Zeitpunkt an dem Sie diesen Brief erhalten, werden wir noch mehr Kinder aufgenommen haben, aber unser Raum ist beschränkt.

Zur Zeit verhandeln wir immer noch, ein Regierungsgebäude zu bekommen, das auf dem Land liegt. Es wurde von Fördergeldern gebaut, die zur Arbeitsbildung verwendet werden sollten, nachdem 1991 der Vulkan Pinatubo ausbrach, jedoch steht es leer, kaum wurde es vollendet. Ein großzügiger Spender ermöglichte uns eine ausreichende Summe, um das Gebäude zu renovieren. Wir arbeiten täglich, um dieses neue Heim zu realisieren, mit dem wir noch mehr Kindern helfen können und ihnen eine neue so lang verwehrte Chance geben zu können.

Nicht verpassen: anstehende Fernsehsendungen
Am 21. Oktober wird Pater Shay, Gründer und Präsident von Preda, Gast des Irischen Fernsehens (RTE) sein und die Situation der Kinder hinter Gittern mit Ausschnitten aus der ITN Dokumentation diskutieren. In Deutschland und Frankreich werden in den kommenden Monaten zwei neue Dokumentationen gesendet, eine über die inhaftierten Kinder und eine über die Situation der verlassenen Philippinisch-Amerikanischen Kinder, für die sich Preda auch einsetzt.

Einige von ihnen haben erfolgreich das College oder die High School beendet und sind berufstätig, anderen muss noch geholfen werden, sie leben in entsetzlicher Armut auf der Straße, eine traurige Erbschaft der Amerikanischen Streitkräfte und Navy Pensionären. Der berühmte Reporter Rupert Cook schreibt gerade einen Sonderartikel für The Times of London und gestaltet Radiosendungen, so werden Millionen von Zuhörern auf der ganzen Welt erreicht.

Am 13. September wurde Pater Shay vom US Kongressunterausschuss für Kinder in Washington D.C. eingeladen, um zu berichten, wie die Situation der Straßenkinder und der Kinder im Gefängnis auf den Philippinen ist. Ebenso war Lord David Alton anwesend und gemeinsam hielten sie im Nationalen Presse Club eine Pressekonferenz. Pater Shay wurde zum 7. November zu einer weiteren Pressekonferenz mit der Presseagentur von Washington (the Washington Press Corps) im Nationalen Presse Club eingeladen. Ebenso wird er ein weiteres Mal bei einer Sitzung im Kongressunterausschuss für Kinder, Washington D.C. teilnehmen. Nach seiner Rede im September sagten ihm fünf Abgeordnete zu, die Philippinen im Januar zu besuchen und dort die Lebensbedingungen der Kinder und Menschenrechte zu untersuchen.

Deutscher Gegner von Preda inhaftiert
Ein Deutscher Bürger, Hartmut Joost, wohnhaft in Baloy Beach, Olongapo City, ein deutlicher Kritiker und aktiver Gegner von Predas Arbeit wurde von der Immigrationsbehörde, Manila aufgegriffen und inhaftiert. Er wird bald nach Deutschland ausgeflogen, um sich dort vor Gericht wegen Kidnapping, gewaltsame Erpressung und Beraubung einer Philippinerin und ihres Ehemannes, einen Deutschen Investor, zu verantworten. Das Ehepaar wurde angeblich von Joost und zwei Komplizen auf einem Beachresort in Palawan entführt und mit vorgehaltener Waffe gezwungen, ihren Landbesitz ihm zu überschreiben.

Angeblich stand Joost über Jahre mit dem Sexhandel in Verbindung und wurde verurteilt, da er die Arbeit des Gerichts behinderte. Anstrengungen von Preda ausländische mutmaßliche Täter wegen Kindesmisshandlung vor Gericht zu bringen trat er energisch entgegen und er manipulierte den Gerichtserlass über einen gefassten Pädophilen, Victor Fitzgerald, und erstellte künstliche Beweise, die das Personal von Preda belasteten. Die böse List ging schließlich nicht auf, Pater Shay und seine Mitarbeiter wurden gänzlich entlastet. Joost stehen, sofern er verurteilt wird, 18 Jahre Gefängnis bevor.

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Newsletter April-Mai 05

May 31st, 2005 No comments

Liebe Freunde und Verfechter von Rechten für Kinder,

Diese Ausgabe des Rundbriefes enthält hauptsächlich Berichte von Kindern, die den Sprung von Traurigkeit und Elend zu einem glücklichen Leben mit neuen Freunden, Spass, Würde und einer Ausbildung geschafft haben. Während ich diese Zeilen schreibe, schaue ich von meinem Fenster im Preda – Zentrum auf die Subic Bay, die Berge und den rot glühenden Ball der Sonne, die hinter den Bergen versinkt. Es is schön hier an den Bergen und mit Aussicht auf das Meer, ein passender Ort für die Kinder die sich von ihrem Trauma erholen und bisher nichts als Verkommenheit, Missbrauch, Elend und Ungerechtigkeit erfahren haben. Wieder ist ein Tag vergangen.

Die friedliche Abendstimmung ist durch die Ankunft einer Busladung von lachenden und kreischenden Kindern beendet. In dem einen Bus sind fast alle der 47 wilden Jungen, die wild-winkend und singend von einem dreitägigen Sportfest zurückkommen. Viele sind erst zwölf oder vierzehn Jahre alt, manche sogar nur acht oder zehn. Sie wurden aus den schrecklichen Gefängnissen befreit, wo so viele Krankheiten umgehen. Diese Woche werden wir drei weitere Kinder aus Gefängnissen befreien, der Jüngste ist elf Jahre alt.

Ich höre noch mehr fröhliches Geschrei und Gelächter, als der nächste Bus mit 37 Mädchen ankommt. Sie haben hier im Preda Kinderheim vor ihren Familien und Umständen, wo sie sexuell missbraucht wurden, Zuflucht gefunden. Wir haben sechs junge Mädchen von der Sexindustrie gerettet, und sie haben sich schon fast vollständig erhohlt.

Als sie zuerst in Preda ankamen waren sie verängstigt, zurückgezogen und traumtisiert vom Missbrauch durch einen überwältigenden Erwachsenen. Von ihrer Familie erhielten sie keine Hilfe. Das Schlimmste ist, dass Familien und Behörden den Missbrauch verleugnen und decken, um den Täter zu schützen. Am gefählichsten ist es, wenn der Paedophile ein Nachbar ist, und Lokalbehörden und die Polizei versuchen, die Familie mit Schmiergeldern abzuspeisen.

Mädchen finden Zuflucht in Preda
Jane is 14 Jahre alt und kommt aus einer sehr armen Familie. Ihre Eltern trennten sich als sie erst 11 war, und sie musste als Hausmädchen arbeiten, um den Unterhalt für ihre Brüder und Schwestern zu verdienen. Klein, ungeschützt und verwundbar wurde sie schnell die Beute ihres perversen Schwieger-Onkels. Dreimal wurde sie von ihm sexuell missbraucht.

Als seine Frau ihn dabei erwischte, verdeckte sie den Missbrauch und beschuldigte das Kind, ihren Mann verführt zu haben! Jane wurde zu ihrer Grossmutter geschickt und mit Bestrafung bedroht, wenn sie von dem Missbrauch erzählen würde. Geschockt und aus Angst vor Bestrafung zitternd, unterdrückte sie ihre Scham und ihren Schmerz. Zwei Monate später wurde Jane von ihrer Cousine, die in einem Preda Seminar über Kindesmisbrauch aufgeklärt wurde und die Situation verstand, zu Preda gebracht und fand dort Schutz vor ihrer verärgerten und rachesüchtigen Familie. Es passiert leider üpberall in der Welt, dass die Täter gedeckt und die Opfer beschuldigt werden. Jane ist jetzt ein willensstarkes und selbstbewusstes junges Mädchen und hat angefangen, gegen den Täter auszusagen. Die Familie des Täters bittet um Vergebung und möchte, dass Jane und Preda die Klage zurückziehen. Was sollen wir tun? Eure Meinung dazu würde uns interessieren.

