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Archive for February, 2012

Preda Newsletter February 2012

February 28th, 2012 No comments

Mehr Kinder gerettet durch Hotline Verbindung

Diesen Monat wurde getanzt, gesungen und gefeiert zu Ehren der vielen Geburtstagskinder hier im Preda „Haus für missbrauchte Mädchen“. Der kleine Roderick, der jüngste der Bewohner, feierte seinen anderthalbsten Geburtstag. Die guten Neuigkeiten sind, dass die generelle Aufmerksamkeit für die Rechte der Kinder wächst und die Eltern und Verwandten ihre Pflicht Kindesmissbrauch zu melden und Hilfestellung zu geben gewissenhaft im wachsenden Maße erfüllen. Die schlechte Neuigkeit ist, dass es immer noch zu viele Kinder in Not gibt.

Dank der öffentlichen Bildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen durch Preda kommen immer mehr Kinder von sich aus um sexuellen Missbrauch zu melden und um Hilfe bitten. Dieses Programm gibt Lehrern, Kindern und Eltern eine Weiterbildung über Kindesmissbrauch und wie und wo man an Hilfe bekommt. Es regt zum Eingreifen und zur Kooperation mit NGOs in Bezug auf Kindesmissbrauch an. Durch die Öffentlichkeitsarbeit wissen die Leute nun Bescheid, dass Preda Mädchen aus dem Sextourismus, der Sexsklaverei und ähnlichen Situationen retten und erfolgreich im Preda „Haus der Mädchen“ schützen und therapieren können. Dies schließt natürlich auch eine freie rechtliche Unterstützung mit ein. Immer mehr Leute melden sich um Missbräuche und Übergriffe zu melden und dadurch konnten auch mehr Kinder gerettet werden durch das Preda Rettungsteam.

Das „Haus der Mädchen“ ist der Hafen und Zufluchtsort für Hoffnung und Befreiung für ein missbrauchtes Mädchen, das unter Pädophilen oder dem Vater, sowie Familienmitgliedern litt. Alle sind sehr arm, was sie besonders gefährdet. Wie können sie sich befreien? Eine Nachricht an die Preda Hotline oder die Offenbarung an eine Lehrkraft und sofort wird das Preda Rettungsteam losgeschickt. Dieses rückt innerhalb weniger Stunden und bei Nachteinbruch ein und rettet das Opfer und eröffnet ein Verfahren gegen den Täter. Kein Laminieren, kein Händeringen und keine Entschuldigungen werden erlaubt um das Kind in Sicherheit zu bringen vor dem Täter.

Preda Newsletter February 2012

PREDA girls learn baking.

Das Preda Rettungsteam ist auch für die Rettung von Kindern aus dem Sextourismus und Bordellen zuständig. Diese Aufgabe wird auch sehr erfolgreich ausgeführt und mehr und mehr Opfer bitten um Hilfe bei Preda. Die „Sex-Mafia“ ist immer noch aktiv, entführt Mädchen und zwingt sie in die Sexsklaverei, doch keine Drohungen werden uns stoppen. Dieses Umfeld macht die Arbeit und die Rettung noch schwieriger, aber wir arbeiten Hand in Hand mit vertrauenswürdigen juristischen Autoritäten.

Im Moment befinden sich 57 Mädchen im Preda „Haus für Mädchen“. 37 der Mädchen gehören zu den sexuellen Missbrauchsopfern aus der eigenen Familie und die restlichen 20 Mädchen wurden aus der Sexindustrie gerettet. Junge Mädchen, ausgenutzt und entführt, werden zu Sexsklaven gemacht. Alle von ihnen werden hier geheilt und werden gut fertig mit ihrer Vergangenheit. Sie genießen die Zeit in der Schule, bei Ausflügen an den Strand und Picknicks.

Wir haben ein volles Haus und deswegen erweitern wir Preda um ein weiteres „Haus der Mädchen“ in einem von Hügeln und Flüssen umgebenen wunderschönen und natürlichen Gebiet. Das neue Haus wird den Namen „Villa Victoria“ tragen und dort werden die Mädchen befähigt die schlimmsten Erlebnisse ihres Lebens zu überwinden. Sie wurden gerettet und andere flohen von ihren Tätern und werden im neuen Haus Triumph, Freiheit und Sicherheit (Schutz) finden. Das neue Haus wird geräumiger und in einer wunderschönen natürlichen Umgebung sein. Der Bau des zweiten Stocks ist so gut wie komplett abgeschlossen und der Bau des ersten Chalets für die Mädchen, die aus der Sexindustrie kommen, wurde bereits begonnen. Hoffentlich wird das erste Gebäude in diesem Sommer 2012 eröffnet werden können.

