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Archive for April, 2012

Der Tag der Erde mit den Ureinwohnern

April 25th, 2012 No comments
Earth Day with the Indigenous People

Aeta Indigenous farmers say they get only very low price per kilo for their mangos. Preda pays 100% more plus brings medical assistance.

Wie sehr ich doch die Ausdauer und die Überlebenskünste der auf dem Land lebenden, armen Bevölkerung der Filipinos bewundere. Es ist etwas, das gefeiert werden sollte. Doch es ist Fakt, Millionen der Landbevölkerung, besonders die Ureinwohner leben am Existenzminimum; es ist Grund zur Sorge. Vor allem weil wir diese Woche den Tag der Erde feiern. Um diesen Tag zu feiern bin ich ausgeritten; nicht auf den manikürten Rasen des Manila Polo Club der Superreichen, die wenig von der ländlichen Armut kennen, sondern auf dem Weg zu einem Aetadorf in den Bergen von Bataan.

Die Sonne brannte auf unsere Gruppe, bestehend aus den PREDA Landwirten, dem Fair Trade Manager und Paul aus Irland, nieder. Wir ritten auf kleinen aber stabilen Ponys mit selbstgemachten Sätteln und ohne Zügel, die uns die steilen Bergpfade hinauftrugen. Es war kein Sonntagsausflug kann ich sagen. Aber dann zwei Stunden später bekamen wir unter einem Mangobaum ein herzliches Willkommen und alle Familien des Dorfes kamen zusammen für ein Treffen. Sie erzählten uns von ihren Schwierigkeiten und Herausforderungen, die sie jeden Tag bewältigen müssen um zu überleben. Sie säen und ernten was gerade wächst. Ihre Kinder gehen nur selten zur Schule, denn es gibt keinen richtigen Lehrer. Meilenweit gab es nur ein verwahrlostes Gebäude mit einem einzigen Raum, das die Schule sein sollte. Die meisten Kinder hatten es noch nie betreten.

Für sie ist jeder Tag der Tag der Erde, denn ihr Überleben hängt von einer gesunden Umwelt ab. Die Aeta wissen das nur all zu gut. Sie fühlen die Auswirkungen der globalen Erwärmung und den Gefahren, die es für ihr Leben bringt. Wir Städter sind aufgerufen unsere Gärten und Felder wieder Wert zu schätzen und unsere Verbindung mit der Natur wieder herzustellen und zu realisieren, wie sehr wir auf jede Pflanze und jede Regenschauer angewiesen sind. Die Ureinwohner leben seit Generationen in Einklang mit der Natur, doch Klimawandel und globale Erwärmung bedrohen ihre sowieso schon verarmten Leben noch mehr.

Sie erzählten uns von ihren Bäumen, die nicht mehr blühen, von den Bienen, die mehr und mehr verschwinden, den gewaltigen Stürmen, die ihre Hütten zerstören. Vor allem aber erzählten sie wie sie fast nichts an ihren Mangos, Süßkartoffeln, Bananen und Peddigrohr verdienen, die sie säen, ernten und die Berge hinunter tragen.

Wir sind gekommen um ihnen aus dieser wirtschaftlichen Krise herauszuhelfen. PREDA Fair Trade wird alle ihre Mangos kaufen zu fairen Preisen, 100% mehr zahlen wir ihnen als die kommerziellen Händler. Sie strahlten vor Freude als sie die guten Neuigkeiten erfuhren. Wir erzählten ihnen, dass wir ihre Früchte zu getrockneten Mangos und Mangosäften verarbeiten und diese dann in den Philippinen und im Ausland verkaufen werden.