Merlita, 17 Jahre alt, lief vor zwei Wochen von zu Hause weg und tauchte in Manila unter. Nach einem vezweifelten Aufruf von ihrer Mutter, fanden wir ihre Mobiltelefonnummer und schicketen ihr eine Textnachricht, in der wir Schutz und Hilfe anboten. Sie kam freiwillig ins Predaheim und erzählte uns, wie ihre Mutter sie zuerst für sechs Monate an eine Sexbar verkaufte, und sie dann nach Hause holte, wo ein älterer Mann auf sie wartete, um als ‘Partner’ mit ihr zu leben. Nachdem sie mehrere Wochen lang jede Nacht missbraucht wurde, lief sie weg. Langsam beginnt sie zu verstehen, dass es mehr gibt im Leben, als als Sexobjekt verkauft zu werden. Die Mutter hat inzwischen ihren Anteil zugegeben.

Die anderen zwei Mädchen, die ebenfalls neu angekommen sind, haben ähnliche herzenszerreissende Erfahrungen berichtet. Aber mit der Unterstützung, den positiven Beteuerungen und Ermutigungen des Predapersonals und der anderen Kinder, werden auch sie bald wieder glücklich werden und vor ihren Missbrauchern sicher sein.

Alle vier Kinder haben sich erfolgreich in das tägliche Leben der Mädchen im Preda-Kinderheim eingegliedert und machen bei den vielen Aktivitäten für Kinder mit. Am 8. März gingen alle Mädchen nach Manila und feierten mit aanderen Frauengruppen den internationalen Frauentag. Müde, aber glücklich, zu diesem bedeutungsvollen Ereignis einen Beitrag geleistet zu haben, besuchten sie von dort aus einen Zoo und hatten ein Mittagessen in einem Park in der Nähe.

Am 21. April machten sie bei einer Veranstaltung für Earth Day mit. Mit Mitgliedern von ‘Free the children – Japan’ pflanzten sie hunderte von Bäumen an den Bergen.

Kinder setzen sich für die Überwindung von Schwierigkeitn ein
In einen schwarzen Talar gekleidet schreitet die junge Frau stolz die Treppen zur Bühne der Hochschule hinauf. Eine Band spielt, die Menge applaudiert in diesem Augenblick des Glücks, als sie ihr Diplom empfängt. Nach Jahren von Kampf und harter Arbeit hat sie es geschafft: vom prostituierten Strassenkind zur qualifizierten Sozialarbeiterin.

Niemand klatschte lauter Beifall als die Vizesekretärin von Sozialwohlfahrt und Entwicklung, Lourdes Balanon, und ich. Es war ein phantastischer Augenblick. Marlyn lief mit 12 Jahren von ihrem Stiefvater, der sie sexuell missbrauchte, weg. Sie fand Arbeit, indem sie auf der Strasse Kosmetikprodukte verkaufte und wurde nach Boracay, einer florierenden Touristeninsel gebracht. Dort wurde sie in die Sexindustrie gelockt, ging mit einem Zuhälter nach Manila, wo sie ein anderes Kind namens Pia und einen Zuhälter namens Lani traf. Sie wurden an zwei Paedophile, einen Holländer und einen Deutschen, verkauft und zurück auf die Insel Borocay gebracht. Dort wurden die Paedophilen zunächst wegen Kindesmissbrauchs verhaftet, es gelang ihnen aber zu entkommen. Vizesekretärin Lourdes Balanon rettete die Kinder, die später zu Preda in Therapie gebracht wurden. Die Täter wurden angeklagt. Die Kinder sagten in Deutschland aus, und die Paedophilen wurden verurteilt. Heute ist Marlyn Sozialarbeiterin und Pia eine frisch qualifizierte Krankenschwesterhelferin. Ein anderes Kind, Gemma, wurde während einer unserer Operationen ebenfalls aus einer Sexbar befreit und hat heute stolz ihr Zertifikat als ausgebildete Krankenschwesterhelferin erhalten.

Kampagne gegen Kinderpornographie
Unser Preda-Personal wurde bereits zweimal zum Kommittee für Jugend, Kinder und Familie des philippinischen Senats eingeladen, um Fakten und Meinungen zu unterbreiten, die die Grundlage einer neuen Gesetzgebung bilden sollen. Dadurch sollen Kinder vor dem zunehmenden Übel der Kinderpornographie, vor allem über das Internet und Mobiltelephone, geschützt werden.

Filipino Kinder wurden selbst von ihren Eltern zu sexuellen Handlungen vor einer Live-Kamera, die mit dem weltweiten Internet verbunden ist, gezwungen oder verleitet. Kunden bezahlen mit Kreditkarte und können sexuelle Handlungen über das Telefon bestellen.

Preda unterbreitete den Vorschlag, dass Internet Service Anbieter (ISA) reguliert werden und durch ein Gesetz veranlasst werden, Perverse davon abzuhalten, illegale Bilder zu verbreiten. ISA müssen ihren Service kindersicher machen, dodass kein Kind aus Versehen solche Bilder sieht, wenn es das Internet benützt. Alex Hermoso, der Programmdirektor und Mitbegründer von Preda, war Anfang Mai als Gastsprecher an der Universität von Toronto zu einer Konferenz über das Gesetz und Kinderpornographie.

Kinder erhohlen sich von den Folgen widerrechtlicher Haftstrafen
Bislang wurden 47 Jungen aus Gefängnissen freigelassen, dank der positiven Haltung bestimmter Richter und einer neuen Regelung des Obersten Gerichts, das es den Richtern ermöglicht, die Kinder freizulassen, anstatt sie unbegrenzt und ohne Verurteilung im Gefängnis zu behalten.

Immer mehr Kinder kommen zu uns, als unser Werk wächst. Wir werben um Studenten in Jurafakultäten und Sozialfachbereichen der Hochschulen in Metro Manila, die als Freiwillige einige unserer Fälle übernehmen.

Wir gehen in die Gefängnisse und besuchen die Kinder überall in Metro Manila. Wir bringen medizinische Versorgung und behandeln ihre Wunden und Hautausschläge. Wir arbeiten an ihrer Rechtslage und bemühen uns darum, dass das Verfahren gegen sie aufgehoben wird. Wir versuchen die Kläger davon zu überzeugen, die Anklage fallen zu lassen. Wir fragen die Richter ob wir die Jugendlichen beaufsichtigen können, während sie auf ihre Gerichtsverhandlung warten. In den meisten Fällen werden Jugendliche ohne Beweismaterial verhaftet, um ihnen ‘eine Lehre zu erteilen’. Die Straftat is gering, aber die Strafen sind hart, vergebungslos und können ein Leben lang nachwirken. Manche Jugendliche werden von älteren Kriminellen vergewaltigt. Wir veruchen eine separate Zelle für Minderjährige zu bekommen. Manche Gefängnisse habe dies eingeführt.