Die Geschichte von Anna-May. Manche Kinder habe über ein Jahr sexuellen Missbrauch erleiden müssen. Andere haben Kinder ihrer eigenen Väter geboren. Der kleine Roderick ist einer davon; er ist jetzt anderthalb Jahre alt und ein kleines, süßes und glückliches Kind. Seine Mutter, Anna-May, die ihn im Alter von 15 Jahren zur Welt brachte, kümmert sich heldenhaft um ihren Sohn und liebt ihn so viel es ihr nur möglich ist. Es ist nicht einfach, wenn man sich bewusst macht wer der Vater des Kindes ist.

Preda Newsletter February 2012

Back to school for PREDA girls.

Die Tendenz der Teenager-Mütter ist es das Kind abzulehnen. Aber nicht so Anna-May, denn die anderen Mädchen aus dem „Haus der Mädchen“ sind ihr eine große Hilfe. Wir haben auch eine Hausmutter angestellt, die ebenfalls bei der Betreuung und Erziehung des Kleinen hilft. Anna-May besucht seit nun einem Jahr wieder die Schule. Sie kann nirgendwohin gehen, da ihre Familie sie ablehnt und ihr die Schuld für die gesamte Geschichte gibt. Die Sozialarbeiter und Psychologen von Preda halfen ihr durch die lange schwierige Zeit und halfen ihr zurück auf die Schule gehen zu können. Ihr Vater ist im Gefängnis. Ihre Schwester gibt Anna-May die Schuld daran. Das lastet schwer auf Anna-May und wir versuchen die Sicht der Schwester zu ändern.

Letztes Jahr wurden insgesamt 85 Mädchen gerettet, geholfen und Schutz gegeben im Preda Center. Alleine letztes Jahr wurden 29 von ihnen in das Preda Programm aufgenommen. 36 der Mädchen konnten auf eine Schule geschickt werden (Grund- oder Mittelschule) und haben sich dort gut geschlagen und wurden alle in das nächste Schuljahr versetzt- ein Zeichen der Erholung und Ausdauer. Die aus Bars und den Straßen geretteten Mädchen sind noch nicht bereit für eine normale Schulrückführung und erhalten deswegen eine schulische Bildung plus Lebenshaltungsfähigkeiten, wie das Nähen, Backen und Kochen bei Preda. Dazu kommen noch Computerunterricht, das Selbermachen von Seifen und Postkarten. Diese Aktionen bereichern das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein der Mädchen und gibt ihnen den Mut und die Kraft auf dem Weg in die Zukunft.

Der Heilungsprozess dauert zwischen einem und zwei Jahren. Dieser wird durch Seminare, entspannende Aktivitäten und psychologische Hilfe, in denen den Kindern geholfen wird ihre Ängste und Schmerzen auszudrücken und über diese hinwegzukommen, erreicht. Im letzten Jahr 2011 gab es 23 Mädchen, die das Rehabilitationsprogramm erfolgreich abgeschlossen haben und imstande waren zu ihren unterstützenden Familien zurückzukehren bei denen sie jetzt sicher sind. Der Missbrauchstäter ist im Gefängnis oder sitzt in Untersuchungshaft.

Preda Newsletter February 2012

Former jailed youth now learn computers at PREDA

Die Nachbehandlung. Kindern, die wieder gesund wurden und wieder bei ihren Familien leben, wird auch nach dem aktiven Programm noch Hilfe gegeben, beispielsweise durch Stipendien für Schulen. Dieses Programm durchlaufen zurzeit 16 Mädchen. Allen Mädchen wird auch nach der Entlassung aus Preda noch juristischer Beistand garantiert.

Die Geschichte von Elsa und Ann.

Die Schwestern Elsa, 17, und Ann, 16, sind unter den letzten Mädchen, die im Preda „Haus der Mädchen“ ankamen. Beide sind Opfer von illegalem Menschenhandel und Kindesprostitution und wurden zur Rehabilitation und Therapie zu Preda geschickt. Leider war die Mutter in diesem Fall der Täter. Sie hatte ihre Kinder zum „Verkauf“ angeboten. Jede Nacht brachte die Mutter sie zu einem Hotel und verkaufte sie dort an in- und ausländische Kunden für Sex. Wenn sich die Mädchen mal weigerten wandte sie sogar Gewalt gegen die Kinder an um sie zu zwingen.