Dies ist nur ein Weg wie man die Menschen unterstützen kann, die am allermeisten unter dem Verlust der natürlichen Ökosysteme leiden. Fair Tade pflanzt jedes Jahr zweitausend Mangosetzlinge um die Wälder wieder herzustellen und den Menschen eine Lebensgrundlage zu bieten.
Wir haben eine moralische und spirituelle Verpflichtung gegenüber diesem Planten und all den Lebewesen auf ihm, denn er sichert unser eigenes Überleben. Viele Städter haben die Verbindung zur Erde verloren und damit auch ihren inneren Frieden. Unser Ausflug zu den Aetadörfern hilft die natürlichen Mangos zu schützen und den Menschen ihre Früchte auf den Markt zu bringen.

Sie werden ausgebeutet und missbraucht und fühlen sich unterdrückt. Im Moment wird die Hälfte der Mangos nicht geerntet und verrottet an den Bäumen, weil sich die harte Arbeit nicht lohnt für den Preis, den die kommerziellen Händler auf dem Markt bieten. Durch PREDA Fair Trade werden sie nun in Zukunft 100% mehr verdienen und die Käufer der getrockneten Mangos überall auf der Welt sind ihre Unterstützer. Sie gehören nun zur PREDA Small Mango Farmers Association und sie sind sehr stolz.

Wir haben Reis und Fleisch mitgebracht und die Bauern stellten das Gemüse und kochten. Im Schatten des Mangobaums teilten wir unser Essen. Nur wer in der gleißenden Sonne spaziert, lernt den Schatten eines Baumes zu schätzen.
Heute wollen viele die Erde retten, doch eigentlich wollen sie sich gegenseitig bestärken. Fair Trade ist eine gute Art nach einer gerechteren Gesellschaft zu streben.

Der Weg in die Freiheit und Würde

April 19th, 2012 No comments
Tatort with German Parliamentary Visit at Preda

Miguel, released from jail with German Parliamentarians is happy at Preda and back at school.

Der Tag an dem er in die Freiheit gehen konnte, war ein glücklicher Tag für den 14-jährigen Miguel. Monatelang war er im Paranaque-Gefängnis festgehalten worden, weil er angeblich ein Paar Flip Flops im Wert von weniger als 50ct geklaut haben soll. Zuerst wurde er in eine überfüllte Zelle gesperrt, die der Hölle auf Erden gleich kam. Auf einem Raum von etwa 14 mal 8 Metern waren menschliche Körper zusammengepfercht. Er wurde eingesperrt, weil seine Eltern, Straßenverkäufer, es sich nicht leisten konnten, den Polizisten tägliche kostenlose Speisen anzubieten. Das war ihre Rache.

Der erdrückende und ekelerregende Gestank nach Urin und Kot und die Masse an Menschen auf diesem engen Raum brachte den Jungen zum Weinen und die anderen Insassen schrien ihn an, damit er aufhöre. Miguel hatte Angst und verdurstete fast in der heißen, fensterlosen Zelle mit nur einem Ventilator, der aber auch keine Besserung brachte.

Er bettelte nach Wasser, doch die Wachen gaben ihm nur eine Flasche warmes und dreckiges Wasser, von dem er krank wurde. Er bekam Durchfall. Um zur Toilette, einem versifften Loch im Boden, zu kommen, musste er sich durch die Menschenmasse quetschen. Nur ein Vorhang trennte ihn von den anderen Insassen. Es stank und die Anderen beschuldigten ihn es noch schlimmer zu machen.

Niemandem war es möglich sich hinzulegen in dieser Zelle. Alle Gefangenen saßen mit angezogenen Knien auf dem Boden. Und Miguel war als Minderjähriger zusammen mit all den erwachsenen Straftätern in einer Zelle, auch wenn es per Gesetz verboten ist. Doch das interessiert niemanden. Es war schon immer so und für die Behörden würde es auch immer so bleiben. Kein Offizieller ging jemals dort hin. Miguel’s Familie wurde von seiner Festnahme nicht informiert, deshalb musste er sich Essensreste von den anderen Gefangenen erbetteln. Bis er beweisen konnte, dass er minderjährig ist, musste er in der Zelle ausharren.