Klagen gegen Kinder fallengelassen
In den letzten 3 Monaten hatten wir gute Erfolge auf legaler Ebene. Das Verfahren gegen sechs Jugendliche wurde aufgehoben, entweder aus mangelnder Beweisführung oder weil die Kläger nicht vor Gericht erschienen sind. Kinder werden beschuldigt und ohne Beweise ins Gefängnis gebracht. Die Kläger kommen nicht zum Gericht und die Kinder bleiben im Gefängnis während die Anhörung vertagt und der Fall letztendlich aufgehoben wird. Viele Jugendliche werden beschuldigt, Lösungsmittel zu missbrauchen, Lebensmittel oder andere Dingle wie Mobiltelefone gestohlen zu haben. Meistens wird das Mobiltelefon zurückerstattet, aber die Bestrafung is streng. Wenn wir die Jugendlichen nicht rausholen können, bleiben sie monatelang eingesperrt. Die Justiz arbeitet im Schneckentempo, durchschnittlich eine Anhörung pro Monat.

Im Preda-Zentrum erhalten die Jugendlichen eine informelle Ausbildung, Therapie, moralische Bildung und Lebensunterhaltstraining, wo sie sich ein gutes wöchentliches Taschengeld verdienen können, damit sie sich auf dem Markt persönliche Sachen kaufen können. Durch moralische Bildung, in der Vertrauen und Verantwortung geweckt werden, können sie mit minimaler Beaufsichtigung kommen und gehen. Wir haben keine Wärter, verschlossene Gitter oder Strafen und somit keine Abtrünnigen. Für die Älteren geht es darum, Arbeit zu finden, für die Jüngeren geht es um die Wiedereingliederung in ihre Familien und Schulen. Gerard und Arman, 9 und 10 Jahre alt, waren die jüngsten Jungs, die die Preda – Sozialarbeiter bisher gerettet haben. Die Verfahren gegen sie wurden aufgehoben und die Kinder sind jetzt wieder bei ihren Eltern.

Öffentliche Aufklärung über Gefängnisbedingungen
Kaum jemand weiss wie es in den philippinischen Gefängnissen aussieht. Die meisten sind unmenschlich und Krankheiten grassieren: Malaria, TB, HIV-AIDS und jede Art von Hauttkrankheit. Dies war das Thema einer Photoausstellung, die Preda dank unseres Verwalters, Herrn Alfredo C. Antonio, innerhalb von Subic Bay Freeport Zone organisierte. Hunderte von Leuten besuchten die Photoausstellung. Sie waren bewegt von den ergreifenden Bildern von Gerard, Arman und den älteren Kindern und empört über die unmenschlichen Bedingungen. Die Besucher fühlten sich dazu aufgerufen, gegen die Misstände, denen schätzungsweise 58 000 Kinder jährlich ausgesetzt sind, zu protestieren. Ein dramatischer Film mit dem Titel ‘Die Jüngsten’ wurde während der Ausstellung gezeigt. Das Kino wurde mit seinen 567 Ssitzten dreimal gefüllt.

Präventative Aufklärung
Predas Team zur Aufklärung über Kinderrechte hielt ein grosses Seminar für Freiwillige von Metro Manila ab, die sich den Fällen der gefangenen Kindern annehmen, bis das Verfahren entweder eingestell wird oder das Kind zu Preda kommt. Dieses Team hat im ersten Quartal des Jahres 1162 Studenten erreicht. Damit soll der Trend gestopt werden wonach sexueller Missbrauch an Kindern nicht gemeldet wird, aufgrund von Unwissenheit, Scham oder Zahlung von Schmiergeldern.

Getränketütenrecycling: von Müll zu Gold
Das o.g.Team hat in bezug auf Müllentsorgung und Recycling auch zum Fair Trade Department eine Verbindung hergestellt. Recycling von Getränketüten aus Aluminium ist jetzt ein erfolgreiches fairer Handel – Projekt. Hunderte von Studenten und Abfallsammler in der Stadt verdienen sich Geld indem sie Tüten sammeln und an Preda verkaufen. Dort werden die Tüten von den Jungen und Mädchen nach der Schule gesäubert, wobei sie sich ein gutes Taschengeld verdienen. Anschliessend werden die Tüten zu Einkaufstaschen, Kinderrucksäcken und ähnlichem verarbeitet. Bis zu 50 junge Frauen und Mütter verdienen sich ein gutes Einkommen und die geschicktesten können den zweifachen Mindestlohn verdienen. Die fertigen Taschen werden in Weltläden nach Deutschland und Australien exportiert.

Ausbildung für june Beamte vor Ort
Diese Jahr startete Preda ein neues Projekt, indem Dorfbeamte darin ausgebildtet werden, ihren eigenen Bezirksrat zum Schutz von Kindern aufzubauen. Bisher haben sich 48 Dörfer an den Seminaren beteiligt.

Ausserdem leitet Preda auch Ausbildungsprogramme für 60 Polizei- und Sicherheitspersonal in der Subic Bay Freeport Zone zur Bekämpfung von Menschenhandel, Kinderpornographie und Kindesmissbruch. Dem Verdacht auf Kinderhandel durch den Yachthafen wird nachgegangen.

Fürsprache in den Medien
In den letzten Monten gab es in den Medien ausführliche Berichterstattungenüber das Therapieprogramm in Preda. Im April zeigte das nationale Fernsehen in eine Anthologie über das Leben von Pia Corvera, die, wie bereits berichtet, inzwischen eine qualifizierte Krankenschwesterhelferin ist. Pia ist diejenige die unverblümt für Kinderrechte eintritt und uns alle inspiriert. Millionen haben die Geschichte ihrer Misshandlung, Rettung und Rehabilitation in Preda verfolgt. Andere Jungen und Mädchen machten Interviews mit verschiedenen TV Sendungen wie z.B. The Probe Team, InqTV und The Correspondents. Alle werden auf nationaler Ebene ausgestrahlt und sind für ihre Reportagen bekannt. Die letzte Sendung war eine Dokumentation über unser Gefängnisaktionen und dauerte eine Stunde.

Internationale freiwillige Helfer
In den letzten Monaten hatten wir das Glück freiwillige Helfer, die sich für Preda einsetzen und engagieren, bei uns zu haben. Liesbeth, Geertruike, Elsien und Linda sind alle aus den Niederlanden, Jonas aus der Schweiz, Jana aus Deutschland und Helen und Diana sind aus Schweden. Die Freiwilligen gehen mit unseren Mitarbeitern in die Gefängnisse und zu Strassenkindern und sie leiten Gruppenspiele mit den Kindern in Preda. Sie unterstützen unsere Mitarbeiter und Kinder mit Freundschaft und Ermutigungen. Wir benötigen immernoch Leute aus dem Rechtswesen und Freiwillige, die sich mit Video-editing und Produktdesign auskennen.

Theatergruppe auf Tour
In den letzten Monaten hat sich die neue Theatergruppe ins Training und Proben gestürzt. Sie werden vom 19. Mai bis zum 17. Julie in Europa uaf tournee sein. Sie spielen in Deutschland, Österreich, Irland und Spanien.

Friede und Gottes Segen,

 

Fr Shay und die Preda Mitarbeiter und Kinder

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Newsletter Oktober 03

October 31st, 2003 No comments

Liebe Freunde und Beschützer der Kinderrechte
Seit unserem letzten Brief im Juli hat sich viel getan. Wir helfen wesentlich mehr bedürftigen Kindern, danke für Ihre Ermutigung und Unterstützung. Die Arbeit wird mehr und deshalb wird auch das PREDA-Team aus engagierten und ausgebildeten Mitarbeitern größer. Wir sind nun 45 und alle sind beschäftigter denn je. Kinder werden unaufhörlich aus Bordellen und Gefängnissen befreit. Anderen wird auf der Straße geholfen und Essen, Kleidung und Schutz gegeben. Außerdem werden sie zur Schule geschickt.