Diese Geschichte startete ein Jahr nach dem Tod des Vaters, der der Ernährer der Familie gewesen ist. Diese Ausnutzung lief über mehr als ein Jahr wegen der Verarmung der Familie durch den Tod des Ernährers. Glücklicherweise hatte Elsa den Mut bei den örtlichen Behörden um Hilfe zu bitten und beide Kinder konnten sofort durch Preda gerettet und in das Preda Haus zur Therapie und Rehabilitation zu bringen. Die Mutter ist auf der Flucht vor dem Gesetz und ihre restlichen fünf Kinder befinden sich in der Obhut einer verantwortungsbewussten Tante.

Wie die Mädchen sich bei Preda im „Haus der Mädchen“ erholt haben. Die zwei Mädchen waren depressiv und noch traumatisiert von den Missbräuchen, die sie erlitten hatten, als sie bei Preda eintrafen. Langsam wurde es ihnen möglich ihre Furcht zu überwinden und sie wurden glücklicher und spielerischer mit der Zeit. Sie fühlten den Respekt und die Unterstützung der Anderen und das sie anerkannt wurden. Dies gab ihnen die Kraft und den Mut, den sie für diese harte Zeit brauchten. Es ist großartig diese Entwicklung der Beiden zu beobachten und wie sie sich innerhalb des Schutzes und der Anerkennung der Preda Mitarbeiter und Bewohner zu starken, mutigen jungen Frauen entwickeln.

Preda Newsletter February 2012

The PREDA Home for Boys Center.

Überwindung von elterlicher Kritik und Streit. Sie sind alle mutige Mädchen und sie sind alle durchgehend gute Kinder. Dies wird ihnen besonders bewusst gemacht um die Behauptungen und Beleidigungen durch den Missbraucher als leere Beleidigung zu entlarven und ihnen den Mut zu geben Gerechtigkeit und Frieden zu finden. Sie wissen, dass sie andere Kinder retten können besonders ihre jüngeren Schwestern, wenn sie helfen den Vergewaltiger hinter Gitter zu bringen, auch wenn dies der eigene Vater sein sollte. Jetzt können sie mit Mädchen, die dasselbe Schicksal erlitten haben, wieder Spaß haben und ihr Leben genießen und leben. Die Schwestern Elsa und Ann können nun wieder ihr Leben voll und ganz leben und ihre schulischen Ziele weiter verfolgen.

„Haus der Jungen“-Projektbericht.

Im letzten Jahr (2011) wurden durch das Preda Gefängnisrettungsteam insgesamt 75 Jungen aus den unmenschlichen Gefängnissen Metro Manilas gerettet. Sie wurden in die therapeutische „Erholungsgemeinschaft“ von Preda´s „Haus der Jungen“ überführt. Dort wird ihnen geholfen einen neuen Start in eine bessere und würdigere Zukunft zu unternehmen. 16 Jungen wurden von Sozialarbeitern und Polizei dorthin gebracht und wir nutzen damit die Möglichkeiten des „Restorative Justive Programme“ des philippinischen Gesetzes.

Einige der Jungen durchlaufen noch das „Trainingsprogramm“ des Preda „New Dawn Centers“ während andere Jungen schon erfolgreich in ihre Familien reintegriert wurden nach dem erfolgreichen Durchlaufen des Preda Programms und natürlich der Aufhebung des juristischen Rechtsfalles. Durch die schnelle juristische Intervention und das „Lobbying“ des juristischen Teams von Preda konnte vielen der Jungen geholfen werden im komplizierten Rechtssystem der Philippinen.

Neben Freiheit und dem neuen Leben im „New Dawn Center“ („Neues Morgengrauen Zentrum“) unterrichtet Preda die Jungen und versorgt die Jungen auch mit allgemeiner Bildung durch Seminare und handwerkliche, landwirtschaftliche und sportliche Projekte. 18 der Jungen haben es geschafft in die Schule zurückzukehren, die restlichen Jungen werden in dem Center von Preda unterrichtet. 2 andere Jungen haben erfolgreich das Schweißerhandwerk erlernt und 2 weiter Jungen sind zurzeit in der „Fahrschule“ um eine Fahrerlaubnis zu erreichen.