Eines Tages besuchten Shiela und Joan, PREDA Sozialarbeiterinnen, das Gefängnis. Sie fanden Miguel und beantragten sofort seine Überführung in eine Zelle für Minderjährige. Wochen später bekamen sie die Anweisung des Gerichts, dass Miguel ins PREDA Heim für Jungen ziehen sollte.

Hunderte Kinder wurden schon durch die Hilfe PREDAs befreit. Letzten März alleine fünf. Diese Jahr hat die Lobbyarbeit PREDAs vor dem Department of Foreign Affairs und dem Minister für Lokalregierungen endlich dazu geführt, dass das Gefängnis geschlossen wird und die Insassen in eine andere saubere und größere Zelle übersiedeln konnten.

Das Rettungsprojekt für Kinder in Konflikt mit dem Gesetz zieht die Aufmerksamkeit und die Unterstützung von bedeutenden Besuchern aus Deutschland auf sich; eine Gruppe Parlamentsabgeordnete, geführt von Frau Dagmar G. Wohrl MsB, der früheren parlamentarischen Staatssekretärin und Vorsitzende des Komitees für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie begleiteten das PREDA Team bei einem der Gefängnisbesuche im letzten Jahr und waren von den unmenschlichen Bedingungen in den Gefängnissen geschockt.

Unser PREDA Repräsentant ist nun eingeladen dieses Jahr vor dem Komitee für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung eine Präsentation zu halten. Er wird Fragen beantworten zu den verschiedenen Projekten PREDAs und zu Themen wie MEnschenrechte, Schutz von Kindern und Fair Trade in den Philippinen.

Das PREDA Projekt zeigt, dass Kinder Jugendliche in Konflikt mit dem Gesetz keine Kriminellen sind, die meisten von ihnen sind unschuldig. Sie werden vom Rechtssystem vergessen und leiden monatelang in den Gefängnissen ohne jemals Gerechtigkeit zu erfahren.

Das PREDA Heim für Jungen ist offen, keine Zäune, keine Bestrafung. Es ist ein wunderschönes Gebäude, ländlich gelegen in einer organischen Farm. Die Jugendlichen könnten einfach entkommen, doch 94% von ihnen bleiben freiwillig um ihre Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie bekommen Bildung, Ausbildung und Therapien um mit ihren Aggressionen fertig zu werden.

Nur selten gibt es schwere Konflikte zwischen den Bewohnern, was zeigt, dass unsere Therapie erfolgreich ist und ihnen hilft Stress, Aggressionen und Spannungen abzubauen. Die Wertevermittlung hilft ihnen die eigene Würde und die der anderen zu respektieren. Des weiteren haben sie die Möglichkeit verschiedene Sportarten auszuüben, wie Tischtennis, Basketball, Fußball, Volleyball und Schwimmen. Oft gibt es Ausflüge zum Strand oder in die Berge.

Das PREDA Program und Heim wird geleitet durch philippinische professionelle Mitarbeiter. Es könnte kopiert werden, wenn der politische Wille und der Respekt für die Rechte von Kindern vorhanden wäre. Die Regierung und die Politiker müssen erkennen, dass sie ein Pflicht gegenüber den Kindern haben und sie das Recht auf Bildung und ein Leben in Würde haben.

PREDA Theater-Tournee 2012 durch Deutschland

April 17th, 2012 No comments

PREDA Theater-Tournee 2012 durch DeutschlandDie Theatergruppe AKBAY unserer Partnerorganisation PREDA wird im Mai 2012 eine Tournee durch Deutschland machen.
Sieben philippinische Jugendliche bringen in ihrem selbst verfassten, sehr beeindruckenden Stück „Once we had a dream“ das Schicksal vieler Kinder des asiatischen Inselstaates auf die Bühne.

Das Stück wird auf deutsch gespielt.

Der Tatort-Verein führt die Gesamt-Tournee mit Partnern wie Weltläden, Kirchengemeinden oder Schulen durch, die an ihrem Ort eine Aufführung organisieren. Nach der Darbietung werden Diskussionen mit dem Publikum stattfinden.