Kampf gegen Unrecht durch fairen Handel
Nichts könnte schöner sein als ein großartiger Mangobaum. Die PREDA-Jugendgruppe und die PREDA-Kinder haben dieses Jahr zusammen mit einer Gemeinschaft von Ureinwohnern Hunderte Bäumchen gepflanzt. Die Bäume sind wertvoll, weil sie armen Familien ein gutes Einkommen geben werden. PREDA verteilt Tausende kostenloser, junger Bäume. Das Projekt für gerechten Handel, das in den Dörfern Tausenden ein Einkommen gibt, leitet die Aktion. Die Mangos werden zu Preisen des gerechten Handels aufgekauft. Dann werden sie getrocknet, verpackt und zu den Weltläden und Supermärkten in Europa verschifft.

So helfen wir vielen, armen Bauern und Dorfbewohnern. Auch die Kunsthandwerkprojekte wachsen. Leichte, hervorragende Bambus-möbel verkaufen sich gut und geben Dutzenden Handwerkern und ihren Familien einen Arbeitsplatz. Die Abteilung finanziert auch Dorfprojekte, um die Hygiene und Gesundheit zu verbessern. Unser Ziel ist es einige Gründe für den  Missbrauch  von  Kindern zu verändern. Der gerechte Handel packt die Armut, die die Menschen in die Slums der Städte und auf die Straße zum Betteln und zur Prostitution treibt, direkt in den Dörfern an. Indem wir Geld in Projekte mit niedrigen Darlehen investieren, bekämpfen wir Armut, sodass die Armen Zugang zu Kapital bekommen und ihre eigenen Lebensunterhaltsprojekte beginnen können und selbständig werden. (Alex Corpus Hermoso, PREDA-Mitgründer und Programmdirektor)

Leben in der therapeutischen Gemeinschaft
Während wir die der Armut und Prostitution zugrundeliegenden Probleme anpacken, können wir die zu Opfern gewordenen Kinder nicht warten lassen; wir bieten ihnen sofortige Hilfe. Dreiunddreißig missbrauchte Kinder erholen sich gerade im PREDA-Kinderheim und erfahren ein besseres Leben in Würde, Bestätigung und Liebe. Sie sind so aktiv wie immer. Alle machen sich recht gut in der Schule.

Eine von ihnen, eine hervorragende Schülerin und starke Befürworterin der Kinderrechte wurde ausgewählt, um am ersten Kinderweltkongress gegen Kinderarbeit im Mai 2004 teilzunehmen. Der Kongress ist eine Folgeveranstaltung der weltweiten Demonstrationen gegen Kinderarbeit, die in vielen Ländern und auch den Philippinen stattfanden. Wir alle nahmen an dieser Demonstrationsveranstaltung teil und Pater Shay schloss sich einer philippinischen Delegation in die Schweiz an und marschierte bis zum internationalen Arbeitskongress durch Genf, um die Konvention gegen Kinderarbeit voranzutreiben. Nun wird Aira Grace zum Weltkongress nach Italien fliegen. Die Kinder werden durch die Bestätigung und die Schulung bei PREDA ermutigt und stark. Sie legen die Erinnerung an ihren Missbrauch beiseite und leben aktive, neue Leben. Aira Grace und Pia sind zwei glänzende Beispiele. (Anna-lyn Alvero, Sozialarbeiterin der Kinder von PREDA)

Aussagen gegen Vergewaltiger
Einige ihrer Vergewaltiger stehen vor Gericht. Um auszusagen wird das Kind von unserem Rechtsanwaltsgehilfen und der Sozialarbeiterin des Kindes mit dem Auto zum Gericht in weit entfernte Städten gebracht. Zwei Sexclubbetreiber, ein Australier und ein Amerikaner, stehen wegen dem Handel von Kindern in Angeles Stadt immer noch vor Gericht. Die geretteten Kinder, 13 und 16 Jahre alt, erholen sich bei PREDA, gewinnen Selbstvertrauen und Mut und sagen gegen ihre Ausbeuter und Zuhälter aus. Frustrierenderweise wurde die Anklage gegen zwei britische Verdächtige, einen Sexbarbetreiber und einen Kinder-pornographen, wegen “unausreichender” Beweislage fallen gelassen. Korruption ist nichts Unbekanntes.

Gegenwärtig führen wir zwölf aktive  Verfahren gegen Vergewaltiger. Andere sind aufgeschoben, weil die Verdächtigen nicht verhaftet wurden, was gewöhnlich an der Inkompetenz der Polizei liegt. Das System ist so langsam und schwerfällig, dass nur gelegentlich für Gerechtigkeit gesorgt wird. Die Politiker und ein Großteil der Justiz und der Staatsanwälte kümmern sich nicht richtig. Wir müssen um jeden Zentimeter auf dem Weg zur Gerechtigkeit kämpfen. Wenn nicht, dann wird der Missbrauch von Kinder wieder eine akzeptierte, alltägliche Sache wie in der Vergangenheit, als niemand darüber redete und Kinder in Stille und Dunkelheit litten und ihr Leben verletzt und zerstört wurde. Wir von PREDA arbeiten daran, dass diese Ära nie wieder zurückkommen wird, wie es sich viele geheime Pädophile wünschen. Lange Verzögerungen im Gerichtssystem erlauben es, Zeugen zu bestechen, wenn sie nicht sowieso schon das Interesse verloren haben. Die Kinder müssen bis zu einem Jahr warten um auszusagen und werden Gegenstand eines intensiven Kreuzverhörs. Eine Videoübertragung steht nicht zur Verfügung, um das Kind vor den zornigen Blicken des Angeklagten zu schützen. (Robert Garcia, Rechtsanwaltsgehilfe)

Feier zum internationalen Tag des Kindes
Am 17. September hatten wir eine große Feier, um die Erfolge des ersten philippinischen Kindes, das vor einem deutschen Gericht gegen seinen Vergewaltiger aussagte, anzuerkennen. Pia ist nun eine Befürworterin der Rechte von missbrauchten Kindern. Sie wurde zum ersten Mal im Alter von nur neun Jahre zur Prostitution gezwungen. Als sie elf war, wurde ein deutscher Sextourist für den Missbrauch von Pia verhaftet. Er floh 1996 von den Philippinen bevor er vor Gericht gebracht worden konnte.

Pia erholte sich im PREDA-Kinderheim, während wir ihren Vergewaltiger in Deutschland ausfindig machten und vor Gericht brachten. Pia reiste nach Deutschland und sagte aus, sodass er verurteilt werden konnte. Es war der erste Fall dieser Art in Deutschland.

Missio, ein deutsches Missionswerk, veröffentlichte ihren Fall als Teil der Kampagne gegen Sextourismus. Pia inspirierte schon Tausende mit ihrem Mut. Sie ist nun 19 und macht eine Ausbildung zur Schwestern-helferin. Der Vizepräsident von Missio, Armin Ehl und andere Missio-Mitarbeiter, flogen zusammen mit Presseleuten für die Feier auf die Philippinen. Sie brachten eine riesige Stellwand mit einem vergrößer-ten Photo von Pia mit, das von Tausenden Photos deutscher Unterstützer umgeben ist. Es wurde bei PREDA enthüllt, um die Feier zum internationalen Tag des Kindes am 19. September zu beginnen.