Das „Haus der Jungen“ hatte im letzten Jahr eine Fluchtrate von nur 10%, d.h. 90% der Jungen blieben freiwillig in dem Haus und bei Preda. Das zeigt den ersten positiven Schritt in ihrer Erholung von den Gefängniserlebnissen. Sie fühlen die Freiheit, die Hoffnung und den Respekt der anderen Jungen und der Preda Mitarbeiter. Sie fühlen ein neues Gefühl von Selbstbewusstsein und Würde. Dies ist ein signifikant hoher Prozentsatz in einem Haus ohne Zäune, Mauern, Tore oder Wächter. Es ist der Gegensatz von einem Gefängnis.

Das „Haus der Jungen“ ist ein einzigartige offene Einrichtung, ohne Wächter, ohne Tore, ohne Strafen. Es ist ein einzigartiges Zentrum für Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen im Land. Dies zeigt ein für alle Mal, dass 90% der Jungen, die mit dem Gesetz in Konflikt sind, sich eine zweite Chance wünschen und diese auch zu würdigen wissen. Es beweist, dass diese „Delinquenten“, wenn man sie mit Respekt, Anstand, Liebe und Zustimmung behandelt, durchaus positiv darauf reagieren und sich auf ein solches Rehabilitationsprogramm einlassen.

Es sollte keinen Raum geben für Gewalt und Strafen. Junge Menschen müssen verstehen und können nicht durch Disziplin, Beleidigung und Gewalt „niedergemacht“ werden. Sie brauchen eine familiäre und freundschaftliche Atmosphäre. Reale Therapie und Wahrheit, Familienbesuche, Aussöhnung und emotionale Äußerung macht eine gewaltlose und frohe Lebensgemeinschaft möglich. Dazu kommen Bildung und andere Projekte, wie z.B. Gartenwirtschaft, Sport, Ausflüge und bezahlte Arbeitsprojekte, die den Jungen eine ganz neue Perspektive auf ihre Zukunft schafft. Diese Behandlung kann überall mit gut ausgebildetem Personal und der richtigen Umgebung nachgemacht werden.

Die Geschichte von Gilbert. Gilbert ist einer der jüngsten Mitglieder der „Haus der Jungen“-Gemeinschaft. Er war erst 15 Jahre alt als er verhaftet und inhaftiert wurde wegen dem Besitz einer kleinen Menge Marihuanas. In den Philippinen sind die Anti-Drogengesetze sehr streng und das schließt die Kinder mit ein. Für Gilbert waren die Drogen der einzige Weg aus dem Schmerz und der Armut ein „Niemand“ zu sein. Sein ganzer Besitz waren ein Paar Shorts und Schuhe, sowie ein T-Shirt.

Er litt in einem Jugendgefängnis für drei Jahre ohne juristische Hilfe zu bekommen. Er durchlebte viele sehr schlimme Erlebnisse und erfuhr viele harte Realitäten im Leben. Er hatte nur drei Gerichtsanhörungen und sein Fall wurde von Gericht zu Gericht weitergereicht. Die restliche Zeit verbrachte er damit die restlichen Tagen seiner Haft zu zählen. Keine Familienbesuche, kein Sonnenlicht, keine Übungen, keine Spiele, keine Bildung, nicht genug zu essen, keine medizinische Hilfe. Eine totale Auflösung aller seiner Kinder- und Menschenrechte. Manche werden dadurch in den Wahnsinn getrieben, andere werden sexuell missbraucht von den Wachen oder erwachsenen Mitgefangenen. Manche mussten aufgeben und sich als „Lady-Boys“ im Gefängnis prostituieren um zu überleben. Diese Jungen sind beschämt und tragen diese Zeit für immer als ein Geheimnis mit sich.

Gilberts Elend endete mit der Intervention Predas.

Shiela und Joan, zwei Sozialarbeiter von Preda, wurden von seinem Elend unterrichtet und begannen sofort juristische Schritte zu seiner Befreiung einzuleiten. Wir mussten uns beeilen, da er sonst in ein Erwachsenengefängnis gebracht werden würde und das für weitere sieben Jahre. Dank eines gerechten Richters und bewaffnet mit einem richterlichen Beschluss konnte Gilbert aus dem Gefängnis gerettet werden und in das „Haus der Jungen“ überführt werden. Er hatte keinerlei Besitz mehr. Er kletterte in das Preda Auto, welches von den Columban Brüder gesponsert wurde, und fuhr zu seiner ersten reichhaltigen Mahlzeit seit Jahren. Er konnte nicht alles essen, da sein Magen durch den nahen Hungertod komplett zusammengezogen war. Aber nach einigen Wochen im neuen zu Hause bei Preda konnte er sich wieder normal ernähren.