Im Internet sind Video-Ausschnitte des Musicals zu sehen. Sie wurden bei einer Aufführung 2009 in Bonn gemacht. Hier ist auch Pater Shay Cullen von PREDA im Interview.

Die Tournee wird organisiert von Lorenz Block ( lorenz.block@tatort-verein.org ) , der die Theater-Truppe auch durch Deutschland begleiten wird und Ulrike Thönniges ( ulrike.thoenniges@tatort-verein.org ),
Tel.: 0221-9123045.

http://www.tatort-verein.org

http://www.tatort-verein.org/index.php?option=com_content&view=article&catid=11:aktuelles-inahlte&id=29:aktuelles-1

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Das Gesicht der Einsamkeit verändern

April 13th, 2012 No comments
Changing the Face of Loneliness

I soon found many more children with these facial deformities in San Marcelino and neighboring towns and I began Operation Harelip with the help of Sister Rose from Daughters of Charity along with the Philippine Band of Mercy.

Es war ein glücklicher Tag für die 31 Kinder und einen Erwachsenen, die unter Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten litten, als das Expertenteam der ehrenamtlichen Ärzte des Philippine Band of Mercy einen Operationsmarathon an Gesichtsrekonstruktionen in San Marcelino, Zambales vollendete. Auch für mich hatte dieser Tag eine besondere Bedeutung.

Angelica, ein 15-jähriges Mädchen hatte Schwierigkeiten beim Sprechen aufgrund ihrer Lippenspalte. Sie gab ihr bestes und erzählte den Sozialarbeitern und Ärzten, dass ihre größte Angst in ihrem Leben nicht ihr entstelltes Gesicht sei, sondern, dass sie deshalb niemals einen Freund haben würde und niemals geküsst würde. Es gibt wahrscheinlich nichts schlimmeres für einen Teenager.

Zwei Schneidezähne lugten aus ihrer Nase und da wo ihr Mund und Lippen hätten sein sollen, war nur ein Loch. Für einen Außenstehenden war dieses Kind abgrundtief hässlich. Sie hatte mit der Schule nach der vierten Klasse aufgehört, weil sie zu sehr unter den schmerzlichen Kommentaren ihrer Mitschüler gelitten hatte. Sie und viele andere Kinder leiden stark unter dieser Entstellung. Auf den Philippinen leidet eins von 400 Kindern an Kiefer-Lippe-Gaumen-Spalte, manche sagen es wären sogar noch viel mehr. Der weltweite Durchschnitt liegt bei einem Kind in 700 Geburten.

Aber am Mittwoch war dieser Albtraum für Angelica vorbei und für viele noch weitaus jüngere Kinder. Nachdem Angelica die Voruntersuchung schon in der Woche vorher hatte, kam sie direkt in den OP-Saal und bekam eine lokale Betäubung. Das Operationsteam begann mit der Arbeit stellte das entstellte Gesicht wieder her. In unglaublichen 45 Minuten, die alle auf Video aufgenommen sind, entstanden Lippen und ein Mund unter den geübten Händen des Chirurgen.

Allein auf dem Operationstisch war es eine unglaubliche Veränderung, aber nach ein paar Monaten der Heilung werden Angelica und die anderen Kinder wie neue Menschen aussehen. Dies gilt besonders für die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. In diesem Alter kann eine solche Operation fast ohne Narbe heilen.
Die bedauernswerten Kinder, die keine Operation bekommen können, leiden stark während sie aufwachsen. Besonders ab einem Alter von fünf Jahren. Sie haben Schwierigkeiten zu sprechen, ein geringes Selbstwertgefühl, und neigen dazu sich von den anderen Kindern zu isolieren. Viele haben kaum Freunde und Bildung und nehmen kaum am sozialen Leben teil. Die meisten sind so schüchtern, dass sie sich völlig ausgrenzen und somit keine Chance auf eine glückliche Kindheit haben.