Am folgenden Tag flogen Pia und Mary David, eine Sozialarbeiterin von PREDA, zusammen mit Pater Shay nach Deutschland, um den Tag des Kindes dort mit Pressekonferenzen, Fernsehtalkshows und Treffen mit unterstützenden Politikern zu begehen. Die bekannte, ehemalige, deutsche Justizministerin und Parlamentarierin Herta Däubler-Gmelin sagte den Medien, sie arbeite daran  jeden  deutschen Sextouristen und Beschützer von Pädophilen vor Gericht zu bringen, der Kinder missbrauche, besonders einen verdächtigten Sexmafiaboss, der sich in den Philippinen versteckt und in Deutschland wegen Entführung und Erpressung eines Deutschen angeklagt ist, dem er zusammen mit einem schweizerischen Pärchen das Strandhaus gestohlen hatte.

Pia und Pater Shay waren zusammen mit der Gattin des deutschen Bundespräsidenten zu Gast bei der Johannes B. Kerner Fernsehshow. Geschätzte 2,8 Millionen Menschen sahen die Show. Pater Shay rief die deutschen Politiker dazu auf, die deutschen Kriminellen in den Philippinen strafrechtlich zu verfolgen. Die PREDA-Gruppe wurde von Christina Nickels und anderen Mitgliedern des Menschenrechtskomitees des Deutschen Bundestages zu Essen und Diskussion ins Parlament eingeladen. Die Abgeordneten hatten PREDA dieses Jahr für den Friedensnobelpreis nominiert. (Mary David, Sozialarbeiterin)

Die Jugend ergreift das Wort
Das Team für öffentliche Erziehung ist immer unterwegs. Sie besuchen Schulen und Gemeinden, um Bewusstsein und Besserung im Familienleben und dem Schutz der Kinder aufzubauen. Sie halten jedes Jahr vor Tausenden von Schülern und Lehrern Workshops und Seminare. Sie haben auch ein wöchentliches Radioprogramm für und von jungen Menschen. Jugendliche führen lebhafte Debatten über alle wichtigen Themen, die sie betreffen. Die PREDA-Theatergruppe, von der Sie das letzte Mal so viel gehört haben, ist hier immer noch aktiv und gibt in Schulen und bei Seminaren großartige Aufführungen. Sie sind ein tolles Team und helfen Bewusstsein über die Gefahren des Kinderhandels aufzubauen. Sie arbeiten nun im Gefängnisrettungs- und Straßenkontaktteam.

Die Kinder- und Jugendgruppe, deren Führungsqualitäten wir über Kunst und Theater trainieren, gedeihen. Wir haben nun einen Jugendchor, der fleißig am Üben ist. Pater Shay schreibt gerade die Liedtexte für einen Komponisten, der sie dann vertonen wird. Der Jugendchor wird die Lieder singen und eine CD aufnehmen. Dann hoffen wir, dass Sie alle eine kaufen. (Marciel Viloria, Abteilung für vorbeugende Erziehung und öffentliche Seminare)

Freiwillige Helfer
Der 2. August war ein weiterer wichtiger Tag, als Martin Link, ein junger Freiwilliger aus Deutschland kam, um für PREDA zu arbeiten. Wir sind so gesegnet Martin zu haben, weil er ein geschickter Compu-terenthusiast ist, der uns sehr beim Aufbau einer gesamten, deutschsprachigen Website für PREDA hilft. Dies war mit viel Arbeit und einer Menge Übersetzungen von Dokumenten und Newslettern verbunden. Das Design der Seite ist ansprechend und Unterstützer haben geschrieben, wie gut sie ist. Martin ist ein hervorragender Photograph und seine Photos stehen auf der PREDA-Website zur Verfügung. Es sind eindrucksvolle Bilder unserer Projekte.

Seit dem 24. September ist auch Edline Brutus aus Kanada bei uns. Sie hat schon an der Straßenkontaktarbeit teilgenommen, einige Fair-Trade-Produzentengruppen besucht und an einem Aufruf an die Vereinten Nationen wegen willkürlichen Verhaftungen gearbeitet. Im Moment recherchiert sie über Gelder der Weltbank an die Stadt Olongapo inklusive der Finanzierung der Sozialdienste für Frauen und Kinder. Wenn es Gelder der Weltbank geben sollte, die an OCARE gehen, wo wir Kinder entdeckt haben, die brutal behandelt, missbraucht und in dreckige, menschenunwürdige Zellen eingesperrt wurden, dann muss die Weltbank aufwachen und schauen, wohin ihre Gelder fließen. Es hilft sicher nicht Kindern oder bedürftigen Frauen in Olongapo. Edline wird sicher ein großartiges Teammitglied und eine große Hilfe für die Arbeit von PREDA sein. Willkommen an beide und Dank an ihre Familien und Freunde. (Vangie Damasco, verantwortlich für Gäste)

PREDA bei Anhörung des UN-Menschenrechtskomitees
Am 22. Oktober waren Pater Shay und zwei weitere Beschützer der Menschenrechte in Genf. Sie waren von der Weltorganisation gegen Folter eingeladen worden, um die Mitglieder des Menschenrechts-komitees der Vereinten Nationen über die Situation von Kindern, Frauen und politischen Gefangenen in den Philippinen zu unterrichten. Dies ist die wichtigste UN-Körperschaft, die überwacht, ob Mitgliedsstaaten sich an ihre Verpflichtungen halten und die Menschenrechte respektieren und schützen. Die philippinischen Regierungsbeamten wurden für ihre fehlenden Informationen und Antworten auf die Sorgen der Komiteemitglieder über die illegale Verhaftung von Frauen und Kindern, den Handel von Minderjährigen zur sexuellen Ausbeutung und vielen anderen Themen gerügt. Das Komitee reagierte entschieden auf die Unterrichtung der NGOs. Während der Unterrichtung legte Pater Shay photographische Bewiese für die menschenunwürdigen Bedingungen illegal inhaftierter Minderjähriger und Frauen in den Philippinen vor. Die Frage nach den Todeskommandos, die in Davaos  Straßenkinder  töten,  wurde  während der Befragung auch gestellt. PREDA kämpft für ein Ende der brutalen Ermordungen und für Gerichtsverfahren gegen die Täter. Der ehemalige Bürgermeister Benjamin de Guzman verklagte Pater Shay und die PREDA-Mitarbeiter im Jahr 2001 wegen übler Nachrede, ließ die Anklage jedoch fallen, als Pater Shay sagte, dass er keine Kaution zahlen würde, sondern das Verfahren hinter Gittern führen würde. Der öffentliche Aufschrei zwang den Bürgermeister nachzugeben und später verlor er die Wahl. Der Fall wurde von PREDA durch die Entscheidung des Justizministeriums gewonnen. Nichts änderte sich mit dem neuen Bürgermeister. Das Todeskommando operiert nach wie vor und Präsidentin Macapagal-Arroyo ernannte ihn zu ihrem Berater zur Verminderung von Verbrechen. Wir kämpfen immer noch gegen den Verstoß und erhoben die Angelegenheit vor dem UN-Menschenrechtskomitee. Später gab Pater Shay bei einer Pressekonferenz dem BBC World Service und anderen Nachrichtenreportern ein Interview. (Francis Bermido, verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit)

Mehr Kinder aus dem Gefängnis gerettet
Das Gefängnisrettungsteam machte in den letzten vier Monaten 53 Besuche in 38 Gefängnissen und fand 135 Minderjährige hinter Gitter. Fünfzehn konnten gerettet werden und rechtliche und andere Schritte sind eingeleitet, um die anderen freizubekommen.