Eine Familie in einem Einkaufswagen gefunden. Nach dem Essen von Shiela, Joan und Gilbert fuhren sie zusammen zu einem kurzen Besuch zu seiner Familie. Sie lebten zusammen in einem Einkaufswagen am Straßenrand. Drei kleinere Brüder und ein abgemagerter, kranker Vater und die Mutter, die den Lebensunterhalt der Familie durch das Verkaufen von Erdnüssen an die Motoradfahrer an der Straße verdient. Das einzige Lebensziel dieser Familie bestand darin einmal am Tag zu essen. Shiela und Joan gaben ihnen etwas Geld und dann ging es zurück nach Olongapo zu Gilberts neuem zu Hause bei Preda. Gilbert beginnt nun ein neues Leben und der juristische Arm der Preda Foundation Inc. kümmert sich nun um seinen Fall vor Gericht.

Wenn er gefragt wurde was sein erster Gedanke war als er informiert wurde, dass er zu Preda gebracht wird, antwortete er: „Ich hätte niemals gedacht, dass das passieren würde. Ich dachte, ich müsse im Gefängnis sterben. Dank Gott wurde mir geholfen.“ Gilbert ist jetzt in der Lage sein Leben wieder zu genießen und blickt in eine würdige und bessere Zukunft für ihn. Er lernte das Schweißen und war darin sehr talentiert. Ein anderes Leben wurde gerettet.

Preda Newsletter February 2012

Preventive Education for young children.

Das Programm zur präventiven Bildung und Öffentlichkeitsarbeit (PEPS).

Prävention ist besser als Heilung… In der Preda Foundation wird beides sehr verantwortlich behandelt. Das präventive Bildungsteam erreichte durch Seminare und Projekte und Öffentlichkeitsarbeit mehr als 20.000 Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern. Dieses Programm läuft fünf Tage die Woche. Die Gruppe benutzt multimediale Präsentationen, Puppenshows und das Theater um dem Lernen einen großen Spaßfaktor hinzuzufügen. Die Kinder auf den Seminars wird Mut zugesprochen und damit wird ihnen die Gelegenheit gegeben direkt auf die Mitarbeiter zuzugehen und ihnen einen Missbrauch zu melden. Durch diese Öffentlichkeitsarbeit wird, mitunter auch in weit abgelegenen Gebieten und Dörfern, Kinderopfern von Missbrauch geholfen und Hilfe gegeben.

Erfolg der Preda Abteilung für Menschenrechte.

Mehr als 11.000 Menschen unter ihnen Politiker, Dorf- und Stadtchefs, sowie die normale Bevölkerung wurden durch das Menschrechtsteam von Preda, gefördert von „Irish Aid“, erreicht und weitergebildet in Seminaren. Diese Seminare und Workshops wurden in 121 Gemeinschaften und 110 Schulen im Jahr 2011 erfolgreich durchgeführt. Abgesehen davon waren sie in der Lage bei Menschrechts-Demonstrationen mitzuwirken und die Allgemeinheit auf dieses Problemfeld aufmerksam zu machen. Durch dieses Programm konnten viele Kinder und Jugendliche, die Opfer von Missbrauch waren, gerettet werden.

Besuch der deutschen Opernsängerin Renee Knapp.

Eine professionelle Opernsängerin, Renee Knapp, besuchte Preda kürzlich und blieb für einige Tage um Zeit mit den Preda Kindern zu verbringen. Sie nahm sich Zeit aus ihrem vollen Terminkalender auf den Philippinen und brachte es zu Stande Zeit für Preda zu finden und dort mehr über die verschiedenen Themen und vor allem die Kinder zu erfahren und zu lernen. Bevor sie Preda verließ, gab sie ein kleines Konzert und inspirierte die Kinder mit ihrer wunderschönen, goldenen Stimme, welche die Kinder sehr genossen haben. Diesen März wird ein Team des deutschen „Tatort“ Preda besuchen, zusammen mit dem Kölner Bürgermeister und seiner Tochter.

Preda Newsletter February 2012

Fr. Shay and Gay Byrne

Fr. Shay gibt dem irischen RTE ein Interview über den „Sinn des Lebens“.

RTE Ireland hat erst kürzlich Fr. Shay interviewed für ein Programm über den „Sinn des Lebens“, der über sein Leben und seine Arbeit auf den Philippinen sprach. Fr. Shay erregte das Gespräch durch kontroverse und umstrittene Ausführungen bei Themen, wie dem Zöllibat in der Kirche, Glauben und der Existenz Gottes. Er führt aus, dass es am Ende nur wichtig ist den Glauben zu leben anhand von Beispielen wie Jesus Christus, der ein Leben voller Selbstopferung, Hingabe und Dienst am Nächsten gelebt habe.