“Warum bin ich nicht so wie die anderen Kinder”, fragte Angelica. Die Antwort ist nicht ganz klar, aber Wikipedia sagt, dass eine Kiefer –Lippen-Gaumen-Spalte ‘eine angeborene Fehlbildung ausgelöst durch eine anormale Gesichtsentwicklung während der Schwangerschaft‘ sei. ‚Es ist die Nicht-Verbindung der natürlichen Körperstrukturen, die vor der Geburt geformt werden.‘

Das erste mal als ich ein Kind mit einem Loch im Gesicht sah, ist schon lange her, im Jahre 1972. Ich war frisch auf den Philippinen angekommen und als Gemeindepfarrerin San Marcelino eingesetzt. Während ich eine ländliche Schule besuchte, bog ich um eine Ecke und stand dort einem Kind mit angsteinflößender Hässlichkeit gegenüber. Sie war etwa zwölf Jahre alt und hatte eine massive Gesichtsfehlbildung – eine Gaumen und Lippenspalte. Wo sie Mund und Nase hätte haben sollen war ein Loch aus dem ein einziger Zahn hervor lugte. Sie sah furchtbar aus und wusste das auch. Mit Sicherheit musste sie die Sticheleien der anderen Kinder aushalten. Die meisten Kinder mit Gaumenspalte sind nicht in der Lage zu lachen und haben Schwierigkeiten beim Sprechen.

Schnell fand ich noch andere Kinder mit ähnlichen Fehlbildungen in San Marcelino und angrenzenden Städten und Dörfern. So begann ich zusammen mit Schwester Rose von den „Daughters of Charity“ und dem „Philippine Band of Mercy“ die Operation Hasenscharte. Über die Jahre hinweg haben auch andere gemeinnützige Vereine begonnen Kinder mit Kiefer-Lippen-Gaumenspalten zu helfen. Auch heute geht die Arbeit noch weiter. PREDA wird weiterhin Kinder mit solchen Fehlbildungen suchen und ihnen die notwendige Operation zur Verfügung stellen. So dass auch diese Kinder lachen und küssen können und damit ein glückliches Leben führen können.

Können wir an die Wiederauferstehung glauben und sie erreichen?

April 4th, 2012 No comments

Can We Believe and Achieve the Resurrection?Christen feiern jedes Jahr wieder das Leben, den Tod und die Wiederauferstehung von Jesus aus Nazareth. Wir erinnern uns an die dramatischen Ereignisse im Leben desjenigen, der uns Liebe und Selbstaufgabe gelehrt hat und uns damit alle erst menschlich und zugleich göttlich gemacht hat. Wenn wir andere Menschen lieben wie der barmherzige Samariter, selbstlos einem Fremden, einem Opfer, gegenüber, wie Jesus selbst es getan hat, indem er alles für die Würde und Rechte Anderer geopfert hat, dann können wir darauf hoffen ewig zu leben.

Vielleicht müssen wir auch nicht gleich alles riskieren, so wie er als er die Korruption und die Heuchelei der Elite und den religiösen Obrigkeiten angeklagt hat, die ihn im Endeffekt haben umbringen lassen. Vielleicht können wir es schaffen unser Leben für andere anstatt uns selber zu leben. Wenn wir das schaffen, dann können wir uns zu einem höheren spirituellen Level weiterentwickeln und erfahren so unsere eigene Auferstehung.

Schaffen wir es dieses Level von Güte und spiritueller Reife zu erreichen, so wird es uns erfolgreich gelingen zu einem Leben von unendlicher Güte über den Tod hinaus überzuwechseln, so wie Jesus; wir könnten den Tod überwinden und ewig leben. Dies ist der Traum aller Gläubigen – sich mit dem Gott der unendlichen Liebe zu vereinigen und so selber unendlich zu werden. Ein Tod der im Nichts endet ist schwer zu akzeptieren, doch der Glaube an ein Leben nach dem Tod und in die Auferstehung gibt uns die Stärke ein selbstloses Leben zu führen.