Am 21. Oktober fuhr das Team zu einem Gefängnis nach Navotas in Metro Manila. Das Team war willkommen. Sie brachten Essen und persönlichen Bedarf für die Minderjährigen. Insgesamt sind es 500 Insassen. In einer Zelle fanden wir 17 Minderjährige im Alter von 13 bis 17 Jahren. Weitere 33 erwachsene Gefangene, von denen einige Kriminelle waren, befanden sich in der selben Zelle. Die kleine überfüllte Zelle war stickigheiß und feucht. Es gibt nur eine einzige Toilette. Die Jugendlichen und Kinder müssen auf dem harten Boden schlafen, mit ihren Händen aus einem gemeinsamen Topf essen. Sie sind total verarmt und hatten noch nicht einmal eine Zahnbürste oder ein T-Shirt zum Wechseln. Einige waren halbnackt. Viele wurden illegal eingesperrt. Das an einer Flussmündung gebaute Gefängnis wird regelmäßig überschwemmt und die Gefangenen müssen für Tage ohne Unterbrechung auf metallene Stühle steigen, um vor den krankheitserregenden Gewässern zu flüchten. (Mina Bocalbos, Joan Conanan, Jackie Agunyon, Gefängnisrettungsteam)

Ermutigung missbrauchter Kinder
Die PREDA-Ermittlungen bezüglich der Bedingungen von Frauen und Kindern im regierungsbetriebenen Zentrum für Hilfe, Erholung und Befähigung in Olongapo (OCARE) brachten, wie früher schon berichtet, Beweise für weitverbreiteten Missbrauch der Menschenrechte von Frauen und Kindern zu Tage. Sie wurden geschlagen, geboxt, geohrfeigt, mit Schlägern aus Holz und Bambus verdroschen, dazu gebracht Überreste zu essen und in gestankerfüllte, fensterlose Zellen mit überfließender Toilette eingesperrt. Sie liegen auf dem Betonboden und werden zuweilen dazu gezwungen, ihre Arme durch die Gitter zu strecken, um minderwertige Nahrung zu essen.  Viele Unterstützer der Kinderrechte von PREDA schrieben empört an die philippinischen Behörden und forderten ein Ende des Missbrauchs und Untersuchungen. Die nationalen Behörden sagten, sie würden das OCARE-Personal strafrechtlich verfolgen und schickten drei Anwälte, um die Straßenkinder zu befragen. PREDA organisierte für die missbrauchten Straßenkinder einen dreitägigen Workshop in einem Strandhaus, damit sie mit den Anwälten sprechen konnten. Es ist nicht möglich, die Kinder aussagen zu lassen, weil sie von der Polizei aufgegriffen, bedroht und eingeschüchtert werden können. PREDA bietet ihnen an einem sicheren Ort Schutz.

Die wichtigste Nachricht ist, dass das frisch renovierte Kinderheim für Kinder, die aus dem Gefängnis gerettet wurden, in der dritten Novemberwoche in Betrieb gehen wird. Wir formen ein Bündnis mit den Wohlfahrtsorganisationen, die für die gefangenen Kinder arbeiten und sie wollen dringend Kinder aus den Gefängnissen hierher schicken. Wir wissen, dass Sie diese Arbeit mir Herz und Seele unterstützen werden. Wir brauchen Ihre Gebete und Unterstützung, um diesen Kindern ein besseres Leben als das in dreckigen, stinkenden Zellen überfüllter Gefängnisse zu geben. Wir bekämpfen den Missbrauch von Tag zu Tag, von Woche zu Woche. Vielen Dank, dass sie bei uns sind. Durch Sie erreicht Gott auch die geringsten unserer Brüder und Schwestern. “Ich bin im Gefängnis gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.” Diese Worte dürfen wir nie vergessen, denn wir werden in diesem und im nächsten Leben nach ihnen beurteilt.

Friede und Segen,

 


Pater Shay Cullen, die Mitarbeiter und die Kinder von PREDA

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Newsletter Juli 03

July 31st, 2003 No comments

Liebe Freunde und Beschützer der Kinderrechte

Theater Tournee in Europa - Die letzten Monate bei PREDA waren für uns alle bewegend und interessant. Im Mai brach eine Gruppe von acht jugendlichen Mitgliedern der PREDA-Akbay Theatergruppe zu einer Tournee durch vier europäische Länder – Deutschland, die Schweiz, Spanien und Irland – auf. Geleitet wurden die Gruppe von Rene P. Onrubia Jr., der bei PREDA in der Abteilung für vorbeugende Erziehung arbeitet. AKBAY gab 31 gefühlsgeladene und gut besuchte Aufführungen des Musical-Dramas “Once We Had A Dream”.

Die packende Geschichte berichtet vom internationalen Handel mit und dem Missbrauch von Jugendlichen, die aus einem verarmten Dorf mit überschuldeten Familien angelockt werden. Celina und andere Minderjährige werden mit dem Versprechen auf einen guten und sicheren Job im Ausland geködert, nur um in die Sklaverei der Prostitution gezwungen zu werden. Weiter handelt die Geschichte von einem jungen Mann, namens Alex, der entschlossen ist, Celina, die Liebe seiner Kindheit zu finden. Mit der Hilfe einer karitativen Organisation geht er ins Ausland und rettet zusammen mit der Hilfsorganisa-tion Celina und andere Minderjährige vor der Sexmafia, allerdings nicht ohne tragisches Ende, das einem jedoch neue Hoffnung gibt.

Zeitungen, Zeitschriften, Radio und Fernsehen berichteten in Interviews mit Fotos von der ergreifenden Wirkung des Stückes. Meistens begleitete Pater Shay die Gruppe auf ihrer Tournee und unterstützte die Schauspieler bei Gesprächen und Interviews mit den Medien.

Gesponsert wurde die Tournee von unseren Partnern und den Organisationen, die uns unterstützen. Sie teilten großzügig die Kosten untereinander auf und organisierten die Aufführungsorte. An vielen Orten ehrten die Zuschauern die Schauspieler sogar mit “standing ovations”. Viele von ihnen erzählten uns später, wie sehr sie die Aufrichtigkeit und die starken, emotionalen Gefühle der Schauspieler berührt hätten.

Die Akteure hatten aber auch genug Zeit, sich zu erholen. Mit Ute Penzel von KinderNotHilfe besuchten sie beispielsweise den Zirkus in Duisburg. Mit Missio besichtigten Sie das Brandenburger Tor und den Ort, an dem ehemals die Berliner Mauer stand. Außerdem besuchten sie mehrere Städte in der Schweiz und verbrachten einen Tag in den Schweizer Alpen, wo sie Seilbahn fuhren und im Schatten der Gletscher wandern gingen. Danke an Caritas. Im spektakulären Barcelona wurden sie von den Mitgliedern von Setem begrüßt. In Irland luden unsere Freunde Christina Farrington, Neil McHugh, Pat Ridge, Pater Derek Doyle und seine Schwester, Dr. Ann Murphy und viele andere die Gruppe in ihrer gastfreundlichen Art und Weise zu einer schönen Wanderung, besonderen Abendessen und zu einer kulturellen Vorstellung ein. Unseren herzlichsten Dank an all jene und an diejenigen, die zu unseren Aufführungen kamen.(Rene P. Onrubia, verantwortlich für die Tournee)

Prix Caritas für PREDA - Am 10. Juli wurde PREDA mit dem Prix Caritas ausgezeichnet, den nur diejenigen bekommen, “die außerordentliche Verdienste im sozialen Bereich, in der Entwicklung von Zusammenarbeit, oder dem interkulturellen Verständnis erreicht haben”. Die Auszeichnung wurde im neuen Luzerner Kultur- und Kongresszentrum verliehen und ehrt die Ausdauer und Anstrengung, mit der die Kinderrechtler des PREDA-Teams, das kummer- und leidvolle Leben vieler missbrauchter Kinder in ein Leben voller Freude und Freiheit verwandelten. Wir nehmen diese Auszeichnungen gerne an und begrüßen sie im Namen der Kinder, denn wir wollen Ihren Kampf und nicht unsere Anstrengungen ehren. Der Prix Caritas bringt die Kinder und ihr Bedürfnis nach Heilung, Schutz und Gerechtigkeit ins öffentlichen Interesse und dadurch auch höher auf die Prioritätenliste von Politikern und Gesetzgeber. Dank verschiedener europäischer Auszeichnungen und den drei Nominationen für den Friedensnobelpreis für PREDAs Arbeit durch britische, kanadische und deutsche Parlamentarier finden die Zielen, die wir für die Kinder erreichen möchten, viel mehr Beachtung. Die Auszeichnungen geben uns allen bei PREDA in den Augen der Kritiker und Skeptiker, die unsere wahren Anstrengungen nicht anerkennen, mehr Glaubhaftigkeit.