Preda Newsletter February 2012

Renee Knapp sings for the Preda children.

Praktikanten und Freiwillige.

Momentan leben und arbeiten 10 internationale Freiwillige und Praktikanten bei Preda. Sie machen hier viele helfende und wichtige Lebenserfahrungen in den Programmen und Projekten. Sehr viele Gruppen gibt es besonders aus Deutschland, Korea und Australien, die für einige Tagen bei Preda zu Besuch sind um mehr über die Arbeit und den Dienst der Preda Mitarbeiter zu lernen. Besonders wichtig ist dabei, dass die Gruppen und Freiwilligen einen realen und wirklichen Blick auf die Probleme in der dritten Welt bekommen. Die Freiwilligen durchlaufen ein weitläufiges Programm und werden hoffentlich von der Arbeit hier bei Preda inspiriert, so dass sie nach ihrer Heimreise auch andere anstecken können ein „Kämpfer für Kinderrechte“ zu werden.

 

Der Columban Bruder Fr. Michael O`Riordan kam von Korea auf einen Besuch vorbei und brachte 26 Studenten und Gemeindechefs mit sich. Die Maristen kamen mit einer Gruppe von Australien, genauso wie die St. Andrew´s Ressource Center (Dublin) Gruppe Ende 2011. Aus Spanien kam die Setem Group und aus Japan die „Free the Children“ Unterstützer. Alle teilten das freudige Leben und die Aktionen von Preda. Sie arbeiteten im ökologischen Gartenbau, halfen bei der Mangoernte, sahen die Flüsse und bestiegen den Vulkan und schliefen sogar bei der einheimischen Bevölkerung in den Bergen. Studenten, Schüler und Freiwillige sind willkommen auf unserer Homepage vorbeizuschauen und bei Interesse oder Fragen unsere Emailadressen anzuschreiben.

preda@info.com.ph und mehr unter www.preda.org und www.predafairtrade.net

Kirche und Volk fordern eine neues Förderungsgesetz

February 23rd, 2012 No comments

Church and People Call For a New Mining Law

The Catholic Church in the Philippines, a powerful political and social force, has called on new President Benigno Aquino III to scrap a law that allows foreign investors to fully own local mining ventures.

Bischöfe, Priester, Pastöre und Menschen aller Gesellschaftsschichten und Nichtregierungsorganisationen haben ihre Position gegen die unfairen, ausbeutenden und zerstörenden Bergbautätigkeiten eingenommen. Es ist ein wichtiger moralischer Streitpunkt, denn für Generationen haben 75% der Bevölkerung ein Leben in Armut geführt und wollen nun keine Ausbeutung und Ungerechtigkeit mehr. Die Vermögensverteilung der Philippinen ist eine der unausgeglichensten der Welt; 1% der Bevölkerung besitzt oder kontrolliert 70% des nationalen Vermögens.

Der Reichtum an Bodenschätzen beläuft sich auf US$680 Milliarden und ist das Erbe der philippinischen Bevölkerung. Wenn er nicht von den 1% gestohlen wird, kann er das Ende der Armut für Millionen sein.

Die kleine Minderheit von nur 1%, den Superreichen in Teilhaberschaften mit den multinationalen Konzernen, versucht jedoch all die wertvollen Bodenschätze für sich selbst zu bekommen, ohne mit dem Rest der Bevölkerung zu teilen. Die korrupten Gesetze von 1995 und die ehemalige Regierung begünstigte diese Diebe auch noch und erlaubte ihnen nur weniger als 2% Steuern auf ihre Gewinne zahlen zu müssen. In Australien zahlt die Rohstoffindustrie nun 35% ihrer Gewinne als Steuern.

Die Bergbaufirmen in den Philippinen müssen überhaupt keine Steuern zahlen, bis sie all ihre Kosten gedeckt haben und Gewinn gemacht haben. Mit raffinierter und manipulativer Bilanzkosmetik und klugen Steuerrechtlern kann das bis zu zehn Jahre dauern und selbst dann können sie noch Verluste vorweisen. Die “Allianz zum Stopp von Bergbau ­ Alyansa Tigil Mina” sagte erst neulich in einer Zeitungsanzeige, “Šwährend die Bergbaufirmen die Philippinen als Milchkuh verwenden, bekommt der Besitzer des natürlichen Reichtums nur Hundefutter”. In anderen Worten: der Bergbau hat für das philippinische Volk keinerlei ökonomischen Nutzen. Es ist die Ungerechtigkeit, der diese Nation gegenübersteht, die angesprochen werden muss.