Jedoch sollten wir das Streben nach Unendlichkeit nicht zum Grund werden lassen Gutes zu tun, denn dann werden wir egoistisch und streben nur noch nach unserem eigenen Glück in der Unendlichkeit, während wir eigentlich Anderen helfen sollten, ohne dabei eine Belohnung zu erwarten. Was kommt, das kommt. Wenn wir nur an unsere eigene Unsterblichkeit denken, wird es zwecklos sein.

Es ist kein besonders großer Vertrauensvorschuss an die Auferstehung zu glauben; Millionen tun es. Glauben ist die eine Sache, es wirklich zu erreichen die Andere. Hierin liegt die wahre Aufgabe; ein wertvolles Leben voll von Werten für andere zu leben. Jesus hat einen hohen Maßstab festgelegt und wir müssen teilen und ertragen um diesen Maßstab zu erreichen. Viele wahre Christen folgen leise und unerkannt in den Fußstapfen Jesu und teilen ihre weltlichen Güter, ohne dafür eine Belohnung oder Anerkennung zu wollen. Sie leben in Solidarität mit den Armen und kämpfen für Gerechtigkeit und Liebe in der Welt. Sie sind auf dem Weg zum ewigen Leben.

Auch in unserer Welt gibt es “Auferstehungen”. Ich habe sie gesehen. Wenn misshandelte Kinder Liebe, Schutz, Anerkennung und Zuwendung erfahren, dann können sie aus den Tiefen des Kummers und der Hoffnungslosigkeit emporsteigen und leben. Ich werde täglich Zeuge solcher Augenblicke. Wenn die Opfer von Missbrauch, Brutalität und Vernachlässigung oder die ungerechtfertigt Eingesperrten aus den dreckigen und von Ratten befallenen Gefängnissen befreit werden und ihnen Unterstützung und Respekt entgegengebracht wird, dann erstehen sie auf von den Toten, die sie waren. Seelischer Tod ist die Folge von Mangel an Liebe und Freundschaft.

Jessica war 14, ein wunderschönes Mädchen, leider jedoch mit einer Behinderung. Sie gab ihr bestes, ihren Platz im Leben zu finden. Sie ging zur Schule und gab alles um die Sticheleien der Anderen zu ertragen.
Jessica litt unter Kinderlähmung und konnte nicht richtig laufen und sprechen und war vollkommen hilflos als die Vergewaltiger auf sie losgingen. Als ein Opfer von Kinderlähmung, wofür es keine Heilung gibt, wurde sie von ihrer Familie außen vorgelassen und als Freak behandelt. Sie konnte nicht zur Schule gehen, aus Angst vor den Sticheleien der anderen Kinder. Sie hat eine normale Intelligenz, konnte sich jedoch nie richtig entwickeln. Als sie vergewaltigt wurde von einer Gruppe junger Männer wurde sie zu einer lebendigen Toten. Sie konnte nicht mehr sprechen oder irgendwen anschauen. Sie aß kaum noch. Sie war ein lebendes Skelett, unterernährt und ohne jeden Lebenswillen. Sie war wie tot.

Als die PREDA Sozialarbeiter sie fanden, fragte sie nach Hilfe und bekam Schutz im PREDA Heim für Mädchen. Die Gruppenvergewaltigung war das traumatischste Erlebnis ihrer Kindheit und ihre Eltern ignorierten es. Sie hatten Angst vor einem Vergeltungsschlag von den Familien der Jungen, die reich und mächtig waren.

Jessica erzählte den Therapeuten von ihren Erlebnissen und bekam die Liebe und Zuneigung, nach der sie sich ein Leben lang gesehnt hatte nun endlich im PREDA Heim für Mädchen. Langsam aber sicher begann sie von den Toten aufzuerstehen. Bald konnte sie wieder lachen und mit den anderen Mädchen zusammen Spaß haben und geht nun sogar zur Schule. Sie ist stark genug um ihre Peiniger anzuklagen. Heute ist sie ein glückliches gesundes Kind, auferstanden von den Toten und lebt.

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