Die uns nominierenden Parlamentarier und all jene, die uns auszeichneten, haben unsere Methoden, Erfolge und moralischen Prinzipien mit größter Sorgfalt untersucht. Unsere Partner und Unterstützer in Europa haben ebenso strenge Kontrollen und hohe Forderungen, die wir zu erfüllen versuchen, wobei wir ihr Vertrauen genießen. Die Dankesrede von PREDA (nur englisch) für den Prix Caritas gibt es auf www.preda.org und wird bei Nachfrage verschickt. (Francis Bermundo – verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit)

Jugendarbeit - Während die Theatergruppe in Europa gute Nachrichten verbreitete, setzte das Trainingteam auf den Philippinen seine Arbeit mit Jugendlichen fort. Jede Woche haben die jungendlichen Freiwilligen eine einstündige Radiosendung, ein Training von Familienwerte und Workshops. Sie organisierten mit mehr als 50 Kindern ein Mangofest, bei dem Akbay (was so viel wie “zusammen stehen” bedeutet) das berühmtes Marionettentheater zeigte. Hunderte Kinder und Erwachsene ließen sich von der Vorführung begeistern. Das Theater ist ein sehr effektives Medium, um die Kinder über ihre Rechte aufzuklären und ihnen beizubringen, wie sie sich vor Misshandlung schützen können. (Marciel Viloria – verantwortlich für vorbeugende Erziehung)

Glückliche Kinder brauchen Liebe und Zuwendung - Das Kinderheim für missbrauchte und vernachlässigte Kinder blüht durch erziehende und inspirierende Aktivitäten, Spiel und Spaß. Die ehrenamtlichen Helfer Christina Farrington aus Sligo in Irland und Christina Roesl aus Valencia in Spanien verbrachten dieses Jahr ihren ganzen Jahresurlaub hier, um einige Wochen bei den Kindern zu sein. Dies ist immer ein Höhepunkt ihrer Sommerferien. Sie machen Ausflüge an den Strand, schauen Filme und gehen picknicken. Im Kinderheim sind 32 Kinder, die nun wieder zur Schule gehen und jeden Tag in ihrem bunten Jeepney, der von japanischen Spendern finanziert wurde, zur Schule gebracht und wieder abgeholt werden.

Die glückliche Erfolgsgeschichte von Len-len - Nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten, als sie erst sechs Jahre alt war, verkaufte Len-lens Mutter sie an einen Mann aus Manila. Er missbrauchte sie, was sie extrem traumatisierte und emotional schwer belastete. Als sie schlussendlich mit 12 Jahren gerettet wurde, hatte sie total  vergessen, woher sie gekommen war und wer ihre Eltern waren. Im Kinderheim von PREDA unterzog sie sich einer mehrjährigen Therapie und begann sich langsam an ihre Heimatstadt zu erinnern. Sozialarbeiter von PREDA, die außerhalb des Centers arbeiten, fanden schließlich ihren Vater, ihre Brüder und Schwestern in einem abgelegenen Dorf im Süden der Insel Luzon. Sie lebten in der Nähe des Strandes in einem kleine Haus aus Bambus und freuten sich sehr über Len-lens Heimkehr. Finanzielle Unterstützung hilft ihr, ihren Unterricht fortzusetzen. Für die Familie wurde eine Toilette gebaut, um ihnen zu helfen, eine hygienische Umgebung aufrechtzuerhalten. Wir bleiben in Kontakt und hoffen, dass nun, da sie wieder mit ihre Familie vereint ist, alles gut geht. (Mary David – verantwortlich für die Arbeit außerhalb des Centers)

Kinder aus dem Gefängnis befreien - Neunzig Jugendliche der PREDA-Akbay Jugendorganisation nahmen an einem Jahressportfest, einem Sommerlager, einer spirituelle Rückbesinnung, Workshops über ökonomische Themen und an Schulungen über das Leiten von Gruppen und über Betriebswirtschaft teil. Neben all diesen Aktivitäten, wurden sie geschult, um am “Kinder im Gefängnis” – Programm teilzunehmen. Sie besichtigten Gefängnisse in ganz Luzon, suchten nach illegal inhaftierten Minderjährigen in menschenunwürdigen Bedingungen und riefen dann das Rechtsteam von PREDA, das die Kinder befreite oder sie zur Wiedereingliederung in ein Heim brachte. Allerdings sind alle Plätze jetzt belegt, weshalb PREDA nun plant ein Heim für die jüngeren und am leichtesten verwundbaren Kinder aus den Gefängnissen zu eröffnen.

Manche sind um die acht Jahre alt und werden mit Erwachsenen in einer Zelle gehalten, wodurch sie in der Gefahr schweben, sexuell missbraucht zu werden. Letzten Monat fand das Rettungsteam ein 13 Jahre altes Mädchen hinter den Gittern des Gefängnisses von Olongapo City in schmutzigen und unmenschlichen Bedingungen. Sie schrie, um herauszukommen, weil ein männlicher Wächter versucht hatte, sie zu zwingen, mit ihm zur Toilette zu gehen. Sie widersetze sich und wurde mit einem Stock so sehr auf das Bein geschlagen, dass eine eitrige Wunde geöffnet wurde. Das Team kam gerade noch zur rechten Zeit, um sie herauszuholen.

Diese Kinder begehen selten, schwere Verbrechen. Sie werden dafür verhaftet, dass sie kein Zuhause haben (Landstreicherei), die Sperrzeiten für Minderjährige nicht einhalten, oder Klebstoff schnüffeln, um Hunger und Schmerz zu vergessen. Manche werden fälschlicherweise angeklagt und gezwungen zu gestehen, damit die Polizei behaupten kann, ein Verbrechen aufgelöst zu haben.

Junge Opfer sagen gegen Sexhändler aus - Die Gerichtsfälle gegen die amerikanischen und australische Sexbarbesitzer in Angeles City und drei ihrer Händler sind am Laufen. Eines der Kinder, nur 13 Jahre alt, hat seine Aussage darüber beendet, wie es von seiner Mutter in den Untergrund verkauft und dann von der Polizei während einer Razzia mit Hilfe der Internationalen Delegation für Gerechtigkeit befreit wurde. Die Kinder wurden zur Therapie und zum Schutz in das Kinderheim von PREDA gebracht. Das Mädchen erzählte tapfer seine Geschichte und überstand das strenge Kreuzverhör. Drei weitere junge Opfer müssen noch aussagen und wenn sie ihre traumatischen Erfahrungen von der Sklaverei der Prostitution preisgeben, werden auch sie wichti-ge Zeugen sein.