Die Konzerne behaupten natürlich was anderes. Sollten sie jedoch ihre Bücher, Bankkonten (besonders die ausländischen) und Steuerakten öffentlichen machen müssen, dann werden wir die Wahrheit sehen. Lasst uns sehen was sie wirklich verdienen, vor allem wenn man die astronomisch hohen Preise für Rohstoffe in Betracht zieht, die überall auf der Welt herrschen.
Die Regierung, die vom Volk gewählt wurde um genau diese Dinge anzusprechen behandelt das Volk nicht wie Hunde. Um das zu beweisen, will der Präsident eine Verfügung anordnen, die die steuerfreie Ausbeutung beenden soll und mindestens 20% an Steuern auf die Gewinne aus Rohstoffabbau auferlegen soll. Auch der Korruption und der Umweltzerstörung soll dadurch ein Ende gesetzt werden. Die Verabschiedung neuer Gesetze wäre jedoch die beste Lösung.
In einem früheren Artikel habe ich auf den verlassenen Tagebau in San Marcelino hingewiesen, wo die Benguet Corp. jahrelang gearbeitet hat. Ein riesiger Krater verbleibt. Ein ganzer Berg wurde zerstört, mit seiner ganzen Artenvielfalt, ein ganzes Tal ist verlassen und vergiftet. Der Tagebau in Tampakan, Südcotobato ist so groß, dass zwei Empire State Buildings übereinander hinein passen würden, so die “Allianz zum Stopp von Bergbau”.

Die philippinische Bevölkerung fordert einen sofortigen Stopp des zügellosen, unkontrollierten und unverantwortungsbewussten Rohstoffabbaus, der die Umwelt zerstört und keinerlei Ertrag für die Bevölkerung bringt.

Manilas Hilfsbischof Broderick Pabillo sagte, die Rohstoffgewinnungsgesetze von 1995 müssen aufgehoben werden und die neue Gesetzesvorlage muss durch den Kongress verabschiedet werden. Dies ist der auch der immer lauter werdende Ruf der Bevölkerung überall im Land.

Die katholische Bischofskonferenz der Philippinen (CBCP), die die Stimme aller 125 Bischöfe vertritt unterstützt dies unwiderruflich. Die Bischöfe fordern das Ende des Rohstoffabbaus bis das neue Gesetz verabschiedet ist. In einer ökumenischen Aktion machten katholische und protestantische Bischöfe eine Verlautbarung: “ Wir, das ökumenische Bischofsforum, drücken hiermit unsere Besorgnis über den schamlosen Missbrauch von natürlichen Reichtümern aus, der von den multinationalen Konzernen und ihren lokalen Gefolgsleuten in der Region im Süden Luzons, besonders in Bicol, betrieben wird.” Weiterhin sagten sie “Zerstörerischer Rohstoffabbau ist eklatant unethisch, ungerecht und sinnlos, da er bittere Armut hervorruft und die sowohl die Lebensgrundlage, als auch das Leben selbst bedroht.”

Da haben wir es, die ungeschminkte Wahrheit. Die Art und Weise wir die Rohstoffe abgebaut werden ist schädlich für die Umwelt; die Gewinne für die Bevölkerung sind gleich null. Der Gesetzesvorschlag muss verabschiedet werden, damit der Rohstoffabbau verantwortungsbewusst sein kann und die Umwelt schützt und faire und gerechte Gewinne für die Bevölkerung bringt.

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Hofheim für Fairness geehrt

February 10th, 2012 No comments

Bitterer Kaffee vermittelte früher bittere Wahrheiten über die bitteren Folgen des Welthandels

Über 500 Fairtrade-Towns gibt es in England. Die Bewegung breitet sich weltweit aus, über 60 Fairtrade-Städte gibt es inzwischen in Deutschland.

Von Hanspeter Otto

Hofheim für Fairness geehrt

Fairtrade-Bannerträger: Wolfgang Vater, Günter Adam, Matthias Henrich, Wolfgang Exner, Gisela Stang und Manfred Holz. FOTO: Nietner

Hofheim. Etwas mehr als 1000 Städte weltweit dürfen sich mit der Auszeichnung schmücken, seit gestern gehört Hofheim dazu. Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz hat Bürgermeisterin Gisela Stang und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Vater die Urkunde überreicht. Der Auszeichnung war die Bewerbung Hofheims vorausgegangen, die auf einen Antrag von CDU, Grünen, SPD und BfH in der Stadtverordnetenversammlung zurückging. Hofheim erfüllt alle fünf Kriterien für eine Bewerbung.

Eines der Kriterien ist der Beschluss der Kommune, dass es in Sitzungen der Gremien und im Bürgermeisterbüro nur noch fair gehandelten Kaffee gibt. Außerdem muss das Parlament die Bewerbung beschließen.

Dann muss es eine Steuerungsgruppe geben, die alle Aktivitäten koordiniert. Auch damit kann Hofheim dienen, der Gruppe gehören das Katholische Bezirksbüro, der Weltladen, der IHH, die Katholischen Pfarreien St. Georg und St. Bonifatius sowie St. Peter und Paul, die Stadt, die Lokale Agenda, die Friedensinitiative, der Eine-Welt-Kreis der Thomasgemeinde, die Bürgermeisterin und der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo an.

Im lokalen Einzelhandel und in der Gastronomie, das dritte Kriterium, werden fair gehandelte Waren angeboten – in Hofheim werden es immer mehr, darunter nicht nur Lebensmittelläden und Cafés, sondern auch ein Modehaus – und die vierte Anforderung, dass es in öffentlichen Einrichtungen, Schulen, Vereinen und Kirchen faire Produkte und Bildungsveranstaltungen zum Fairen Handel gibt, wird auch erfüllt. So werden in Kirchengemeinden regelmäßig fair gehandelte Produkte verkauft, und in der Fastenzeit gibt es Eine-Welt-Essen, bei denen die Informationen über die Probleme des Welthandels und dessen Auswirkungen auf die Bevölkerung Afrikas, Asiens und Südamerikas im Vordergrund steht. Beim Misereor-Solidaritätsgang sind in acht Jahren über 250 000 Euro zusammengekommen.

Es gibt auch direkte Beziehungen zwischen Kirchengemeinden in Hofheim und Brasilien oder auf den Philippinen. Bei der Titel-Verleihung zeigte Günter Adam vom katholischen Bezirksbüro in einem Film am Beispiel der Fair-Trade- Beziehungen zur Preda-Stiftung auf den Philippinen, warum sich die kirchlichen Gruppen dort engagieren und welche Ziele sie verfolgen. Als Beispiel diente die Verarbeitung und der faire Handel mit Mangos.

Neueste Gruppe unter den eine-Welt-Initiativen in Hofheim ist der Freundeskreis Hofheim-Tenkodogo. Der seit 2010 eingetragene Verein wurde nach einer Reise von zehn Hofheimerinnen nach Burkina Faso und speziell nach Tenkondogo, einer Partnerstadt Chinons, gegründet. Gemeinsam mit Chinon hat sich Hofheim schon an verschiedenen Projekten in der burkinischen Kommune beteiligt, nun wird sich die Stadt auf Wunsch der Afrikaner direkt in Tenkendogo engagieren. Auf schiere Begeisterung ist der Vorschlag, sich dort zu engagieren, seinerzeit nicht bei allen Fraktionen im Stadtparlament gestoßen. Angesichts seiner finanziellen Lage könne sich Hofheim ein Engagement nicht leisten, wurde damals argumentiert, man werde sich auf “kostenneutrale” Aktionen beschränken, beschloss schließlich die Mehrheit. Heute laufen die Beziehungen Hofheim-Tenkondogo über den Verein, der über Burkina Faso informiert und sich, abgestimmt mit Chinon, um die Verbesserung der Lebensbedingungen in der Stadt bemüht.

Der Einsatz für die damals noch 3. Welt genannten Entwicklungsländer hat in Hofheim aber schon eine jahrzehntelange Tradition. Fairer Handel spielt dabei eine wichtige Rolle. Studenten aus den Kirchengemeinden beider Konfessionen beschlossen nach einer ökumenischen Fastenaktion 1981, fair gehandelte Ware in Hofheim zu verkaufen und die Bevölkerung über höchst fragwürdige, ungerechte Spielregeln der Weltwirtschaft zu informieren. Verkauft wurden zunächst jeden Samstagvormittag im Vorbau von St. Peter und Paul bitterer Kaffee und ein paar andere Waren, deren Qualität fragwürdig war. Heute schmeckt der Kaffee, und der Weltladen in der Hauptstraße 22 spricht von Produkten zum “Fairwöhnen”.

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