Die Angeklagten könnten für den Kinderhandel lange Gefängnisstrafe bekommen. Das macht sie für PREDA nicht harmloser, denn wir können Vergeltung von ihnen erwarten. Ich sage Ihnen, es gibt viele Gerüchteküchen, die falsche Anschuldigungen über uns verbreiten. Menschenhändler, Bordellbesitzer und Vergewaltiger stört unsere Arbeit am meisten. Wir haben viele Vergewaltiger von Kindern vor Gericht und ins Gefängnis gebracht und einige schworen Rache. Jesus wurde aufgrund falscher Anschuldigungen hingerichtet. Wir stärken uns an seinem Beispiel.

Doch trotz Vergeltungsdrohungen der Sexmafia, öffentlicher Kritik eines Bürgermeisters und anderen, die durch uns Geld verlieren, geben wir nicht auf. Wir bitten um Eure Gebete und Unterstützung, wenn wir jetzt einen weiteren Schritt machen und ein System herausfordern, dass Kinder im Gefängnis einsperrt und menschenunwürdig behandelt, nur weil sie im Konflikt mit dem Gesetz stehen. (Robert Garcia – rechtliche Unterstüzung)

Oberster Gerichtshof bestätigt das Fallenlassen erfundener Klage - Vor einigen Jahren brachte Pater Shay zwei Verdächtige, die angeblich ein sechs Jahre altes Mädchen sexuell missbraucht hatten, vor Gericht. Um Pater Shay zu zwingen die Beschuldigung zurückzuziehen, fabrizierten die Familien der zwei jungen Männer mit Hilfe eines Sexbarbetreibers, der einen Groll gegen Pater Shay hegte, falsche Beweise, um die selbe Klage, gegen ihn zu erheben.

Um sich selbst vor Strafverfolgung zu schützen, ist es auf den Philippinen eine gängige Verteidigungsstrategie, die Ankläger zu beschuldigen. Pater Shay lehnte es jedoch ab, die Klage zurückziehen und das Kind bei der rechtlichen Verfolgung seiner Peiniger alleine zu lassen. Er bekam die Folgen zu spüren – den Schmerz und die Demütigung fälschlicherweise beschuldigt zu werden, ein Verbrechen begangen zu haben, dass er selbst aufgedeckt hatte.

Doch trotz dieser unerhörten Taktik waren der Barbesitzer und die Familien der Täter erfolglos und Pater Shay hielt die Beschuldigung gegen die zwei Verdächtigen aufrecht. Sie werden nun wegen Missbrauchs des sechs Jahren alten Kindes verhört und angeklagt.

Um die Wahrheit ihrer Beschuldigung gegen Pater Shay herauszufinden, wurde diese untersucht und vom Büro des Staatsanwaltes überprüft. Die Beschuldigung der Familien der zwei Verdächtigen wurde für falsch und erfunden erklärt. Sie wurde zweimal vom lokalen Staatsanwalt zurückgewiesen und als die Familien eine Revision herausforderten, wurde sie ebenfalls von der höchsten juristischen Instanz, dem Präsidialamt für Recht, zurückgewie-sen.

Diese Entscheidung wurde von den Familien der zwei jungen Männer jedoch ein weiteres Mal verzweifelt herausgefordert, um sie vor dem Gefängnis zu bewahren. Aber auch der Oberste Gerichtshof wies in diesem Jahr die Klage als falsch und unbegründet zurück. So wurden die ersten Entscheidungen vom Büro des Staatsanwaltes und des Präsidialamtes für Recht, die Pater Shay von den grundlosen Beschuldigungen freisprachen, von höchster Instanz bestätigt und sein guter Ruf wieder hergestellt. Die jungen Männer, die immer noch von dem Kind beschuldigt werden, müssen sich nun einem Prozess stellen.

Schüler aus Schweden decken schockierende Behandlung von Kinder auf - Eine Gruppe von Schülern einer schwedischen Schule des Roten Kreuzes besichtigten das Zentrum für Hilfeleistung, Wiedereingliederung und persönliche Befähigung (OCARE) für hilfsbedürftige Frauen und Kinder, das von der Regierung verwaltet wird. Sie waren entsetzt, als sie vier Zellen fanden, in denen Frauen und Kinder unter menschenunwürdigen Bedingungen inhaftiert wurden. Sie fanden auch heraus, dass Kinder um die acht Jahre manchmal in diesen Zellen eingesperrt wurden. Um Veränderungen zu erreichen, schrieben sie Berichte, die an Menschenrechts-organisationen geschickt wurden.

Aufgrund der weiten Verbreitung der schrecklichen Nachricht über den schlimmen Missbrauch der Kinder und Frauen folgten Reaktionen aus der ganzen Welt. Daraufhin wurde das Zentrum am Stadtrand sofort renoviert und die Beweise für Ketten und Schlösser vernichtet, bevor Untersuchungskommissionen hätten kommen können. Die schwedischen Schüler und Kirchenmitglieder hatten zuvor  aber die schlimmen Bedingungen auf Photos festgehalten und Interviews mit den Frauen und Kindern mitgeschnitten.

Alleine von Mai bis Juni 2003 wurden in drei Provinzen und zwei Städten 29 Gefängnisse besichtigt und 20 Minderjährige gefunden. Der Jüngste war 11 Jahre alt, zwei waren 13 und der Rest zwischen 15 und 17. Drei davon waren Mädchen. Die meisten Zellen waren nicht für Gefangene ausgerichtet und verletzten die Vorgaben der Menschenrechte. Im Gefängnis der Provinz Taytay fanden wir einen kleinen Raum mit schlechter Belüftung, dreckig und so überfüllt, dass die Männer und drei Minderjährigen nur abwechseln schlafen konnten. Seit der Besichtigung und dem Bericht, den wir gemacht haben, sind viele Gefangene verlegt und die Bedingungen verbessert worden. Das Rechtsteam von PREDA zeigt den Behörden den juristischen Status der Minderjährigen auf und befreit sie.

Besucher und Freiwillige - Im Juni und Juli begrüßten wir die Praktikanten Caroline Wawzoneck aus Toronto und Miriam Delahunt aus Irland, die internationales Recht studieren. Sie leisteten einen großen Beitrag zur Arbeit von PREDA. Wir Danken ihnen von ganzem Herzen für ihre Arbeit und ihre Bemühung, die Ziele von PREDA von ihrem Heimatland aus zu unterstützen. Pater Ricci Pajarillo vom Orden des heiligen Columban besuchte uns mit 13 Priestern des Ordens, um die Arbeit von PREDA für die Kinderrechte kennen zu lernen. Pater Michael Riordan kam mit 19 koreanischen Besuchern und im Mai begleitete Pater Larry Pangan mit einer Gruppe japanischer Studenten die Jugendlichen von PREDA, die zusammen mit einer Gruppe Einheimischer namens Aeta Bäumen pflanzten. Unser Handelspartner DWP aus Deutschland kam mit einem Kamerateam, um einen Dokumentarfilm über die Arbeit mit den Kinder und das “Fair Trade”-Projekt von PREDA zu drehen. Es kamen noch viele andere Gäste, die den Frieden, die Ruhe, die wundervolle Aussicht und Spaziergänge über die Hügel bei PREDA genossen. (Vangie Damasco – verantwortlich für Gäste)

Unser Programm für Praktikanten und Freiwillige ist offen für Jurastudenten und Juristen, die gerade ihr Studium beendet haben. Ein junger Anwalt, der bei PREDA für die Rechte der Kinder kämpfte sagte einmal: “Deshalb bin Anwalt geworden, es ist meine glücklichste Zeit.”

Mit freundlichsten Grüßen,

 

Pater Shay, die Mitarbeiter und die Kinder

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